Erster HALLOWEEN TV Spot

Und wenn am Ende "Rated R" zu hören ist, dürften auch die letzten davon überzeugt sein, dass wir es hier nicht mit einem PG-13-Remake zu tun bekommen, sondern Rob Zombie so richtig auf den Putz hauen darf. Leider dauert es bei uns noch bis zum 25.10., bis es soweit ist – und der TV Spot (der nicht unbedingt mehr als der Trailer zeigt) macht das Warten nicht gerade erträglicher…

[Quelle: Cinefacts]

[Edit: Hier der finale Trailer]


Nein, nicht Herzog!

Fata Morgana
(Simon Groß, Deutschland 2007)
Kino

Für ein Spielfilmdebüt ein recht gelungener Film. Ein Kammerspiel, bei dem die Grenzen zwischen Realität und Vision nur allzu nah beieinander liegen. Mit gerade mal drei Darstellern, einer einzigen Location und einem Ablauf in Fast-Echtzeit, schafft Groß ein Abenteuer, dass zwar nur selten Spannung aufkommen lässt, Thrillerelemente aber dennoch nicht vermissen lässt. Wer ist der große Unbekannte? Warum hilft er den beiden? Was hat seine Vergangenheit beim Militär damit zu tun? Fragen über Fragen, beantworten tut sie Groß nicht, vielmehr lässt er dem Zuschauer viel Raum für eigene Interpretationen. Waren die beiden wirklich mit dem Franzosen unterwegs oder war dies nur eine Fata Morgana?

FATA MORGANA ist eine gelungene und erfrischende Abwechslung zum Krawallkino der Klingelton- und Fastfood-Generation, gutes altes Schauspielerkino, das mit Matthias Schweighöfer und Marie Zielcke zudem gut besetzt ist. Dennoch kommt der Film oftmals zu trocken (nein, das liegt nicht an der Wüste Marokkos) und langatmig daher, nutzt sich das Prinzip auch zu schnell ab. So dürfte er dann auch das Sitzfleisch einiger Zappelphilippe durchaus auf den Prüfstand stellen dürfte. (5/10)

Fata Morgana


Details zur DEATH PROOF und PLANET TERROR DVD

Planet Terror Poster… die leider (vorerst) nicht zusammen auf einem Silberling veröffentlicht werden, schade. IGN.com hat jetzt aber immerhin schonmal nähere Details zu den beiden VÖs:

Quentin Tarantino's serial-killer homage to the old school car chase film, Death Proof will hit shelves with over 30 minutes of additional, never-before-seen footage including the maddening "missing reel" (containing the excised lapdance sequence) as well as a black and white segment in the film's second act. The DVD will hit on September 18, 2007 for a price of $29.95. Features will include:

  • Finding Quentin's Gals
  • The Guys of Death Proof
  • Kurt Russell as Stuntman Mike
  • Introducing Zoe Bell
  • Quentin's Greatest Collaborator: Editor Sally Menke
  • Double Dare trailer
  • International Poster Gallery

[Edit: Das Cover von DEATH PROOF kann man hier begutachten, das von PLANET TERROR hier (die Steelbooks werden aber wohl Best Buy Exclusive)]

Den kompletten Beitrag lesen …


Klick mich weg

Click
(Frank Coraci, USA 2006)
DVD

Schon tausendmal da gewesene Komödie, die ihren moralischen Zeigefinger nur zu gern hoch erhebt und dabei nur selten komisch ist. Keine Frage, einige nette Einfälle hat CLICK ja, allen voran The Hoff oder die Zukunftsnachrichten (Britney Spears und ihr 23. Kind z.B.), das war es dann aber auch schon. Der Rest, also die übrigen 98 Prozent des Films, richten sich natürlich auch an das etwas jüngere Publikum und Familien, die es mit selbiger wohl nicht allzu genau nehmen. Die Werte, die CLICK dabei anspricht sind natürlich einmal mehr konservative, was aber durchaus lobenswert, wenn auch Standard, ist. Fan Adam Sandlers war ich nie und werde ich nach CLICK aber wohl auch noch immer nicht werden. Insgesamt einfach zu lang und egal, da kann auch Beckinsale als pures eye candy nichts mehr groß rausreißen. (4-5/10)

