Neuer Trailer zu 'The Expendables' mit Arnie und Bruce!


Nachdem der letzte Trailer zu Stallones The Expendables nunmehr schon fünf Monate zurückliegt, wurde es auch höchste Zeit für einen neuen Trailer (480p/720p/1080p). Der Cast, die Action, die Cameos … oh boy, das wird eine Granate allerersten Grades! Nuff said! Ach ja, die Synopsis liest sich übrigens auch gut (für die, die noch nicht wussten, um was es geht):

"A team of mercenaries head to South America on a mission to overthrow a dictator."


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Neuer Trailer zur 'Troll 2' Doku 'Best Worst Movie'


Über ein Jahr ist es her, dass ich den Trailer zu einer kleinen Fandoku namens Best Worst Movie gepostet hatte, die dem Phänomen Troll 2 auf den Grund geht und sowohl Macher als auch Fans zu Wort kommen lässt. Mittlerweile lief der Film auf einigen Festivals, Ende April kommt der Film in den USA in den wide release. Die Kritiker lieben ihn, angesichts des neuen Trailers (480p/720p/1080p) kein Wunder, denn die Mischung aus Huldigung, Fanfilm und Nerdgehabe sieht einfach fantastisch aus. Schade, dass es der Film nicht auf die Fantasy Filmfest Nights geschafft hat – dafür ist eine Doku dann aber wohl auch der falsche Film -, naja, vielleicht ja auf das Fantasy Filmfest im Sommer. Regulär wird es das Ganze wohl nicht im Kino zu sehen geben (dennoch: sag' niemals nie, Anvil! The Story of Anvil hat es immerhin auch noch geschafft), aber eine DVD dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Empfehlenswert ist übrigens auch die offizielle Seite … allein schon wegen des Designs.


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Teaser Trailer zu 'Scott Pilgrim vs. the World' in HD


Ich habe es bereits bei I ♥ electru.de gebloggt (bin dort ja gerade Gastblogger), aber der erste Teaser Trailer zu Edgar Wrights Scott Pilgrim vs. the World – den es jetzt auch in HD gibt (480p/720p/1080p) – haut mich nicht gerade um. Sieht mir alles irgendwie nach einem zu großen Nerdgeplänkel aus. Deutscher Start ist am 04. November.


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Kinostarts vom 25.03.2010


Die nachträgliche Oscarwoche könnte man diese Woche auch nennen, starten doch offiziell zwei weitere Gewinner des Oscar. Das wäre zum einen das auf wahren Begebenheiten basierende Drama The Blind Side und die Milieustudie Precious: Based on the Novel Push by Sapphire. Beide haben jedoch noch mehr gemeinsam als nur den Oscar, denn beide Filme wurden von der Kritik als latent rassistisch bezeichnet, was ich für The Blind Side bestätigen kann. Ein anderer Start dieser Woche, der mich etwas verwirrt zurückgelassen hat, ist Remember Me. Sicher, für weibliche Rob-Pattinson-Fans ist das der Film, an dem sie sich wieder mal die Augen ausweinen können – nur frage ich mich hingegen, was dieser Kitschoverkill eigentlich will? Nun denn, hier alle Starts der Woche im Überblick.

The Blind Side (John Lee Hancock, USA 2009) – Review -

Çok Filim Hareketler Bunlar (Ozan Aciktan, TÜR 2010)

How to Train Your Dragon (Dean DeBlois et al., USA 2010)

From Paris with Love (Pierre Morel, F 2010)

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen (Hajo Schomerus, D/CH 2010)

Precious: Based on the Novel Push by Sapphire (Lee Daniels, USA 2009)

Remember Me (Allen Coulter, USA 2010)

Schwerkraft (Maximilian Erlenwein, D 2009)

Die Tunisreise (Bruno Moll, CH 2007)

Zum dritten Pol (Jürgen Czwienk, D 2007)


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The WASP Woman: 'The Blind Side'


