Kinostarts vom 11.03.2010


Ganze 12 Filme gehen in dieser Woche an den Start. Besonders einen von ihnen möchste ich erwähnen, nämlich eine kleine Doku namens Anvil! The Story of Anvil, die es tatsächlich doch noch in die deutschen Kinos geschafft hat. Ich bin kein Metal-Fan, aber die Musik spielt in diesem Film eine ohnehin nur untergeordnete Rolle. Es geht um Freundschaft, die Familie und das Alter, Dinge, zu denen wohl jeder eine Beziehung pflegt. Ebenfalls nicht unerwähnt, will ich Mel Gibsons Rückkehr lassen, die doch sehr gelungen ist. Hier alle Starts der Woche im Überblick.

Agora (Alejandro Amnábar, E 2009)

Ajami (Scandar Copti et al., D/ISR 2009)

Anvil! The Story of Anvil (Sacha Gervasi, USA 2008) – Review -

Edge of Darkness (Martin Campbell, USA/UK 2010) – Review -

Extraordinary Measures (Tom Vaughan, USA 2010)

Case 39 (Christian Alvart, USA/CND 2009)

Die Fremde (Feo Aladag, D 2010)

Hochburg der Sünden (Thomas Lauterbach, D 2008)

Jerry Cotton (Cyrill Boss, D 2010)

Parkour (Marc Rensing, D 2009)

Un prophète (Jacques Audiard, F/I 2009)

Teufelskicker (Granz Henman, D 2010)

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Opening Credits zu Gaspar Noés 'Enter the Void'


Letztes Jahr in Cannes feierte er Premiere, der neue Film von Gaspar Noé. Enter the Void spielt in Tokio und dreht sich um ein Geschwisterpaar, das dort ein nicht gerade tolles Leben führt. Wohl auch ein Grund dafür, weshalb die japanischen Übersetzungen in den Opening Credits sind, die es nun zu sehen gibt. Zwar wäre mir ein ordentlicher Trailer lieber gewesen – wir erinnern uns an den nicht gerade aussagekräftigen Teaser Trailer -, aber auch diese Opening Credits machen deutlich, welche Richtung Noés Film einschlagen dürfte. Ich will endlich einen deutschen Starttermin!

(Via Cinefacts)

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Fantasy Filmfest Nights #08


Pünktlich zum Wochenende starten sie wieder, die Fantasy Filmfest Nights. In diesem Jahr gibt es bereits zum achten Mal zwei Tage voller Horror, Fantasy und Thriller. Und glücklicherweise hat man die Nights nicht auch umgestellt, so dass Stuttgart wieder ganz vorn mit dabei ist (beim FFF im Sommer sind Stuttgart und München dann wieder ganz hinten). Am 13. und 14. März wollen also wieder ganze zehn Filme gesehen werden, darunter in diesem Jahr nicht nur ein Highlight, sondern gleich mehrere. Allen voran natürlich [Rec] 2, mit dessen Kinoauswertung es im letzten Jahr ja irgendwie doch nicht geklappt hat. Ferner wird auch George A. Romeros Survival of the Dead zu sehen sein, von dem ich nach Diary of the Dead – der vor zwei Jahren lief – aber nicht allzu viel erwarte. Interessanter klingen da schon La horde oder Splice, zwei Filme, auf die Genrefans schon lange warten.

Auch wenn ich kein Animefan bin, so sieht Summer Wars (サマーウォーズ) dennoch ziemlich gut aus; ich bin wirklich gespannt. Die komplette Übersicht über alle zehn Filme und Infos zu den Timetables der Städte findet sich auf der Homepage zum Festival. Besprechungen zu den Filmen – auch als Empfehlung (oder eben nicht) für jene Städte, die nach Stuttgart und München folgen – finden sich dann ab nächster Woche beim Manifest und natürlich auch hier. Das wird ein hartes, aber auch schönes Wochenende.