Click


Fantasy Filmfest 2007

To Sir, with Love (스승의 은혜)
(Dae-wung Lim, Südkorea 2006)
Kino

Im Osten nichts Neues. Okay, die Idee der bösen Lehrerin, die ihre Schüler malträtierte, nun eine Reunion veranstaltet und damit die ganzen alten Erinnerungen der Schüler heraufbeschwört, ist vielleicht nicht gerade die abgenudelste, aber im Prinzip auch nur Mittel zum Zweck. Gesplattert wird, ja, aber lange nicht so derb, wie man im Vorfeld des Öfteren lesen oder hören konnte. Das Prinzip ist das wohl gängigste und konventionellste: alle werden schön nacheinander vom Killer geholt und bekommen die Strafe, die sie "verdienen". Garniert mit einigen recht netten Twists und viel koreatypischem Melodrama gen Ende, bleibt unterm Strich aber an ordentlicher, handwerklich solider Splatter aus Korea, der für die übrige Filmografie des Landes doch eine gewisse Sonderstellung einnimmt. (6-7/10)

To Sir, with Love


Fantasy Filmfest 2007

Stuck
(Stuart Gordon, Kanada/USA/UK 2007)
Kino

Kenne von Gordon ja bisher nur seinen RE-ANIMATOR, dem STUCK in Sachen Schwarzhumorigkeit und Aberwitzigkeit in nichts nachsteht. Klar, eine Splatterorgie darf man hier nicht erwarten, aber darum geht es hier auch gar nicht (außerdem gibt es dennoch genug schmerzhafte Szenen). Gordon schafft es immer wider, ein Gagfeuerwerk nach dem anderen abzufeuern, ins Slapstickhafte driftete er dabei aber zu keiner Sekunde ab. Immer wenn man denkt, die Pointe habe bereits stattgefunden, setzt er dem Ganzen noch eines drauf und belehrt uns eines besseren. Dabei spielt Suvari so gut wie nie, denn ohne sie wäre der Film wohl nur halb so gut.

Es ist aber ganz einfach auch die freche und äußerst erfrischende Idee, mit der Gordon zu Werke geht. Ein erfolgloser Normalbürger, der angefahren wird und in der Windschutzscheibe stecken bleibt – und das sogar für einige Tage -, ist alles andere als eine Nummernrevue. Schön auch, dass STUCK somit auch zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise vorhersehbar ist, denn wenn man weiß, dass dieser Mann einen schön schwarzen Humor hat, dann ist in seinem Film auch alles möglich. Es ist ein Paradoxon, dass Gordon bei seiner Hauptfigur schafft: kann sie in ihrem Berufsleben den Hilfsbedürftigen nicht genug helfen, so verhält es sich im Privatleben exakt gegenteilig.

Als Identifikationsfigur funktioniert Stephen Reas Charakter natürlich nahezu perfekt, denn man kann sich nur zu gut in seine Lage hineinversetzen, die schlimmer nicht sein könnte. Seine Handlungen sind nachvollziehbar, absolut menschlich und somit ist er quasi ein Archetyp für das Unfallopfer (auch wenn die wenigsten Unfälle wohl so "glatt" ausgehen, dass man den Aufprall überlebt). Der Schluss bildet dann zwar den absoluten Höhepunkt, kommt aber leider viel zu plötzlich und schnell daher. Trotzdem, das bisherige Highlight des Festivals. (8/10)

Stuck


Fantasy Filmfest 2007

The Ferryman
(Chris Graham, Neuseeland/UK 2007)
Kino

Zweiter Film, erste Enttäuschung. Zu oft da gewesen, das, zu sehr nach Schema F konstruiert, das, zu vorhersehbar, das und vor allem sich selbst viel zu ernst nehmend. Andererseits ist das Ganze aber auch so (unfreiwillig) komisch, dass es schon wieder etwas Spaß macht. Da wäre zum einen die blonde Barbie, die klischeehafter nicht sein könnte – die ist so dummdreist, das muss so überzogen gewollt sein. Zum anderen dann ihr Freund, der wenn er endlich den Bösen spielen darf – und das darf hier jeder Mal -, einen auf Patrick Bateman macht und diesem in Sachen Gestörtheit in fast nichts nachsteht. Das ist herrlich überzogen, das holt das sinkende Schiff (wie passend) wieder etwas aus dem Sog.

Im Grunde genommen ist THE FERRYMAN aber lediglich eine Art Best-Of aller bekannten Horror(unter)genre: angefangen beim x-ten Einsatz von Kinderstimmen und Visionen mit Wesen mit eher unkonventionellem Erscheinungsbild, über eine Art Fluch, bis hin zum Slasher, der auch vor leichten Splattereinlagen keinen Halt macht. Blöd nur, dass er sich dabei viel zu viel vornimmt und letzten Endes maßlos überladen und zu lang ist. Zäh wie Gummi gestalten sich ganze Szenen, an der Location hat man sich ebenfalls schnell satt gesehen und richtige Atmosphäre oder gar Spannung kommt so gut wie nie auf. Es gab zwar schon viele schlechtere Kollegen, aber auch schon viele bessere. Ach ja, die Schlussszene war übrigens so nötig wie Zahnschmerzen. (5-6/10)

The Ferryman


Fantasy Filmfest 2007

Black Sheep
(Jonathan King, Neuseeland 2006)
Kino

Irgendwie war es ja alles schon mal da: genmanipuliertes Zeug, das aus unscheinbaren Tieren Monster macht. Vom Biss der Monster, die dazu führen, dass man sich selbst in ebendiese verwandelt, ganz zu schweigen. Der große Unterschied ist aber, dass BLACK SHEEP die bekanntesten Vertreter nicht unbedingt nachahmt, sonder herrlich zitiert. Da wäre beispielsweise das kleine, genmanipulierte Killerschaf, das einer gewissen Kreatur eines gewissen korpulenten Neuseeländers zum Verwechseln ähnlich sieht. Doch nicht nur Peter Jackson lässt grüßen (nicht zuletzt auch wegen den Landschaften, bei deren Anblick seine Fantasytrilogie nur allzu omnipräsent erscheint), auch diverse Zombiemeister.

So bekommen es die Helden (darunter ein herrlicher Oli Pocher-Verschnitt, der den Spaßfaktor gleich noch anhebt), dann nämlich auch mit blutrünstigen Willenlosen zu tun, die eine große Wut verspüren und ekelhafter nicht sein könnten. Zwischen deftigem Splatter, den bereits genannten, wunderschönen Landschaftsaufnahmen und gut aufgelegten Darstellern, bekommt man dann auch noch jede Menge Esoterik-, Gentechnik- und Expansionskritik serviert. Das macht Spaß und ist trotz vieler Parallelen schön souverän, sowohl in seiner Geschichte (wann gab es denn bitteschön Killerschafe zu sehen?), als auch in seiner Inszenierung; vor allem weil King sich nicht nur bei einem Genre bedient, sondern gleich einem halben Dutzend. (7-8/10)

Black Sheep


»There's a hand in the shitter!«

The Hills Have Eyes II
(Martin Weisz, USA 2007)
DVD

Keine Frage, dieses Sequel kommt natürlich nicht mal ansatzweise an den Vorgänger, das Remake, heran. Dazu fehlen dann doch die Identifikationsfiguren des Normalbürgers, die man im ersten Teil ja reichlich hatte. Die Soldaten sind bis an die Zähne bewaffnet, ausgerüstet mit Hightech und relativ gut organisiert. Und dennoch, ihr Gegner ist quasi unsichtbar, perfekt an das Terrain angepasst, mit seiner eigenen Sprache und eigenen, außergewöhnlichen Verhalten. Hier liest sich THHE II wie eine Parabel auf den Irakkrieg: technisch ist man dem Gegner zwar überlegen, aber es gibt sprachliche Schwierigkeiten, vom ungewohnten Terrain ganz zu schweigen.

