Film Noir and American Culture

Film Noir, Andrew SpicerJa, ja, ja, ich wurde aufgenommen (dennoch sind die Online-Prioritätsanmeldungen Käse, nicht dass jemand denkt, die Verteilung der Plätze ginge nach Kompetenz o.ä.)! Mein letztes Seminar in englischer Literaturwissenschaft wird also das Hauptseminar 'Film Noir and American Culture' werden:

"When people hear the term 'film noir,' they may think of dark, rainy streets, detectives in hats, and corny dialogue. But beyond these superficial features, these grim movies from the 1940s and 1950s explore a host of World War 2 and Cold War anxieties in the US centering on crime, corruption, and dispossession. We will examine these themes through the lens of a dozen films, from Double Indemnity (1944) to Touch of Evil (1958)." (Universität Tübingen)

Als literarische Grundlage wird uns Film Noir von Andrew Spicer dienen. Wenn das jemand kennt oder jemand schon ein ähnliches Seminar belegt hat, wäre ich über Feedback erfreut. Ich freue mich jetzt jedenfalls erstmal noch bis zur Vorbesprechung, denn was kann es besseres geben, als Hobby und 'Beruf' miteinander zu verbinden?


Tags , ,

18 Kommentare zu “Film Noir and American Culture”

  1. R3 (206)
    April 2nd, 2008 | 20:38

    Touch of Evil, Big Sleep und Third Man sind so die besten imho. Ich habe meine Film Noir Sachen erstmal durch, die besten kamen ja mal in ner 3sat Reihe.
    Aber Touch of Evil ist wohl der technisch perfekteste und stilistisch ausgereifteste.

    Danke für den Buchtipp. Mal notiert

  2. Jochen (50)
    April 2nd, 2008 | 22:29

    test

  3. Jochen (50)
    April 2nd, 2008 | 22:33

    N E I D !!!

    Ein solches Seminar habe ich an meiner Uni damals echt vermisst. Durfte zwar "Australian Film" und ein Gothic-Seminar besuchen, in dem klassische Horrorfilmmotive eine Rolle gespielt haben, aber FILM NOIR leider nicht.

    Meine persönliche Top 50 habe ich ja vor nicht allzu langer Zeit gebloggt:
    http://suttercain.blogspot.com.....op-50.html

    Zwei Buchtipps habe ich auch noch. Für den eher akademischen Zugang hat m. E. Silver und Urisinis Referenzcharakter, weil du dort eine Zusammenstellung aller wesentlichen Essays zum FN findest (es gibt sogar einen zweiten Band zu diesem Reader – den hab ich leider nicht). Beginnen würde ich mit Paul Schrader "Notes on Film Noir".

    Ein auf Deutsch mittlerweile vergriffenes, weniger akademisch aufgemachtes (aber trotzdem sehr ergiebiges) Buch ist Film Noir aus dem Taschenverlag – ebenfalls von Silver und Ursini.

    Die beste Internetrezis zu Noirfilmen findest du zweifelsohne (wenn man von meinen einmal absieht :mrgreen: ) bei dvd Savant:
    http://www.dvdtalk.com/dvdsavant/

    Und es gibt auch noch eine großartige Doku, die ich irgendwo rumzuschwirren habe, aber an deren Titel ich mich leider derzeit nicht erinnern kann. Reich ich nach.

    Viel Spaß jedenfalls!

    PS
    Sorry, der Testpost war nötig, weil meine Kommentare mit eingefügten Links aus irgendeinem Grund nicht nicht veröffentlicht wurden…

  4. Jochen (50)
    April 2nd, 2008 | 22:34

    Ich glaube mein Post ist zu lang. Deshalb in zwei Etappen:

    N E I D !!! :evil:

    Ein solches Seminar habe ich an meiner Uni damals echt vermisst. Durfte zwar "Australian Film" und ein Gothic-Seminar besuchen, in dem klassische Horrorfilmmotive eine Rolle gespielt haben, aber FILM NOIR leider nicht.

    Meine persönliche Top 50 habe ich ja vor nicht allzu langer Zeit gebloggt.

    Zwei Buchtipps habe ich auch noch. Für den eher akademischen Zugang hat m. E. Silver und Urisinis Film Noir Reader Referenzcharakter, weil du dort eine Zusammenstellung aller wesentlichen Essays zum FN findest (es gibt sogar einen zweiten Band zu diesem Reader – den hab ich leider nicht). Beginnen würde ich mit Paul Schrader "Notes on Film Noir".

  5. Jochen (50)
    April 2nd, 2008 | 22:35

    Ein auf Deutsch mittlerweile vergriffenes, weniger akademisch aufgemachtes (aber trotzdem sehr ergiebiges) Buch ist Film Noir aus dem Taschenverlag – ebenfalls von Silver und Ursini.

    Die beste Internetrezis zu Noirfilmen findest du zweifelsohne (wenn man von meinen einmal absieht :wink: ) bei dvd Savant.

    Und es gibt auch noch eine großartige Doku, die ich irgendwo rumzuschwirren habe, aber an deren Titel ich mich leider derzeit nicht erinnern kann. Reich ich nach.

  6. April 2nd, 2008 | 22:41

    Ja, da waren 9 Kommentare von Dir im Spam – aber jetzt hat es sich ja. :wink:

    Danke für die Tipps, werde vorallem mal bei DVD Savant vorbeischauen.

    Der beste Noir für mich ist definitiv RIFIFI.

  7. Jochen (50)
    April 2nd, 2008 | 22:51

    Wäre schön, wenn einem dann mitgeteilt würde, dass der Post nocht geprüft werden muss, bevor er veröffentlich wird :mrgreen:

    Ja, Rififi ist großartig – vorgestern ist Jules Dassin leider verstorben. Ich glaube, ein Remake wird gerade produziert…

  8. April 2nd, 2008 | 22:55

    Wäre schön, wenn einem dann mitgeteilt würde, dass der Post nocht geprüft werden muss, bevor er veröffentlich wird :mrgreen:

    Das wird in der Regel aber nur bei Leuten gemacht, die zum ersten Mal kommentieren – was bei Dir ja nicht der Fall ist. Ich denke, WP hat es wegen der vielen Links o.ä. als Spam eingestuft, sorry.

    Der ist gestern verstorben!? Gar nicht mitbekommen… :cry:

    KEY LARGO (wenn er denn einer ist, das ist beim FN ja schwer, die Genredefinition) ist auch toll.

  9. April 2nd, 2008 | 23:10

    Die NZZ hat übrigens einen schönen Artikel zu Dassins Tod: http://www.nzz.ch/nachrichten/.....98894.html

  10. April 2nd, 2008 | 23:28

    Oh, da kann man neidisch werden ;)

    Rififi wäre auch mein Lieblingsnoir, wenn ich mit seiner Einordnung in dieses Genre nicht so meine Probleme hätte. Erst am Dienstag wieder genossen zur Komplettierung einer kleinen Kritik, die – Achtung Schleichwerbung – wohl am Wochenende auf filmstarts.de online geht. Er passt für mich aber irgendwie nur so zu 80 % unter den "Film Noir"-Begriff ;) So ist "Out Of The Past" wohl meine Nr. 1, wobei Billy Wilders "Double Indemnity" ganz, ganz knapp dahinter folgt. "Night and the City" von Dassin ist ja auch noch ganz dufte, und, und, und… Gibt wahrscheinlich kein Genre, in dem ich so viele Filme so hoch schätze (der Western wohl noch)…

    Das Buch kenne ich leider nicht, nur das hier schon angesprochene Werk von Alain Silver, welches ich empfehlen kann.

    Btw: Falls Du demnächst viele Film sichten willst, schon einmal auf Mai freuen: Dann startet Koch Media ne Noir-Reihe und die letzten Koch-DVDs waren erste Sahne, die ersten Filmankündigungen wissen auch zu gefallen.

  11. R3 (206)
    April 2nd, 2008 | 23:48

    Grammy liest die NZZ :love: me so horny :love: :mrgreen:

  12. April 3rd, 2008 | 0:12

    Fangen wir schon mal an, um das schlimmste zu verhindern: Film-noir ist kein Genre.

  13. Bjrn (4)
    April 3rd, 2008 | 11:16

    @Mr. Vincent Vega:

    Das ist eines der in der Filmtheorie umstrittensten Themen und das schon seit mehreren Jahrzehnten ;)

    Das oben von mir angeführte Buch von Silver plädiert, wenn ich mich recht entsinne, zum Beispiel stark für die Einordnung als Genre, weil die von Schrader dagegen vorgebrachten Argumente sich alle mit den Jahren überholt haben.

  14. Jochen (50)
    April 3rd, 2008 | 11:28

    Also die Doku heißt Film Noir: Bringing Darkness into Light. Da werden die Basics sehr anschaulich erläutert. Besonders witzig: Ein langes Kapitel erklärt groß und breit, warum es sich bei Film Noir um kein Genre handelt und im Anschluss (nächstes Kapitel) schwatzt dann ein bekannter Director of Photography immer wieder vom Noir-Genre :mrgreen:

    Zu ernst sollte man das mit der Kategorisierung also nicht nehmen, schließlich gehören die meisten Noirs dem Gangstergenre an, sind ohnehin genremäßig miteinander verbunden. Da erscheint es mir immer etwas kleinkariert zusätzlich noch zwischen Stil und Genre eine Linie zu ziehen, zumal sich Genrefilme für gewöhnlich ohnehin durch Gemeinsamkeiten im Stil auszeichnen.

    Ich hab mir mal das Spicer-Buch bestellt – ist ja über einen amazon-Händler recht günstig…

  15. April 3rd, 2008 | 12:00

    Grammy liest die NZZ :love: me so horny :love: :mrgreen:

    (Online) Täglich, die Printausgabe gab es eine Zeit lang in der FB, aber seit einigen Monaten leider nicht mehr… :cry:

    @Vega & Björn

    Elektro (ja, der aus Cinefacts) hat zu diesem Thema, glaube ich, auch eine schöne Arbeit verfasst – zudem hat er auch eine Liste aller Noirs, die 'wirklich' welche sind (müsste ihn mal anhauen).

    @Jochen

    Klingt gut, die Doku.

  16. R3 (206)
    April 3rd, 2008 | 12:03

    Ich krieg die Printausgabe nach hause :love:

    An unserer Uni gibts die printversion von FAZ auch. Und noch so ziemlich alle anderen wirtschaftsrelevanten Zeitungen aus aller Welt

  17. April 3rd, 2008 | 14:26

    in erster linie ist der film noir als filmische bewegung (ähnlich dem russischen formalismus, dem italienischen neorealismus der französischen nouvelle vague oder dem new hollywood kino) zu verstehen, die sich irgendwann zwischen 1940 und 1960 in den USA abgespielt hat und ganz wesentlich von sozialen und politischen motiven dieser zeit geprägt ist. dass sich vortrefflich über den genre-begriff streiten lässt ist natürlich klar, da der film noir auch nach dieser zeit in vielen filmen weiterlebt, aber eben nicht in dieser geballten, destillierten form wie es bei der "schwarze serie" damals in hollywood vorgefallen ist. heute spricht man gerne von neo-noir, und definiert damit eine art genre-begriff für filme nach dieser klassischen phase des film noir, die eben nach bestimmten mustern gestrickt sind welche den filmen damals innewohnte: es gibt bücher die das ganze dann noch etwas weiterspinnen und noir als eine leseart, als eine (rezeptions-)methode definieren (siehe röwekamps " vom film noir zur mthode noire"). ingesamt also ein hochspannendes thema, das sicherlich material für ausschweifende diskussionen, und vor allem spannende filmische entdeckungen liefert.

  18. April 3rd, 2008 | 18:34

    :love:

Kommentieren?