Kurz mal abgehakt # 1

Gerade nur wenig Zeit und Lust, deshalb mal die Reviews in Kurzform. Mit ausführlicheren Meinungen kann man aber – denke ich – dennoch bald rechnen…

FIST OF LEGEND (精武英雄) – furiose Kämpfe, hoher Untehaltungswert, nur die Synchro hat so einiges kaputt gemacht! (7/10)

300 – hat mir jetzt, beim zweiten Mal und in der OV, noch mehr Spaß gemacht, als noch im Kino. (Wasch)Brett(Bauch)! (8-9/10)

28 WEEKS LATER – perfekt apokalyptische Bilder, untermalt mit "schönen" Klängen und mit vielen Zitaten gespickt. Nur bei der Dramaturgie hapert es ein wenig. (7/10)


Hong Kong-Kino-Themenabend bei arte

Hong Kong FlaggeHeute ab 20.40 Uhr gibt es bei arte wieder einen Themenabend. An für sich nichts besonderes – falsch gedacht, denn heutiger steht unter dem Motto "Hongkong-Kino – von Kung Fu bis Wong Kar-Wai". Den Start macht Jet Lis FIST OF LEGEND (精武英雄), den es bis dato in Deutschland auf keinerlei Medium zu bekommen gibt (laut Schnittberichte.com wird wohl die internationale Version laufen, nicht die Taiwan-Fassung). Im Anschluss, um 22.25 Uhr, gibt es dann die Doku Kinometropole Hongkong. Den Abschluss bildet schließlich Leslie Cheung: Hongkong-Star. Da dürfte das Herz eines jeden Asia-Gedöns-Liebhabers wohl höher schlagen, ergo: einschalten!


Filmrätselstöckchen # 285

Ohne mit der Wimper zu zucken HARD-BOILED (辣手神探) bei shpedoinkle erraten. Weiter geht es also (mal wieder, oder besser gesagt nach zehn Stationen) hier, und zwar um 20.45 Uhr jetzt:

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Na, endlich, wurde auch Zeit! Thomas H. hat nach geschätzten Stunden endlich NEW YORK MINUTE mit den Olsen Twins erraten. Weiter geht es bei ihm – und zwar ohne Verschnaufpause, alo jetzt gleich!


Der Jo-Jo-Effekt

Yo-Yo Girl Cop (スケバン刑ä コードネーム=麻宮サキ)
(Kenta Fukasaku, Japan 2006)
DVD

Auf dem FFF leider verpasst, aber Gott sei Dank ja schon (!) auf DVD zu haben. Leider nicht ganz so trashig wie erwartet, aber immer noch ein äußerst vergnügliches Unterfangen. Allein die Idee des Kindercops einzig und allein mit einem Jojo bewaffnet, ist so herrlich absurd, dass man einfach einem Blick riskieren muss. Kinder sind auch schon das richtige Stichwort, denn wir haben es hier schließlich mit einem Fukasaku zu tun, der bzw. die für den Zweiteiler BATTLE ROYALE verantwortlich zeichnen. Und diese sind dann konsequenterweise auch omnipräsent, egal ob in Form eines Counters, der nicht gerade hilfsbereiten Lehrer oder eben der Jugendlichen – sie und die Erwachsenen, keine allzu leichte und freundliche Beziehung.

Yo-Yo Girl Cop

Wie gesagt, so trashig und liebenswert das alles startet – inklusive superbem Vorspann -, so hängt es im Mittelteil etwas, denn Fukasaku legt den Fokus etwas zu stark auf das dramatisch zwischenmenschliche, das hier doch etwas Fehl am Platz ist und in den ganzen Trashbogen nicht so recht hineinpassen will (was er beim genannten BATTLE ROYALE (バトル・ロワイアル) ja aber auch alles andere als zu verhindern wusste). Egal, denn dafür entschädigt das Finale, das es noch mal so richtig schon (unrealistisch) krachen lässt, inklusive Girlfight mit Rika Ishikawa, dem heimlichen Highlight von YO-YO GIRL COP. Auf formaler Seite gilt im Prinzip dasselbe: die Effekte sehen zwar manchmal etwas billig aus, angesichts des bereits Genanntenpasst es aber zum Charme des Ganzen.

