Actionpathos ohne Seele: 'Terminator Salvation'


Es tut schon etwas weh mit ansehen zu müssen, wie man mit einem der besten Action-Sci-Fi-Franchises umgeht. Zuerst wird Regiestümper McG verpflichtet, dann hat Arnie doch kein richtiges Cameo und die Drehbuchautoren haben in jüngster Zeit auch noch so etwas wie Catwoman verbrochen. Der vierte Teil der Reihe stand wahrlich unter keinem guten Stern, zumindest bis der erste Trailer veröffentlicht wurde. Plötzlich vollzog sich eine 180-Grad-Wendung, der Trailer sah richtig lecker aus, mit Action satt und gegen Ende sogar mit Brad Fiedels Main Theme aus dem zweiten Teil garniert (da kommt wenigstens Atmosphäre auf). Vielleicht würde das nach dem eher mäßigen Dritten vielleicht doch ein richtiger Kracher? Nunja, es kommt wohl darauf an, wie man 'Kracher' definiert.

Terminator Salvation ist leicht schizophren, um es mal so drastisch auszudrücken. Als Actionfilm, wie er im Sommer, der Hochzeit des Blockbusterkinos, gerne gesehen wird, funktioniert er doch ziemlich gut. Die Action set pieces sehen hervorragend aus, allein die erste Szene nach dem Vorspann hat mich schier vom Hocker gerissen (Helis, Slow-Mo, Explosionen). Vor allem auf der technischen Seite ist McGs Film ein Brett, denn so gut wie hier sahen die SFX aus der Schmiede ILMs schon sehr lange nicht mehr aus. Statt auf CGI setzt man hier nämlich – allen voran bei den Terminatoren – auf handmade, was nach wie vor um ein Vielfaches besser aussieht (nur verstehen das leider viele Verantwortliche nicht, aber klar, es ist ja auch eine Kostenfrage). Sogar Arnies (digitales) Cameo sieht handwerklich gar nicht mal so übel aus, auch wenn die Szene für sich genommen etwas deplaziert, ja sogar selbstzweckhaft, wirkt.

Der kurze Auftritt Schwarzeneggers – oder besser gesagt Roland Kickingers (der seinen Body quasi zur Verfügung stellte) – ist dann auch eines der wenigen Elemente, die den Vierten überhaupt irgendwie mit der Ursprungsgeschichte verbindet, denn hin und wieder fragt man sich doch, ob da eigentlich jemand das Ganze auch zu Ende gedacht hat (woher weiß der Widerstand eigentlich, dass John Connor (Christian Bale) der Eine ist?, Connor, der ja bereits erfahren hat, dass Terminatoren auch gut sein können, misstraut Marcus (Sam Worthington) dennoch ohne Einschränkungen?, usw.). Und dennoch bringt Terminator Salvation interessante Aspekte hervor, wie beispielsweise die Figur des Marcus Wright, der den Konflikt Mensch-Maschine – Menschmaschine durchaus bereichert.

Es sind also vielmehr die Schauwerte, die hier begeistern können, weniger das inhaltliche Konstrukt, das uns hier vorgesetzt wird. Auch die vielen Zitate, mit denen der Film alles andere als geizt, erschließen sich in erster Linie auf optischer Ebene, denn woher kennt man beispielsweise die Menschensammler oder an was erinnern bloß die vielen flüchtenden Menschenmassen? Terminator Salvation zitiert quer durchs Genre, und dabei sind zitierte Filme bisweilen selbst noch nicht besonders alt. Doch was spielt das Alter schon für eine Rolle? Terminator 2: Judgment Day gehört bis heute zu den Blaupausen des Actionfilmes und auch in Hinsicht auf die Effekte kann er vielen heutigen Produktionen noch immer das Wasser reichen. Leider geht die Magie, die von Camerons Actionbrett ausgeht, hier komplett flöten, nicht ein Magic Moment oder ähnliches, das groß in Erinnerung bleiben würde.

Dafür tummelt sich Terminator Salvation dann doch wieder zu sehr in gewöhnlichen, modernen Actiongefilden (Optik und Actionstil erinnern beispielsweise stark an Michael Bay). Auch in Sachen Pathos und Dialogen sind sich McGs Film und Bays Å’uvre nicht unähnlich. Durchhalteparolen, Opferbekundungen und dergleichen dürften einigen sicherlich sauer aufstoßen, denn bisweilen ist es doch äußerst cheesy, das Ganze, keine Frage. Das messianische Ende – der Titel verrät es ja bereits – ist da sicherlich das Sahnehäubchen. Sowieso sticht gerade mal Anton 'Chekov' Yelchin als Einziger aus der Besetzung heraus (immerhin: Ironside!, wenn auch auf Autopilot), die zwar hochkarätig, aber deutlich unter ihren Möglichkeiten agiert (und ich zähle Bale immerhin zu meinen Lieblingen). Vielleicht liegt es aber auch am Fokus, der sich nie für eine Figur oder eine Situation entscheiden kann, sondern ständig zwischen Connor und Wright pendelt, was Terminator Salvation schließlich schlichtweg unausgegoren zurück lässt. (6/10)


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Fashionpolizei approved: 'Brüno' Green Band Trailer


Der erste Trailer zu Brüno war doch ziemlich explizit und damit nicht gerade für's (amerikanische) Publikum geeignet. Kein Wunder also, dass es nun auch einen Green Band Trailer (480p/720p/1080p) gibt, der die expliziten Szenen durch neue (natürlich weniger explizite) ersetzt, die sich durchaus sehen lassen können: "How do you protect yourself from being attacked by homosexuals?""They probably would attack you from behind …" Am Ende gibt es dann auch noch einen netten Schlussgag. Auch wenn die Filmversion mit Brüno deutlich gestellter ist als jene im TV, so kann ich es dennoch kaum erwarten.


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Horror im Paradies: 'A Perfect Getaway' Trailer


Eine Gruppe Touris, die auf einer paradiesischen Insel (hier: Hawaii) den puren Horror erlebt? Hmm, kommt mir irgendwie bekannt vor. Und dennoch, der Trailer (480p/720p/1080p) zu David Twohys A Perfect Getaway sieht gar nicht mal schlecht aus. Vor allem das setting kann überzeugen, und hey, Milla Jovovich ist auch mit von der Partie.


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Werner Herzog made my day: 'Bad Lieutenant' Trailer


Ganz ehrlich? Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Gut, machen wir's vielleicht so: Der erste Trailer zu Werner Herzogs Remake zu Abel Ferraras Bad Lieutenant, Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans, ist da (FLV, mäßige Qualität). Auch wenn er mittlerweile schon einen Bart hat: was um alles in der Welt ist mit Nic Cages Haaren los!? Und warum bekommt jemand wie er – egal ob nur im Film – immer alle heißen Frauen (Biel, Mendes)? Dann, der erste Moment, der mich zum Lachen bringt: "I said: where the fuck is he!?" Doch damit nicht genug: "Shoot him again, his soul is still dancing!" W-A-S!? Sicher, dass da nicht jemand auf dem Regiestuhl saß, der eben zufälligerweise auch Werner Herzog heißt? Und dennoch: irgendwie will ich das nicht wahr haben, und so frage ich mich schon jetzt, was Herzog damit bezwecken will.

Braucht er unbedingt Kohle für eine neue Doku oder steckt vielleicht doch mehr hinter dem Remake als der Trailer auf den ersten Blick vermuten lässt (lässt er Cage beispielsweise über seine Rollen der letzten Jahre reflektieren)? Hmm, ich weiß es einfach nicht. Jedenfalls will ich es einfach nicht wahr haben, nein, niemals, unser Werner kann so einen Mist nicht verbockt haben, nein! Werner, wenn Du uns hörst – denn die halbe Welt fragt sich, was das soll -, dann antworte doch bitte. Danke.

(Via filmz.ru)


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Kinostarts vom 28.05.2009


Ein neuer Actioner mit WWE-Legende John Cena!? Count me in! Und das sage ich, obwohl die Kritiken zu Renny Harlins Neuem doch ziemlich vernichtend sind. Diese Woche scheint das restliche Programm aber auch nicht mehr herzugeben: bei der Jenny-Garner-RomCom reicht die DVD/BD, das Horrorremake muss auch nicht unbedingt sein und der neue Jarmusch … nja … Ich habe ja sowieso noch den einen oder anderen Film der letzten Wochen nachzuholen, von dem her … Die Doku Pink Taxi hingegen klingt ziemlich gut, wird aber leider wohl nur mit einer Handvoll Kopien laufen. Hier aber die Starts im Überblick.

Von Wegen (Uli M. Schüppel, D 2009)

The Uninvited (Charles & Thomas Guard, USA/CND 2009)

Im nächsten Leben (Marco Mittelstaedt, D 2009)

In die Welt (Constantin Wulff, AT 2008)

The Limits of Control (Jim Jarmusch, USA/E/JAP 2009)

Making of, le dernier film (Nouri Bouzid, TUN 2006)

Pink Taxi (Uli Gaulke, D 2008)

Ghosts of Girlfriends Past (Mark Waters, USA 2009)

12 Rounds (Renny Harlin, USA 2009)


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Auch in Kanada passiert mal was: 'Pontypool' Trailer


"Why are you even a country!?", fragte Barney Stinson einst rhetorisch, und er hat nicht ganz unrecht. Nun hat die Welle tödlicher Viren (nein, ich spreche nicht von der Schweinegrippe) auch Kanada, oder genauer gesagt, Ontario erreicht. Dort ist seit dem Ausbruch eines Virus nämlich buchstäblich die Hölle los, zumindest in Bruce McDonalds Film Pontypool (benannt nach einer kanadischen Kleinstadt, die es wirklich gibt). Der Trailer (MOV, gute Qualität) lässt durchaus Spannung aufkommen, verrät nicht allzu viel und vielleicht macht der Gedanke ans langweilige Kanada das Ganze gerade deshalb so interessant. Die (kanadischen) Jungs von FilmJunk waren jedenfalls ziemlich angetan vom Film …


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Als die Welt noch in Ordnung war … "77' Trailer


Wenn die Weinsteins so weiter machen und sich mit der Veröffentlichung von Fanboys noch länger Zeit lassen, dann wird das 'Konkurrenzprodukt' '77 von Patrick Read Johnson, das sich ebenfalls um den Mythos Star Wars dreht, noch zu erst erscheinen. Der erste Trailer zum Film (FLV, mäßige Qualität) zeigt jedenfalls, dass '77 eine doch gänzlich andere Richtung als der Film der Weinsteins einschlagen wird. Vielmehr scheint es ein Coming-of-Age-Film mit dramatischen Elementen zu sein, in dem der Humor dennoch nicht zu kurz zu kommen scheint.

(Via FirstShowing.net)


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'Enter the Void': Teaser Trailer zu Gaspar Noés Neuem


Kaum sind die Filmfestspiele von Cannes zu Ende und die Gewinner bekannt, taucht auch schon der erste Teaser zu Gaspar Noés Enter the Void auf (FLV, sehr mäßige Qualität). Teaser, wenn man es überhaupt so nennen kann, denn außer einem kurzen still ist nichts zu sehen … Noés Neuer dreht sich um ein Geschwisterpaar, das sich in Tokio mit nicht gerade tollen Jobs verdingt, um Tod, den menschlichen Geist und eine Reise durch die Vergangenheit, das Jetzt und die Zukunft. Klingt (auch auf musikalischer Ebene) etwas unkonventionell – und ja, auch etwas prätentiös -, sprich ganz nach Noé. Ein deutscher Kinostart steht noch in den Sternen.

(Via Twitch)


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Die Gewinner der 62. Filmfestspiele von Cannes


Ich muss gestehen, dass ich Cannes dieses Jahr nicht allzu stark verfolgt habe. Hier und da habe ich mal im Feuilleton gelesen, ja – allen voran zum 'Problemkind' Antichrist -, aber das war's dann auch (zudem ist mein DSL viel zu langsam, um etwaige Livestreams zu verfolgen). Von Triers Film ist dann auch jener Film, dem ich mit der wohl größten Vorfreude entgegen sehe – abgesehen natürlich von Tarantinos Inglourious Basterds (erste Stimmen) und Gaspar Noés Enter the Void (erste Stimmen). Nun ist also der Hauptgewinner diesen Jahres Michael Haneke, eine wohl mindestens ebenso ambivalente Figur wie von Trier. Mit Das weiße Band (erste Stimmen) gewinnt er die Goldene Palme und macht – zusammen mit Christoph Waltz, der als bester Männlicher Darsteller ausgezeichnet wurde – Österreich damit alle Ehren (nein, nicht Deutschland, wie Duzzy richtig anmerkte).

Seinen Gegenpart, den Preis für die beste Weibliche Darstellerin, gewann in diesem Jahr Charlotte Gainsbourg für ihre Rolle in Antichrist. Nicht weniger als Waltz' Preis freut mich der Preis der Jury für Thirst von Park Chan-wook (erste Stimmen), bei dem ebenfalls recht große Vorfreude herrscht. Die restlichen Gewinner finden sich hier, eine Auswahl der deutschen Starttermine der 'größten' Cannes-Filme findet sich hier. Schade übrigens, dass die Berichterstattung im Fernsehen dieses Jahr so gut wie gar nicht vorhanden war.


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'The Boys: The Sherman Brothers' Story' Doku Trailer


Ich muss zugeben, dass ich nicht der allergrößte Fan der Filme aus der Schmiede Disneys bin – bis auf The Lion King natürlich, der einen ganz besonderen Platz einnimmt. Was die Filme auszeichnet sind zweifelsohne ihre Songs, die jedem im Gedächtnis bleiben, der sie ein Mal gehört hat. Die meisten stammen aus der Feder Richard und Robert Shermans, deren Lebenswerk nun eine Dokumentation spendiert bekommt, The Boys: The Sherman Brothers' Story, und in deren Trailer (480p/720p/1080p) viele große Regisseure und Wegbegleiter (und natürlich auch sie selbst) zu Wort kommen.


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