Verfasst von Stefan am 29th Oktober 2007 in
Sonstiges
Ja, ich habe es getan – nach endlosem Hin und Her, nach Abstellung der Schmerzgrenze, für eine Zeitschrift doch wirklich 11,30€ auszugeben. Diesen stolzen Preis, für den man auch gut und gerne schon ein ganzes Buch bekommt, habe ich für die wohl beste Filmzeitschrift der Welt, wie sie sich selbst nennt, ausgegeben, das Empire Magazine. Doch nach wenigen Seiten macht sich die Erleichterung breit, jeder Cent scheint sich gelohnt zu haben, Empire ist nämlich ganz großes Kino. Es fängt an bei der tollen Themenauswahl (Toplisten, Porträts, etc. pp.), den News, die aktueller nicht sein könnten (trotz Nutshells habe ich einiges Neues erfahren können), geht über die Leserbriefe, die locker flockiger nicht hätten beantwortet werden können, und endet schließlich in Reviews, die schön kompakt, in ihrer Prämisse aber nicht pointierter sein könnten.
Es fühlt sich an, als würde man das ganze Internet in Printform in den Händen halten. Kurzum: Empire ist eine lohnenswerte Investition, bei der sich das deutsche – ich möchte es gar nicht als solches bezeichnen – Pendant, Cinema, nicht nur eine, sondern mindestens 500g Scheiben abschneiden kann. Also, wer einen gut sortierten Zeitschriftenhändler bei sich in der Nähe hat, der sollte ruhig einmal damit liebäugeln, sich dieses buchstäbliche Hochglanzmagazin zuzulegen – denn schaut man einmal auf die Inlandspreise von £3,70/9,99$, dann scheint man beim Import auch nicht so viel draufzahlen zu müssen. Ach ja, hätte es ja fast vergessen – zwei Poster liegen dem Ganze auch noch bei!