Yo-Yo Girl Cop

Unerwähnt sollte natürlich auch die Protagonistin, Aya Matsuura, nicht bleiben, die sogar – oder gerade – in Schuluniform noch eine gute Figur macht, sowohl schauspieltechnisch, als auch optisch, vor allem optisch… Auf der (wieder mal) tollen DVD von REM (die für Rezensionsexemplare aber den Presseausweis haben wollen, jawollja!) befinden sich übrigens noch zwei Trailer zu den Originalfilmen, die – erst recht natürlich aus heutiger Sicht – ebenfalls nach tollem Trash aussehen, da sollte man wohl mal die Augen offen halten. Das Remake macht jedenfalls trotz kleiner Hänger und Schwächen immer noch recht großen Spaß. (7/10)


Filmrätselstöckchen # 274

Endlich wieder mal etwas souverän und ohne große Tipps erraten. Und zwar SLITHER bei kueperpunk. Weiter geht es hier um 16.15 Uhr. Und um es auch mal zu erwähnen: die Regeln und eine (immer aktuelle) Übersicht der (bisherigen) Stationen gibt es bei dhaunsch.

Filmrätselstöckchen # 274 Filmrätselstöckchen # 274 Filmrätselstöckchen # 274

symBadisch hat EUROTRIP richtig erkannt und macht somit um 18.30 Uhr weiter.


Die Geschichte neu geschrieben

The Last Legion
(Doug Lefler, USA/UK/Frankreich/Slowakei/Italien 2007)
Kino

KING ARTHUR trifft auf GLADIATOR, trifft auf die Nibelungen, Excalibur, Merlin und sowieso auf die halbe römische und abendländische Sagenwelt. Das Ergebnis ist dabei eindeutig: selten habe ich solch einen Langweiler von Ritterfilm gesehen, der zudem strunzdoof, unlogisch und einfach scheiße ist, dass es sehr schmerzt. Nichts, wirklich gar nichts kann man dem Film positiv zu Gute halten, nichts. Angefangen vom unlustigen und vor allem unpassenden Humor über die klischeehaften Figuren, bis hin zur Geschichte, die sich immer wieder selbst ein Bein stellt und am Ende das Fass mehr als zum Überlaufen bringt. Und das Allerschlimmste? Dass Ben Kingsley, seines Zeichens von der Queen zum Ritter geschlagen, sich für solch einen Rohrkrepierer überhaupt hergibt!

The Last Legion

Wie Kingsley scheint auch THE LAST LEGION nichts zu peinlich zu sein. So zitiert er beispielsweise – nein, nicht zitiert, klaut – ganze Szenen aus THE LORD OF THE RINGS oder anderen eingangs genannten Filmen. Doch damit nicht genug, unterirdisch schlechte CGI, Beziehungsentwicklungen, die bei den Soaps authentischer sind und, ach, überhaupt alles. Ich könnte mich stundenlang nur über dieses Bollwerk aufregen, aber das würde ihn ja auch nicht besser machen. Kurz erwähnt sei bei all der Kritik aber doch noch das Ende, das wirklich zum plötzlichen Lachtod führen kann, so dummdreist kommt dieses daher. Selbst die Schlachten, ihres Zeichens Aushängeschild für solch einen Film, sind steril gehalten und absolut blutleer (nein, ein DC o.ä. würde ihn nicht besser machen).

The Last Legion

THE LAST LEGION eignet sich noch nicht einmal zum so genannten Fremdschämen. Kann man sich bei anderen Kollegen ob deren Debilität/Infantilität noch recht gut amüsieren, schmerzt hier eher ganz schnell der Kopf. Ach ja, politisch unkorrekt ist der Film auch noch (wobei: wäre das nicht schon wieder eine positive Eigenschaft?), denn er propagiert, dass das Römische Reich das großartigste und tollste aller Zeiten gewesen sei und das mit einem kleinen neunmalklugen Bengel an der Spitze, der Worte wie Loyalität raushaut, diese aber noch nicht einmal buchstabieren kann. Machen wir es kurz, ganz klarer Fall von: Filme, die die Welt wirklich absolut nicht braucht. (2/10)


Knappe 4 Minuten SUKIYAKI WESTERN DJANGO

Bei YouTube ist eine 03:41-minütige Vorschau zu Miikes SUKIYAKI WESTERN DJANGO aufgetaucht (auch wenn ich kein Wort des "Englisch" verstehe). Passend dazu gibt es bei Takashi Miike noch drei hochauflösende stills in schwarz-weiß. Bitte, bitte, liebes Team des Fantasy Filmfests, zeigt auf den Focus Asia Nights Miikes Kracher!

