Das Cabinett des Mr. Vorlander: 'Showgirls: Exposed'


Vielleicht sollte man als erstes vorausschicken, dass es sich bei Showgirls: Exposed nicht etwa um einen Spielfilm im konventionellen Sinne handelt, sondern um ein 'Music Photo Play'. Diese Bezeichnung, die Regisseur Marc Vorlander seinem Film selbst gibt und die auch im Film selbst erwähnt wird, trifft es dann nämlich auch ganz gut. Das vermeintliche Sequel zu Showgirls ist dann auch weniger eine in sich kohärente Geschichte, als vielmehr eine Mischung aus Musikvideo, Fotoband und Performance-Kunst. Die Szenen aus Das Cabinett des Dr. Caligari, die zu Beginn in den Film eingebaut und neu untertitelt werden, mögen für viele zwar ein Sakrileg darstellen, geben aber die expressionistische Richtung des Filmes vor: Vorlander und sein Photo Play sind vielmehr am Ausdruck und der Darstellung interessiert, weniger an einer in sich schlüssigen oder gar interessanten Geschichte. Natürlich wirkt das alles oft prätentiös, wie so viele Musikvideos oder Videoinstallationen im Museum eben auch, aber Showgirls: Exposed lässt sich auch prima als eine Hommage an die 80er lesen. Überall finden sich Bilder mit knalligen Neonfarben und Nachzieheffekten, die mit heftigen Synthieklängen unterlegt sind, die entweder einem Musikvideo einer aufstrebenden, aber konventionellen Popband entstammen könnten oder aus einer Montage eines 80er Jahre B-Movies genommen wurden.

Dass das auf Dauer natürlich ermüdend und redundant ist, ist selbstredend. Die Credits, die auch nach 20 Minuten noch nicht geendet haben wollen und die im Prinzip immer wieder das gleiche erzählen, tun ihr Übriges. Aber wir dürfen nicht vergessen, wir haben es hier nicht mit einem Spielfilm zu tun. Wenn wir jedoch in diesem Genre bleiben wollen, käme wohl als erstes der Experimentalfilm in Frage, um Vorlanders Film zu klassifizieren. Showgirls: Exposed ist so narrativ wie eine Packung Kekse, aber das ist ihm auch bewusst. Der Fokus liegt auf der bereits angesprochenen Optik, die zwar nichts bietet, was man nicht schon einmal gesehen hat, aber zumindest nicht unschön eingefangen ist. Vorlander, der nicht nur als Regisseur, sondern auch als Kameramann fungierte, hat ein gewisses Gespür für Bilder, weshalb er sein Machwerk auch richtig deklariert. Die Effekte, die sich durch alle Bilder des Filmes ziehen, sind natürlich weniger abwechslungsreich und nicht immer passend, aber man hat schon Langweiligeres gesehen. Auch mag es auf den ersten Blick vielleicht verwundern, dass es in regelmäßigen Abständen Stripeinlagen inklusive Titten zu sehen gibt, aber dann darf man eben auch nicht vergessen, dass es sich ja schließlich um diese Showgirls dreht, deren Kapital nun mal ihr Körper ist.