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Die Gewinner der 82. Annual Academy Awards


Natürlich habe auch ich mir wieder mal die Nacht für die Oscars um die Ohren geschlagen. Doch eines gleich vorweg: ich weiß nicht, ob ich das im nächsten Jahr wieder tun werde, denn meine Güte war das eine lahmarschige Veranstaltung! Als NPH statt Baldwin und Martin hineinkam, dachte ich noch "Yeah, Barney!", doch sobald er begann zu singen war die Freude dann auch wieder verflogen (glücklicherweise hielt sich das Gesinge in diesem Jahr aber in Grenzen). Dann: Baldwin und Martin reißen einen lahmen Witz nach dem anderen. Gut, der eine oder andere bringt mich zum Schmunzeln, aber das war's dann auch. Sowieso ließ der Humor wieder mal zu wünschen übrig, auch, weil er immer die gleiche Richtung einschlägt: man macht Witze über sich selbst. Da war es dann fast schon eine Erlösung, als Ben Stiller die Bühne als Na'vi betrat und allen zeigte, was wirklich witzig ist. Für weitere Lacher sorgten einige Dankesreden, nicht, weil sie schlecht gewesen wären, nein, weil die Preisträger wirklich verstanden einen Witz zu reißen ("That's an über-Bingo.")

In Sachen Preisträger geht das eigentlich alles in Ordnung. Überrascht haben mich eigentlich nur einige wenige Entscheidungen, allen voran jene, dass Michael Haneke den Oscar für Das weiße Band nicht bekam – nicht, dass ich diese Entscheidung nicht begrüßen würde, aber wer dachte bitteschön nicht, dass dies eine sichere Kiste sei!? Die andere Überraschung – zumindest für mich – war Precious: Based on the Novel Push by Sapphire (was ist das eigentlich für ein bescheuerter Beititel? Da wollte wohl jemand undbedingt seinen Namen im Titel haben), der den Preis für das beste adaptierte Drehbuch einsackte – hier hatte ich dann doch mit Reitmans Up in the Air gerechnet. Doch auch hier begrüße ich die Entscheidung. Weniger überrascht, aber dennoch verwundert, haben mich einige Technikkategorien, die ich eigentlich Avatar zugeschrieben hatte, sie The Hurt Locker aber absolut gönne. Mit am meisten gefreut hat mich aber der Kostümoscar für The Young Victoria, auf den ich mich doch sehr freue.

Um noch einmal zu den Dankesreden zurück zu kommen: Christoph Waltz hat es Tarantino zu verdanken, dass er da oben stand und den Goldjungen in Empfang nehmen durfte, ja, aber muss er deswegen solch eine Arschkriecherei betreiben, wie er das vergangene Nacht tat (zumal sich die Preisträger ja hinter der Bühne nochmals bei allen Produzenten, Regisseuren, etc. bedanken konnten)? Sowieso wurde meinem Empfinden nach viel mehr den Filmemachern als der Familie gedankt, da erfreut es natürlich ganz besonders, wenn MILF Kathryn Bigelow sich bei den Streitkräften bedankt, die man nicht vergessen dürfe. Für einige ein Aufreger, aber Hollywood steht nunmal hinter den Truppen, das wird fast jedes Jahr deutlich – und es hat ja auch nichts mit Politik zu tun, sondern mit dem persönlichen Engagement der Soldaten generell, weshalb sie gleich beide Reden zum Dank nutzte. Geschichte hat Hollywood mit dieser Entscheidung ohnehin geschrieben, denn Bigelow ist die erste Frau, die den Regiepreis verliehen bekam. Ein klares Zeichen dafür, dass es viel zu wenige Frauen in diesem Job gibt.

