Kino und seine Grenzen: 'A Serbian Film' Trailer, NSFW!


In den letzten Wochen habe ich immer wieder von einem Film gehört, der den simplen Namen A Serbian Film (Srpski film) trägt. In der Tat ist es nun schon etwas Besonderes, wenn man hierzulande von einem serbischen Film spricht, wenn es sich jedoch um einen Film wie jenen von Srdjan Spasojevic handelt, dann nur umso mehr. Zu allererst bin ich bei Cinefacts fündig geworden, wo der Film über dutzende von Seiten heiß diskutiert wird wurde, da er Gewalt- und Sexdarstellungen auf ein ganz neues Level heben soll … Da wird man natürlich hellhörig, auch wenn – wie jeder weiß – stets heißer gekocht als gegessen wird. Schnell werden dabei auch Erinnerungen an Martyrs wach, der ebenfalls hohe Wellen in Sachen torture porn schlug.

Der Trailer sieht jedenfalls schon mal interessant aus, wobei ich auf das Gerede der vielen Trolle, die sich in solchen Foren (und ganz besonders bei Cinefacts) bisweilen auch herumtreiben, nicht allzu viel gebe. Die ersten Kritiken zu A Serbian Film lesen sich jedenfalls wie zu erwarten, erste Preise durfte der Serbenexploiter auch schon einsammeln. Da bleibt mir also nichts mehr anderes übrig als mit Kollege schwanenmeister zu trauern, dass der Film es nicht ins Programm des diesjährigen Fantasy Filmfests geschafft hat – denn eines steht jetzt schon fest: so einfach wird man A Serbian Film nicht zu sehen bekommen.


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5 Kommentare zu “Kino und seine Grenzen: 'A Serbian Film' Trailer, NSFW!”

  1. Juli 29th, 2010 | 17:32

    Ich fand den Film eher schlecht. Vom Anspruch von dem die ganzen US-Blogs reden (in "seriösen" Medien wie Variety kommt der Film eher schlecht weg) habe ich da wenig gesehen, in der ersten Hälfte ist der Film ein für einen (vor allem serbischen) Independentfilm sehr gut gemachter düsterer Thriller, wenn der Torture Porn anfängt wird es aber wirklich kindisch…

    Martyrs war im Vergleich dazu zwar weniger explizit aber allemal härter was die WIRKUNG der Gewalt (und die Qualität der Effekte) angeht.

    Glaube ich poste die Tage mal ein Review im Blog.

  2. Juli 29th, 2010 | 17:51

    Ich bitte darum (also um ein Review)! Und wegen Martyrs: ja, das stimmt, die Wirkung des Gesehenen (oder auch nicht Gesehenen) ist noch mal um einiges effektiver als die explizite Gewalt. Aber ich nahm den ja eh mehr als "Komödie" wahr.

  3. Juli 29th, 2010 | 17:55

    Hui, der Score des Trailers ist aber mal ziemlich gut!

  4. Juli 29th, 2010 | 19:51

    Das stimmt, der Soundtrack ist wirklich Hammer. Einfach mal auf youtube nach "sky pazi sta radis" suchen, das ist der Titeltrack und geht richtig ab.

  5. Dezember 16th, 2010 | 1:28

    Film mittlerweile zwei mal gesehen. Schließe mich Stefan an, für mich ist das Ganze schlichtweg eine groteske, zynische (Tragi-)Komödie, ansatzweise vergleichbar mit dem belgischen Ex Drummer.

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