Kinostarts vom 05.03.2009


Machen wir es nach den letzten paar Wochen doch mal wieder etwas kürzer. Diese Woche gucken: Gran Torino, Joy Division und natürlich Watchmen (aber vorzugsweise vorher das Comic lesen). Diese Woche nicht gucken: Sieben Tage Sonntag. Ist mir egal, ob man es diese Woche guckt: Der ganze Rest, der sich hier im Überblick findet.

35 rhums (Claire Denis, F/D 2008)

Ayakta kal (Adnan Güler, TÜR 2009)

Gran Torino (Clint Eastwood, USA 2008) – Semi-Review -

Joy Division (Grant Gee, UK/USA 2007)

Marley & Me (David Frankel, USA 2008)

On the Rumba River (Jacques Sarasin, F 2007)

Journey to the Center of the Earth (Eric Brevig, USA 2008)

Sieben Tage Sonntag (Niels Laupert, D 2007)

Torpedo (Helene Hegemann, D 2008)

Watchmen (Zack Snyder, USA/UK/CND 2009) – Review -

Willi und die Wunder dieser Welt (Arne Sinnwell, D 2009)


Tags

Mann. Schießereien. HD. 'Public Enemies' Trailer


Der erste Trailer zu Michael Manns Public Enemies (480p/720p/1080p) feiert gerade seine Premiere, da ist meine sich sowieso nur in Grenzen haltende Vorfreude schon wieder so gut wie weg. Das Ganze haut mich alles andere als vom Hocker und außer den Schießereien, die Mann ja beherrscht wie kaum ein anderer, sieht es auch nach nicht gerade viel aus. Ja, der Cast ist recht gut, und ja, ich mag den digitalen Look, den Mann in seinen letzten Filmen verwendete, aber was soll dieser Look den bitteschön in einem 30er-Jahre-period-piece!? Gut, warten wir's bis zum 06.08. mal noch ab …


Tags , , , , , , , , , ,

Neuer, noch besserer Trailer zu 'Terminator Salvation'


"You want me to go fuckin' trash your lights!?" Christian Bale going berserker (am besten aber den Dance Remix hören) hat sich wohl gelohnt, denn der neue Trailer zu McGs Terminator Salvation (480p/720p/1080p) sieht doch nochmal eine Ecke besser aus als der erste, japanische Trailer. Die Effekte sehen technisch hervorragend aus und es scheint auch in regelmäßigen Abständen ordentlich zu knallen – nicht zu vergessen die Helikopter … Am Ende dann wieder mal Gänsehaut zum Hauptthema. Ja, doch, do want!


Tags , , , , , , , , , ,

sibSTANCIJA_09: Deutsch-Russisches Bloggertreffen


In genau 10 Tagen wird mir und meinem Blog eine große Ehre zuteil: ich fliege nach Nowosibirsk (Durchschnittstemperatur während dieses Zeitraums, -10°C), wo ich im Rahmen der sibSTANCIJA_09 am deutsch-russischen Bloggertreffen teilnehmen werde. Insgesamt drei deutsche und sechs russische Blogger treffen sich vom 12. bis 15. März in der drittgrößten russischen Stadt, um sich kennen zu lernen, über das Web 2.0 auszutauschen und an verschiedenen Podiumsdiskussionen zu partizipieren. Gesponsort wird dieses Kulturfestival vom Goethe-Institut Moskau, das im Rahmen dieses Festivals zugleich auch ein neues Institut in Nowosibirsk eröffnet.

Höhepunkt der dreitägigen Reise wird die bereits angeführte Podiumsdiskussion 'Ich blogge, also bin ich' sein, die am 14. März um 16:00 Uhr stattfinden wird (in Deutschland entsprechend um 11:00 Uhr, danke, Markus, also fünf Stunde muss die Uhr vorgestellt werden, jetzt kann ich schonmal einen Haken in meiner Checkliste machen). Darüber hinaus wird auch ein vielfältiges Programm an kulturellen Veranstaltungen geboten, die uns nicht nur persönlich näher zusammenbringen, sondern sicherlich auch interkulturelle Kompetenzen fördern dürften (ich selbst war beispielsweise noch nie in der Russischen Föderation und spreche auch nur zwei Wörter Russisch).

