Eine neue Qualität der Bigotterie 2.0


"Das ist eine neue Qualität", zitiert der Artikel bei Spiegel Online einen Berliner Polizeisprecher zur gestrigen Attacke – anders kann man das nicht nennen – auf Polizeibeamte. Beamte, die lediglich dafür sorgen, dass der Bürger sein Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen kann (etwas, das Polizisten beispielsweise nur in einem begrenzten Rahmen haben), ohne, dass es zu größeren Ausschreitungen kommt. Keine Frage, dass Menschen, wahlberechtigte und mündige Bürger auf die Straße gehen, um gegen die Regierung zu demonstrieren, ist an und für sich sogar löblich. Diese Menschen nehmen die Demokratie, in der sie leben, wahr und partizipieren konkret am Gestaltungsprozess des Landes und seiner Politik. Wie man als erstes vielleicht vermuten mag, handelte es sich bei den Demonstranten laut Artikel aber nicht etwa um Anhänger des Schwarzen Blocks oder um sonstige Autonome, die für ihre 'raueren' Methoden ja durchaus bekannt sind, sondern um normale Demonstranten (wie Johannes (@jh_1980) mich wissen ließ, gab es auch in Stuttgart eine Demonstration mit Zwischenfall, die primär aus Linken, MLPD-Anhängern und DGBlern bestand), ganze 20.000.

Ein Großereignis, selbst für Berliner Verhältnisse, möchte ich mal meinen. Fast genau so schlimm wie die Tat an sich, ist aber die Tatsache, dass das Netz dazu schweigt. Benjamin bemerkt via Twitter (@CA_rotwang) – wo sich die Stürme der Entrüstung meist zuerst manifestieren – richtig: "Gewalt gegen Demonstranten: Entrüstung deluxe. Lebensbedrohliche Gewalt gegen Polizisten: Das Netz schweigt. Wie bigott ihr doch alle seid.." Schnell werden Erinnerungen an Heiligendamm oder jüngst den 1. Mai wach, bei denen es zu Polizeigewalt kam. Ein Video, das auf YouTube zu finden war und in dem ein Polizist einem auf dem Boden liegenden Demonstranten ins Gesicht tritt, bannte sich wie ein Lauffeuer seinen Weg durch die Blogs – noch nicht einmal durch die Politikblogs, sondern nahezu alle Blogs, die sich auch nur im Entferntesten mit der Gesellschaft beschäftigen. Sofort wurden die Verantwortlichen an den digitalen Pranger gestellt, schnell auch mal alle Polizisten, die dort Dienst schoben, über einen Kamm geschert.

Wo ist nach den gestrigen Ereignissen also die digitale Entrüstung geblieben, die wieder mal den Weg für die großen Leitmedien bereitet? Macht es tatsächlich einen Unterschied, ob ein Demonstrant oder ein Polizist – hier sprechen wir sogar von mehreren Polizeibeamten – das Opfer ist? Ich denke nicht. Und auch die Blogger mögen dies vielleicht keinem unterstellen, indirekt tun sie dies aber – durch ihr Schweigen. Kein Tweet, kein Blogbeitrag, kein Aufschrei. Warum aber? Liegt es vielleicht an einem Mangel an Visuellem? Während wir im Video der gestrigen Demonstration nur aus der Distanz eine Explosion wahrnehmen, die zwar zugebeben sehr laut ist, aber nicht gerade ein Close-Up der Opfer zeigt, sahen wir im berühmten Fuß-gegen-Kopf-Video buchstäblich die direkte Einwirkung. Nur: kann es wirklich daran liegen, leben wir doch in einer Zeit, in der wir in den Mittagsnachrichten bereits die Nachwirkungen einer Explosion durch einen Selbstmordattentäter sehen, nämlich Blutlachen, verstümmelte Körper und tiefe Löcher im Boden?

Fünf Polizisten wurden verletzt, zwei von ihnen mussten gar notoperiert werden – das erinnert nicht von ungefähr an die Schlachtfelder, die wir sonst eigentlich einige tausend Kilometer außerhalb deutscher Grenzen verorten. Und wenn wir schon bei einer Art Kriegsmetaphorik sind: haben es diese Männer wirklich verdient, so behandelt zu werden, obwohl sie nichts anderes tun als ihrem Land und damit auch dem Allgemeinwohl zu dienen? Sind es nicht gerade jene in Uniform, denen wir besonderen Respekt entgegenbringen sollten? Erst recht in einer Zeit, in der die Gewalt gegen Uniformierte sukzessive steigt? Nein, ich will dieses Männer (und Frauen) keinesfalls per se zu Helden stilisieren oder gar verklären, aber ein bisschen mehr Respekt und Anerkennung haben sie ja dann wohl doch verdient, oder? Zudem ist es sicherlich kein leichter Job bei solch tropischen Temperaturen, wie wir sie gerade haben, in voller Montur dafür zu sorgen, dass Mitbürger ihre Freiheit ausleben können. So pathetisch es auch klingen mag – und hier ist etwas Pathos sogar durchaus angebracht, wie ich finde -, aber das solltet Du Dir doch mal durch den Kopf gehen lassen, liebe Netzgemeinde.

Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, dass es rühmlicher ist, wenn man einem Einzelnen, der sich nicht unbedingt wehren kann, zu Hilfe kommt – und sei es nur in Form eines Kommentares wie diesem, aber muss man dennoch Unterschiede machen? Diese Verhaltensweise ist, wie Kollege Benjamin schon sagte, einfach nur bigott. Nach all der Publicity, die der Netzgemeinde, der Blogosphäre und dem Web 2.0 an sich nach der Affäre Köhler zuteil wurde – auch wenn diese vielleicht nicht unbedingt durchweg positiv gewesen ist – ist dies ein Schlag ins Gesicht und ein signifikanter Schritt zurück. Denn hier verhält es sich genau konträr: Es bedarf erst eines Platzhirsches wie Spiegel Online, der das Video, das auf YouTube bereits tausende Male geklickt wurde, in einem Artikel verarbeitet … bevor Benjamin und meine Wenigkeit dies aufgreifen und kommentieren. Und wir wollen die vierte oder gar fünfte Macht im Staat sein? Das alles ist tatsächlich eine neue Qualität …


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33 Kommentare zu “Eine neue Qualität der Bigotterie 2.0”

  1. Juni 13th, 2010 | 20:14

    Sehr schöner Kommentar! Kann ich alles unterstreichen!!
    Mich erschüttern bei dem Video vor allem die "jubelnden" Hände, die sich sofort nach der Explosion in die Höhe recken!

  2. Ben (2)
    Juni 14th, 2010 | 13:44

    Vieleicht liesst du einfach nur die falschen Blogs…
    Fefe z.B. gibt dazu sehr wohl einen negativen Kommentar:

  3. Juni 14th, 2010 | 14:38

    Hast Du auch einen Link? Oder meintest Du das hier? http://blog.fefe.de/

  4. Waschl (10)
    Juni 14th, 2010 | 15:19

    Den Jungs im Epplehaus geht bei so was bestimmt einer ab.

  5. Juni 14th, 2010 | 16:26

    Der Eintrag bei Fefe wurde zeitlich erst NACH den Einträgen von Stefan und mir veröffentlicht. Ich hatte vor allem auch dort gestern regelmäßig reingeschaut..

  6. Ben (2)
    Juni 14th, 2010 | 17:50

    Ja den Blog meinte ich. Leider scheint die "Link"-Funktion in diesem Blog nicht richtig zu funktionieren, deshalb hier der Link ohne HTML: http://blog.fefe.de/?ts=b2eb8b90

    Wann genau die Einträge veröffentlicht wurden, kann ich leider sowohl auf diesem Blog, als auch auf Fefes nicht nachvollziehen.

  7. manuel (3)
    Juni 15th, 2010 | 0:47

    dann sei doch aber auch so ehrlich eines einzugestehen: dass ein polizist sich mit großer sicherheit nicht für seine tat rechtfertigen muss, geschweige denn belangt wird. ganz im gegensatz zu einer kollektivschuld die dann wieder auf jegliche linke oder sich linksnennende kräfte übertragen wird.

    "Die Tradition der Unterdrückten belehrt uns darüber, daß der ´Ausnahmezustand´, in dem wir leben, die Regel ist. Wir müssen zu einem Begriff der Geschichte kommen, der dem entspricht. Dann wird uns als unsere Aufgabe die Herbeiführung des wirklichen Ausnahmezustands vor Augen stehen; und dadurch wird unsere Position im Kampf gegen den Faschismus sich verbessern. Dessen Chance besteht nicht zuletzt darin, daß die Gegner ihm im Namen des Fortschritts als einer historischen Norm begegnen. – Das Staunen darüber, daß die Dinge, die wir erleben, im zwanzigsten Jahrhundert ´noch´ möglich sind, ist kein philosophisches. Es steht nicht am Anfang einer Erkenntnis, es sei denn der, daß die Vorstellung von Geschichte, aus der es stammt, nicht zu halten ist." (walter benjamnin – über den begriff der geschichte)

    mit anderen worten: was dieser frieden verdient ist krieg. albert camus hatte mit sicherheit recht, als er sagte: "Wir stammen nicht vom Affen ab, sondern entwickeln uns mit Windeseile auf ihn zu."

    die frage ist nur, wer die affen sind. ich will damit den wurf des sprengsatzes überhaupt nicht rechtfertigen, aber du hast es ja selbst schon angesprochen: es sind szenen wie wir sie sonst weit von der deutschen grenze entfernt kennen. wer wind sät, wird sturm ernten, ganz im gegensatz zum staat hat die radikale linke (und jetzt nenne doch bitte niemand die raf, die waren genauso wenig links wie die cdu) bisher vor mord zurückgeschreckt – ganz im gegensatz zum staat, der mordet ständig, sei es durch abschiebung oder wenn man ausversehen mal einen tanklaster mit ein paar zivilisten in der nähe erwischt.

