Kinostarts vom 17.12.2009


Keine allzu große Woche in Hinsicht auf die Quantität der Starts, aber das verwundert ob der zwei großen Filme der Woche ja auch nicht. Deswegen machen wir's auch recht kurz: den neuen Cameron und den neuen Jonze kann man sich wirklich anschauen. Der neue Guy Maddin würde mich auch interessieren, auch wenn ich noch nichts von ihm gesehen habe, so habe ich doch viel Gutes gehört. Hier alle Starts im Überblick.

Avatar (James Cameron, USA 2009) – Review -

Brand Upon the Brain! (Guy Maddin, USA/CND 2006)

Lila, Lila (Alain Gsponer, D 2009)

Séraphine (Martin Provost, F/BEL 2008)

Where the Wild Things Are (Spike Jonze, USA 2009) – Review -


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'Avatar' in Deutschland vorerst nicht in 3D?


Heute starten in ganz Deutschland die Vorpremieren zu James Camerons Avatar. Der Film, der das 3D-Kino revolutionieren sollte, stößt aber bereits jetzt schon auf technische Probleme, denn in vielen Kinos in Deutschland Update: ganz Europa soll es anscheinend Probleme mit dem Key geben, der die Projektoren versorgt und freischaltet (ich weiß nicht genau, wie das technisch alles funktioniert, aber es hängt jedenfalls mit einem Key zusammen) Update: hier die genauen technischen Infos. In Foren ist bereits die erste Panik losgebrochen, denn wenn sich dieses Problem wirklich flächendeckend bestätigen sollte, dann ist das alles andere als ein Traumstart für Avatar und hochpeinlich dazu. Das Problem könnte jedoch bis morgen bereits gelöst sein. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wenn es etwas Neues gibt.

Update, 21.40 Uhr: Die Märkische Oderzeitung hat nähere Infos zum Fehlstart (Dank an @tfunke). Und auch Filmstarts.de hat eine Meldung raus.

Update, 17.12.: heise online hat die Stellungnahme von 20th Century Fox.


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James Camerons 'Avatar' – 3D Kino 2.0


Im Gegensatz zur Literatur hat das Medium Film einen großen Vorteil: es verfügt über weitere Ebenen, allen voran die audiovisuelle Ebene. Die schlechteste Geschichte kann so dennoch von hervorragenden Bildern getragen werden, technisch total vereinnahmen. Exakt so verhält es sich beim vermeintlichen Film des Jahres, Camerons Avatar, der bereits im Vorfeld für eine Revolution des Mediums sorgen sollte – zumindest laut Cameron selbst und vielen Technikfreaks, die in der Stereoskopie ohnehin die Zukunft des Kinos und seiner Theater sehen. Und in der Tat, die neue alte Technik kann bisweilen von großem Vorteil für das Medium sein, würde es nicht immer und immer wieder ins Gimmickhafte verfallen. 2009 starteten so viele 3D-Filme wie noch in keinem Jahr zuvor. Es ist wie mit allem im Leben, entweder man mag die Technik und verfällt ihr voll und ganz oder man reduziert sie auf reine Effekthascherei, die dem Film an sich keinen Mehrwert verleiht.

Sicherlich gilt es auch hier zu differenzieren, denn es gab durchaus Filme, die die Technik geschickt für sich nutzten, allen voran Coraline, der unglaublich fantasievolle Welten schaffte, die den Rezipienten emotional dadurch deutlich mehr einbinden als beispielsweise in 2D (es sei hier nur auf den wundervoll gestalteten Tunnel verwiesen, der den Effekt hervorragend für sich nutzt). Fantasievolle Welten sind wohl auch die richtigen Schlüsselwörter für Avatar. Der Planet Pandora ist nicht nur unglaublich liebevoll gestaltet in all seinem Produktionsdesign, sondern erhält durch die Plastizität zudem eine Tiefe, die ihn nur allzu real erscheinen lässt. Alle Wesen, die hier wüten, scheinen einem irgendwie bekannt vorzukommen, das eine erinnert an einen Dinosaurier, wohingegen ein anderes einem Glühwürmchen gleichkommt. Das Creature-Design Camerons ist eine der größten Stärken des Filmes, denn auch in 2D würden die Schöpfungen alles in den Boden stampfen, was man hier bisher gesehen hat, allen voran jene Wesen aus George Lucas' Feder.