The Hills Have Eyes II

Mächtig intelligent kommt THHE II aber keinesfalls daher, eher wie die typische Fortsetzung (dass Aja nicht mehr Regie führte, sagt dabei auch schon einiges aus). Die Charaktere sind flach wie Flundern, reißen auch schauspielerisch keine Bäume aus. Und dennoch, das Tempo ist konstant ziemlich hoch, der Splatter überraschend freizügig und blutig, und sowieso ist eine Szene unappetitlicher als die andere (allen voran die Vergewaltigung). Nach knappen 90 Minuten ist dann Schluss, und ich muss feststellen, dass ich mich durchaus schon schlechter gelangweilt habe, ja. (6/10)


Ein Dr. sieht rot!

Postal
(Dr. Uwe Boll, USA/Kanada/Deutschland 2007)
Kino

What the fuck!? Dr. Boll scheint endgültig durch zu sein, denn was hier abgeht, ist jenseits von Gut und Böse! Nackte Penisse, erschossene Kinder, Verhöhnung der Opfer von 9/11, Nazis – um nur mal einige der unzähligen Geschmacklosigkeiten zu nennen. Das ein oder andere Mal musste ich durchaus schmunzeln, ja, aber zu 98 Prozent ist das, was sich da auf der Leinwand abspielt einfach unfassbar krank und geschmacklos. Ich berichtete ja erst vor kurzem, wie Dr. Boll auf einige Fragen zum Film antwortete, aber dass es letzten Endes so grausam – sowohl vom Inhalt, als auch vom Formalen her – würde, hätte ich nie und nimmer gedacht.

Postal 1

Jedes Mal, wenn man denkt, es ginge nicht mehr schlimmer, setzte Dr. Boll dem Ganze noch eines drauf und zeigt, dass es geht! Der Höhepunkt dabei ist sicherlich der Auftritt seiner selbst, verlautend, dass seine Filme mit Nazigold finanziert worden seien – in Verbindung mit der Selbstsynchronisation gleich doppelt und dreifach so schlimm. Ich meine, eine Abneigung gegen Dr. Boll hat ja so gut wie jeder, aber diese ist auch begründet. So hat er beispielsweise absolut keine Ahnung von Timing. Das unsägliche Finale zieht er stundenlang in die Länge, Spannung kommt zu absolut keinem Zeitpunkt auf und sowieso wirkt alles wie wahllos aneinandergereiht.

So sitze ich in meinem Kinosessel, mich selbst fragend, womit ich diese Folter denn bitteschön verdient habe. Eine Story? Hat POSTAL nicht, das Grundgerüst, dass sich hier Handlung nennt bzw. schimpft, sieht eher danach aus, als habe es ein Grundschüler im Zuge seiner jungen, blühenden Fantasie geschrieben und es dabei etwas übertrieben. Inwieweit sich Dr. Boll hier an das Videospiel gehalten hat oder eben auch nicht, kann ich nicht beurteilen. Dem Erfinder des Spieles dürfte es aber auch nicht allzu gut gefallen haben, denn er springt Dr. Boll im Film an die Gurgel und lässt sich dabei von nichts und Niemandem aufhalten.

Postal 2

Ich will jetzt aber auch gar nicht weiter darauf eingehen, denn das würde nur wieder die schrecklichen Erinnerungen von gestern Abend heraufbeschwören, die dazu führen würden, dass mir früher oder später doch noch der Kragen platzt. Ein gutes hat es jedoch, denn POSTAL zeigt eindringlich, dass gewisse Personen dringend Hilfe benötigen und man sich doch jederzeit dafür aussprechen würde, dass es ähnlich dem Führerschein für das Autofahren auch eine Lizenz zum Filmemachen geben sollte – wobei, hier ist sowieso alles viel, viel zu spät! (Mindestens) Der schlechteste Film des Jahres. (1/10)


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