In diesen Sequenzen wird dann auch deutlich, dass Vorlander wohl viel Spaß bei den Dreharbeiten gehabt haben muss, denn die Bilder sind in diesen Sequenzen meist statisch, so dass Vorlander sich voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren konnte: an der Stange tanzende Stripperinnen, die gar nicht unattraktiv sind. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass sie miteinander rummachen und neben Vorlander auch der Hund zuschauen darf – ein Private Dance für zwei, quasi. Einmal wird die Stange oder Matratze gar gegen einen Pool ausgetauscht, in dem sich dann zwei nackte Damen räkeln dürfen. Der Film konzentriert sich hierbei aber nicht nur auf die weiblichen Reize, sondern einmal mehr auf die Farben und allerlei andere technische Spielereien, die auf Low-Budget-Niveau machbar sind. Der Film kommt ohnehin ohne Worte aus – insgesamt werden vielleicht vier Sätze gesprochen -, stattdessen lässt er die Musik sprechen, die – und das muss man ohne jedwede Ironie sagen – zu einem beachtlichen Teil wirklich gut ist und großen Spaß macht. Auch wenn die Bilder hin und wieder entbehrbar erscheinen mögen, die Musik ist es nicht. Wenn nicht gerade Synthieklänge über die Bilder rauschen (die ebenfalls nicht übel sind), ist es eine schöne Mischung aus Soul, R'n'B und fetten Hip-Hop-Beats. Besonders die gefühlvollen Songs von Nyssina (die in den USA bereits von Universal unter Vertrag genommen wurde), die von einer ruhigen, aber auch kraftvollen weiblichen Stimme getragen werden, können sich mehr als hören lassen.

So viel Kritik sich der Film und Regisseur auch ausgesetzt sahen – völlig uninteressant ist Showgirls: Exposed nicht geraten. Dass Vorlander viel mit Ironie spielt, wird einem spätestens bewusst, wenn man ein Interview mit ihm liest. Diese Ironie findet sich natürlich auch in seinem Film wieder. Vorlander versucht Filme wie Showgirls und Konsorten auf das reduzieren, was sie letztlich sind, beziehungsweise uns von ihnen im Gedächtnis bleibt. Betrachtet man den Film aus dieser Perspektive, dann wird auch die bitterböse Ironie deutlich, mit der Vorlander sein ganzes Projekt angeht: man denke nur an die Poolszene aus Verhoevens Film oder die Sache mit dem Eis – minutenlange Sequenzen, wie zwei Stripperinnen im Pool planschen, sind im Prinzip nichts anderes als diese unfreiwillige Komik, die bereits das Original auszeichnete. Showgirls: Exposed ist ein Projekt, an dem viele Menschen großen Spaß hatten und das marketingtechnisch kaum besser hätte aufbereitet werden können (man erinnere sich nur an die Website mit dem Trailer, die laut Vorlander sämtliche Server zum Crash brachte und mit den ganz großen Filmen mithalten konnte, was die Klickzahlen betraf). Für ein Mainstreampublikum ist der Film aber nicht goutierbar, das muss man ganz klar sagen. Aber das ist bei Videokunst, die in ach so hippen Museen präsentiert ja auch der Fall.

Showgirls: Exposed schwimmt dabei im Fahrwasser von Exit Through the Gift Shop, denn beide Filme machen auf ihre Art und Weise deutlich, dass Kunst ein mehr als streitbarer Begriff ist und heutzutage alles als Kunst gilt. Mehr Geister als bei Showgirls: Exposed und seinem Status als Kunstobjekt dürften sich daher wohl nur beim Essen scheiden. Eines ist Vorlander allerdings wie auch Mr. Brainwash aus Banksys Film gelungen: er hat es geschafft, dass man über ihn und seinen Film redet – allein das ist bereits eine Kunst für sich.


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160 Kommentare zu “Das Cabinett des Mr. Vorlander: 'Showgirls: Exposed'”

  1. JMK (50)
    November 14th, 2010 | 22:04

    also bitte!
    Wenn man ein Interview mit MV liest, merkt man ganz schnell, dass der Typ einen an der Klatsche hat und die willst nicht wirklich Videokunst bspw. eines Paik Nam June mit dem SChrott vergleichen?!

    Btw. die Behautung dass angeblich Server gecrasht seien wurde nie bestätigt, genausowenig wie die Höhe des Budgets oder die Menge der Seitenaufrufe der Website.