In einem amerikanischen Podcast wurde eine alte Dame zitiert, die an der Kinokasse stand und zum Kassierer meinte: "This movie is going to change our country." Die Rede ist von The Blind Side, jener Film, der Sandra Bullock den Oscar einbrachte und damit zumindest schon einmal ihr Leben veränderte. Bullock, die neben dem Oscar auch die Goldene Himbeere für die schlechteste Darstellerin (jedoch in einer anderen Rolle) gewann, zeigt eine gewisse Authentizität, war sie doch eine der wenigen, die auch diesen 'Schandpreis' persönlich abholten und sich dafür bedankten. Authentizität ist ohnehin etwas, das besonders Hollywood zu lieben scheint. Beschränkt sich der Hinweis, dass ein Film auf wahren Begebenheiten basiert meist auf Thriller und period pieces, so sind es hin und wieder auch die Biopics, die sich mit dieser Tatsache rühmen, auch wenn natürlich medienrelevante Aspekte wie die Dramaturgie bisweilen angepasst oder gar geändert werden müssen. Auch The Blind Side ist in gewisser Hinsicht ein Biopic, nicht nur eines einzelnen Menschen (hier eines Sportlers), sondern einer Frau und ihrer Familie. Und dennoch verzichtet der Film auf die anfängliche Texttafel, dass es sich bei dem nun gezeigten um wahre Begebenheiten handelt.

Dies markiert der Film nämlich, in dem er asynchron beginnt und Archivaufnahmen von Michael-Oher-Spielen zeigt, die das Ende des Filmes bereits vorwegnehmen und deutlich machen, welche Kraft vom Film und seiner Geschichte ausgehen soll. The Blind Side erzählt eine typisch amerikanische Geschichte, wie sie Hollywood immer wieder gern erzählt, wenn auch meist ohne realhistorischen Zusammenhang. Es ist einmal mehr die Geschichte eines Menschen, für den der American Dream wahr zu werden scheint: Michael Oher (Quinton Aaron), der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, wird eines Tages an einer christlich-konservativen Highschool vorgestellt, in der er aus Nächstenliebe einen Platz bekommt, denn seine intellektuellen Fähigkeiten sind seinen sportlichen deutlich hinterher. Leigh Anne Tuohy (Sandra Bullock) entdeckt den Jungen eines Nachts in der Kälte und offeriert ihm einen Schlafplatz im Haus ihrer Familie. Langsam bemerkt sie, wie sich nicht nur das Leben des Jungen ändert, sondern auch ihr eigenes. Natürlich klingt diese Prämisse reichlich kitschig, zumal Bullocks Figur den letzten Satz auch so von sich gibt, denn auf die Bemerkung einer Freundin, dass sie doch das ganze Leben dieses Jungen verändere meint sie nur: "No, he's changing mine." Dennoch ist The Blind Side selten kitschig, vielmehr bedient er sich stark bei Mechanismen des emotionalen Erzählens.

Die offensichtlichste Strategie ist hierbei sicherlich die Geschichte an sich. Nach gewissen Szenerien tendiert man durchaus dazu, sich zu fragen, warum man hier eigentlich so dich aufträgt. Spätestens nach dem gesamten Film wird aber deutlich, dass man es eigentlich kaum glauben könnte, würde es sich nicht um Tatsachen handeln. Diese Authentizität läuft dem Kitsch dann auch etwas entgegen, so dass man doch ständig gewillt ist, sich einmal mehr ins Gewissen zu rufen, dass das alles ja schließlich tatsächlich (mal mehr, wie man der Trivia entnehmen kann, mal weniger) so passiert ist. Dies ändert jedoch nichts daran, dass der Film viele Aspekte weiter verstärkt. So regnet es beispielsweise stark, als Leigh Anne Michael das erste Mal begegnet, eine beliebte Strategie, um die emotionale Wirkung zu verstärken. Es sind vor allem aber die Dialoge, die ihre volle Wirkung hier offenbaren, denn immer wieder wird mit familiären Themen gespielt, immer wieder beruft sich Leigh Anne darauf, dass Michael auf seine Familie aufpassen müsse (und hiermit ist nicht nur Familie Tuohy gemeint, sondern alle Mitglieder der christlich-konservativen Community), wie auch diese auf ihn aufpasse. Bullock kann hier aber auch besonders durch ihr zugegeben wirklich eindingliches Spiel überzeugen, denn man nimmt ihr diese durchgestylte WASP-Frau, die auch vor größeren Hindernissen nicht zurückschreckt, doch ab.

John Lee Hancock macht zu keinem Zeitpunkt einen Hehl daraus, dass es sich bei The Blind Side um einen kalkulierten Film voller Pathos handelt. Im Gegenteil, manchmal wirkt es fast schon etwas selbstreflexiv, wenn beispielsweise Kathy Bates' Nachhilfelehrerin der Familie offenbart, dass sie aber Demokratin sei. An einer anderen Stelle im Film will sich Leigh Anne beschweren, da sie in einer Behörde so lange warten muss. Auf die Frage, wer den Laden hier zu verantworten hätte, schwenkt die Kamera auf ein großes Porträt von George W. Bush – ein deutliches, fast schon wie ein comic relief anmutendes, Statement. Ebenfalls offensichtlich wird dies in Leigh Annes Mittagsrunde, die aus Frauen mittleren Alters besteht, deren optisches Erscheinungsbild klischeehafter kaum besetzt sein könnte. Hier fällt Leigh Anne spätestens nach Aufnahme Michaels etwas aus der Reihe, denn auch wenn sie sich optisch weiterhin nahtlos einfügt, so ist es doch ihr Verhalten, in dem sie sich unterscheidet, und welches sie auch vor ihren Freundinnen nicht weiter rechtfertigt. Es sind diese kleinen Momente, in denen man The Blind Side sogar für eine subtile Satire halten könnte, würde das Pathos nicht so stark dominieren und vor allem wirken.

Es ist also nicht schwer, die Mechanismen zu durchschauen, mit denen Hancock arbeitet. Er versteht es hervorragend, solch ein emotionales Gefühlskino zu inszenieren, das am Ende eigentlich nur Freudentränen zulässt. Auch wenn es paradox klingen mag, so wirkt all das geballte Pathos, alle Affekterzeugung, mit dem The Blind Side nahezu auf den Zuschauer einschlägt, am Ende, auch wenn das Konstrukt leicht zu durchschauen ist. Entgegen läuft all diesem Kino der großen Gefühle eigentlich nur die Ideologie (die mit dem Pathos meist Hand in Hand geht), die in Ansätzen dann doch äußerst fragwürdig erscheint. Selbst wenn man das christlich-konservativ-republikanische Milieu außen vorlässt, so kommt The Blind Side doch etwas verlogen daher. Michael Oher wird nicht nur wegen seines Talents integriert, ja assimiliert, sondern auch, weil er Schwarz ist und somit in der Community nahezu einzigartig ist. Seine Brüder und Freunde, ja all die anderen Schwarzen in der Stadt, werden als talentlose Gangster und Schläger gezeichnet, ohne Perspektive, ohne etwas, das ihnen das gleiche Schicksal zuteil werden ließe wie Michael. Der Film versucht diese Tatsache auszuklammern, begibt sich nur einige wenige Male in dieses Viertel der Stadt. Es mag bisweilen fast schon an eine gewisse Kolonialmentalität erinnern, wenn hier suggeriert wird, dass man sich nicht selbst helfen könne, sondern auf die Hilfe des Weißen Mannes angewiesen sei.

Doch auch hier weiß sich der Film zu helfen, denn auch der Familie Tuohy wirft er kurz vor, das alles nur wegen des damit verbundenen Erfolges getan zu haben. Dieser kritische Moment wird aber schnell wieder zugunsten weiteren Pathos aufgegeben, stellt somit also vielmehr ein kurzes kritisches Moment vor dem Finale dar. Das entkräftet das Pathos kurzzeitig, so dass es seine Wirkung am Ende nur weiter verstärken kann. The Blind Side lässt den Zuschauer mit dem Abspann dann auch nicht etwa mit dessen Tränen allein, sondern illustriert diesen mit Originalfotos der Familie Tuohy, die vor allem die schönen Seiten des Erfolges von Michael Oher zeigen. Untermalt wird das alles schließlich von Five For Fighting mit ihrem Song 'Chances'. Und jeder, der von der Band schon einmal gehört hat, weiß, dass diese meist mit patriotischen Songs auf Truppen-CDs vertreten ist (der Song 'Brothers in Arms' des Frontmanns John Ondrasik war zuletzt Titelsong für die Irakdoku Brothers at War). Es ist nicht nur die Tatsache, dass sich der Text des Songs hervorragend auf den Film übertragen lässt, sondern er zeigt auch, dass Hancock wirklich nichts dem Zufall (chance) überlässt. Allein deshalb ist The Blind Side ein ganz außergewöhnlicher Film. (8/10)


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Trailer zu Robert Rodriguez' 'Predators'


Hui, das geht ja jetzt doch alles Schlag auf Schlag, denn der erste Trailer zu Nimród Antals Predators ist endlich da (FLV/MOV/WMV HD) und sieht ziemlich gut aus, auch wenn es im Prinzip nur das Material aus der Sneak Peek sauber zu einem Trailer zusammengeschnitten zu sehen gibt. Deutscher Kinostart ist am 08. Juli.


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Kinostarts vom 18.03.2010


Fangen wir vielleicht mit jenem Film an, von dem ich nur dringend abraten kann, nämlich Legion. Ja, das mag im Trailer vielleicht noch nach viel Actionspaß ausgesehen haben, ist in Wirklichkeit aber ein Rotz sondergleichen, an dem wirklich gar nichts stimmt (deswegen auch kein Review dazu, denn ich würde mich sonst nur noch mehr aufregen). Fast genau umgekehrt verhält es sich mit Tooth Fairy, in dessen Zielgruppe ich natürlich alles andere als falle, der mir aber doch das eine oder andere Schmunzeln ins Gesicht zauberte. The Rock ist herrlich selbst ironisch, und auch wenn das Ganze nicht von Disney direkt kommt, so trägt der Film dennoch eine deutliche Disney-Handschrift. Aber sei's drum, wer zielgruppengerechte Kinder/Neffen/Nichten/etc. hat, der kann sich beruhigt mit ins Kino schleppen. Hier alle Starts der Woche im Überblick.

Die 4. Revolution – Energy Autonomy (Carl A. Fechner, D 2010)

Everybod's Fine (Kirk Jones, USA/I 2009)

Tutta la vita davanti (Paolo Virzì, I 2008)

Green Zone (Paul Greengrass, F/USA/E/UK 2010) – Review -

Legion (Scott Stewart, USA 2010)

Mensch Kotschie (Norbert Baumgarten, D 2009)

Tanzträume – Jugendliche tanzen … (Anne Linsel, D 2010)

DeUsynlige (Erik Poppe, NOR/SWE/D 2008)

Tooth Fairy (Michael Lembeck, USA/CND 2010)


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'The Texas Chain Saw Massacre' 35th Anniversary Blu-ray


Gibt es einen Gewaltausbruch in unserer Gesellschaft, sei es ein Amoklauf oder ein Schüler, der seine Lehrerin auf offener Straße ersticht – man fragt sich stets nach dem Warum. Dieses Warum ist aber oftmals nur schleierhaft auszumachen, findet kaum rationale Gründe oder bleibt schlichtweg im Dunkel. Es muss aber ein Schuldiger her, und sei es nur für die Medien, denn solch eine Tat geschieht niemals ohne einen Grund. Warum sind Menschen immer und immer wieder zu solchen Taten in der Lage? Warum konnten die Taten nicht im Vornherein erkannt oder gar verhindert werden? Eines ist sicher: die menschliche Seele steckt bisweilen voller Abgründe, die sich zwar nur selten offenbaren, wenn sie sich aber offenbaren, dann auf signifikante Art und Weise. Tobe Hoopers The Texas Chain Saw Massacre geht diesem Phänomen, einem Amoklauf eines vermeintlich Irren, aber nicht auf den Grund, sondern macht es erfahrbar. Sein Film beginnt mit kurzen Bildern von Leichenteilen, die sich mit komplett schwarzen Frames abwechseln. Etwas Schreckliches wird suggeriert, etwas Widerwärtiges, das jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Erklärung findet. Hooper präsentiert im Verlauf des Filmes stattdessen nur noch mehr fragile Seelen, Rednecks, die im texanischen Hinterland ihr Unwesen treiben, teils degeneriert und mit einer unheimlichen Aura versehen.

Im Kontrast dazu stellt uns Hooper 'normale' Menschen zur Seite, Sally (Marilyn Burns) und ihren invaliden Bruder Frank (Paul A. Partain), die trotz ihres Hippieerscheinungsbildes eine jugendliche Unschuld ausstrahlen, die ihnen zum Verhängnis werden soll. Langsam geht Hooper sein Terrorkino an, liefert immer wieder einzelne Bilder, die die Unheimlichkeit des Ganzen heraufbeschwören, aber dennoch mehr suggestiv als explizit sind. Sei es das tote Gürteltier auf der Straße gleich zu Beginn oder der Knochenschmuck, der das Haus bereits von Außen morbide schmückt. Bei alledem zieht sich eine Statik durch Daniel Pearls Bilder, von der eine gewisse Schönheit ausgeht, kann die texanische Einöde doch zu Teilen durch ihre schöne Natur begeistern. Es gibt so gut wie keine schnellen Kameraschwenks oder hektischen Schnitte, es ist die Ruhe vor dem Sturm. Es dauert eine ganze Weile bis die mittlerweile zur Ikone gewordene Figur Leatherface (Gunnar Hansen) ihren ersten Auftritt hat und gleichzeitig ihr erstes Opfer auf den Metzgertisch legen darf. Den Hammer auf den Kopf oder das rohe Fleisch auf den Haken aufgespießt, schon ist der Spuck vorbei. Keine langen und blutigen Einstellungen von Qualen, wie sie heutzutage immer selbstzweckhafter Einzug ins Horrorkino finden. Vielleicht sind es ebenjene wenig explizite Bilder, die das wahre Grauen ausmachen, fordern sie doch buchstäblich unsere Imagination heraus. Selbst die Schreie von Pam (Teri McMinn) verhallen recht schnell, hat Leatherface sein Werk erst einmal vollendet.

Der menschliche Körper, reduziert auf das Fleisch, was sich allein in Pams Kleidung manifestiert, die nur spärlich vorhanden ist. Wenn sie sich in einer Szene dem Haus nähert, folgt Kameramann Pearl ihr langsam von hinten, so dass es den Anschein hat, als trage sie außer einer Hose keinerlei Kleidung. Es ist viel Fleisch zu sehen, Fleisch, das Erinnerungen an die Viehherde zu Beginn weckt, die auf engstem Raum im Verschlag ihr letztes Dasein fristet – wie die vier Jugendlichen, die im VW-Bus schwitzen und endlich raus wollen. Sobald sie einmal raus sind, bleibt ihnen jedoch nur noch der Weg ins Schlachthaus, ob sie wollen oder nicht. Sobald Sally und Leatherface jedoch auf den Beinen sind, so wechseln auch die statischen Bilder in schnelle Schwenks und schnellere Schnitte, eine Dynamik durchdringt den Film plötzlich, die so nicht abzusehen war und die in dieser Form einen großen Kontrast zum Bisherigen darstellt. War vorher die Totale eine beliebte Einstellung, so ist es jetzt das Close-Up, das beispielsweise auf Sallys weit aufgerissene Augen draufhält, die vor Angst fast schon zu platzen scheinen. Hooper macht den Horror und den Terror erfahrbar, knallt dem Zuschauer die ganze Angst dieser jungen Frau vor den Latz und wird dennoch selten physisch. Es ist die Nähe aber auch gleichzeitig die Distanz, diese Dichotomie, die diese unglaubliche Terrorwirkung entfaltet. Es sind diese Fratzen, keine Gesichter, die sich in die Augäpfel nicht nur Sallys brennen. Auch auf der tonalen Ebene ist dies bemerkbar. Egal ob das nahezu undefinierbare Geräusch zu Beginn oder das lautstarke Gelächter der Fratzen, Sallys Schreie übertrumpfen alles, so dass man sich irgendwann nur noch wünscht, dass doch bitte endlich alles vorbei ist und man diesen schlimmen Schreien nicht mehr ausgesetzt ist.

Doch Hooper kommt dieser Aufforderung nicht nach, im Gegenteil, es zieht keine Ruhe im Film ein, nicht einmal wenn Sally ihrem Angreifer in letzter Sekunde entkommen kann. Ihre Schreie werden lediglich vom Motor der Kettensäge übertrumpft, die noch einige Sekunden lang brummt, bevor ein harter Schnitt der gruselig-schönen Szenerie im Abendrot ein Ende setzt. Der Terror ist damit aber noch lange nicht vorbei. Besonders auf der Blu-ray kommt dies natürlich zur Geltung, die vor kräftigen Farben nur so strotzt und keinerlei Schmutz oder sonstiges Grain aufweist. Lediglich ein dezentes Hintergrundrauschen, das wohl der Digital Noise Reduction (DNR) zuzuschreiben ist, ist vernehmbar, aber wenn man bedenkt, dass es sich hier im Original um 16mm-Material handelt, dann bleibt einem fast schon die Spucke weg. Auch die Extras können restlos begeistern, denn erstmals ist alles deutsch untertitelt. Besonders empfehlenswert ist hierbei der Audiokommentar von Tobe Hooper, Gunnar Hansen und Daniel Pearl, denn er ist nicht nur äußerst informativ, sondern zeigt auch, welchen Spaß die Beteiligten beim Dreh hatten und wie gut sie noch heute miteinander können.

Tobe Hoopers The Texas Chain Saw Massacre ist endlich die Veröffentlichung zuteil geworden, die der Film verdient hat. Ein Meisterwerk und Meilenstein des Horrorkinos auf einer meisterlichen DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung, auf gerade einmal 5.000 Exemplare limitiert und nummeriert. Die DVD wird übrigens ausschließlich in Österreich von MPI veröffentlich (in Deutschland wird der Titel nicht erscheinen).


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Lars von Triers 'Antichrist' und was er dazu (nicht) zu sagen hat


Achtung, Spoiler!

Ich habe selten zuvor so auf einen Audiokommentar eines Regisseurs gewartet wie auf jenen zu Antichrist. Primär in der Hoffnung darauf, dass Lars von Trier zu seinem Film Stellung nimmt, sowohl was das den Plot und seine Metaebene betrifft, als auch das Technische (schließlich wurde Antichrist mit der RED gedreht). Lauscht man also dem Audiokommentar, so wird schnell deutlich, dass von Trier hier nicht allein über seinen Film spricht, sondern in einen Dialog mit dem Filmwissenschaftler und Kritiker Maurice Smith (University of Kent) tritt. Eine Form, die sich ebenso schnell als äußerst glücklich gewählt herausstellen soll. Von Trier macht nämlich schnell deutlich, dass er von Technik so gut wie keine Ahnung hat, was er gegenüber Smith auch immer wieder betont. Zwar geht er auf einige spezielle Sachen, wie die Verzerrung der Bilder, in denen Charlotte Gainsbourgs Figur Visionen hat, ein, aber er weißt gleich darauf hin, dass er dies doch seinem DP Anthony Dod Mantle zu verdanken habe. Dennoch gibt er deutlich zu verstehen, dass viele Szenen alles andere als leicht zu drehen waren, allen voran jene Szenen mit den Tieren.

Lässt er in Hinsicht auf die technischen Herausforderungen noch einiges nach Außen dringen, so verhält er sich hinsichtlich des Plots fast schon konträr. Von Trier wiederholt ständig, in welcher Phase er den Film doch gemacht habe, und dass er vieles selbst erlebt habe (Träume, die im Wald spielen, Träume mit Tieren). Genau hier macht sich Smith dann auch bezahlt, denn er versucht immerhin so viel wie möglich aus von Trier herauszukitzeln, der das Ganze aber oftmals auch mit einem einfachen "I don't know" beantwortet. Es ist ja völlig in Ordnung, wenn ein Filmemacher sich eigener Interpretationen seiner Werke verweigert – er ist ja nicht der Einzige -, aber von Trier hinterlässt vielmehr den Eindruck, als habe er wirklich keine plausible Erklärung für dieses und jenes. All die Szenen, die für großes Aufsehen sorgten, will von Trier beispielsweise als Humor verstanden haben, sei es nun der sprechende Fuchs oder die berühmte Scherenszene. Keine Rede von Misogynie, Freud oder sonstigen Versuchen einer interpretatorischen Herangehensweise.

