Neuer Trailer zu Dario Argentos 'Dracula 3D' Camp!

Es ist fast schon wieder ein halbes Jahr her, dass Dario Argento mit seinem Trailer zu Dracula 3D für Aufsehen sorgte. Die FX im Trailer waren noch nicht ganz fertig, aber auch sonst machte der Trailer alles andere als einen hochwertigen Eindruck. Dies ändert sich auch mit dem neuen Trailer nicht unbedingt, wie man seit heute sehen kann. Der besteht nämlich größtenteils ohnehin aus dem alten und auch die nun fertigen (?) FX hauen einen nicht gerade vom Hocker. Gerade deswegen könnte Dracula 3D aber auch ein großer Spaß werden, zumal ja auch eine gigantische Gottesanbeterin mit von der Partie ist, die man im neuen Trailer leider nicht zu sehen bekommt. Und gigantischen camp in 3D? Wäre doch auch mal was, oder?

(Via Dread Central)


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Dauerfeuer auf See: Steve Jablonskys 'Battleship' OST Review


Steve Jablonsky ist wohl einer der bekanntesten und meistbeschäftigten Zöglinge Hans Zimmers (und davon gibt es ja so einige), die aktuell in Hollywood arbeiten. Und wie sein Mentor, hat sich auch Jablonsky größtenteils auf Blockbusterproduktionen fokussiert. Kein Sommerblockbuster der letzten Jahre, dessen Musik nicht den Namen Steve Jablonskys trägt. Er kommt Zimmer mittlerweile verdammt nahe, so dass es nicht selten passiert, dass man – hört man nur die Musik – nicht genau weiß, um welchen der beiden Komponisten es sich nun handelt. Schaut man sich nun die Prämisse von Battleship an, dann verwundert es auch nicht weiter, dass ausgerechnet Jablonsky den Score komponierte. Ein Actionfilm mit viel Bummbumm und militärischen Helden? Ja, hier ist Jablonsky voll und ganz in seinem Element, zeichnete er doch ebenfalls für Michael Bays Transformers-Trilogie verantwortlich. Und da auch bei Battleship die Macher von Transformers ihre Hände im Spiel hatten, war es wohl keine wirkliche Frage, wer den Score komponieren sollte.

Steve Jablonskys Battleship untermalt den Film perfekt, setzt permanent auf druckvolle Elemente, selbst dann, wenn das Ganze mal nicht nach militärischem Chor, sondern nach industriellen Klängen klingt. Letztere spielen ohnehin eine sehr große Rolle auf der Tonspur, visualisieren sie doch die schiere Kraft der Kriegsschiffe auf beiden Seiten. Man hört viele Elemente aus Jablonskys Vorgänger, Transformers: Dark of the Moon, heraus und fühlt sich gleich wieder mitten in die Schlacht versetzt. Wer ruhigere Töne sucht, der ist hier falsch, denn auch wenn es mal etwas ruhiger zugeht, bleibt alles dennoch angespannt, so, als könne es jeden Moment wieder explodieren. Es spielt keine Rolle, ob man den Score nach dem Film oder vor dem Film hört – man assoziiert mit den Klängen sofort gewisse Bilder und vice versa. Setzt Battleship auf Action, bekommt man von Jablonsky auch Action zu hören. Setzt der Film auf Pathos, liefert Jablonsky dieses, auch wenn er hier noch nicht ganz an seinen Mentor Hans Zimmer herankommt.

Das einzige, was am Score etwas stört, sind die etwas rockigeren Klänge, die nicht so ganz ins Gesamtbild passen wollen, glücklicherweise aber auf ein Minimum reduziert wurden. Der Rest reicht sich nahtlos in Jablonskys bisheriges Œuvre ein, sprich: Bombast mit ruhigen, aber immer druckvollen, sich entladen wollenden Klängen. Battleship, der seit Freitag im Handel erhältlich ist (Amazon-Partnerlink) und von Colosseum vertrieben wird, ist im wahrsten Sinne des Wortes episch, denn mit einer Gesamtlaufzeit von über 77 Minuten, verteilt auf ganze 24 (!) Tracks, bekommt man so einiges auf die Ohren. Wer mit dem martialisch-militärischen Film etwas anfangen konnte, der kommt auch am Score, der maßgeblich für diese Ausrichtung verantwortlich ist, nicht vorbei. (8.5/10)


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Richtige Kennzeichnung des eigenen Hundes ist unerlässlich


Hierbei handelt es sich um ein Sponsored Post

Jeder Hundehalter kennt Tasso und Co. Doch zusätzlich ist es unerlässlich, den Hund auch direkt zu kennzeichnen. Das ist sehr wichtig für den Fall, dass der Hund einmal ausreißen sollte. Ein möglicher Finder kann sich anhand der Hundemarke sofort und ohne den Umweg über Datenbanken wie Tasso mit dem Halter in Verbindung setzen.