Cameron lässt sich bisweilen viel Zeit für seine Kreaturen, was natürlich nicht immer von Vorteil ist, bedenkt man die große Laufzeit des Filmes. Anfangs wird man noch in Bann gezogen von alledem, was da auf der Leinwand vor sich geht, aber auch dies lässt relativ schnell nach. Es ist die Geschichte, die uns Cameron erzählen will. Irgendwo zwischen amerikanischen Urweinwohnen versus weißer Mann, Vietnamkrieg und den Kriegen in Afghanistan und im Irak anzusiedeln, macht sie deutlich, dass Pfeil und Bogen und die Verbindung zur Umgebung und zum Land – und hier sind natürlich Erde und Dreck gemeint, nicht die politische Form Land – noch immer die stärksten Waffen sind. Da muss dann auch die mächtigste Militärmaschinerie kapitulieren, denn gegen Mutter Natur kommt man nicht an, erst recht nicht, wenn sie über ganz eigene Kräfte verfügt wie die Naturgöttin Eywa. Das klingt reichlich plump und nach einer der beliebtesten Allegorien auf die vermeintlich machthungrige und imperialistische USA.

So wundert es dann auch keinen, dass das Militär und kapitalistische Unternehmer die wahren Schurken auf dieser Welt sind, das macht Avatar auch in seiner Rhetorik nur allzu deutlich ("We will answer terror with terror!"). Sogar an 9/11 erinnert uns Cameron, an das Einstürzen des Herzens einer ganzen Nation. Er verschiebt die Opfer- und Täterrollen einfach, und schon sollen wir uns Gedanken darüber machen, wie falsch das alles doch ist. Dieses Pathos ist eigentlich ebenjenen Filmen inhärent, die ebenfalls in schwarz und weiß denken, lediglich mit einer anderen Ideologie. Nicht aber bei Cameron, denn hier triefen Pathos und Kitsch nur so von der Leinwand. Avatar verbindet dieses nicht nur mit einer flachen Ökologiekritik – Al Gore wird diesen Film lieben -, sondern gibt auch der Esoterik Einzug ins Geschehen. Unterstützt wird das Ganze schließlich von einem Score, der das Ethnogehabe lautstark untermalt (und erinnert dabei stark an Brüder im Geiste wie Black Hawk Down oder Tears of the Sun), auch wenn James Horner hier eine wirklich gute Filmmusik gelungen ist. Irgendwann gestaltet sich diese Mischung aber nicht nur unglaublich zäh, sondern fängt langsam aber sicher ob ihrer Plumpheit an zu nerven.

Auf der anderen Seite hingegen steht aber das Technische, die Effektschau, die Cameron in jeder Sekunde zelebriert und die in der Tat das derzeit technisch Mögliche verkörpert. Was am heimischen PC noch nach einem Videospiel aussah, ist hier vollkommen ausgereift und begeistert schlichtweg. Bei einem geschätzten Budget von 700 Millionen US-Dollar aber auch kaum verwunderlich. Avatar ist durchaus ein Blender, denn die formale Perfektion, die von Cameron auch zu erwarten war, muss leider sukzessive der inhaltlichen Ebene weichen, die gegen Ende hin lediglich in der großen Schlacht, auf die man jedoch deutlich zu lange warten muss, noch einen kleinen Höhepunkt findet. Am Ende bleibt eine technische Machtdemonstration, die leider viel zu viel Potential auf anderen Ebenen verspielt. Auch wenn Cameron viele Karten verspielt hat, so hat er sich doch eindrucksvoll zurückgemeldet und drängt sich einmal mehr als technischer Meister des Mediums auf. Mit Avatar ist 3D im Medium Film und damit auch beim Massenpublikum endgültig angekommen, allein dafür muss man Cameron Tribut zollen. (7.5/10)


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Russell Crowe meets Ridley Scott meets 'Robin Hood' Trailer


