Kurz mal abgehakt # 11

In der letzten Woche hauptsächlich mit einer kleinen Collegestudentin beschäftigt gewesen, deswegen nicht allzu viel Neues an der Filmfront…

THE UNTOLD STORY (八ä飯店ää肉叉燒包) – auch endlich mal gesehen, den Klassiker der CAT III. Und schon am Anfang wird klar gemacht, welche Richtung der Film einschlagen wird. Anthony Wong – für mich wohl immer der seriöse SP Wong aus INFERNAL AFFAIRS (無間道) – mal in dieser Rolle zu sehen, ist einfach herrlich, vorallem mit seiner gigantischen Hornbrille und diesem Blick, der fanatischer nicht sein könnte. Hinzu kommen die Cops um Officer Lee (der ebenso geschätzte Danny Lee), die den Spaß mal bremsen, ihm meist aber doch zuträglich sind (Zitat aus der deutschen Synchro, in die ich nur kurz reingehört habe, die aber sowieso über jeden Zweifel erhaben zu sein scheint: "Red' kein Scheiß, Du gehörst mal ordentlich gebumst!"). Insgesamt gibt es vom Spaß- und Unterhaltungsfaktor dann aber doch einige Kollegen, die besser sind. Höhepunkt natürlich das kleine Massaker, das sogar vor den ganz Kleinen keinen Halt macht – den Film dürfte Dr. Boll wohl auch sehr oft gesehen haben… Aber wie meint Anthony Wong im Audiokommentar so schön? Viele empfänden den Film als anstößig, aber ihnen ging es einfach um den Spaß an der ganzen Sache, den sie auch hatten – und das sieht man dem Film auch zu jeder Sekunde an. (6-7/10)

VERONICA MARS (Season 3) – es ist zu Ende, aus, vorbei, nie wieder! Selten hat mich eine Serie so gefesselt, hat das Highschool- bzw. Schulfeeling so authentisch eingefangen. Eigentlich hätte ich VERONICA MARS nie sehen sollen, denn seit dem bin ich doch etwas traurig, dass ich nicht auch in den USA auf die Highschool gegangen bin. Klar ist hier einiges fast genauso, aber das gewisse Etwas fehlt dann doch irgendwie. Season 3 nimmt uns dann schließlich mit an die Uni, und auch hier kann ich nur zu oft Parallelen zum eigenen Unialltag ziehen. Etwas zwiespältig hingegen hat mich die Tatsache zurückgelassen, dass es keinen richtigen roten Faden gibt, eine Handlung, die in der ersten Episode beginnt und in der letzten aufgelöst wird. Vielmehr sind es hier zwei rote Fäden, die aber bis zur Hälft der Season bereits aufgelöst sind. Einerseits tat dies gut, andererseits habe ich es etwas vermisst. Vermissen werde ich am meisten aber wohl Veronica (Kristen Bell) selbst, denn auch wenn der Pilot zu Season 4 nicht allzu berauschend aussah (Veronica ist trainee beim FBI und scheint der einzige Charakter zu sein, der aus den bisherigen Seasons mit an Bord ist) – denn irgendwie gehört Freundschaft, College und Beziehungsstress einfach dazu -, so hätte es die Serie dennoch verdient (zumal es am Ende keine richtige Auflösung gibt) fortgesetzt zu werden. Aber wie heißt es doch so schön? Wenn's am schönsten ist, sollte man aufhören – vielleicht ist da ja doch etwas dran. Danke, Veronica, ich hatte eine grandiose Zeit mit dir. (10/10)


Ein Kommentar zu “Kurz mal abgehakt # 11”

  1. November 2nd, 2007 | 21:31

    Hachja, die Veronica. Ja, war schon eine schöne Zeit. Mir hat das College-Setting auch recht gut gefallen und werde die Serie in sehr guter Erinnerung behalten. Lese übrigens auch gerade ein Buch ("Neptune Noir") über die Show… teils recht interessant.

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