Auch an der Zeit mangelte es der Verleihung, so zumindest mein Eindruck. Die Übergänge waren so schnell, dass man nicht einmal die Ansagen aus dem Off richtig wahrnehmen konnte. Fast schon gehetzt wirkte das alles, allen voran die Offenbarung des besten Filmes des Jahres, denn kaum war Tom Hanks auf der Bühne war es auch schon wieder vorbei. Grundsätzlich ist dies ja begrüßenswert, denn in den letzten Jahren zog es sich phasenweise doch recht stark, aber ein wenig Tempo könnte man hier schon rausnehmen. Abschließend noch einige unsortierte Gedanken zur Show … Die Horrormontage war hervorragend *** T-Bone Burnett sieht aus wie Cameron mit Sonnenbrille *** Bullock ist und bleibt unattraktiv und unsympathisch *** keine einzige Dame hat mich gestern umgehauen, am ehesten vielleicht noch Vera Farmiga in ihrem schönen Kleid *** Steven Gätjen, unser Mann am Roten Teppich, bekommt sie alle (bzw. Scott Orlin) *** nächstes Mal bitte NPH alles moderieren lassen

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Red Band Trailer zu Romeros 'Survival of the Dead'


Als ich vor etwas mehr als einem Jahr den ersten Trailer zu George A. Romeros neuem Film postete, da hatte er noch keinen eindeutigen Titel, vielmehr nannte er sich …of the Dead. Mittlerweile ist bekannt, dass Romeros jüngster Film Survival of the Dead heißt. Heute erschien ein neuer Trailer, ein Red Band (FLV, ordentliche Qualität), der jedoch kaum der Rede wert ist (zumindest ist man deutlich mehr von einem Red Band Trailer gewohnt). Survival of the Dead wird übrigens auf den Fantasy Filmfest Nights in wenigen Wochen zu sehen sein.

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Kinostarts vom 04.03.2010


Ganz schön volle Woche, die da kurz vor den Oscars auf uns zukommt. Wer bist Sonntag wenigstens noch einen Kandidaten mehr auf seiner 'Gesehen-Liste' abhaken möchte, der sollte sich als erstes Crazy Heart vormerken – immerhin der Film, der Bridges wohl den Preis für den besten männlichen Hauptdarsteller bringen dürfte. Ansonsten: Männer, die auf Ziegen starren (da übersetzt man den Titel mal eins zu eins und er klingt fast noch beschissener als sonst): sold! Junge Studentinnen, die leicht bekleidet im Verbindungshaus rumhopsen und vor einem Killer flüchten? Sold! Boxhagener Platz, der auf der Berlinale lief, sieht nicht übel aus, ausgehend von dem, was ich an Interviews und Ausschnitten gesehen habe (die PV, die sogar vor der Berlinale war, habe ich leider verpasst). Hier alle Starts der Woche im Überblick.

Alice in Wonderland (Tim Burton, USA 2010)

Boxhagener Platz (Matti Geschonneck, D 2010)

Crazy Heart (Scott Cooper, USA 2009) – Review -

Engel mit schmutzigen Flügeln (Roland Reber, D 2009)

Henri IV (Jo Baier, D/F/CZ/E 2010)

Hier kommt Lola! (Franziska Buch, D 2010)

The Men Who Stare at Goats (Grant Heslov, USA/UK 2009)

Der Räuber (Benjamin Heisenberg, D/AT 2010)

Sorority Row (Stewart Hendler, USA 2009)

Zwischen Himmel und Erde … (Christian Labhart, CH 2010)

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Die Oscar 2010 Predictions von Equilibrium


Gutschein Codes hat uns Filmblogger dazu aufgefordert, die Gewinner der 82. Annual Academy Awards zu tippen. Da diese ja ohnehin vor der Türe stehen und es zudem auch noch etwas zu gewinnen gibt, will auch ich hiermit meine Einschätzung abgeben. Die von mir Genannten stellen dabei jedoch nicht den von mir gewünschten Gewinner dar, sondern jenen, von dem ich ausgehe, dass er gewinnen wird. Ich habe zudem absichtlich nicht alle Kategorien getippt. Hier also nun meine Einschätzung:

# Bester Film The Hurt Locker
# Bester Hauptdarsteller Jeff Bridges
# Beste Hauptdarstellerin Sandra Bullock
# Bester Nebendarsteller Christoph Waltz
# Beste Nebendarstellerin Mo'Nique
# Beste Regie Kathryn Bigelow
# Bester animierter Spielfilm Up
# Bester fremdsprachiger Film Das weiße Band
# Bester Dokumentarfilm The Cove
# Bestes Szenenbild Avatar
# Bestes Kostümdesign Nine
# Beste Kamera Inglourious Basterds
# Beste Filmmusik Up
# Bester Filmsong 'The Weary Kid' – Crazy Heart
# Bester Schnitt The Hurt Locker
# Bestes Originaldrehbuch Inglourious Basterds
# Bestes adaptiertes Drehbuch Up in the Air
# Bester Tonschnitt Avatar
# Bester Ton Avatar
# Bestes Make-up The Young Victoria
# Bester animierter Kurzfilm A Matter of Loaf and Death
# Beste visuelle Effekte Avatar

In der Nacht vom 07. auf den 08. März wissen wir dann mehr. Die Verleihung inkl. der Show vom Roten Teppich ist wie immer live auf ProSieben zu sehen.

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Whiskey und Country, unser täglich Brot: 'Crazy Heart'


Es kommt wie jedes Jahr pünktlich zur Award-Season, das typische Oscarmaterial. Im letzten Jahr war es David Finchers Obergurke The Curious Case of Benjamin Button, 2010 gibt es gleich eine ganze Reihe von diesen Filmen, denen man zu jeder Sekunde ansieht, dass sie für die Augen der Oscarjury gemacht wurden. Natürlich wäre hier The Blind Side (Besprechung folgt) zu nennen, konservativ-reaktionäres Kino der selbstgefälligsten Sorte. Nicht minder kalkuliert scheint aber auch Crazy Heart, eine Art diesjähriger The Wrestler, nur geht es eben statt um einen Wrestler um einen Countrysänger. Jeff Bridges darf hier einen ebenso erfolglosen alten Hasen wie Mickey Rourke mimen und wird damit nicht minder über den Klee gelobt wie im letzten Jahr Rourke. Crazy Heart verfügt dabei über die üblichen Muster und Sequenzen, die solch eine Art Oscardrama benötigt.

Bad Blake (Jeff Bridges) spielt sich mit seinen alten Countrysongs die Seele aus dem Leib, den Rest erledigt der Alkohol, dem er noch deutlich mehr zugewandt ist als seiner Karriere, die ihn seit Jahren ohnehin nur noch in die schäbigsten Bars des Landes führt. Dabei ist es aber durchaus erstaunlich, wie gut Bridges den abhalfterten Musiker gibt, allen voran auch deshalb, weil seine Stimme sicherlich nicht gerade die schlechteste ist, im Gegenteil.

Keine Frage, Bridges war schon immer ein toller Schauspieler, das hat er unter anderem in Arlington Road bewiesen, einer seiner besten Rollen. Es ist vielmehr das 'was', das Bridges hier spielen muss. Es wirkt dabei schon fast so, als hätte man eine Merkliste abzuarbeiten, denn wenn Bridges mal gerade nicht am Frauen anbaggern ist, dann trinkt er sich bis in den Schlaf. Alles ist seinem Bad Blake egal, erst recht sein Manager, den er immer wieder wüst beschimpft. Natürlich gibt es einen Grund für all diesen Zorn, den er mal mehr, mal weniger in sich hineinfrisst: Tommy Sweet (Colin Farrell), ein deutlich jüngerer Countrysänger, der Blake nicht mehr allzu viel Ruhm in der Branche übrig lässt. Ja, das Alter eben. So muss sich Blake dann auch jeden Tag aufs Neue aufraffen, erst recht mit all dem Alkohol im Blut. Eines Tages findet er in Jungjournalistin Jean (Maggie Gyllenhaal), die ebenfalls deutlich jünger ist als er, eine neue, wenn auch ungleiche, Liebe. Besitzt dieser Mensch, der ein Schatten seiner selbst ist, wirklich so viel Charme und Charisma, dass er Frauen, die seine Tochter sein könnten, rumkriegt? Hollywood as Hollywood can.