  2. November 14th, 2010 | 22:10

    Aber ist "einen an der Klatsche haben" immer was Negatives? Ich glaube das haben viele "Künstler" – verstehe mich nicht falsch, ich will Vorlander nicht in Schutz nehmen, aber das wird doch recht schnell deutlich, dass er einen Großteil dessen, was er sagt, nicht ernst meinen kann! Das mit den Zahlen ist natürlich richtig, das weiß wohl nur Vorlander selbst – und das mit dem Budget ebenfalls. Und wegen Videokunst – Du weißt gar nicht, was ich da alles schon gesehen habe … ;-)

  3. XXX (32)
    November 14th, 2010 | 22:29

    "(man erinnere sich nur an die Website mit dem Trailer, die sämtliche Server zum Crash brachte und mit den ganz großen Filmen mithalten konnte, was die Klickzahlen betraf)"

    Als Journalist übernimmt man solche Sachen nicht einfach, ohne sie zu hinterfragen.

  4. November 14th, 2010 | 22:36

    Als Journalist übernimmt man solche Sachen nicht einfach, ohne sie zu hinterfragen.

    Das ist natürlich richtig, aber im Kontext des Textes sage ich ja deutlich, dass man hier viel mit Ironie spielt und eigentlich nicht weiß, was nun Fake/Kalkül oder ernst/wahr ist. Genau darin liegt ja quasi – zu einem gewissen Grad – die "Kunst" des Ganzen. Habe es nun aber deutlicher formuliert.

  5. Marc Vorlander (44)
    November 14th, 2010 | 23:32

    Bleibt locker Freunde, das mit den Klickzahlen stimmt. Wir haben laut Alexa in der Woche ab dem 22. Februar die Avatar website getoppt und laut United Domains in den ersten 24 Std mehr als 1,8 Millionen Zugriffe auf den Trailer, somit haben wir J.J. Abrams Star Trek Trailer geschlagen diesbzüglich.

  6. comicfreak (4)
    November 15th, 2010 | 9:03

    ..und wieder haben wir nur Marcs Wort dafür, also muss es ja stimmen..

    *headdesk*

  7. Markus (5)
    November 15th, 2010 | 10:31

    Ach Marc, den Schwachsinn mit den Millionen Klickzahlen glaubt dir doch genausowenig jemand, wie das angebliche 25 millionen Budget, das 300 Seiten-Drehbuch oder all der andere Blödsinn, den du von dir gibst….

  8. JMK (50)
    November 15th, 2010 | 12:25

    @stefan
    da hast du natürlich recht, bzgl. der Klatsche:-)
    Vielleicht bin ich da nicht drauf gepolt, leider konnte ich in den bishergigen Interviews, Statements keine ironische Brechung finden, so gehe ich einfach davon aus, dass der gute MV dass alles sehr ernst meint.

  9. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 13:07

    @ Markus:

    Ich habe die Zahl 25 Millionen -nirgendwo- bestätigt und oft sogar dementiert, selbiges bezüglich 300 Seiten-Drehbuch. Erzähl doch kein Dummes Zeug!! Troll.

  10. Realsatiriker (14)
    November 15th, 2010 | 13:20

    Fragen wir doch mal den Rezensenten:

    Wie hoch schätzen Sie als Kenner der Materie das Budget des Films ein? Sie schreiben ja entschuldigend von "Low-Budget-Niveau" – was selbst bei 2,5 Millionen Dollar, wie sie Vorländer neuerdings in den Raum stellt, nicht so ganz zusammenpassen mag.

    Ich meine damit die Produktionskosten – und explizit nicht den Wert von gezeigten Gegenständen wie Hotels, Autos oder eventuell im Hintergrund vorbeisausenden Flugzeugen!!!!!!!!!!!!