Wer diese Veranstaltung und unsere Involvierung in selbige verfolgen möchte, der kann dies – immerhin befinden wir uns im Web 2.0 und es ist schließlich auch unsere Aufgabe to spread the word – entweder via Twitter, dem eigens dafür eingerichteten Sibirskij-Blog, bei to4ka-treff.de, bei Markus' Text & Blog oder hier im Blog tun. Ich bin jedenfalls voller Vorfreude, Teil dieses großen Kulturprojektes zu sein, das, da bin ich mir sicher, nicht das letzte gewesen sein wird.


Tags , , , , , , ,

Quis custodiet ipsos custodes? … Who Watches the Watchmen?

Watchmen
(Zack Snyder, USA/UK/Kanada 2009)
Kino

Es war immer die Rede, dass es unverfilmbar sei. Mit filmischen Mitteln ist eine solche Epik und eine solche Narrative nicht umzusetzen, da war man sich bei J.R.R. Tolkiens Jahrhundertwerk sicher. Gleiches galt auch für einen anderen Roman, einen grafischen, ebenfalls aus der Feder eines der größten Autoren der Neuzeit. Alan Moores Watchmen war dazu berufen das Comicgenre – oder vielmehr das der grafischen Novelle – maßgebend zu beeinflussen. Fanboys und Kritiker versuchen sich bis Heute mit Lob zu übertrumpfen (die New York Times führt das Werk bis heute in ihrer Top 100 der besten Romane), und jeder der das Comic gelesen hat, kann sich seinem Bann auch nicht mehr entziehen. Kein Wunder also, dass es nicht lange dauern sollte, bis Hollywood diesen Stoff, der eigentlich anti-hollywood'scher kaum sein könnte, für sich entdeckte.

Dennoch traute sich keiner so richtig, sich dem Werk anzunehmen; und so scheiterten dann auch unzählige Regisseure an Alan Moores Werk, von dem es einem immer noch schwer fällt, nicht in Superlativen zu sprechen. Irgendetwas zeichnet das von Dave Gibbons gezeichnet Meisterwerk aus, nur was ist es? Ist es sein Abgesang auf das Superheldengenre? Ist es die politische Aktualität in Zeiten einer äußerst unstabilen politischen Lage? Oder ist es ganz einfach die Narrative, die selten zuvor so ausgeklügelt und mit all ihren Eigenschaften erzählte? Was auch immer es nun alles ist, die viel wichtigere Frage, die man sich stellt, ist doch vielmehr, ob Zack Snyder diesem Mammutwerk gerecht wird? Die Antwort ist schnell gegeben: ja, er wird der Vorlage trotz einiger Zugeständnisse ans Studio und an das Medium Spielfilm gerecht. Man könnte nach all dem Säbelrasseln um Rechtsstreit und abgeändertem Ende auch sagen: mission accomplished!

Die Kamera zoomt langsam vom Close-Up in die Halbtotale hinaus, langsam lässt sich ein gelber Smiley-Button erkennen. Er gehört Comedian (Jeffrey Dean Morgan), der ebendiesen, wie der Name schon vermuten lässt, zu seinem Markenzeichen machte. Er sitz in seinem Apartment auf dem Sofa, schaut fern, da wird der Türschlitz von einem Schatten eingehüllt, der ihm zum Verhängnis werden soll … Es ist die Initialzündung, der Urknall für ein Kette von Ereignissen, die die Welt an den Rande des Dritten Weltkrieges bringen soll. Jeder, der das Comic gelesen hat, weiß, welche Bedeutung dieser für Millionen von Fans hat. Oft entscheiden die ersten Minuten eines Filmes über sein Schicksal, das ist hier nicht anders. Snyder inszeniert diese ersten 5 Minuten so wuchtig, so detailverliebt und so imposant, dass die Gänsehaut bereits beginnt, da lief noch nicht einmal der Vorspann über die Leinwand.