Doch damit ist die Merkliste jedoch noch lange nicht abgehakt, denn diese Harmonie muss naturgemäß aus dem Gleichgewicht gebracht werden, nur um am Ende wieder ins Gleichgewicht zu kommen, zumindest grob. So sieht Blake erst deutlich zu spät ein, welch große Probleme er eigentlich hat, zu spät, denn er hat bereits einen fatalen Fehler begangen, der das Idyll erst einmal zerstört. Maggie Gyllenhaal ist bei alledem zwar gut und wie immer äußerst nett anzuschauen, nur ist auch hier das Problem, dass ihre Figur über ihren Schablonencharakter nicht hinauskommt. Sie hat die Schnauze voll von den Männern, wurde zu oft enttäuscht, sie ist allein erziehend und will natürlich nur das Beste für ihren kleinen Sohn, dennoch geht sie die Amour fou ein. Sie kann nur enttäuscht werden, das weiß sie und das weiß auch der Zuschauer. Es folgt das große Klimax, es kommt das, was nach all den Merklisten und Drehbuch-101-Kursen nur konsequent erscheint. Und schließlich durfte Bridges bis zu diesem Zeitpunkt auch oft genug zur Flasche greifen und auch dem Unaufmerksamsten deutlich gemacht haben, dass er ob seiner Karriere frustriert ist und deshalb das Heil im Whiskey sucht.

Natürlich ist die Geschichte an sich eine rührende, das war auch Finchers Film im letzten Jahr schon. Es sind einfach diese gewissen Tasten – allen voran die Mischung aus Kitsch und Pathos -, die man drücken muss, um den Zuschauer vereinnahmen zu können. Das ist mal mehr sichtbar, mal weniger. Nur, wer will schon offen gelegt bekommen, dass er gerade manipuliert wird? Da kann Maggie Gyllenhaal noch so oft die Augen schmerzhaft aufreißen oder Jeff Bridges noch so oft aus dem Bett plumpsen wie ein nasser Sack Kartoffeln, das Drehbuch kann dies einfach nicht ordentlich stemmen (wirft man einen Blick auf die Drehbuchentwürfe, dann wird einem noch übler ob einiger Sequenzen, die bei Verwirklichung dieser Entwürfe nahezu absurd gewirkt hätten). Was bleibt sind zwei tolle Protagonisten, die den Kampf gegen ein käsiges Drehbuch leider recht schnell verlieren. (6/10)

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'Showgirls 2': Interview mit Regisseur Marc Vorlander


Regisseur Marc Vorlander und Soundtrack-Producer David May

Letzt Woche ist der erste Trailer zu Showgirls: The Return erschienen, der ersten großen Hollywoodproduktion des Deutschen Marc Vorlander, und sorgte gleich für reichlich Gesprächsstoff. Die einen sehen in den ersten Bewegtbildern nichts weiter als wichtigtuerischen Amateurtrash, andere warten bereits sehnsüchtig auf das vermeintliche Sequel zu Paul Verhoevens Kultfilm aus dem Jahre 1995. Eines ist jedoch sicher: das Interesse am Film wird nicht so schnell schwinden, im Gegenteil. Kurz nachdem der Trailer auf der offiziellen Seite veröffentlicht wurde, gab es einen Besucheransturm, von dem die meisten anderen Filmseiten nur träumen können. Der Server brach kurzzeitig zusammen, mittlerweile handelt es sich bei www.showgirls2.com um die meistgeklickteste Filmseite der Welt. Ich habe Regisseur Marc Vorlander zu diesem ersten Erfolg und was uns in Showgirls: The Return erwarten wird befragt.

Equilibrium (EQ) Beschreiben Sie bitte in einem Satz, wie man sich den Filmemacher Marc Vorlander vorstellen muss?

Marc Vorlander (MV) Muss man gar nicht.

Im Augenblick sitze ich aber vorm Laptop und lese, was so in den Blogs geschrieben wird. Toll finde ich die vielen Spekulationen, warum das Mädchen so merkwürdig über den Boden kriecht … "ist sie behindert oder betäubt …?"

Sowas macht mir Spaß und wenn ich nicht der Regisseur wäre, würde ich mich das eben genau so fragen. Um das zu erfahren, wird man den Film sehen müssen.