Tierliebe Menschen, die selbst kein Tier besitzen, wissen nicht unbedingt, dass Mikrochips mit Kennnummer und Einträge in Datenbanken existieren und liefern den Hund im Tierheim ab oder hängen einfach Zettel aus. Schneller geht es allemal, wenn Adresse und Telefonnummer des Besitzers am Halsband befestigt werden.

Eine sehr schicke Möglichkeit bieten die Hundemarken mit Wunschprägung von www.hundemarken.net.

Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen metallischer Optik in silbriger, goldener oder kupferner Farbe. Dazu gibt es Geräuschdämpfer, die so genannten Silencer, aus Kunststoff. Sie dienen dazu, dass die Hundemarke nicht durch ein schepperndes Geräusch beim Tragen stört.

Jede Hundemarke ist ein Unikat, wird individuell gefertigt und sieht sehr edel aus. Dazu ist sie sehr robust und nahezu unverwüstlich. Die Lesbarkeit der Aufprägung ist so jederzeit gewährleistet.

Die Plaketten können übrigens auch als Modeschmuck verwendet werden. Etwa mit einem Spruch oder der eigenen Adresse beschriftet und dem augenzwinkernden Hinweis an Taxifahrer, sie mögen den Träger im möglichen Zustand der durch ausgelassenes Feiern beeinträchtigten Artikulationsfähigkeit zur entsprechenden Hausanschrift befördern. Insgesamt stehen 5 Zeilen von je 15 Buchstaben für die Beschriftung zur Verfügung.

Die Marken können an einer zusätzlich erhältlichen Kugelkette oder einen speziellen Schlüsselring am Halsband seines geliebeten Vierbeiners befestigt werden.

Innerhalb von 24 Stunden nach Bestellung ist die Plakette versandfertig und wird kostenfrei verschickt.


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Trailer zu William Friedkins NC-17 Thriller 'Killer Joe'

Sechs Jahre ist es schon wieder her, dass William Friedkin mit Bug einen Film in die Kinos brachte. Nun meldet er sich mit einem recht großen Knall zurück. Nicht etwa, weil er nach all den Jahren endlich wieder einen Film gemacht hat, sondern weil Killer Joe auch nach einem Einspruch bei der MPAA mit einem NC-17-Rating 'bedacht' wurde. Doch auch der Film selbst scheint recht interessant zu werden, die der Trailer eindrucksvoll zeigt. In Venedig bekam Friedkin im letzten Jahr dafür die 'Golden Mouse'. Emile Hirsch heuert Detective Matthew McConaughey an, seine Mutter zu töten, so dass er ihre Lebensversicherung kassieren kann. Natürlich läuft dieses Vorhaben alles andere als nach Plan … Mit Texas-Boy McConaughey scheint Friedkin bei der Besetzung ein glückliches Händchen gehabt zu haben, zumal man ihn nicht gerade oft in der Rolle des bad guy zu sehen bekommt. US-Start ist am 27. Juli.

(Via The Playlist)


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Porsche 911: 'The Dictator' Red Band Trailer

Noch gut anderthalb Wochen, dann startet Sacha Baron Cohens The Dicator in den deutschen und amerikanischen Kinos. Paramount nutzt diese Zeit, um den Film noch einmal zu promoten – und was wäre da besser, als einen Red Band Trailer zu veröffentlichen? Im Prinzip kennen wir den über drei Minuten langen Trailer schon – es ist der zweite offizielle Trailer -, nur ist er dieses Mal eben etwas expliziter … Der Porsche 911-Gag ist gar nicht mal so übel, dito die Entbindung. Doch, klitzkleine Vorfreude herrscht schon. Bei The Playlist gibt es auch noch zu sehen, wie Diktator General Admiral Aladeen Martin Scorsese bei SNL kidnappt.