Letzteren nutzt Snyder dann auch äußerst wirtschaftlich, fasst er doch die wichtigsten Ereignisse rund um die Minutemen auf eine Art und Weise zusammen, die kaum besser und effektiver hätte aussehen können. Gleichzeitig spart er Handlungsstränge ein, ohne sie jedoch völlig zu ignorieren. Es ist, um es kurz zu machen, schlichtweg das Beste, was er hätte machen können. Und einmal mehr ist man vor allem von der audiovisuellen Wucht, mit der der Vorspann daherkommt, geplättet. Einen nicht gerade kleinen Teil trägt dazu vor allem auch die Musikauswahl bei. Abgesehen vom Score hat man sich auf Songs geeinigt, die den entsprechenden Szenen, in denen sie laufen, nicht nur eine gewisse Epik verleihen, sondern den Film zudem auch im setting der 1980er Jahre festigen. Da bekommt dann auch Nenas '99 Luftballons', ein sonst eher nerviger Song, eine völlig neue Konnotation, wenn er zu Dan und Lauries gemeinsamen Dinner spielt.

Ich könnte auf jeden Song und die dazugehörige Szene eingehen – die Beerdigung Comedians stellt dabei sicherlich das Highlight da, ist sie doch weniger pathetisch und heroisierend als vielmehr von einer nüchternen Traurigkeit durchzogen, die dem Ganzen einmal mehr gerecht wird) -, aber es würde nicht annähernd die Imposanz ebendieser widerspiegeln. Ferner markiert die Musik, wie gut es Snyder letzten Endes doch gelungen ist, die Vorlage von einem Medium ins andere zu transportieren. Wäre im Comic Musik gespielt worden, es wäre wohl jene gewesen, für die Snyder sich entschied. Doch auch das, was das bewegte Erzählen mit dem nicht-bewegten Erzählen gemein hat, setzt Watchmen so vorlagengetreu wie möglich um. So ist seine Hochglanzoptik, die, zugegeben, vielleicht doch etwas Fehl am Platz ist, stets von einem Grauschleier überzogen, der dem Ganzen die notwendige Tristesse verleiht und somit auch dem ganzen Rahmen, in dem sich Watchmen befindet (politische Situation, Abgesang aufs Genre, Gesellschaft), gerecht wird.

Dass dies bisweilen dünnes Eis ist, liegt in der Natur der Sache. In Zeiten eines The Dark Knight, eines bevorstehenden X-Men Origins: Wolverine und anderen Comicgrößen dem Publikum eine Verfilmung zu präsentieren, die eigentlich anti-klimatisch ist und alles andere als diese (Anti-)Helden verherrlicht, ist kein Leichtes. Und um ehrlich zu sein, gelingt dies dem Film auch nicht immer. Die (Action-)Zugeständnisse sind dann doch recht offensichtlich, und auch wenn sich diese in Grenzen halten, so sind sie dennoch vom typischen Inszenierungsstil der angeführten Kollegen geprägt. Die wenigen Kämpfe, in die die Minutemen verwickelt werden, sind dafür jedoch von einer comichaften Überzeichnung geprägt, die einmal mehr an die Vorlage erinnern. Natürlich wird auch hier schnell geschnitten und es gibt auch die eine oder andere Zeitlupe, aber Snyder scheint aus 300 – bei dem ihm dieses ja oft vorgeworfen wurde – gelernt zu haben.

Richtig überraschend in den Actionszenen hingegen, ist der Grad der Gewalt, der hier präsentiert wird. Natürlich war die Vorlage alles andere als implizit, erst recht, wenn man die Zeit bedenkt (immerhin war es eine Zeit, in der noch nicht von Folterpornos und dergleichen gesprochen wurde), aber was Snyder hier vom Stapel lässt, ist besonders für einen amerikanischen Mainstreamfilm doch bemerkenswert. Da werden Arme abgetrennt, Menschen explodieren und Dr. Manhattans Penis (wie gesagt, amerikanischer Mainstreamfilm) bekommt man natürlich auch zu sehen. Nur geraucht wird nicht – und jeder weiß, dass Laurie so gut wie auf jeder Seite raucht -, was dann wohl auch unter Zugeständnis ans Studio fallen dürfte. Dennoch ist dies nicht unbedingt positiv zu bewerten, denn gerade hier stellt sich die Frage, warum Snyder in solchen Aspekten der Vorlage den Rücken kehrt (wenn ich es richtig verstehe, 'dematerialisiert' Dr. Manhattan seine Opfer nur, lässt sie aber nicht zerplatzen), die eigentlich keiner Abänderung bedurft hätten.

