Verfasst von Stefan am 23rd Februar 2009 in
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Ich weiß, die Meinungen gehen schon jetzt mehr als auseinander, aber irgendwie hat mir das letzte Nacht nur bedingt zugesagt. Hugh Jackman verwandelt die ganze Chose in eine Musicalnummer, die Witze zünden nur im Verhältnis von 1:5 und manche 'Stars' sahen aus als hätten sie die Oscars mit der Berliner Tafel verwechselt. Die Montage zu Beginn und der Auftritt Ben Stillers a.k.a. Joaquin Phoenix waren klar die Highlights des Abends. Ansonsten, natürlich, business as usual (wobei mir die Idee mit den fünf Gewinnern, die die Nominierten vorstellen, gut gefallen hat).
Über die Gewinner selbst ist nicht allzu viel zu sagen, denn viele der Entscheidungen waren alles andere als Überraschungen. Die wohl klarste Entscheidung dabei: der Oscar für den Joker alias Heath Ledger, der mich spätestens bei der Übergabe der Trophäe etwas ärgerte. Vorallem, weil es doch ziemlich enttäuschend für die anderen Nominierten gewesen sein muss, da sie wussten, dass sie natürlich nicht den Hauch einer Chance hatten. Von dem ganzen Unfug um den Totenkult um Ledger mal ganz zu schweigen. Aber das ist eben Showbusiness, und Hollywood liebt solch pathetisches Geplänkel.
So richtig verärgert haben mich eigentlich nur drei Gewinner. Zum einen natürlich Sean Penn als bester Hauptdarsteller – zwar keine falsche Entscheidung, denn er war wirklich sehr, sehr gut, aber Rourke hätte den einfach haben müssen. Zum anderen natürlich der Oscar für Kate Winslet als KZ-Aufseherin, der für mich die wohl größte Fehlentscheidung des Abends darstellt. Ich meine, was hat sie denn groß gemacht? Etwas rumgefummelt, etwas traurig geschaut und viel Alters-Make-up getragen. Identisch verhält es sich eigentlich bei Penelope Cruz, die zur besten Nebendarstellerin gekürt wurde – ich lachte.
Abschließend stelle ich fest, dass die Veranstaltung auch immer langweiliger und angestaubter wird. Da kam es gerade recht, dass die Preise dieses Jahr im Eilverfahren überreicht wurden – und dennoch ging es bis 6 Uhr -, und immerhin blieb so ja dann auch mehr Zeit für Werbepausen (und nein, ich will ProSieben wirklich nicht für ihre monotonen Werbeblöcke kritisieren, denn es ist immerhin lobenswert, dass sie die Verleihung schon seit so vielen Jahren ausstrahlen; zudem war Gätjen wieder mal sehr gut, vorallem auch im Vergleich zu seinen amerikanischen Kollegen). Ach ja, auf der offiziellen Seite gibt es die komplette Liste der Gewinner. Wer noch einmal mein Spam Liveblogging überfliegen möchte, der kann dies bei Twitter tun.
Hoffentlich gehen im kommenden Jahr wieder bessere (oder anders gesagt: weniger kalkulierte) Filme an den Start. Und bitte bringt mir Ellen DeGeneris Jon Stewart zurück (oder noch besser: Leno, der hat ja jetzt Zeit)!
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