Kurz mal abgehakt # 27

Rambo: First Blood Part II – dass ich den Film nun innerhalb eines Jahres zum vierten Mal gesehen habe, denke ich, spricht für sich. Lieblingsmoment nach wie vor das Schlussgespräch mit Trautman, das alles doch so schön rekapituliert. (9/10)

The Simpsons Movie – da ich ja einer der wenigen Menschen auf Erden bin, dem die Gelben nicht so zusagen, wundert es wohl auch nicht allzu sehr, dass ich auch mit der Filmversion nicht allzu viel anfangen konnte. Klar, einige Lacher gibt es, und auch die Omnipräsenz Al Gores ist amüsant, aber die emotionale Verbundenheit zu den Figuren und der ganzen gelben Welt, die wohl die meisten beim Sehen des Filmes haben, hatte ich einfach nicht. Eines weiß ich aber: Die Charaktere, allen voran Homer, klingen im Original besser als in der DF. (6.5/10)

‘Hallam Foe’

The Assasination of Jesse James by the Coward Robert Ford – puh, was ein langer Titel. Was ein langer Film. Erstaunlich aber, dass sich diese Länge kaum bemerkbar macht, denn auch wenn Jesse James alles andere als temporeich ist, so ist er dennoch nie zu langsam. So ist das Ganze dann auch – wie zu erwarten – ziemlich schön in Szene gesetzt (man muss der Konkurrenz à la The Proposition und Co. ja schließlich die Stirn bieten können), mit klasse Darstellern versehen (wäre Casey Afflecks Gegner, Javier Bardem, nicht so stark gewesen, hätte er den Oscar mehr als verdient gehabt) und spart auch an sonstigem Pathos, wie dem Erzähler aus dem Off oder der Abblendungen, nicht. Bei letzteren beiden konnte ich dann aber auch einfach den Gedanken nicht verwerfen, dass ebendieses Pathos nur Mittel zum Zweck ist. Dennoch, ein schöner Film. (7.5/10)

Hallam Foe – langsam gewinne ich sie immer lieber, diese coming-of-age-Dramen. Warum? Hmm, weil sie mich persönlich mehr berühren als das ganze Popcongedöns im Kino? Weil ich mich nach den Prämissen dieser Filme sehne? Oder weil sie handwerklich einem großen Blockbuster in nichts nachstehen (oder meist sogar überlegen sind)? Hallam Foe trifft jedenfalls den Nagel wieder mal auf den Kopf: Ein äußerst sympathischer Protagonist, eine anrührende Geschichte und tolle musikalische Untermalung. (8.5/10)

‘Shooter’

Boogie Nights – irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass Andersons Filme in der zweiten Hälfte immer etwas abbauen (zumindest ist dies auch bei There Will Be Blood der Fall). Dass er in der zweiten Hälfte etwas den Finger erhebt – und dass auf den Aufstieg tragödientechnisch der Fall folgen muss -, wundert angesichts der Thematik ja nicht, aber bisweilen meint er es dann doch zu gut (die Hälfte wird kriminell, alle nehmen sie Drogen, Zufälle, die so wohl nur im Film stattfinden, …). Der tolle Cast, eine unfassbar authentische Atmosphäre (yeah, 80's!) und unzählige unvergessliche Momente – allen voran die TV-Serie Dirk Digglers – lassen Letzteres aber nicht groß ins Gewicht fallen. (8.5/10)

Shooter – empfand ich dieses Mal als etwas besser als noch im Kino. Zum einen, weil ich ihn in HD gesehen habe, wofür solch ein Film natürlich prädestiniert ist, und zum anderen, weil er einfach so schön schnörkellos ist. Schön auch, wie Shooter in die ganze Patriotismus-Krieg-Öl-Demokratie-Debatte einsteigt, nur am am Ende dann wieder jeglichen Hauch von Politik in den Wind zu blasen. Die Bösen müssen eben bestraft werden, egal wie. Zwar nicht ganz so (offensichtlich) politisch wie der bessere Tears of the Sun, aber dennoch ein eindeutiges, für viele wohl mit Kopfschütteln rezipiertes, Statement Fuquas. (8/10)


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10 Kommentare zu “Kurz mal abgehakt # 27”

  1. März 30th, 2008 | 21:55

    Ziemlich "schlechte" Bewertung für Jesse James :roll:
    Meine Lieblingsszene bei Boogie Nights ist das Interview mit Diggler, wo er meint, Reynolds räume ihm die Möglichkeit ein, die Figuren zu ändern und Reynolds daraufhin sagt, dass er dies nicht tue :lol:

    da ich ja einer der wenigen Menschen auf Erden bin, dem die Gelben nicht so zusagen, wundert es wohl auch nicht allzu sehr, dass ich auch mit der Filmversion nicht allzu viel anfangen konnte.

    Ich kann viel mit Simpsons anfangen und der Film ist dennoch totaler Murks…

  2. März 30th, 2008 | 21:58
    Ich kann viel mit Simpsons anfangen und der Film ist dennoch totaler Murks

    Hmm, Rajko fand den ja extrem gut… :???: :fall:

  3. März 30th, 2008 | 22:02

    Hmm, Rajko fand den ja extrem gut

    Rajko fand auch RAMBO total scheiße :lol: Außerdem ist Rajko ein Simpsons-Fanboy, der findet da alles gut, genauso wie alles wo Pegg mitspielt :wink:

  4. März 30th, 2008 | 22:04

    Stimmt auch wieder – scheiß Fanboys! :mrgreen: :nocomment: :fall:

  5. März 30th, 2008 | 23:33

    Ich bin kein Simpsons-Fanboy. :roll:

    Außerdem kann ich hier bei keiner einzigen Bewertung zustimmen. :fall:

  6. März 31st, 2008 | 7:46

    langsam gewinne ich sie immer lieber, diese coming-of-age-Dramen. Warum? Hmm, weil sie mich persönlich mehr berühren als das ganze Popcongedöns im Kino?

    Vielleicht wirste auch einfach nur alt :fall:

  7. März 31st, 2008 | 9:52

    Außerdem kann ich hier bei keiner einzigen Bewertung zustimmen.

    Ja wie? Cleric hat Jesse James doch nur einen halben Punkt weniger gegeben als du und dein heiß verehrter PTA ist doch auch sehr gut weg gekommen :shock:

  8. März 31st, 2008 | 12:07
    Vielleicht wirste auch einfach nur alt :fall:

    Ja. :mrgreen:

  9. März 31st, 2008 | 17:00

    Ja wie? Cleric hat Jesse James doch nur einen halben Punkt weniger gegeben als du und dein heiß verehrter PTA ist doch auch sehr gut weg gekommen

    Man kann die Punktebewertungen hier wirklich nicht vergleichen. JUNO hat Cleric auch 7 gegeben, aber fast alles daran kritisiert. Ich würde sagen, 7 Punkte bei ihm entsprechen bei mir ungefähr 4. :mrgreen:

  10. März 31st, 2008 | 17:05

    Kann schon sein, ja. :mrgreen: :fall:

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