    das hier irgendwie als neue qualität zu titulieren ist doch riesiger quatsch, das war eine völlig hirnrissige aktion die wohl auf die falschen abgezielt hat – aber eine neue qualität oder sonst irgendwas ist das mit sicherheit nicht.

    aber das hat bertolt brecht auch schon gesagt:

    "Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten."

    zum thema extremismus lohnt sich mal das hier zu lesen: http://linksunten.indymedia.org/de/node/16982

  8. Björn (1)
    Juni 15th, 2010 | 15:52

    ich für meinen Teil glaube das wann ein Aufschrei in der Blogosphäre erfolgt und/oder wahrgenommen wird, liegt auch an der Abdeckung durch die Massenmedien.

    Während man zu "freiheit statt angst polizeigewalt" mit Google gerade mal ca. 13.000 Ergebnisse bekommt finden sich zu "berlin sprengsatz polizisten" und Einschränkung auf "letzte Woche" schon 290.000 Ergebnisse.

    mal ganz davon abgesehen das das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit doch zugegebenermassen schon stark gelitten hat und so mancher deswegen (aus nachvollziehbaren Gründen) der Polizei keinen Respekt mehr entgegenbringen mag, geschweige denn Mitleid.

  9. Juni 15th, 2010 | 15:53

    @manuel

    Puh, ich habe lange überlegt, ob ich diesen Kommentar freischalte, aber habe es dann doch getan. Auch wenn ich beim Wort "Faschismus" aufgehört habe richtig zu lesen, denn der ist hier nun wirklich fehl am Platz.

    Ach, Du bists ja, Manuel – war ja klar … ^^ (immerhin gehst Du mal differenzierter vor als sonst, aber von einem Literaturstudenten erwarte ich auch Zitate von Benjamin und Camus. ;-))

  10. manuel (3)
    Juni 15th, 2010 | 17:03

    stefan, hättest du ihn nicht freigeschaltet, dann hättest du dir aber gehörtig ans eigene bein gepinkelt. schließlich hast du selbst von dem recht auf freie meinungsäußerung gesprochen.

    und wenn du meinen kommentar ganz gelesen hast, dann ist dir auch aufgefallen, dass ich die sache genauso verurteile. nur, dass ich eben auch auf relationen verweise und mich am ganz altbekannten immererstvordereigenentürkehren orientiere.

    und was faschismus angeht, puh, stefan, da wird's wohl noch dauern bis du einsichtig bist. :)

    ps. ich studiere übrigens nicht literatur sondern literarisches schreiben, das ist ein meilenweiter unterschied.

  11. someone (1)
    Juni 15th, 2010 | 17:09

    Vielleicht liegt die Stille in der Blogosphäre und den anderen Medien wie Twitter auch daran, dass die Empörung einfach nicht so hoch ist. Viele junge Menschen haben nunmal schlechte Erfahrungen mit der Polizei sammeln müssen und es würde mich nicht wundern wenn hinter der natürlich erschreckend Tatsache das Menschen verletzt wurde, eine Art Gleichgültigkeit oder insgeheime Genugtuung steckt. Das weite Kreise, auch innerhalb der (radikalen) Linken diese Aktion nicht gut und kontrappduktiv halten, ist auch ok und richtig so. Aber Mitleid? Ich glaube viele tun sich damit schwer, weil es eben "nur" Polizisten erwischt hat. Klingt hart und menschenverachtend, mag es auch irgendwo sein, aber viele sind vielleicht einfach nicht so geschockt von der Attacke. Liegt sicher auch am stark gesunkenden Respekt gegenüber den Einsatzhundertschaften (und nur denen gegenüber).

  12. Juni 15th, 2010 | 17:11

    Ich glaube, da werde ich nie einsichtig werden, aber das weißt Du. ;-) Und ich wusste es nicht mehr genau, aber klar ist das ein Unterschied, also pardon.

  13. Juni 15th, 2010 | 18:03

    @Björn: Liegt am Terminus "Polizeigewalt". Probier die Suche mal mit "Freiheit statt Angst Polizeiübergriff" – da komme ich auf 2.020.000 Hits. Davon ab, halte ich allerdings das gegeneinander aufwiegen von Google-Suchbegriffen für relativ – pardon – bescheuert, da man für Kombinationen mit bestimmten grammatikalischen Konstruktionen per se mehr Ergebnisse bekommt.

  14. mike (2)
    Juni 15th, 2010 | 22:35

    das problem ist leider, dass ihr alle nicht dabei wart. deshalb müsst ihr leider das glauben, was die medien euch vorgeben. falls ihr mir glauben schenken wollt (und ich stand 3 meter von dem ding entfernt), dann lasst euch sagen, dass es sich bei der "bombe" um nichts anderes als einen cobra6 böller gehandelt hat. und das ist 1. erkennbar, wenn man sich ein bisschen mit feuerwerk auskennt (einfach mal bei youtube cobra6 eingeben und dann mit dem böller aus berlin vergleichen) und 2. wohl auch die einzig logische erklärung, denn selbst die radikalen linken würden keine bomben in die eigenen reihen schmeißen!
    und es ist auch nicht das erste mal, dass es verletzte bullen auf ner demo gibt, also ist es im grunde auch nichts neues, was einen medienhype hervorrufen könnte (wobei ich finde, dass es nen ganz schön großen rummel darum gab). vllt hörte das auch sp plötzlich auf, weil sich herausstellte, dass es sich nicht um eine bombe gehandelt hat. bild und co stürmen ja schnell mit unbestätigten meldungen an die front..bringt halt kohle.
    klar ist gewalt immer scheiße, aber da die bullen in diesem fall wirklich zuerst in die demo gegangen sind, müssen sie ja mit gegenwehr rechnen (die in diesem fall meiner meinung nach auch gerechtfertigt war). das klingt radikal, aber ich kanns grad nicht anders ausdrücken sorry.

    also wie wäre es mit einer differenzierten betrachtung und ein wegkommen von begriffen wie "bombe" o.ä.

  15. mike 2 (2)
    Juni 15th, 2010 | 22:36

    ach ja..fefe hatte seine aussage zu dem thema mit der bombe auch schon wieder dementiert ;-)

  16. Juni 15th, 2010 | 22:45

    Wer redet denn hier von Bombe? Also ich nicht, der Artikel bei SpOn ebenfalls nicht. Und es geht hier auch nicht um einen Medienhype wegen Gewalt an sich, Du solltest, glaube ich, noch einmal lesen, um was es Ben und mir wirklich ging.

  17. AnwesenderDemonstrant (3)
    Juni 16th, 2010 | 1:36

    Zum Vorfall möchte ich noch was sagen. Ich stand bei der Detonation der angeblichen Splitterbombe wenige Meter entfernt, berufe mich zusätzlich aber lieber auf Videos und andere Quellen:

    http://www.youtube.com/watch?v=2gQxLpBvDmk

    1.Auf dem Video ist zu sehen dass nicht, wie behauptet in kürzester Zeit ein Krankenwagen kam oder massenhaft Polizisten verletzt worden. Eine Notoperation gab es schon gar nicht.

    2.Des weiteren ist zu sehen das nirgends Steine oder Flaschenreste auf dem Boden liegen, wo sind die angeblichen Wurfgeschosse hin. Dies gilt auch für das folgende Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=oz072UNb4sA

    Zum Vergelich die Pressemeldung der Polizei:

    http://www.berlin.de/polizei/p.....index.html

    es ist keine Rede von einem Zugriff der Polizei, doch es werden Flaschen und Steine (auf einer asphaltierten Straße!) hinzugedichtet. Wo sind die Wurfgeschosse geblieben?

    Zu sehen sind auf den Videos weder Würfe noch herumliegende Geschosse, wohl aber die Polizeigewalt, bei der es lediglich um verknotete Transparente ging. Ich habe auf jeden Fall gesehen, das die Polizisten Demonstranten willkürlich ins Gesicht geschlagen und zugetreten haben. Noch vor dem Böllerangriff! Und warum ich mich nicht als Augenzeuge melden werde? Weil ich aus Erfahrung weiß, dass mir dann ein Verfahren wegen Falschaussage, falscher Verdächtigung oder ähnlichem blüht. Vl würde man auch mir dann noch eine Gewalttat andichten. Sowas passiert doch ständig.

    Dass der Böller weder gerechtfertigt sondern auch nicht kontraproduktiv für antikapitalistische Anliegen war, ist klar.

    Aber es handelte sich keinesfalls um eine Splitterbombe. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags sind ein Witz. Körperverletzung könnte ich verstehen, dann aber bitte auch gegen den grünen Block.

    Die Auseinandersetzung vor der Explosion erklärt indes auch, warum diese auf Video ist. Zumal ein paar tausend Amateurfilmer auf der Demo waren.

    Personen, die glauben der Kameramann wäre ein linksextremer Verschwörer, der eingeweiht war, sollten sich lieber mit echten "Verschwörungen" auseinandersetzen:

    de.wikipedia.org/wiki/Peter_Urbach

    Ich möchte dabei auch nochmal auf die Proteste in Heiligendamm errinnern, auch dort wurden Polizisten in Zivil überführt, die als Agent Provocateur auf ihre Kollegen geworfen haben. Aus ein paar Hundert schwerverletzten Polizisten in den ersten Pressemeldungen wurden damals dann ein gutes Dutzend mit leichten Blessuren. Nach dem ersten Mai wurde aus einem Messerstich ein Hexenschuss ohne Fremdeinwirkung.

    Die Polizei weiß genau: Die falschen Horrormeldungen der Polizei verbreiten die Medien unhinterfragt als Schlagzeilen auf der Titelseite, die Richtigstellungen werden, wenn überhaupt, im Kleingedruckten veröffentlicht. So bleiben in die Welt gesetzte Polizeilügen einer gr0ßen Anzahl Menschen im Hinterkopf, selbst wenn diese entlarvt werden.

    Und wie manche Polizisten denken:
    "Nur mal so am Rand bemerkt: das UZwG Berlin erlaubt die für den Schützen folgenfreie Erschiessung eines Täters bei derartigen Taten…."
    "Ich könnte bei der nächsten Demo (ja – ich darf bald wieder ) ohne jede Folge einem der Euren die Fresse einschlagen oder ihn sogar umlegen."
    Beide von einem Moderator, der also mit Sicherheit echter Polizist ist
    http://www.copzone.de/phpbbforum/viewtopic.php

  18. Zauberlehrling (1)
    Juni 16th, 2010 | 10:21

    Ohne in eure Diskussion mit einsteigen zu wollen für dich stefan:

  19. Tim (1)
    Juni 16th, 2010 | 10:24

    Hier wurden Menschen schwer verletzt, man konnte von Glück reden, dass keiner gestorben ist.
    Das einzige was ich hier lese, sind Relativierungen und Zitate, DAS nenne ich menschenverachtend !

    Wenn man sich mal die Kommentare auf Indymedia und co anschaut, sieht man, dass die linek was meschenverachtung angeht sich nicht hinter den Nazis verstecken müssen – aber der Zweck heiligt ja natürlich alle Mittel, und Bullen sind keine Menschen, die habens ja verdient…

    Und ob es sich hierbei um eine selbstgebastelte Bombe handelt oder um einen verbotenen Superböller macht keinen Unterschied. Du hast ja selbst auf youtube Links verwiesen, da sieht man ja, was selbst dein Cobra6 mit einer Schubkarre anstellen kann – so etwas wirft man nicht auf Menschen !

  20. AnwesenderDemonstrant (3)
    Juni 16th, 2010 | 18:51

    Warum beschäftigt sich die blogosphäre nicht damit, das im Polizeiticker offensichtlich gelogen wird?
    Das die restlichen Medien diese Lüge wie selbstverständlich abschreiben, trotz offensichtlichen Videobeweises der da gegen spricht?

    Warum beschäftigt sich die blogosphäre nicht damit, das die Polizei einen schwarzen Block angegriffen hat, der sehr friedlich war, nicht nur für seine Verhältnisse?

    Warum thematisiert die blogosphäre nicht gerade jetzt Polizeigewalt und den fatalen Corpsgeist der Polizeieinheiten?

    Warum erinnert die blogosphäre nicht gerade jetzt an vegangene Sauereien, als quasi die gleichen Akteure, also Politik, allen Voran die Unionsparteien, Die Springerpresse und andere wie z.B. die GdP den wirklichen oder angeblichen Terrorismus brauchten?

    Peter Urbach, Nato-wehrsportgruppe Hoffmann, das Gladius Netzwerk, Die Erschießung Ohnesorgs, Steine werfende Polizisten in Heiligendamm, der durch Springerhetze umgebrachte Dutschke usw.

    Springer schreibt übrigens gerade wieder Sachen wie: "Die Chaoten haben uns den Krieg erklärt" Diese Akteure brauchen nur noch ein Gesicht mit dem man den Hass personalisieren kann, und wenn sich von den un- und antihierarchischen Autonomen keiner anbietet, dann verbindet man die "Splitterbombe" schon mal mit der Partei "die Linke".

    Die falschen Horrormeldungen der Polizei verbreiten die Medien unhinterfragt als Schlagzeilen auf der Titelseite, BILD und Union reden, wie Teile der Presse, immer noch von "Mordanschlag" und "Splitterbomben". Ein illegaler Böller explodiert, und die Rede ist von der RAF. Diese erhielt ihre Waffen über den Umweg Peter Urbach zum Teil vom Verfassungschutz, welcher ja auch in der NPD zu Gewalttaten anstiftet, weshalb man diese Partei nicht verbieten konnte.

    Den Bürgerlichen geht der Arsch auf Grundeis. In der letzten Wirtschaftskrise dieses Ausmaßes brachten sie mit all ihrer ökonomischen Kompetenz und Verfassungstreue einen Hitler an die Macht.

    Keine Erwähnung in den Medien findet auch was Polizisten so im Internet schreiben. Nur die Spitze des Eisbergs:
    "Nur mal so am Rand bemerkt: das UZwG Berlin erlaubt die für den Schützen folgenfreie Erschiessung eines Täters bei derartigen Taten…."
    "Ich könnte bei der nächsten Demo (ja – ich darf bald wieder ) ohne jede Folge einem der Euren die Fresse einschlagen oder ihn sogar umlegen."
    http://www.copzone.de/phpbbforum/viewtopic.php
    der Schreiber steht auch keineswegs isoliert dar. Es werden Tipps ausgetauscht, wie man nach Todesschüssen wieder raus kommt.
    Einem Poster, der schreibt das er sich überlegt hätte seine Kollegen anzuzeigen, bei dem was er dort liest, wird gleich abgesprochen echter Polizist zu sein. Verrat ist scheinbar undenkbar.
    Ein anderer warnt nur vor mitlesenden Vorgesetzten die wegen der "Außenwirkung" gegen die Schreiber vorgehen könnten. Intern darf man also über so was reden, die draussen sollen es bloß nicht mitbekommen?

    Zwar wird das letzte Zitat relativiert mit der Behauptung, es verstoße gegen seine Prinzipien, aber es wird wie selbstverständlich in die Welt posaunt, das ein Polizist letzlich fast machen kann was er will.

    Der Vergleich von Anzeigen zu Verurteilungen bei Polizisten bringt einen Quote von in etwa 1:1.000 !

    Aufgrund der aktuellen Situation sollten folgende Beiträge der öffentlich Rechltichen wieder mal von Interesse sein:

    panorama (ARD): Schläger in Uniform – Polizeigewalt wird kaum verfolgt
    http://www.youtube.com/watch?v=UL6MAeFy42I

    ML Mona Lisa: Wann geht ein Polizeieinsatz zu weit?
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek.....zu-weit%3F

  21. Ikke (1)
    Juni 16th, 2010 | 21:03

    Bigoterie: "Vorfall in Kundus" vs "Bombe von Berlin"!

  22. Juni 17th, 2010 | 1:59

    Die Verschwörungstheoretiker, die man einmal rief.. :rolleyes:

  23. Juni 17th, 2010 | 12:31

    Ja, wenn es so weitergeht, mache ich hier auch dicht.

  24. groooveman (1)
    Juni 17th, 2010 | 14:32

    Das Problem ist doch dass die ganze Geschichte von der Polizei erfunden wurde.
    Die Videos beweisen dass es sich nicht um eine Splitterbombe oder etwas ähnliches handelte, sondern höchstwahrscheinlich um einen "Cobra" Böller. Es gab auch keine Notoperationen vor Ort. 2 Beamte wurden verletzt, konnten aber gestützt durch Kollegen die Gegend verlassen. Krankenwagen gab es nicht. Die restlichen "verletzten" Polizisten hatten ein Knalltrauma, genauso wie viele Demonstranten.

    Die Netzgemeinde hat also genau das richtige Gespür gehabt nicht jeden Scheiß zu glauben den Polizei und Spon so verzapfen, sondern erstmal die Augenzeugenberichte/Videos abzuwarten um die Situation zu bewerten.
    Insofern müsstest du deinen ganzen Artikel eigentlich nochmal umschreiben (du hast ja am 13. geschrieben da war ja noch keine Information vorhanden)

  25. AnwesenderDemonstrant (3)
    Juni 17th, 2010 | 15:46

    Interessante Chronologie der Kommentierungen in der Presse:

    http://www.taz.de/1/politik/de.....it-folgen/

    Ein paar Sachen fehlen da aber noch:

    Welt.de hetzt weiter und fordert "Null-Toleranz".
    Miniartikel am Rand der Springerpresse geben zu, das es keine Splitterbombe war. Soll wahrscheinlich übersehen werden:

    http://www.welt.de/die-welt/de.....Taten.html

    http://www.bild.de/BILD/Newsti.....erlin.html

    Bundespolizei lädt zum Häuserkampf

    Nach der ersten zehntägigen Einheit folgt eine weitere Staffel vom 12. bis 23. Juli. Ziel sei es, "Fertigkeiten und Fachwissen auszutauschen" und "das gemeinsame, aufeinander abgestimmte Handeln zu verbessern".

    Zu den Tätigkeiten der Truppe gehört etwa die "Stabilisierung" nach militärischen Kampfeinsätzen, darunter Aufstandsbekämpfung, Schutz von Eigentum und geheimdienstliche Tätigkeiten

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/147676

    BILD zeigt steinewerfende Linke neben friedlichem Nazis:

    http://www.bild.de/BILD/region.....e-nie.html

    Für Berlins Innensenator Körting (SPD) sind Urteile des Bundesverfassungsgerichtes nur noch „für den badischen Raum von Relevanz“. Sonst müsse das Bundesverfassungsgericht über Demonstrationsverbote nachdenken, sagte Körting: „Man kann nicht alles haben, entweder oder.“ Der Verstoß gegen die Gewaltentrennung und offen angekündigte Verfassungsbruch wird von der Morgenpost nicht kritisiert, lieber baut man die Horrorgeschichte einer Splitter- und Brandbombe ein, zitiert unkommentiert den rechten Rand der etablierten Parteien und andere Funktionäre, deren Lügen unlängst entlarvt worden. Die Alternative zur Einschränkung des Versammlungsfreiheit ist die Einschränkung/Abschaffung des Versammlungsfreihheit.

    http://www.morgenpost.de/berli.....uchen.html

    IWF-Forderungen an die Eurozone vom 07.06.2010. Eine Finanzaufsichtsbehörde/Wirtschaftsregierung solle den Notstand verhängen dürfen:

    http://www.imf.org/external/np/ms/2010/060710a.htm

    Äußerung Barrosos über mögliche Militärregierungen in der EU:

    http://www.dailymail.co.uk/new.....tugal.html

    Grundgesetz Artikel 20

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    http://dejure.org/gesetze/GG/20.html

    Historische Errinerung:
    Bei der letzten großen Wirtschaftskrise antworteten die Bürgerlichen hier zu Lande mit Hitler. In vielen anderen heute der EU angehörigen Ländern kam es ebenfalls zu Diktaturen von Rechts, z.B. Spanien, Ungarn, Österreich, Putsch in Polen usw.
    Die wenigen instabilen Demokratien in Kontinentaleuropa konnten überrannt werden.

    Verschwörungstheorien(?):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio
    http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Urbach

    Dies kam auch in der jüngsten Geschichte vor:

    Verkleideter Polizist soll Demonstranten zum Steine werfen aufgefordert haben
    http://www.welt.de/politik/art.....haben.html

    http://www.webanhalter.de/217-.....erfen.html

    Der "Agent Provocateur" hat nichts mit Verschwörungen zu tun, er ist ein lange beliebtes Mittel um aufzuwiegeln und zu rechtfertigen.

    "Der Einsatz eines Agent Provocateur durch den Staat erfolgt üblicherweise im Auftrag von Behörden wie Polizei oder Geheimdiensten und bezweckt idealerweise die Begehung eines unbeendeten Tatversuchs (Haupttat) mit der Möglichkeit üblicher Beweissicherung (→ in flagranti). Ziel eines solchen Einsatzes ist, verhüllte und gefährliche Kriminalität aus der straflosen Latenz zu locken. Ein Agent Provocateur entstammt regelmäßig dem verdeckten Mitarbeiterumfeld, etwa als V-Mann, Verdeckter Ermittler oder Inoffizieller Mitarbeiter."
    http://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur

    Schon im Mittelalter vergiftete man die Brunnen der eigenen Bevölkerung, um dies dem Gegner unterzuschieben.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brunnenvergiften

    Beispiel für Medienlügen:
    http://www.stefan-niggemeier.d.....chmeldung/
    übrigens war die dpa auch Urheber der "Splitterbombe"

    p.s. als in Heiligendamm die Polizei ihr Kampfgas (ja, so nennt man das im Völkerrecht – im Krieg verboten) versehentlich auf sich selbst sprühte, hieß es auch zu ersten die bösen Linken wären es gewesen.

    Rostock-Krawalle
    Zahl der Verletzten zweifelhaft
    http://www.focus.de/politik/de.....62405.html

    Die Anzahl der bei der "Splitterbombe" verletzten liegt jetzt auch nur noch bei drei:
    http://www.spiegel.de/politik/.....39,00.html

    Doch wie ich schon gesagt habe: Nur die effektvollen Horrormeldungen werden den Leuten in Erinnerung bleiben.

    Als interessante Lektüre empfehle ich Machiavelli: Der Fürst. Was da drin steht, gilt für alle Zeiten.
    http://de.wikisource.org/wiki/Der_Fürst
    "Die Menschen sind so einfältig und hängen so sehr vom Eindruck des Augenblickes ab, dass einer, der sie täuschen will, stets jemanden findet, der sich täuschen lässt."

  26. Juni 17th, 2010 | 17:22

    Noch einmal zum mitschreiben: Who the fuck is talking about a splitterbombe? Springer und noch ein paar andere, aber weder Stefan, noch ich.. Und selbst wenn am Ende die Opfer "lediglich" ein Knalltrauma hatten, dann macht das nichts besser. Auch nicht das Schweigen der Blogger, die den ganzen Vorfall – wären sie denn bereit ähnliche Datencluster wie bei der "Freiheit statt Angst"-Demo auf die Beine zu stellen – hätten in Windeseile aufklären können.

    Was das alles beweist ist, dass die Netzgemeinde eine vorgefertigte Meinung hat und jetzt alles dran setzt um einen immerhin noch höchst gefährlichen Vorfall (auch ein Böller kann Finger zerfetzen & Menschen schwerwiegend verletzen) runterzuspielen. Das ist armselig, denn es zeigt, dass man hier einfach ein Muster bestätigt sehen will, statt sich mal damit zu beschäftigen, dass das was da passiert ist einfach scheiße ist.

  27. Juni 17th, 2010 | 17:34

    Und letzter Nachsatz: Ich habe meinen Eintrag geschrieben, als das mit der angeblichen Splitterbombe noch gar kein Thema war – es ist zwar Sonntag bereits aufgekommen, mir aber erst verstärkt begegnet, nachdem am Montag Springer auf den Zug aufgesprungen war. Im SpOn-Artikel steht was von Polenböller, im von mir verlinkten Youtube-Video wird schon seit Sonntag von Cobra-Böllern gesprochen und ich nutze den Terminus "ein wohl selbstgebastelter Sprengkörper". Was das jetzt an der ekelhaften Aktion ändern soll, das verstehe ich nicht ganz. Ist ein Feuerwerkskörper mit recht großer Sprengkraft jetzt the way to go oder was? Gott, also manchmal frag ich mich wirklich, ob ihr eigentlich alle noch ganz richtig tickt..

  28. Juni 17th, 2010 | 22:51

    An Ben: Wer den "Sprengkörper" sagt, meint eben gerade keinen "Feuerwerkskörper": Sprengkörper zeichnet sich durch eine Detonation aus (§ 3 Abs. 1 Nr. 1 SprengG iVm. Anlage III iVm. UN-Nummer 0048: SPRENGKÖRPER: Gegenstände, die eine Ladung aus einem detonierenden Explosivstoff … enthalten). Der besagte Böller hat Deflagrationswirkung. Und die obige Wortwahl zeigt die Überdramatisierung des Vorgangs, denn mit guten Grund ist der Umgang mit Explosivstoffen (darunter fallen Sprengkörper)im Gegensatz zu pyrotechnischen Sätzen (darunter fallen Feuerwerkskörper) Unsachkundigen stets verboten (§ 27 SprengG). si tacuisset…

  29. Juni 18th, 2010 | 1:54

    Mea maxima culpa for not using Juristendeutsch. Für mich ist etwas explodierendes immer ein Sprengkörper, genauso wie eine Detonation für mich – wie für 99& der Weltbevölkerung – immer synonym zur Explosion gebraucht wird. Wenn das Menschen mit einer pedantisch-obsessiven Neigung zur sprachlichen Korrektheit nicht passt, dann ist das ehrlich gesagt nicht mein Problem. Jetzt aber derartig an meiner Wortwahl herumzumäkeln ist eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen, die schlichtweg peinlich ist.

    Für mich ist die Diskussion an dieser Stelle beendet. Es hat einfach keinen Sinn mehr..

  30. Juni 18th, 2010 | 7:13

    Ähnliche Diskussionen (wenn auch im Kern nicht wegen der Berlin sondern der Stuttgart Demo) gibt es bspw. in den Foren der Stuttgarter Zeitung. Um es in einem Satz zu sagen: Vergesst die Möglichkeit, verbal mit diesen Leuten zu kommunizieren.

    Verschwörungstheorien, "alle gegen uns", "Gewalt gegen Polizei/Politiker/Andersdenkende geht OK"… DAS sind die Themen, die dort vorherrschen. Ob ein Ei, eine Flasche, ein Stein, ein Feuerwerkskörper oder eine Bombe geworfen wurden. Es ist völlig egal! Wer Gewalt für sich als Mittel der Demonstration und Kommunikation versteht, disqualifiziert sich direkt selbst.

    Und wer auf seiner Demo den schwarzen Block, gewaltverherrlichende Plakate und Banner sowie Böller duldet, der stellt sich direkt in die gleiche Ecke. Da hilft alles dementieren anschließend rein gar nichts.

    Wie es weiter oben schon hieß: Die Geister, die ich rief…

  31. mkrispien (1)
    Juni 20th, 2010 | 16:15

    hm – deine meinung in allen ehren, aber was hat das auf einem filmblog zu suchen? da will ich nur was über filme lesen, keine politischen statements des blog-betreibers. auch mit dem pro-soldaten-schleifchen auf einem filmblog habe ich probleme. man sollte ein thematisch sachbezogenes blog nicht missbrauchen, um politische propaganda-süppchen zu kochen, egal in welche richtung. dagegen sträubt sich mein liberaler geist. zu diesem zweck kannst du ein zweites, politisches blog anlegen und dort deine meinung kund tun. da hättest du dann auch gleich die richtige zielgruppe.

  32. Juni 20th, 2010 | 16:36

    Wie Du sicherlich weißt, ist ein Blog etwas sehr Persönliches. Klar, der Fokus liegt hier auf dem Thema Film, was mich jedoch nicht daran hindert auch über andere Themen zu berichten/schreiben. Gleiches gilt für die Schleife, mit der ich meine Unterstützung deutlich mache (von Propaganda kann nicht die Rede sein). Missbrauch ist das nicht, da ins Blog das kommt, was mich beschäftigt. Punkt.

  33. Bertl (1)
    Juni 24th, 2010 | 17:52

    wirklich interessanter beitrag ! immer wieder erschreckend was da abgeht.

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