Kung Fu (Panda) Fighting in Shawscope

Kung Fu Panda
(Mark Osborne, John Stevenson, USA 2008)
Kino

Das Wichtigste vielleicht zu erst: Die deutsche Synchronisation des knuffigen Helden, die Hape Kerkeling zuzuschreiben ist, ist eine dermaßen große Katastrophe, dass einem eigentlich schon nach den ersten Worten, die der gefräßige Panda spricht, jedwede Lust auf den Film vergeht. Kung Fu Panda beginnt mit einer furiosen Anfangssequenz, eine Traumsequenz wie sich kurze Zeit später herausstellt, wunderschön in 2D in Szene gesetzt und so temporeich, dass man sich danach erstmal nach einer Verschnaufpause sehnt. Die bekommt man auch, nur leider ist diese so lang geraten, dass man das Interesse schnell wieder verliert. Der Plot spielt schön mit Kung-Fu-Klischees, dürfte das Herz eines jeden Bruce-Lee-Fans aufgehen lassen und zeigt auch bei der Figurenzeichnung Feingefühl. Leider macht sich aber wie gesagt die Langeweile breit, zum einen wegen Kerkeling, zum anderen wegen dem schnellen Runtergespule der Geschichte (die zudem alles andere als neu ist).

Die Animationen sind dabei noch der größte Blickfang, denn auch wenn DreamWorks bei Weitem nicht an Genreriese Pixar herankommt, so ist auch hier ein deutlicher Qualitätssprung zu beobachten. Dieser beschränkt sich jedoch auf das Audiovisuelle, denn ansonsten hat Kung Fu Panda nicht viel zu bieten – außer einen angenehmen Zimmer-Score, der aber wiederum zu letzterem gehört. Inwiefern die deutsche Synchronisation – man hätte ja auch die Synchronsprecher der Originalstimmen verpflichten könne (also Jack Black, Angelina Jolie etc.) – meine negative Einstellung gegenüber Kung Fu Panda beeinträchtigt möchte ich nicht abschätzen, aber sie spielt eine Rolle, keine Frage. Kung Fu Panda bietet jedenfalls auch fernab seiner Charaktere und deren Stimmen nicht viele große oder gar lustige Momente. Vielmehr scheint man ein setting gesucht zu haben, um eine der häufigsten Kinogeschichten zu erzählen. Dann lieber noch mal Madagascar. (4/10)


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15 Kommentare zu “Kung Fu (Panda) Fighting in Shawscope”

  1. Juli 2nd, 2008 | 19:27

    :eek: Bloß nicht MADAGASCAR, der ist ja fast noch schlimmer :fall:

  2. Juli 2nd, 2008 | 19:28

    Neien. :smile:

  3. Juli 2nd, 2008 | 19:42

    Oh doch. Und wie.

  4. Juli 2nd, 2008 | 20:31

    Ich fand den Kung Fu Panda eigentlich ganz witzig, hmm … muss ich mir jetzt Gedanken über meinen Filmgeschmack machen? Mist :D

    Allerdings musste ich nicht die Synchronisation ertragen.

  5. Juli 2nd, 2008 | 21:40

    Nächsten Freitag check ich den mit meiner kleinen Schwester – inklusive meinem bestellten Kung Fu Panda-Shirt … und du zerstörst mir die Vorfreude nicht mit deiner Review!!! :grin: :fall:

  6. Juli 2nd, 2008 | 21:44

    muss ich mir jetzt Gedanken über meinen Filmgeschmack machen? Mist :D

    Ja, musst Du! :wink: :razz:

    und du zerstörst mir die Vorfreude nicht mit deiner Review!!! :grin: :fall:

    Nein, will ich nicht – viel Spaß Euch!

  7. Juli 2nd, 2008 | 22:53

    Ich muss da mal investigativ nachfragen: Ist die Synchro einfach nur schlecht oder ist sie 70er-Jahre-Kung-Fu-Synchro-mäßig schlecht?

    Als Fan der alten Klopperschinken freue ich mich auf "Kung Fu Panda", seit ich den ersten Trailer gesehen habe – und sollte die Synchro analog der alten Kung-Fu-Filme ausgefallen sein, würde ich das eher noch positiv werten …

  8. Juli 2nd, 2008 | 22:56

    Nein, eigentlich ist sie so professionell, wie man es eben von solch großen Filmen gewohnt ist. Nur Kerkeling als Panda geht eben überhaupt nicht … Aber die Idee der 70er-Synchro klingt gar nicht mal übel.