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Schwarzenegger im smart: Neuer 'The Expendables 2' Trailer

Gestern gab es eine Preview zum Trailer – wer braucht so was? -, heute ist er schon da. Der neue Trailer zu The Expendables 2 macht mir aber nicht nur Freude, denn er scheint so gut wie alles zu spoilern. Und wie Schwarzenegger die Tür des smart abreißt brachte mich zwar zum lachen, allerdings ist der Gag irgendwie the most obvious one. Egal, der Trailer legt dennoch ordentlich vor, wobei das Rating ja nach wie vor nicht eindeutig geklärt ist – ist er nun PG-13 oder doch R? In den kommenden Wochen dürften wir dann mehr wissen. Start ist nach wie vor am 30. August.

(Via Film Junk)


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Craziest. Fucking. Night. Ever. 'Project X'


Unserer aktuellen Jugend wird nicht gerade nachgesagt, dass sie eine Mustergeneration sei, im Gegenteil. Komasaufen, politische Gleichgültigkeit, keine wirklichen Ziele im Leben und sowieso immer irgendwie für alles und nichts zu haben. Auch filmtechnisch lässt sie ihr Geld lieber beim x-ten Blockbuster als beim Arthouse-Streifen liegen. Die Erfolge der beiden The Hangover-Filme zeigen, dass die Jugend auch im Kino das sehen will, was sie am liebsten im echten Leben tun würde – feiern, als gäbe es kein Morgen und keine soziale oder sonst irgendwo verortete Verantwortung. Die Party kann nie früh genug anfangen und nie spät genug enden. Und so landen beim heimischen Vorglühen dann auch The Hangover, EuroTrip oder Van Wilder in den Player – man will sich ja schließlich schon mal in Stimmung bringen. Waren es in den 80ern die John Hughes-Filme, die als Filme einer Generation galten, sind es heute quasi die Filme eines Todd Phillips oder Judd Apatow. Zeiten ändern sich eben. Wer sich mit Phrasen und Superlativen nicht anfreunden kann, der sollte nun ohnehin nicht weiterlesen, denn was folgt ist ein Lobgesang auf die wohl größte Sause der Filmgeschichte!

Wer bisher annahm, dass The Hangover der perfekte Partyfilm sei (was ich übrigens noch nie tat), der muss seine Meinung nach Sichtung von Project X wohl schleunigst revidieren, denn gegen das Regiedebüt von Nima Nourizadeh wirkt The Hangover (Part II) wie eine Tea-Time spießiger Schwiegermütter am Sonntagnachmittag. Project X gibt die Richtung schon in den Trailern klar vor und macht keine Gefangenen. Es wird geflucht und auf die Kacke gehauen, bis sich die Balken biegen und auch die toleranteste Mami irgendwann den Kopf schüttelt. Die drei Jungs, die ungleicher kaum sein könnten – das gemeinsame Ziel cool zu sein und 'hot bitches' flachzulegen, verbindet sie aber wieder –, haben nichts anderes im Kopf als die Party ihres Lebens steigen zu lassen. Die Vorbereitungen für diese wollen gut überlegt und geplant sein, schließlich soll es ihr persönlicher Durchbruch in der Schul- und Frauenwelt werden. Und bis dahin ist es noch ein langer Weg, wie Project X auf übliche Art und Weise des Genres zeigt. Doch irgendwie sind einem die Jungs sofort sympathisch – weil sie eben kein Blatt vor den Mund nehmen und von dem, was sie tun (und vorhaben), absolut überzeugt sind.

So wird dann auch keine Sekunde für unnötigen Ballast verschwendet, sondern Nourizadeh kommt sofort auf den Punkt. Auch die POV-Kamera, die für viele Filmfreunde ein Problem darstellt, stellt sich nicht als solches heraus, sondern vielmehr spielt der Film schön damit. So wird vor den Credits der Hinweis eingeblendet, dass Warner Bros. dieses Material exklusiv zur Verfügung gestellt wurde. Dies suggeriert einen gewissen Pseudo-Realismus, der mal mehr, beispielsweise wenn auf Cop-Kameras geswitcht wird, mal weniger gut funktioniert (Unterwasser-Shots!?). Das spielt aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle, denn in erster Linie heißt das Motto: 'Mittendrin statt nur dabei'! Man folgt den Jungs zum Dealer, der am liebsten James Blunt hört (sic!), zieht sich mit ihnen in der Umkleide um und ist live mit dabei, wenn sie erste Kontakte mit dem anderen Geschlecht knüpfen. Und irgendwann ist man dann nur noch einer von mehreren Hundert Gästen auf der geilsten Party überhaupt. Hat der DJ die megageile Playlist erstmal angespielt, ist es um einen geschehen! Man würde am liebsten vom Sessel direkt in den Pool springen und davor noch ein paar Kurze ziehen!