Besonders lustig fand ich, dass einige einen groben Continuity-Fehler entdeckt haben wollten, weil sich auf dem Boden bereits eine Wasser-Spur befindet, bevor das Mädchen dort entlang kriecht … doch kann ich diesbezüglich schonmal verraten, dass im Film schon mehr nackte Mädchen unmittelbar vorher aus dem Wasser gestiegen sind … Es wäre also im Gegenteil ein Continuity-Fehler gewesen, wenn der Boden trocken gewischt worden wäre.

Jedes Detail in diesem Film ist künstlerische Intention und nichts Zufall, da bin ich geradezu besessen. Ich glaube nicht an die Existenz von Zufällen im Leben; und im Film, einer kontrollierten Welt, lasse ich keine zu.

EQ Wie kommt ein Offenbacher dazu ein Drehbuch zu Showgirls 2 zu schreiben und dieses dann erfolgreich nach Hollywood zu verkaufen?

MV Ich bin Frankfurter und wohne in Offenbach.

Ich habe kein Drehbuch verkauft, sondern ein ganzes Konzept vorgestellt (Es gibt auch kein 300 Seiten-Drehbuch, wie das mal geschrieben wurde).

Ich experimentierte viel mit Nachzieh-Effekten durch Filmen mit offener Blende, Flimmereffekten, Farbverschiebungen und Laufzeitverlangsamungen. Ich behaupte mal, das hat in dieser Art noch keiner vor mir gemacht. Dann hatte ich also etwas Test-Footage – und es stellte sich sehr schnell heraus, dass professionelle Kameraleute die ich in Deutschland kannte, das Zeug toll fanden. Also schickte ich das Material zu den besten Machern nach Hollywood.

Geoff Schaaf, der Kameramann von Seaquest DSV, Charmed – Zauberhafte Hexen, und Regisseur von Shelter Island; sah sich mein Material an und rief mich aus LA an und in jener Nacht wurde aus einer Vision ein Projekt geboren … Schaaf hat sich erstmalig in seiner 30-jährigen Hollywood-Laufbahn entschieden, jemanden zu unterstützen.

Von da an ging es deutlich schneller, ich holte die Musik-Produzenten David May, Mow Marchionna, Hassan Annouri und Richard Moore ins Projekt, die schon mit Laura Branigan, Taylor Dayne, Dr. Dre, Sido und Cassandra Steen gearbeitet haben. Ich verstehe meinen Film ja auch als eine Art düsteres Erotik-Pop-Musical.

Den kompletten Beitrag lesen …

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Gewinnt 3×2 Freikarten für 'Fly Me to the Moon' in 3D!


Derzeit 'tourt' eine kleine belgisch-amerikanische Animationsproduktion durch ausgewählte 3D-Kinos in Deutschland und Österreich, die nicht nur Menschen zum Mond schickt: Fly Me to the Moon. Das Animationsabenteuer für Klein und Groß ist derzeit nur in sechs Kinos in ganz Deutschland und Österreich zu sehen, weshalb sich ein Blick umso mehr lohnen dürfte. Noch mehr lohnt es sich aber, da Ihr nun die Chance habt, Euch eine Begleitung zu schnappen und kostenlos in die Vorstellung zu kommen. Beispielsweise ins Corso Cinema International in Stuttgart-Vaihingen (alle anderen fünf Kinos sind hier aufgelistet). Fantasia Film hat freundlicherweise 3×2 Tickets bereitgestellt, die es hier auf Equilibrium nun zu gewinnen gibt.

Alles was Ihr dafür tun müsst, ist bis Sonntag, 28. Februar, 23.59 Uhr einen Kommentar zu hinterlassen, in dem Ihr offen legt, welche Produktion Euch bisher am besten in 3D gefallen hat oder auf welche Ihr Euch noch freut. Alternativ kann man auch via Twitter teilnehmen, indem Ihr einfach das Folgende twittert: '@EquilibriumBlog verlost 3×2 Freikarten für "Fly Me to the Moon 3D": http://bit.ly/aE02pj' (und dann bitte hier posten). Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Viel Glück allen Teilnehmern!

Das war's! Über 3×2 Freikarten dürfen sich lessa, Toba und Katja freuen. Herzlichen Glückwunsch!

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