Neuer Teaser zu JOHN RAMBO

Da es technisch warum auch immer nicht möglich ist, dann eben nur den Link zum neuen Teaser, der noch härter als der Erste daherkommt. Alternativ kann man ihn auch im AHT oder bei CineKie schauen.

Edit: Hier kann man sich den Trailer auch herunterladen.


Ein Weltenbummler kehrt nach Hause

The Bourne Ultimatum
(Paul Greengrass, USA 2007)
Kino

So richtig viel Neues kann auch dieser dritte Teil nicht bieten – außer vielen Schnitten, Wackelkamera und dem immer wieder gleichen Handlungsablauf, gibt es kaum bis überhaupt keine Innovationen. Klar, die Auflösung des Ganzen, warum Bourne Bourne ist und warum er für die Regierung tötet(e). Aber nicht nur hier bleibt THE BOURNE ULTIMATUM hinter seinen Möglichkeiten zurück, denn Letztere ist dann doch alles andere als subtil oder gar überraschend. Und dennoch macht den Film etwas ganz anderes stark, etwas, das auch schon die beiden Vorgänger aus der Masse der unzähligen Action/Agententhriller hervorgehoben hat, nämlich das unheimlich hohe Tempo. Den Realismus mal außen vorgelassen, macht das nämlich richtig Spaß, diesem Treiben zu folgen, aber Achtung, zum Verschnaufen bleibt so gut wie nie Zeit!

The Bourne Ultimatum

Ist Bourne (Matt Damon) gerade noch in Moskau, ist er schneller als der Zuschauer Moskau überhaupt buchstabieren kann, wieder in Madrid und in Italien, in Marokko und schließlich wieder in New York. Jede dieser "Episoden" verfolgt zwar das gleiche Ziel – Bourne soll von einem Killer ein für allemal ausgeschaltet werden, entkommt ihm aber selbstverständlich -, doch die Inszenierung jeder einzelnen gleicht dabei einer Achterbahnfahrt. Gekonnt versteht es Greengrass, diese dann auch miteinander zu verknüpfen und am Ende alles auf den einen (dafür aber recht unspektakulären) Höhepunkt zu treiben. Mittendrin trifft man auf alte Bekannte, einige neue Gesichter – die Szene mit Maries Bruder (Daniel Brühl) war dabei aber so unnötig wie Augenkrebs – und jede Menge durchtrainierte Agenten, die für Bourne nur als Frischfleisch dienen.

The Bourne Ultimatum

Dabei setzt Greengrass auch auf handfeste Action, ohne jegliche CGI oder sonstige Knalleffekte. Wenn es kracht, dann nah an der Realität, nie übertreiben laut oder effekthascherisch und mit jeder Menge Wunden. Dieser Agent, Bourne, ist zwar ein Superagent, aber ein zutiefst menschlicher. Und genau das macht ihn auch so beliebt, ist er doch eine Identifikationsfigur für jeden, der sich von seiner Regierung ebenfalls missbraucht fühlt (wenn auch auf einigen Ebenen tiefer) – die Katharsis lässt grüßen. THE BOURNE ULTIMATUM ist genau das, was ich erwartet hatte, nämlich ein solider Abschluss der Trilogie von Robert Ludlums Roman, insgesamt eher Best-Of der ersten beiden Teile, denn eigenständiger Film, aber ob seines enormen Tempos ein Festschmaus für jeden Actionfan. (7/10)


Details zu TRANSFORMERS auf DVD

Am 16.10. ist es endlich soweit und Bays neuester Kracher TRANSFORMERS erscheint auf DVD in den USA. Einmal mehr teilt Paramount das Ganze auch hier wieder in eine Single-Disc und eine Two-Disc-SE. Doch gleich die schlechte Nachricht: beide Versionen werden ohne dts auskommen müssen, wirklich schade! So richtig schön anzusehen sind zudem beide nicht, da kann auch der nette Schuber nicht mehr allzu viel retten. Naja, man darf also umso mehr auf die deutsche (erscheint am 06.12., sicher wieder im Steelbook) oder britische DVD gespannt sein. Zeitgleich erscheint übrigens auch die HD DVD (wir erinnern uns, kein TRANSFORMERS für die Blu-ray-Anhänger) Mehr Details zu den Extras & Co. gibt's bei DVDActive.

Transformers DVD Transformers DVD

[Quelle: DVDActive/Cinefacts/DVD Times]


Kurz mal abgehakt # 2

THE BOURNE ULTIMATUM – legt ein unheimlich hohes Tempo vor, das er auch die gesamte Laufzeit über halten kann. Leider gibt es aber auch die ein oder andere Abnutzungserscheinung, und die Auflösung des Ganzen hätte auch etwas subtiler sein können. (7/10)


Neue Bilder und Musikvideo zu Miikes Italowestern

Bei FILMSTARTS.de ist über sind über ein halbes Dutzend neue Bilder zu Miikes Italowestern SUKIYAKI WESTERN DJANGO aufgetauch, unter anderem auch mit Tarantino inklusive billiger Kulisse als Motiv. Zudem ist bei YouTube endlich (!) das Video zum genialen Coversong aufgetaucht. Nur vier Worte: das wird ein Fest!