Andere Aspekte hingegen, die einer Abänderung beziehungsweise Einsparung bedurften (ein DC ist ja aber bereits angekündigt), meistert Snyder größtenteils jedoch äußerst gut und intelligent. Lässt er vor allem in der ersten Hälfte noch kaum einen Handlungsstrang aus, konzentriert er sich in der zweiten eher aufs Wesentliche (so fehlt aus gutem Grund beispielsweise die komplette Nebenhandlung um den Psychologen und seine Frau). Leider wirkt die zweite Hälfte dann aber auch recht schnell abgespult, so, als würde man nach all den komplexen Ereignissen schnell noch die finale Apokalypse nachreichen und den Deckel schließlich zumachen. Neben dem neuen Ende – das Snyder jedoch recht plausibel zu erklären weiß – das wohl deutlichste Opfer einer solchen Produktion. Andere kleine Details wie Rorschachs (Jackie Earle Haley) Vorliebe für Würfelzucker, die keine Erwähnung findet, sind dabei nur Tropfen auf den heißen Stein, die angesichts der Größe des Ganzen nicht weiter ins Gewicht fallen.

Bei alledem, was Snyder für die Transferierung von einem Medium ins andere jedoch opfern musste (oder opfern wollte), ist es dennoch beachtlich, was am Ende bleibt. Ob es für Nicht-Kenner der Vorlage ebenfalls ein kohärentes Ganzes ergibt, wage ich zwar zu bezweifeln, aber die Verfilmung richtet sich primär sowieso an jene, die mit der Vorlage vertraut sind, das wird schnell deutlich. Etwas, das nur weiter für Snyder und seine geglückte Mission spricht. Zwar dürfte Watchmen, da bin ich mir sehr sicher, nie auch nur ansatzweise am Status eines The Dark Knight kratzen – dafür sind die beiden einfach schon ob ihrer Vorlage viel zu verschieden, ja sogar gegenteilig und sprechen zudem unterschiedliche Zielgruppen an -, aber im Zusammenspiel mit Tales of the Black Freighter und Under the Hood, die man hoffentlich in den DC integrieren wird, wird Snyders Film der bessere der beiden sein. Und dennoch wird er nie an seine literarische Vorlage anknüpfen können. (9/10)



Tags , , , , , , , , , , , , ,

B.E. Ellis' 80er Yuppies Reloaded: 'The Informers' Trailer


American Psycho zählt wohl zweifelsohne zu den berühmt(-berüchtigsten) Romanen der letzten 20 Jahre. Nie habe ich auch nur ansatzweise negative Stimmen zum Werk aus der Feder von Bret Easton Ellis gehört, und in der Tat, sowohl Roman als auch Verfilmung sind großartig. Doch Ellis' Faible für die Oberschicht der 1980er Jahre fand auch in einem weiteren Roman (resp. Kurzgeschichtensammlung) Verwendung, nämlich in The Informers. Dieser – wohl immer im Schatten von American Psycho stehende (was ich mit meinem ersten Satz wieder mal bestätige, ich weiß, gähn!) – Roman erfährt nun ebenfalls eine Verfilmung, bei der Ellis sogar am Drehbuch mitwirkte.

Auch der Trailer (480p/720p/1080p) erweckt wohl nicht gerade zufällig Parallelen zu seinem bekanntesten Werk, was aber wohl auch zu einem nicht geringen Teil dem 80er-setting zuzuschreiben ist. Und sehen lassen kann sich das Ganze allemal, solch einen Cast hat man auch nicht alle Tage (allein Chris Isaak wieder auf der Leinwand zu sehen! [der passt ja aber auch hervorragend in ebenjenes setting]). Produktionsfirma ist übrigens, wie auch im Trailer zu sehen, Senator. Ein deutscher Starttermin steht aber leder trotzdem noch nicht.


Tags , , , , , , , , , ,
1 2 3
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: