Full House

Dan in Real Life
(Peter Hedges, USA 2007)
Kino

‘Dan in Real Life’Die Komödien in der örtlichen Sneak Preview wollen einfach kein Ende nehmen – die Serie der schlechten bis mittelmäßigen Filme dort ebenfalls nicht. Gestern also Dan in Real Life, der auch mal wieder so ein schönes Beispiel eines doofen deutschen Titels ist. Doch kommen wir zum Film, der mich mehr gelangweilt als unterhalten hat. Steve Carell hat mich noch nie groß zum Lachen gebracht, wo dann auch schon der Hund begraben liegen dürfte. Der Film ist nämlich in erster Linie eine Plattform, die Carell die Möglichkeit bietet, nunja, Carell zu sein. An die Seite setzt man ihm Juliette Binoche, die natürlich deutlich im Hintergrund Carells agiert (was aber nicht weiter schlimm ist). Zusammen spielen sie das durch, was man in Hollywood eine RomCom nennt, mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass sie ca. 20 Jahre älter sind als jene Figuren, die in solchen Filmen meist die Protagonisten stellen. Nichts Neues also, zumindest irgendwie.

Neben der Romantik, die sich zwar schön im Hintergrund hält, am Ende dafür aber einmal mehr den Kitsch von der Leinwand tropfen lässt – Hollywood eben -, gibt es natürlich auch Humor. Nicht gerade meine Art von Humor, aber für den einen oder anderen Lacher reicht es dann doch, das will ich nicht groß kritisieren. Etwas das ich aber kritisieren will, ist die Vorhersehbarkeit des Ganzen. Es gibt gut ein halbes Dutzend Schlüsselszenen, die nur überdeutlich erkennen lassen, in welchen Bahnen das Ganze weiterfahren wird. Das ist natürlich nicht gut, für das Genre aber durchaus typisch (denn dass er am Ende das Mädchen die Frau bekommt, war von der ersten Begegnung an klar). Im Prinzip also eine 0815-RomCom Marke Hollywood, die ihre love interests einfach 20 Jahre älter als sonst macht. Mehr ist da nicht gewesen. (4-5/10)


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