Kinostarts vom 30.07.2009


Die letzte Woche des Monats Juli wartet doch mit dem einen oder anderen Schmankerl auf. Zum einen wäre da Fanboys, der es ja doch endlich noch in unsere Kinos geschafft hat. Zum andere The Good, the Bad, the Weird (좋은 놈, 나쁜 놈, 이상한 놈), den man wohl auch erstmal in einem Kino finden muss. Hier alle Starts im Überblick.

Adventureland (Greg Mottola, USA 2009)

Fanboys (Kyle Newman, USA 2008)

The Good, the Bad, the Weird (Ji-woon Kim, ROK 2008)

Je l'aimais (Zabou Breitman, F/I/BEL 2009)

Parlez-moi de la pluie (Agnès Jaoui, F 2008)

Mitte Ende August (Sebastian Schipper, D 2009)

The Proposal (Anne Fletcher, USA 2009)

With Gilbert & George (Julian Cole, UK 2008)


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Wenn man nur einen Tag hat: 'Only' Trailer


Der Trailer zu Simon Reynolds und Ingrid Veningers Only (MOV, gute Qualität) sieht aus, als hätte man den Plot von Let the Right One In um den Blutsauger erleichtert und den Fokus nur auf die Coming-of-Age-Geschichte gelegt. Das ist in erster Linie natürlich eine feine Sache, auch wenn mir das Ganze wieder mal zu sehr auf Pathos getrimmt ist – man nehme einfach zwei Heranwachsende, lasse sie Interesse aneinander finden und eine gewisse Zeit miteinander verbringen, fertig ist das von den Kritikern hochgelobte Arthousefilmchen. Ich hoffe, dass ich mich täusche, aber irgendwie merke ich in letzter Zeit zunehmend, wie kalkuliert das alles doch ist beziehungsweise sein kann …


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Mann unter Feuer & die Apokalypse: 'The Book of Eli' Trailer


Endlich! Endlich spielt Denzel Washington wieder ein badass, was er ja auch sehr gut kann, wie er in Man on Fire bereits eindrucksvoll zeigte. Der erste Trailer zu The Book of Eli (480p/720p/1080p) sieht mir zudem nach einer Mischung aus ebenjenem Film und der derzeit beliebten Apokalypse-Thematik aus. Washington beschützt das Buch 'Eli', das die Menschheit angeblich retten soll und ist dabei auch bereit über Leichen zu gehen. Doch, das könnte ein feiner Film werden. Deutscher Kinostart ist jedoch erst am 25.02.2010.


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Dr. Boll wird wieder emotional: 'Darfur' Promo Trailer


Ich meine mich zu erinnern, dass der Herr Doktor in einem seiner Interviews verkündete, dass er Filme wie Black Hawk Down und sonstigen Hollywoodkriegsschmalz "scheiße" finde. Umso erstaunlicher also, dass er sich jetzt gerade einem solchen Stoff in Darfur annimmt, dessen Promotrailer (mäßige Qualität) nicht nur knappe neun Minuten geht, sondern auch auf massig Pathos setzt und das Ganze mit Hans Zimmers Musik aus Tears of the Sun untermalt. Klingt ein wenig heuchlerisch, oder? Dieser Eindruck erhärtet sich nur weiter, schaut man einmal, was Dr. Boll sonst noch so in der filmischen Planung hat. Sein Film über den Siegburger Foltermord, Stoic, beispielsweise, der sich auch in Richtung menschliche Abgründe hangelt.

Im Film selbst gerät – wie der Trailer großzügig verrät – eine Gruppe amerikanischer (klar, wer auch sonst hat es nötig) Journalisten inmitten der Gräuel, die im Sudan an der Tagesordnung sind. Entweder helfen sie den Menschen oder sie kehren wieder um. Es dürfte klar sein, für was sie sich entscheiden … Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich den Dr. schätze, aber ich bin mir in jüngster Zeit wirklich nicht mehr sicher, wohin das alles führen soll. Beide genannten Filme sehen jedenfalls mehr nach 'Tabubruch' als nach intelligentem, dem Thema angemessenen, Kino aus.


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Kinostarts vom 23.07.2009


Ich tue jetzt einfach mal wieder so, als würde ich es ganz toll finden, dass mein OV-Kino The Hangover zeigt, ich aber in Wahrheit meinen Hintern wohl wieder nicht dort hin bekommen werde. Ach, und die Doku zu Keith Haring klingt auch sehr interessant … Anyway, hier die Starts der Woche im Überblick.

Che: Part Two (Steven Soderbergh, E/F/USA 2008)

The Edge of Love (John Maybury, UK 2008)

The Hangover (Todd Phillips, USA/D 2009)

The Universe of Keith Haring (Christina Clausen, I/F 2008)

Sztuczki (Andrzej Jakimowski, PL 2007)

Luck by Chance (Zoya Akhtar, IND 2009)

Mullewapp – Das große Kinoabenteuer … (Tony Loeser et al., D/I/F 2009)

Salami Aleikum (Ali Samadi Ahadi, D 2009)


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Equilibrium verlost 2x je eine Blu-ray zu 'The Spirit'


Es ist so weit, ich lasse die Katze aus dem Sack: Ich verlose zur Veröffentlichung von Frank Millers The Spirit auf DVD und Blu-ray 2x je eine Blu-ray zum Film. Was Ihr dafür tun müsst? Es ist eigentlich ganz einfach: hinterlasst bis zum 31.07. einfach einen Kommentar, in dem Ihr Euer Lieblingscomic von Frank Miller nennt und kurz begründet, warum gerade dieses Comic Euch so zusagt. Die Gewinner werde ich dann Anfang August bekannt geben. Vielen Dank an Greenroom und Sony Pictures Home Entertainment, die mir die Preise freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben (und an Tilo Hensel für das Bearbeiten des Bildes).