  11. Realsatiriker (14)
    November 15th, 2010 | 13:31

    Hier die Kernphrasen:

    weniger eine in sich kohärente Geschichte
    alles oft prätentiös
    einem Musikvideo einer aufstrebenden, aber konventionellen Popband
    auf Dauer natürlich ermüdend und redundant
    wir haben es hier nicht mit einem Spielfilm zu tun
    natürlich weniger abwechslungsreich und nicht immer passend,
    man hat schon Langweiligeres gesehen
    völlig uninteressant ist Showgirls: Exposed nicht geraten
    er hat es geschafft, dass man über ihn redet – allein das ist bereits eine Kunst für sich
    ——————————-

    Nun, das haben beispielsweise Mark David Chapman oder Jeffrey Dahmer auch geschafft, taugt somit als qualifizierende Größe nicht. Wieso komme ich nicht umhin, Formulierungen wie "man hat schon Langweiligeres gesehen" zu ergänzen, beispielsweise mit "aber selten" oder "kopulierende Schnecken" oder "umfallende Reissäcke am Horizont".

    Ihre Kritik erweckt so ein ganz klitzekleines Bisschen den Eindruck, die Samthandschuhe anzuhaben.

  12. November 15th, 2010 | 13:36

    so gehe ich einfach davon aus, dass der gute MV dass alles sehr ernst meint.

    Teils, teils, würde ich sagen.

    @Realsatiriker

    Was soll ich denn schon auf diese Suggestivfrage antworten? Natürlich sieht das nicht nach einem Millionenbudget aus, aber das ist ja auch hier nicht das Thema. Ich wollte den Film lediglich besprechen – wird es hier so weitergehen mit den ewig gleichen Diskussionen, werde ich hier dicht machen. Es geht hier um den Film als einzelnes Werk, nicht um das Making-Of. (das geht nicht gegen Sie, Realsatiriker, nur eine allgemeine Bemerkung)

  13. November 15th, 2010 | 13:43

    Ihre Kritik erweckt so ein ganz klitzekleines Bisschen den Eindruck, die Samthandschuhe anzuhaben.

    Das mag auf Sie vielleicht so wirken, ja, aber es ist als Kritiker nicht meine Aufgabe einen Film vor zu verurteilen oder ihm mit einer konkreten Abneigung zu entgegnen (klar, persönliche Vorlieben oder Abneigungen spielen immer eine Rolle, aber Sie wissen, was ich meine). Ich habe versucht den "Film" wie jeden anderen anzugehen und dabei versucht ihn zu lesen, sprich aus ihm schlau zu werden. Dass dabei auch genügend Negatives erwähnt wird, ist selbstredend, aber auch Positives ist ihm durchaus abzuringen (allen voran die Musik). Ich hätte auch einen Verriss gepostet, wenn der Film wirklich kein Stück taugte. Ich bin immer noch neutral, und mit Samthandschuhen angefasst mag nur deshalb so wirken, weil ich den Film objektiv angegangen bin – so wie dies eben möglich ist – und ihn nicht ob des Making-Ofs und der unzähligen Diskussionen bereits im Vornherein verdammt habe.

  14. Realsatiriker (14)
    November 15th, 2010 | 13:54

    Dann antworte ich gern allgemein – Ihr Anspruch als Kritiker kann keine schnöde 08/15-Kritik sein. Ein so kontroverses Thema müssen Sie in der Tiefe beleuchten. Ihr Urteil ist ja klar – eingebettet in diverse Samthandschuh-Formulierungen sprechen Sie dem Projekt alle nötigen Eigenschaften eines guten Films ab. Fakt.

    Und: "Natürlich sieht das nicht nach einem Millionenbudget aus" steht in eklatantem Widerspruch zum behaupteten Budget. Fakt.

    Der Film weist den oben zitierten Rattenschwanz an Schwächen auf und sieht nicht nach dem behaupteten Budget aus. <— DAS ist das Fazit Ihrer Kritik, so erhärten sich diverse Verdachtsmomente.

    Wäre schön gewesen, wenn Sie das direkt ausgedrückt hätten. In jedem Fall danke für Ihre Rezension. Ich werde den "Film" nun eindeutig vermeiden und keinen Cent dafür ausgeben.