Sukiyaki Western Django Sukiyaki Western Django

[Quelle: FILMSTARTS.de/Cinefacts]


Trailer zu Argentos LA TERZA MADRE

Es ist soweit! Nach dem ersten Teaser im Mäusekinoformat, nun endlich der erste Trailer zu Dario Argentos Abschluss der Mother-Trilogie, LA TERZA MADRE (MOTHER OF TEARS). Zwar ist auch diese Vorschau lediglich in dem wohl kleinsten Format vorliegend, aber das, was man sieht, verspricht so einiges. Den Trailer kann man auf der offiziellen Homepage des Filmes downloaden (Direktlink).

LaTerza madre

[Quelle: Myriad Pictures]


As time goes by

28 Weeks Later
(Juan Carlos Fresnadillo, UK/Spanien 2007)
Kino

Ich muss gleich als erstes gestehen, dass ich den Vorgänger, 28 DAYS LATER…, bis heute nicht gesehen habe. Doch tut dies dem Sequel einen Abbruch oder verhindert es gar das Verständnis dieses? Ich denke nicht, denn schon storytechnisch klingt das nahezu identisch zu seinem Vorgänger. Aber mal anders gefragt: kann ein Film mit und über Zombies heute überhaupt noch innovativ sein und seinem Publikum irgendetwas noch nicht da gewesenes, Neues, zeigen? Ich meine, haben nicht bereits Romero (dessen LAND OF THE DEAD ja schon quasi nur ein Best-Of war), Fulci und Co. den Ideenrasen abgegrast? Die Zombies rennen, sie können denken und werden immer blutrünstiger. Und was machen die Menschen? Es scheint so, als hätten diese noch immer nichts dazugelernt, wie man mit den Untoten richtig umgeht.

28 Weeks Later

So folgt auch Fresnadillos Film den gängigen Konventionen des Genres, wirft seine Protagonisten nach kurzer Einführung mitten ins Getümmel. Klar, dass dabei im Laufe der Zeit dem Virus zum Opfer fallen oder sich gar selbst in jene verwandeln. Das Aussehen und das Verhalten kennt man dabei, wie gesagt, ja schon langsam aber sicher. Was 28 WEEKS LATER aber dennoch von seinen Kollegen abhebt, ist die Triste der urbanen, des settings, das atmosphärischer und näher am Geschehen nicht sein könnte. Es ist London, alles bekommt man zu sehen, egal ob die Tower Bridge, Big Ben oder Wembley Stadium, sie alle zeugen von Realismus und Authentizität. Die Wackelkamera, die ja auch schon beim Vorgänger zum Einsatz kam und nicht gerade unumstritten ist (hier scheint man aber nicht die DV-Kamera, sondern den normalen Film genutzt zu haben), tut dabei ihr Übriges.

28 Weeks Later

Sowieso sind es die Bilder, die am gewaltigsten und ausdrucksstärksten sind. Kein Angriff vergeht ohne perfekt komponierte, absolut apokalyptisch wirkende Bilder, die ihre Kraft durch die geniale Musikuntermalung nur noch mehr verstärken. Und hier wären wir auch genau an dem Punkt angelangt, mit dem der Film richtig punkten kann, nämlich das Audiovisuelle. Zu wünschen übrig lässt hingegen die Dramaturgie, die viel zu vorhersehbar scheint und zu stark in die gängigen Kerben einschlägt (auch wenn das Ende schön unschön ist). Doch auch hier versagt er nicht gravierend, denn die vielen Zitate zu ebendiesen Genreklassikern sind schön eingearbeitet und wirken zu keiner Zeit aufgesetzt (dagegen wirkt RESIDENT EVIL: EXTINCTION, dessen Trailer lief, schon eher wie ein Remake des genannten, letzten Romeros). Das Highlight bildet dabei natürlich der Schluss, der nur zu offensichtlich Fulcis ZOMBI 2 huldigt.

28 Weeks Later

Wägt man das alles gegeneinander ab, bleibt unterm Strich ein atmosphärisch absolut dichter Horrorthriller, der sein Potenzial zwar hin und wieder verspielt, es dabei aber hervorragend versteht, auch das gorehound-Publikum zu begeistern, denn an Blut wird alles andere als gespart (hier sei nur die geniale Rotorszene genannt). Die eher mühseligen Metaphern auf das aktuelle Weltgeschehen (wird zu Beginn noch zwischen Feind und Freund unterschieden, schießt man später auf alles – der Irak lässt grüßen), die ebenfalls recht offensichtlich sind, lasse ich jetzt mal außen vor. Wer hier auf sonstige Intelligenz oder große Charakterzeichnung hofft – besonders Carlyle wirkte hier total verschwendet -, der sollte 28 WEEKS LATER jedoch meiden. Der zweiten Fortsetzung, die ob des Endes wohl sicher kommen wird, stehe ich aber eher skeptisch gegenüber, denn so langsam ist der Biss aus dem Genre dann doch raus. (7/10)


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