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Nur noch wenige Tage …

… dann gibt es hier etwas zu gewinnen …


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Kinostarts vom 16.07.2009


Sehr schön, diese Woche kann ich getrost 'überspringen', denn auch wenn ich des Wetter wegens ein kühles Kino gerne aufsuchen würde, so bieten zumindest die heutigen Kinostarts keinerlei Anlass dazu. Hier alle im Überblick.

Le code a changé (Danièle Thompson, F 2009)

BirdWatchers -La terra degli uomini rossi (Marco Bechis, I/BRA 2008)

Harry Potter and the Half-Blood Prince (David Yates, UK/USA 2009)

Killshot (John Madden, USA 2008)

Umdeinleben (Gesine Danckwart, D 2009)


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Helden begrüßen Helden: 'The Way We Get By' Trailer


Es gab so einige neue Trailer zu Dokus in der letzten Zeit, aber keine hat mich wirklich gereizt oder besser gesagt dazu gebracht, den Trailer hier offiziell zu posten. Anders ist das beim Trailer zu The Way We Get By (MOV, gute Qualität), der nicht nur ziemlich emotional ist, sondern auch einmal mehr ein schönes Thema anspricht. Drei Rentner, die einen Weltrekord damit aufgestellt haben, dass sie schon fast eine Millionen US-Truppen am kleinen Flughafen von Maine empfangen haben. Egal welche Tageszeit, einer von ihnen ist immer da um die Heimkehrer gebührenhaft zu empfangen und ihnen für ihre Dienste zu danken.

Die Kritiker scheinen die Doku schon jetzt zu lieben, das zeigen nicht nur die eingeblendeten Zitate im Trailer, sondern auch ein Blick auf Rotten Tomatoes. The Way We Get By lief immerhin auch schon auf zahlreichen Festivals, unter anderem auf dem SXSW, wo sie den 'Special Jury Award' gewann. Leider steht noch kein Starttermin in Aussicht (geschweige denn in Deutschland), aber mit Brothers at War ist das sicherlich einer der Filme/Dokus, auf die ich mich dieses Jahr (noch) am meisten freue.


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Tony Scott und die Finanzkrise: 'The Taking of Pelham 1 2 3'


Manchmal hat man das Gefühl, dass sich Tony Scott und Michael Bay nichts schenken. Zumindest wenn es um die Optik geht. Wer da nun zu erst schnelle Schnittgewitter, 360-Grad-Schwenks und Helikopter zusammenführte sei dahingestellt. Tony Scotts Remake des gleichnamigen 70s-Thrillers beginnt dann auch mit dem erwarteten Schnittgewitter, gemäß der Tatsache, dass in der New Yorker U-Bahn niemals Stillstand herrscht und es hektisch zugeht, legt er gleich den Grundstein für den Plot. Und auch wenn es im Vergleich zu seinen letzten Filmen – allen voran Untertiteltechnisch – deutlich zahmer zur Sache geht, so lässt er doch keine optische Spielerei aus: von massiven Farbfilter bis hin zu Freeze Frames (und einer Google Earth ähnlichen Sequenz), und das alles in nur wenigen Minuten, so dass den ersten schon wieder schwindelig werden dürfte. Den Rest des Filmes bleibt es dann deutlich ruhiger, zumindest bis es an den Geldtransport geht, der eine unglaubliche Dynamik hat, auch wenn der Verlauf des Ganzen auch ohne Kenntnis des Originals schnell deutlich wird. Bevor dann auch die ersten Helis in der Luft sind, beschränkt sich Scott meist auf die Kameraschwenks um seine beiden Protagonisten. Kaum eine ruhige Einstellung bekommt man während des Kammerspieles – es beschränkt sich lange Zeit auf nur zwei Handlungsorte – spendiert, stets ist alles in Bewegung.

Ganz im Gegensatz zur Pelham 123. Dieses Duell zwischen Washington und Travolta funktioniert dann auch überraschend gut, entbehrt auch einer gewissen Spannung nicht, nur verkommt Travolta relativ schnell zur Witzfigur, wenn er Worte wie motherfucker inflationär häufig gebraucht, dazu mit einer Mimik 'glänzt', die an den Nic Cage der letzten Jahre erinnern. Auch die Sache mit der modernen Technik (wir erinnern uns, im Original gab es noch kein WLAN oder Mobilfunk) wird mehr schlecht als recht gelöst, so dass es nicht ganz passen will, wenn sich Scott an großen Monitoren und allerlei anderem Technikgedöns ergötzt. The Taking of Pelham 1 2 3 wäre gerne eine große Abrechnung mit den Profiteuren der Finanzkrise (die Sozialkritik gerät hier aber schnell an ihre Grenzen), unterscheidet sich gerade deswegen auch in großen Teilen vom Original (was nicht schlecht ist, im Gegenteil), stellt sich aber immer wieder selber ein Bein. Für einen spannenden Thriller mit schönem setting reicht das aber allemal. Und mindestens einen Pluspunkt für Maria Bartiromo (yummy!), die das Finanzgeschehen kommentieren darf. (7.5/10)


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