Ich weiß gar nicht, wie viele Verfilmungen der Geschichte um Robin Hood es bereits gibt. Egal ob Comedy oder Actiondrama, die Figur dürfte mittlerweile jedem bekannt sein. Dennoch nimmt sich Ridley Scott des Stoffes erneut an, natürlich mit Russell Crowe in der Hauptrolle, liegt ja auch irgendwie nahe, oder? Der erste Trailer (480p/720p/1080p) sieht jedenfalls eher mäßig aus, bietet nichts, was man so nicht schonmal anderswo oder auch bei Scott selbst gesehen hat. Der Cast liest sich dennoch sehr gut. Die Musik stammt vom deutschen Marc Streitenfeld, einem weiteren Zimmer-Zögling, das macht doch Freude. Deutscher Kinostart ist am 13. Mai 2010.


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Neuer Trailer zum 'The Crazies' Remake


Zwar nicht ganz so atmosphärisch wie noch der erste Trailer, aber auch der zweite Trailer zum Remake von The Crazies (480p/720p/1080p) kann sich durchaus sehen lassen. Es wird etwas mehr auf Horror als auf die Geschichte selbst gelegt, leider fehlt Michael Andrews Song hier aber komplett. Der deutsche Kinostart wurde vom 08. auf den 22. April 2010 verlegt.


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Kinostarts vom 10.12.2009


Ganz klare Empfehlung diese Woche: Zombieland, das Erfrischendste, was das 'Zombiekino' seit langem hervorgebracht hat. Ausführlicher kann man das unten nachlesen. Ansonsten eine quantitativ große Woche, wenn auch ohne große Highlights, denn der neue Disney interessiert mich beispielsweise nicht die Bohne, dito The Soloist. Ninja Assassin hingegen, den ich bei der PV liegen ließ, könnte ich durchaus noch nachholen, so Männerabend-like … Hier alle Starts der Woche im Überblick.

Zwölf Meter ohne Kopf (Sven Taddicken, D 2009)

Adam (Max Mayer, USA 2009)

The Princess and the Frog (John Musker et al., USA 2009)

Liebeslied (Anne Høegh Krohn, D 2009)

Ninja Assassin (James McTeigue, USA/D 2009)

Appelsinpiken (Eva Dahr, NOR/D/E 2009)

The Soloist (Joe Wright, UK/USA/F 2009)

Unter Strom (Zoltan Paul, D 2009)

Zombieland (Ruben Fleischer, USA 2009) – Review -


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Das Ende naht: 'Waiting for Armageddon' Doku Trailer


Dass die Welt nicht mehr allzu lange macht, das wird wohl keiner bezweifeln. Klimawandel, Finanzkrise, Kriege. Die Doku Waiting for Armageddon geht der biblischen Prophezeiung der Offenbarung nach, analysiert, wie weit fortgeschritten diese schon ist und inwieweit die Kriege im Irak und in Afghanistan eine Rolle dabei spielen. Der Trailer (MP4, mäßige Qualität/YouTube) scheint dabei nicht unbedingt klarzumachen, inwieweit die Evangelikalen hier entblößt werden sollen oder die Doku sich dem Ganzen eher objektiv nähert. So oder so ein äußerst interessantes Thema. Kinostart in den USA ist am 08. Januar 2010.


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Kleine Videos ganz groß: König Pilsener Webfilm Award

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Spätestens seit YouTube sind kleine Webfilme in aller Munde. Warum? Nun, ein jeder ist nun in der Lage einen kurzen Film zu drehen und mit diesem ein großes Publikum zu erreichen, ohne dabei Unmengen von Geld zu investieren. Man schnappt sich einfach eine Kamera, filmt, nach was einem ist, lädt das Ganze hoch und fertig ist das 'Kunstwerk'. Natürlich sind reichlich Klicks vielen Anerkennung genug, aber man kann auch versuchen, seinen Film in den Wettbewerb zu schicken. So beispielsweise beim König Pilsener Webfilm Award, der seit 15. November unter dem Motto 'Große Momente für den kleinen Bildschirm' läuft. Es ist einer der ersten Preise und Awards, die speziell für Internetfilme vergeben werden. Schirmherr und zugleich Jurymitglied ist dabei kein Geringerer als Til Schweiger, der dem Gewinner am Vorabend der Verleihung der Goldenen Kamera den mit 10.000 EUR dotierten Preis überreicht. Dabei hat natürlich jeder, egal ob Handyfilmer oder Hobbyregisseur, die Möglichkeit teilzunehmen. Auf der Onlineplatform wird abgestimmt, die besten 25 Filme werden dann schließlich der Jury um den Vorsitzenden Til Schweiger vorgezeigt, die dann das endgültige Ergebnis beschließt.

