'Der Baader Meinhof Komplex': Constantin droht Journalisten

Es ist noch über einen Monat hin, bis Uli Edels Zeitdokument basierend auf der Buchvorlage Stefans Austs, Der Baader Meinhof Komplex, in den deutschen Kinos startet, da gibt es auch schon dern ersten 'Skandal' um den Film. Nicht etwa ob des Inhaltes oder der Besetztung des Filmes, sondern weil der Verleih, Constantin Film, eine Berichterstattungssperre erhoben hat, wie die SZ berichtet:

"'Völlig inakzeptabel': Wer über den Kinofilm 'Der Baader Meinhof Komplex' berichten will, dem wird erst einmal gedroht. Ein Fall für Boykott, findet der Journalistenverband. (…) Es heißt noch einmal: 'Eine ausführliche Besprechung des Films darf nicht vor dem 17. September veröffentlicht werden.' Der Verbotssatz ist unterstrichen."

Wirklich eine Frechheit, was hier mal wieder veranstaltet wird. Da werden Erinnerungen an Spielbergs War of the Worlds wach, bei dem man auf genau das selbe Prozedere setzte (und sich ins eigene Fleisch schnitt). Kollege Thomas geht sogar soweit, dass er nicht nur den Film auch nach dem regulären Start boykottieren wird, sondern auch den Videotheken nahelegt, den Film bei Erscheinen nicht ins Sortiment aufzunehmen. Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) hat auch schon eingelenkt und kann Kollegen ebenfalls nur warnen. Das ist wirklich arm, Constantin!


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8 Kommentare zu “'Der Baader Meinhof Komplex': Constantin droht Journalisten”

  1. August 13th, 2008 | 14:19

    Wenn der Onkel Constantin gemein zu mir ist dann bin ich auch gemein zum fiesen Onkel. Nänänä :mrgreen:

  2. August 13th, 2008 | 14:55

    Meine Erfahrung mit solchen Geschichten, der Film ist höchstens Mittelmaß :wink:

  3. Alec Sky (83)
    August 13th, 2008 | 15:11

    Und was soll das ganze genau bringen?

  4. August 13th, 2008 | 15:44

    Und was soll das ganze genau bringen?

    Zu vermeiden, dass die Leute erfahren, dass ein Film Mittelmaß ist. Großes Hui davor, sodass man eine Woche vorher nur den Film vorstellen kann, ohne eine Wertung zu vergeben. Der Leser weiß nicht, was Sache ist und schaut sich den Film mal blauäugig an. Scheinbar glaubt Constantin nicht so recht an die Qualität seines Filmes.

  5. August 13th, 2008 | 19:58

    Meistens lässt sowas Rückschlüsse auf den Film zu. Über KRABAT darf man ja auch nix schreiben – aus gutem Grund.^^

  6. August 14th, 2008 | 9:54

    Süddeutsche ist nicht gleich Süddeutsche. Andrian Kreye, Feuilletonchef der Printausgabe, korrigiert die Berichterstattung, dementiert einen etwaigen Boykott seitens der Süddeutschen Zeitung und weist darauf hin, daß Süddeutsche Zeitung und SZ online nicht gleichzusetzen sind!

  7. September 9th, 2008 | 12:15

    Ich stimme euch absolut zu – das wirft einige Fragen bezüglich der Qualität des Films auf. Ich glaube zwar nicht, dass der Aufruf des Journalistenverbandes irgendetwas nützt – am Ende wollen alle Beteiligten doch eh nur Kasse machen – aber dass ein renommiertes Studio wie Constantin Film sich sowas leistet, ist schon ein starkes Stück. Mal sehen, ob sich das für Constantin nicht doch rächt – ich werde die Entwicklungen auf jeden Fall beobachten…

  8. Deniz (1)
    September 11th, 2008 | 3:19

    Bei War Of The Worlds hab ich es völlig verstanden. Schließlich wollte man nicht, dass im Vorfeld zu viel gespoilert wird (Tripods, generelles Geschehen im Film). Allerdings "kennt" man die Geschichte des BM-Komplexes ja mehr oder weniger auch schon.

    Aber wer weiß; vielleicht möchte Constantin einfach nicht, dass im Vorfeld zu viel geredet wird (denn es wird gerne mal schlecht geredet, was andere Geschmäcker gut finden). Und vielleicht gibt es auch ein paar Filmstylistische Mittel die man nicht gespoilert haben möchte.

    Ich kann Constantin Films verstehen und ich denke man sollte es akzeptieren ohne gleich zu hetzen oder zu boykottieren… wartet man eben ne Woche länger auf ein Review und sich den Film dann anzusehen (je nach Wertung).

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