Es ist absolut nicht übertrieben, wenn man Project X attestiert, dass er irgendwann auf alles pfeift und einfach nur den puren Spaß sucht. Selten zuvor hat mir ein Film auf diese Art und Weise mehr Spaß gemacht als mancher Clubabend. Es stimmt einfach alles und der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Und immer, wenn man denkt, dass es nicht noch krasser abgehen kann, zaubert Nourizadeh das nächste Kaninchen – oder Zwerg – aus dem Hut. Und während mich irgendwann das ungute Gefühl beschlich, dass da doch irgendwann noch der große, erhobene Zeigefinger kommen muss, scheißt Project X einmal mehr drauf. Gut, dass am Ende Platz für die Liebe sein muss, versteht sich von selbst, aber alles halb so wild, klammert man diese drei Minuten angesichts der großen Sause mal aus.

Project X sichert sich nach 90 Minuten Ekstase den Titel bester Partyfilm aller Zeiten. Ganz locker. Sage ich jetzt einfach mal so. Die Tagline des Filmes lügt nicht, denn es ist tatsächlich die Filmparty, von der man eigentlich nie zu träumen gewagt hätte. Und während sich die Jungs am Morgen danach erholen, will man noch immer nicht glauben, dass das alles wirklich so passiert ist. Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen … Diese asoziale Party, bei der am Ende das ganze Viertel brennt und die sogar Thema bei Jimmy Kimmel ist, kann man glücklicherweise kaufen – und das gerade mal zum Preis eines Kinotickets. (10/10)


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Fünf Jahre Equilibrium – Die Gewinner der Verlosung!


Eine Woche habt Ihr nun mit mir Geburtstag gefeiert, vielen Dank für all Eure Glückwünsche an dieser Stelle! Ich will es nicht allzu spannend machen, sondern komme auch gleich auf den Punkt, nämlich die Gewinner der Verlosung. Random.org hat mal wieder Glücksfee gespielt … Über das DVD-Paket mit Overlord/Bad Boy Bubby darf sich sanzinia freuen. Das DVD-Paket mit Im Glaskäfig/Marquis geht an Ruffy. Die DVD The Vice Guide to Travel geht an smue19. Außerdem dürfen sich über eine Ausgabe der Splatting Image Dirk, Dragonlady, Toba, axi und Michael Kastner freuen! Ich danke Euch allen für die Teilnahme und vertröste all jene, die nichts gewonnen haben, auf die nächste Verlosung – für das Zehnjährige lasse ich es dann auch richtig knallen …!

Bild: Will Clayton


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Neuer Trailer zu Christopher Nolans 'The Dark Knight Rises'

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, dass der offizielle Trailer zu Christopher Nolans The Dark Knight Rises erschienen ist. Umso mehr freut man sich also über den neuen Trailer, der mit gewaltigem Zimmer-Score im Hintergrund mindestens so atmosphärisch daherkommt wie der erste. Für den einen oder anderen mag er vielleicht zu spoilery sein, für alle anderen, die den 26. Juli aber nicht erwarten können, dürfte er ein erneutes Fest sein!

(Via Film Junk)


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Lens Flare in der Dunkelheit: 'Let Me In' Blu-ray Review


Es ist eine verschneite Winternacht. Draußen ist es stockdunkel, nur die leuchtenden Farben der Sirenen und Laternen erhellen das Bild. Die Krankenhaustür schließt sich langsam, aus dem Off nehmen wir die Stimme Ronald Reagans wahr, der gerade eine Ansprache hält, die im Fernsehen übertragen wird. Der Fernseher findet sich irgendwo in der Lobby, wir wissen nicht genau wo, sehen ihn aber alsbald schon, weil er in der Glastür des Eingangsbereichs reflektiert wird. Man bekommt gerade noch mit, dass er etwas von Gut und Böse erzählt, den beiden Lieblingswörtern eines jeden Republikaners. Wir schreiben das Jahr 1983, Los Alamos, New Mexico, USA. Hier verortet Matt Reeves die Geschichte seines Let the Right One In-Remakes, das den simplen Namen Let Me In trägt. Genau so wie mit dem Titel, verhält es sich auch mit dem Rest es amerikanischen Remakes: Es kann ob der Geschichte, gar kein schlechter Film sein – vorausgesetzt man mochte das Original –, aber an die Komplexität und die subtilen Untertöne des Schweden kommt Reeves’ Film einfach nicht heran. Vielmehr ist sein Film eine leichte Reduktion, wie dessen Titel eben. Das ändert auch die eingebaute Ansprache eines Reagan nicht.

Natürlich drängt sich ein gewisser Vergleich zwischen Original und Remake immer auf. Wer hat was jetzt besser gemacht und vor allem warum hat er es besser gemacht? Hier wird einmal mehr deutlich, dass die amerikanischen Remakes ausländischer Filme sich primär an das heimische Publikum wenden und die Vorlage so weit anpassen und verändern, dass auch das US-Publikum in den vollen 'Genuss' des Ganzen kommt. Oder anders gesagt: Man versucht die Vorlage für die heimischen Sehgewohnheiten goutierbar(er) zu machen, was einem gewissen Zynismus entspricht, denn schließlich hält man die Amerikaner dadurch nicht gerade für die hellsten Filmrezipienten. So ändert Reeves dann auch zentrale Elemente von Tomas Alfredsons Film, in dem er beispielsweise die berühmte Sequenz, in der Elis Schambereich zu sehen ist und der Zuschauer sich fragt, welchen Geschlechts sie nun ist, komplett weg. Immerhin schauen ja Amerikaner zu. Stattdessen sagt sein Eli-Pendant Abby (Chloë Moretz) explizit, dass sie kein Mädchen ist. Damit zerstört Reeves mal eben einen der Momente des Originalfilms (dito die Flammenszene im Krankenhaus, die hier auch nicht so recht, pardon, zünden möchte).

So atmosphärisch dicht Let Me In auch daherkommt, auch hier erreicht er nicht ganz die Klasse des Originals, was auch daran liegen mag, dass ein Film in einer fremden Sprache, die wir nicht verstehen und die uns lediglich den Inhalt des Gesagten via Untertitel näherbringt, eine gewisse zusätzliche Faszination ausmacht – erst recht, wenn (narrativ) ohnehin alles nur angedeutet, statt explizit ausformuliert wird. Bei der Besetzung beweist das Remake hingegen ein glückliches Händchen, denn so ruhig hat man die sonst eher nervige Chloë Moretz lange nicht gesehen. Die Nebenrollen sind mit Richard Jenkins, der hier – auch das wird ausformuliert – nicht der Vater der Kleinen ist und Elias Koteas als '80s-Cop sehr gut besetzt. Die größte Überraschung ist aber Kodi Smit-McPhee, der eine ziemlich beeindruckende Performance abliefert und bei dem man sich wünscht, dass er in zehn Jahren nicht mit irgendwelchen Drogengeschichten Schlagzeilen macht. Auch Michael Giacchino – Stammkomponist von J.J. Abrams und dessen Schüler Matt Reeves – kann mit seinem ruhig-melancholischen Score Pluspunkte sammeln.

Let Me In macht vieles richtig, auch, weil es nahezu unmöglich war, das Remake komplett gegen die Wand zu fahren. Über Sinn und Unsinn eines solchen Filmes ließe sich natürlich einmal mehr streiten. Fest steht aber, dass Reeves mit seiner Adaption für das amerikanische Publikum im Prinzip den richtigen Nerv trifft, auch wenn sein Film für Kenner und Liebhaber des Originals lediglich so etwas wie eine nette Dreingabe darstellt. Genuin ist an seinem Film nämlich so gut wie gar nichts. Dabei wäre durchaus Potential dafür dagewesen, die Coming-of-Age-Geschichte neu auszuformulieren. Dafür hätte es dann aber wohl auch eines anderen Regisseurs bedurft – Reeves ist eben doch einen Tacken zu gimmicky. (7/10)

Die Blu-ray aus dem Hause Universal ist seit dem 19. April im Handel erhältlich (Amazon-Partnerlink) und ist zumindest bildtechnisch eher eine Enttäuschung. Dafür, dass ein Großteil des Filmes bei Nacht spielt, sind die Farben nicht kräftig genug, allen voran das Schwarz. Auch etwas schärfer hätte man sich das Ganze gewünscht, auch wenn das verwaschene Bild wohl etwas dem Setting zuzuschreiben ist. Richtiges HD-Feeling kommt also selten aus. Beim Ton sieht es hingegen anders aus, denn dieser kann mit einigen satten Basseinlagen begeistern. Auch in den ruhigen Szenen ist die Abmischung sehr gut. An Extras finden sich zwei Making-ofs, unveröffentlichte Szenen und ein Audiokommentar von Regisseur Matt Reeves.


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