  9. Juli 2nd, 2008 | 23:10

    Ach verdammt. Na gut: Dann freue ich mich stattdessen halt auf "Kung Pow 2: Tongue of Fury". :mrgreen:

  10. Juli 3rd, 2008 | 1:00

    Haben wir den selben Film gesehen? Dreamworks Animationen reichen nicht an Pixar heran? Ja ne, is klar…

    Selber schuld, wenn Du Dir den auf deutsch anguckst, warum macht man das auch? Ich hatte Jack Black, Dustin Hoffman, JAckie chan, Angelina Jolie, Lucy Liu…. und Du?
    Hape Kerkeling *hust* und wen noch? Jessica schwarz oder so, na super. Da hätte ich lieber die Synchronstimmen der original Sprecher genommen, das wäre wahrscheinlich besser gewesen.

    MMn ist die Rolle des Pandas auf Black zugeschnitten und für ihn geschrieben worden, eine Synchro ist da einfach ein Verbrechen.

    Ich habe ihn vor zwei Wochen auf Englisch gesehen und fand ihn super.

  11. Ben (2)
    Juli 3rd, 2008 | 7:56

    > Inwiefern die deutsche Synchronisation – man hätte ja auch die
    > Synchronsprecher der Originalstimmen verpflichten könne (also
    > Jack Black, Angelina Jolie etc.)

    Ja, sage ich ja auch immer (generell bei den Animationsfilmen), aber
    mit den Synchronsprecher von Jack Black lässt sich halt schlecht
    Promo machen.

  12. Juli 3rd, 2008 | 20:52

    Selber schuld, wenn Du Dir den auf deutsch anguckst, warum macht man das auch?

    Muss ich mich jetzt wirklich rechtfertigen? Der Film lief direkt an eine andere PV, sonst wäre ich nicht extra gegangen – und mit der Einstellung grundsätzlich an Film heranzugehen ist natürlich klasse: Am besten schon denken, der Film wird saugen, bevor man ihn überhaupt gesehen hat. Das beschert mit Sicherheit ein tolles Filmerlebnis und eine tolle Rezeption …

  13. R3 (206)
    Juli 7th, 2008 | 18:49

    Ich weiss, warum ich die Kinderfilme von Pixar nich mag. Ratatouille war ne Gurke gegen Kung Fu Panda und das stützt meine These, das Grammy doch meist daneben liegt mit "Blockbustern" :mrgreen: Was dann aber meinem Filmgenuss entgegen kommt… wie immer nichts für ungut

    [B]Kung Fu Panda[/B] 7/10

    Awesome!!!! Nach den nicht so tollen Pixars (Cars, Ratatouille) und Dreamworks (Shark Dingesn, Madagascar) endlich wieder ein Animationsfilm, den ich mag.

    Was hier an Liebe zum Kung Fu Kino gezeigt wird, ist wirklich unglaublich. Die Story setzt sich aus vielen Martial Arts Movie Szenen zusammen, ob nun Wong Fei Hung, Legend of A Fighter, Shaw Brothers….. you name it…..

    Tolle Stimmbesetzung, leider hatte Jackie Chan nur drei oder vier Sätze (und das für die Ankündigung).

    Feinstes animiertes Kung Fu Kino mit ein wenig Old School feeling. Danke Dreamworks… auch wenn kein bitterböser Shrek daraus geworden ist

    p.s. Langeweile? Nope, die macht sich bei Ratatouille, Cars, FInding Nemo oder bei anderen Dreamworks Filmchen wie der elend schlechte Madagascar breit. Kung Fu Panda war so unterhaltsam und frisch wie selten.

  14. Juli 24th, 2008 | 22:19

    [...] Equilibrium: 4/10 [...]

  15. Januar 4th, 2009 | 21:04

    [...] Grammaton Cleric (4/10) KiNGU (6/10) Dominik (7/10) The_Duke (8/10) khitos (8/10) Kaiser_Soze (keine Bewertung in Punkten) [...]

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