In gerade mal bis zu drei Minuten sollte man seine Geschichte im Filmformat erzählen. Dabei sind der Kreativität und dem Enthusiasmus natürlich keinerlei Grenzen gesetzt. Auf der offiziellen Seite sind die kurzen Filme dann auch ganz einfach hochzuladen, anzusehen und auch zu bewerten. Das Ganze wird unter anderem auch von Partnern wie der Hörzu, der TV Digital und dem SAE Institut unterstützt, Partner, die sich im Mediengeschehen also auskennen. Und da wir gerade von Medien sprechen: auch die neuen Medien nutzt der König Pilsener Webfilm Award geschickt, informiert er über den Wettbewerb doch auch auf Facebook und Twitter. Einsendeschluss für Eure filmischen Kunstwerke ist der 15. Januar 2010, es ist also noch reichlich Zeit einen Webfilm auf die Beine zu stellen, ist Euch erst jetzt die Idee für ein interessantes Projekt gekommen. Das Mitmachen lohnt sich aber auch, wenn man den Preis von 10.000 EUR nicht gewinnt, denn es gibt auch noch jede Menge andere Gewinne. Akzeptiert werden übrigens nahezu alle gängigen Videoformate, so dass man nicht einmal groß Ahnung von Technik oder sonstigem Krams haben muss. In diesem Sinne: Film ab!


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X-Rated: Ausgabe 51 seit 28.11. am Kiosk!


Huch, habe ich hier ja ganz vergessen zu erwähnen: die neue Ausgabe der X-Rated, die erste nach dem Jubiläum zur 50. Ausgabe, ist seit vergangenem Samstag überall am Bahnhofskiosk, auf Börsen und online zu haben. Zum Titelthema hat es dieses Mal die äußerst gelungene Zombiekomödie Zombieland geschafft, die bereits im Vorfeld für viel Aufsehen sorgte. Natürlich darf auch Saw VI nicht fehlen, ebenso wenig aktuelle DVD- und Blu-ray-Reviews zu u.a. Drag Me to Hell und Sexykiller. Zudem findet sich auch ein 'Glückwunsch' an die FSK, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert. Der komplette Inhalt der Ausgabe findet sich wie immer auf der Homepage, wo es auch Infos zum Abo gibt.


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Kinostarts vom 03.12.2009


Haut mich wieder mal nicht gerade um, diese Kinowoche. Herrenkinder scheint eine interessante Doku zu sein, die würde mich noch am ehesten reizen, aber der Rest? Schweigers Sequel zu einem Film, den ich immer noch nicht gesehen habe und es wohl auch nie werde? Der sechste warschechte torture porn? Der neue von Allen, dessen Letzter schon extrem langweilig war? Do not want! Hier die Starts im Überblick.

Post Grad (Vicky Jenson, USA 2009)

Je te mangerais (Sophie Laloy, F 2009)

The Crimson Wing: Mystery of the Flamingos (Leander Ward et al., USA/UK 2008)

Herrenkinder (Eduard Erne et al., D/AT 2009)

Planet 51 (Jorge Blanco et al., E/UK/USA 2009)

Saw VI (Kevin Greutert, CND/USA/UK/AUS 2009)

Tulpan (Sergei Dvortsevoy, D/KAZ/PL/RUS/CH 2008)

Wenn Ärzte töten – Über Wahn und Ethik … (Hannes Karnick et al., D 2009)

Whatever Works (Woody Allen, USA/F 2009)

Zweiohrküken (Til Schweiger, D 2009)


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