Fantasy Filmfest 2007
The Ferryman
(Chris Graham, Neuseeland/UK 2007)
Kino
Zweiter Film, erste Enttäuschung. Zu oft da gewesen, das, zu sehr nach Schema F konstruiert, das, zu vorhersehbar, das und vor allem sich selbst viel zu ernst nehmend. Andererseits ist das Ganze aber auch so (unfreiwillig) komisch, dass es schon wieder etwas Spaß macht. Da wäre zum einen die blonde Barbie, die klischeehafter nicht sein könnte – die ist so dummdreist, das muss so überzogen gewollt sein. Zum anderen dann ihr Freund, der wenn er endlich den Bösen spielen darf – und das darf hier jeder Mal -, einen auf Patrick Bateman macht und diesem in Sachen Gestörtheit in fast nichts nachsteht. Das ist herrlich überzogen, das holt das sinkende Schiff (wie passend) wieder etwas aus dem Sog.
Im Grunde genommen ist THE FERRYMAN aber lediglich eine Art Best-Of aller bekannten Horror(unter)genre: angefangen beim x-ten Einsatz von Kinderstimmen und Visionen mit Wesen mit eher unkonventionellem Erscheinungsbild, über eine Art Fluch, bis hin zum Slasher, der auch vor leichten Splattereinlagen keinen Halt macht. Blöd nur, dass er sich dabei viel zu viel vornimmt und letzten Endes maßlos überladen und zu lang ist. Zäh wie Gummi gestalten sich ganze Szenen, an der Location hat man sich ebenfalls schnell satt gesehen und richtige Atmosphäre oder gar Spannung kommt so gut wie nie auf. Es gab zwar schon viele schlechtere Kollegen, aber auch schon viele bessere. Ach ja, die Schlussszene war übrigens so nötig wie Zahnschmerzen. (5-6/10)

3 Kommentare













das bild sagt doch schon einiges über den film aus. der musst dir doch eigentlich gefallen haben?
Nein, werter Axi, Blut meint nicht immer, dass ein Film gut ist. :razz: :wink:
für dich doch schon?!