[Quelle: Cinefacts]


Paul Haggis über BOND 22

Casino RoyaleCollider.com hat Drehbuchautor Paul Haggis (CRASH, LETTERS FROM IWO JIMA, FLAGS OF OUR FATHERS) zu BOND 22 befragt. Und das Beste gleich vorweg: er wird nicht in seichten Humor abdriften ("That's not true.") und knüpft direkt an CASINO ROYALE an ("(…) two minutes after Casino Royale this movie starts."). Das Ganze Interview (auch als Audiofile verfügbar) findet sich hier, das erste Foto vom Set hier.

[Quelle: Collider.com/blog.peter-noster.de]


Filmrätselstöckchen # 264

Eigentlich gebührt die Ehre des Filmst… Nummer 264 ja Frenzy. Da er aber irgendwelche technische Probleme hat und deshalb nicht weitermachen kann, habe ich mich prostituiert angeboten weshalb es hier um 16.00 Uhr weiter geht:

Filmrätselstöckchen # 264

Richtig, AMERICAN PSYCHO war es. Erraten hat es TheRudi, der aber nicht (schon wieder) will und deshalb an Axi abgibt. Weiter geht es bei ihm um 17.30 Uhr.


Liberté, Egalité, Fraternité

Trois couleurs: Bleu
(Krzysztof Kieslowski, Frankreich/Polen/Schweiz/UK 1993)
DVD

Endlich die komplette Trilogie zu Ende gesehen. ROUGE gehört ja nach wie vor zu meinen absoluten Lieblingen, BLANC halt ich nur für ein klein wenig schlechter. Nun also BLEU, und was soll ich sagen, außer dass es der – nicht schlechteste, das klingt hier so unpassend – am wenigsten gute von Kieslowskis Trilogie ist? Binoche brilliert ganz klar, auch die Musik weiß wieder einmal mehr zu begeistern, also woran lag es? Am ehesten wohl an der Geschichte, die mich nicht hundertprozentig zu fesseln wusste. Ich kann es nachvollziehen, wie Julie (Binoche) sich verhält, ja, aber irgendwie fühlte ich mich nicht miteinbezogen in das Ganze. Ich bleibe stets Beobachter, bin froh, dass es das Schicksal mit mir besser meint als mit ihr.

Inszenatorisch, allen voran in der Optik, ist auch BLEU meisterlich, keine Frage. Kieslowski übertreibt es auch nicht mit der Farbe blau, wie es ihm von vielen vorgeworfen wurde, sondern setzt sie nur da ein, wo es auch angebracht ist und es Sinn macht. Die Moral indes ist ebenfalls nicht zu dick aufgetragen, sondern veranschaulicht einmal mehr die Werte der Grande Nation, die man nicht oft genug an den Mann respektive Frau bringen kann. Man könnte Kieslowski jetzt natürlich einen Hang zum Feminismus vorwerfen, denn ROUGE und BLEU erzählen von starken Frauen, die vieles verloren haben und ihr Leben trotzdem meistern. Doch da gibt es ja noch BLANC, der das Schema auf den Mann überträgt und die Frau nicht gerade in ein gutes Licht rückt.

Trois couleurs: Bleu

BLEU ist ein sehr guter Film, keine Frage, auch rundet er die Trilogie perfekt ab (bzw. startet diese), doch im sich förmlich aufdrängenden Vergleich zu seinen beiden "Mitstreitern" fehlt ihm einfach die emotionale dichte und Nähe zum Rezipient. Das Erfolgsrezept Kieslowskis liegt dabei wohl im Schema: jeder der drei Filme ähnelt sich so stark – nur wenige Protagonisten, ein Schicksalsschlag, Farbmetaphorik, … -, dass wenn man einen mag, alle mag. Mit seiner Trilogie der drei Farben hat Kieslowski jedenfalls ein Werk für die Ewigkeit geschaffen, das sich in meinen Augen todsicher zu den besten Filmtrilogien zählen darf. Retrospektiv habe ich das Gefühl, etwas ganz, ganz großem beigewohnt zu haben. (8/10)


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