Von Trier weist ferner darauf hin, dass er Ähnliches auf schamanischen Reisen erlebt hätte, sei es nun die Therapie, mit der Dafoe versucht seine Frau zu heilen oder das Versinken von Gainsbourg im Grün des Waldes. Die Tiere seien ein Symbol für das Leben und den Tod, erwidert Smith, denn das Reh vereine mit dem toten Fötus (von Trier weist darauf hin, dass man einen echten Fötus benutzt hätte, den man dem Reh dann an das Hinterteil geschnallt hat und das Geschirr schließlich digital entfernt) die Balance zwischen Leben und Tod. Gleiches gilt für den Fuchs und die Krähe, die ebenfalls halb lebendig, halb tot sind. Statt darauf jedoch weiter einzugehen, leitet von Trier auf die Geräuschkulisse hin und gibt zu verstehen, dass es sich bei vielen der Töne um einen so genannten polish sound handle, der natürlich hergestellt wurde. So wird dann auch auf die verschiedenen optischen Stile des Filmes eingegangen. Die Eröffnungssequenz in Slow-Motion nennt von Trier 'monumental', den restlichen, an einen Dokumentarstil erinnernden nennt er den 'rauen Stil', der ihm aber letztlich nicht rau genug war.

Leider geht von Trier auch nicht großartig auf die Arbeit seiner beiden Darsteller ein, lässt nur das übliche Lob an die Oberfläche geraten, verliert aber kein Wort darüber, wie hart es für die Darsteller wohl war, in solch eine Rolle zu schlüpfen, die vor allem auf physischer Seite so viel abverlangt. Stattdessen weist er Smith darauf hin, dass er ihn kurz unterbrechen müsse, da sie beide doch eine der interessantesten Masturbationsszenen der Filmgeschichte genießen müssten (von denen es ja ohnehin nicht viele gäbe). Das zeigt einerseits, dass von Trier vielleicht über einen wirklich sehr ambivalenten Humor verfügt, andererseits zeigt es aber auch, dass er die ganze Chose mit seinen Depressionen geschickt für den Film und dessen Rezeption genutzt haben könnte (und diese Rolle im Audiokommentar dann fortführt). Etwas, über das von Trier hingegen gerne zu sprechen scheint, ist seine Vorliebe für Tarkowski. Fast in jeder Szene von Antichrist erläutert er, wie er sich hier von Tarkowski inspirieren hat lassen und wie er ihm dadurch hommagiert. Die Widmung seines Filmes ist dabei nur das offensichtlichste Beispiel.

Dachte ich nach der Erstsichtung noch, dass es sich bei Antichrist um einen der prätentiösesten und selbstgefälligsten Film der letzten Jahre handelt, so machte die Zweitsichtung (in digital) deutlich, dass es sich bei von Triers Film um einen der interessantesten der letzten Jahre handelt. Allen voran technisch kann von Triers Arbeit überzeugen und faszinieren – die Verweise im Audiokommentar unterstreichen diese Sichtweise dabei nur weiter. Vielleicht ist es gerade auch aus diesem Grund von Vorteil, dass von Trier einer Interpretation des Ganzen nicht vorgreift, so dass diese Faszination des Ungewissen, die von Antichrist ausgeht, nicht plötzlich in Gewissheit umschlägt (was ohnehin nur zu Teilen funktionieren würde, denn die Lesart des Autors muss ja nicht kongruent mit der des Rezipienten sein). Auch wenn der Begriff reichlich abgedroschen klingen mag, so scheint 'Meisterwerk' mir hier doch angebracht, und das gleich in vielerlei Hinsicht.

Die DVD, die von Ascot Elite am 18. März kommt, ist eine absolut würdige technische Umsetzung des Filmes. Das Bild lässt zwar zu jeder Zeit erkennen, dass es einen digitalen Ursprung hat, aber dies ist ja auch so beabsichtigt. Kontrast und Schärfe befinden sich auf hohem Niveau und auch der Ton, der auf Deutsch und Englisch jeweils in DD5.1 und DD2.0 vorliegt, kann überzeugen. Neben dem bereits erwähnten Audiokommentar gibt es auf einer zweiten Scheibe Interviews mit Dafoe und Gainsbourg, ein Making-Of, sowie ein Featurette zu den Special Effects, in dem unter anderem auf den Fuchs eingegangen wird. Eine äußerst gelungene Veröffentlichung.


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Japanischer Trailer zu Noés 'Enter the Void'


Vor noch nicht einmal einer Woche habe ich den Vorspann zu Gaspar Noés Enter the Void gepostet und um einen richtigen Trailer gebettelt, da ist er auch schon da. Zwar sieht man nicht allzu viel und die Einblendungen sind zudem auf Japanisch, aber besser als nichts. Kann's kaum erwarten!

(Via DVDnarr.com)


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