  15. Realsatiriker (14)
    November 15th, 2010 | 13:59

    Nun, ich kann Ihren Ansatz nachvollziehen und finde es gut, dass Sie ihn konsequent fahren.

    In der Tat wirken ihre häufigen indirekten Formulierungen (siehe obige Zitate) im vorliegenden Fall auf mich bewusst verharmlosend, aber das ist dann wohl Ihr Stil.

    Danke für die Erklärung.

  16. November 15th, 2010 | 14:14

    Wie ich bereits sagte, es ist so viel einfacher einfach auf den Zug aufzuspringen, als den Film als ein Werk der Kunst – so mies er auch sein mag – zu sehen. Die Formulierungen sind teils Stil, teils Absicht, denn ja, eine gewisse Vorsicht walten zu lassen, ist doch nichts Schlechtes, ich war nun mal hin und her gerissen – ich würde den Film auch nicht jedem emnpfehlen, das sagte ich ja in der Kritik, aber man kann ihm durchaus auch Positives abgewinnen (und das ist ja wiederum Geschmackssache bzw. Sache der persönlichen Rezeption). Und wegen des Budgets – was ich gesagt habe oder nicht, spielt doch keine Rolle, zumindest nicht für die Kritik zum Film, um die es mir hier geht.

    Ferner verstehe ich ohnehin nicht, warum so viele so besessen sind, das alles zu widerlegen bzw. als ein "Gag" zu enttarnen. Lassen Sie Vorlander doch einfach sein Ding machen, ist doch klar, dass das nicht Jedermanns Sache würde. Bevor ich ewig rummache und mich immer wieder im Kreis drehe, ignoriere ich doch einfach jemanden, den ich nicht abkann …

  17. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 14:34

    "als den Film als ein Werk der Kunst "

    Das ist eines der Hauptprobleme. Die meisten Filme sind keine Kunst, sondern Handwerk, und entstehen, weil man Geld verdienen will. Nicht alles, was man mit einer Consumer-Kamera drehen kann, ist Kunst. Sonst wäre youtube der louvre unserer zeit.

  18. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 14:35

    "Ferner verstehe ich ohnehin nicht, warum so viele so besessen sind, das alles zu widerlegen bzw. als ein "Gag" zu enttarnen. "

    Weil die meisten Leute es nicht mögen, wenn sie a) angelogen b) verarscht oder c) für idioten gehalten werden.

  19. Realsatiriker (14)
    November 15th, 2010 | 14:39

    "Ferner verstehe ich ohnehin nicht, warum so viele so besessen sind, das alles zu widerlegen bzw. als ein "Gag" zu enttarnen."

    Ihr Ernst? Ich helfe Ihnen gern, das zu verstehen. Vorländer hat im Wortvogel-Blog eine Verhaltensweise an den Tag gelegt, die einen "Gag" nicht nur nicht nahelegt, sondern sehr unwahrscheinlich macht. Vielmehr liegt der Verdacht nahe, hier gäbe jemand ein Mini-Budget als Millionen-Etat aus, als sei sein "Film" kein Film, als würde jemand mit einer Mischung aus Aufbauschen, Verdrehen und Weglassen versuchen, ins Rampenlicht zu treten – um dann schlussendlich doch nur von der Masse nur verlacht zu werden, von der Wikipedia als irrelevant verachtet und von Kritikern wie Ihnen abgestraft.

    Dieses Schauspiel trägt sich hier zu. Bisschen wenig "Gag". Maximal auf traurige Weise komisch.

    Das mit dem Ignorieren würde fantastisch funktionieren, ich gebe Ihnen Recht. Es WIRD auch fantatisch auch funktionieren, da dieses Projekt schon bald vergessen sein wird. Nur jetzt gerade ist es allein ob seiner Absurdität noch in der Diskussion.

    Da Sie das Ding rezensiert haben, müssen Sie da jetzt durch;-)

  20. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 14:44
  21. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 14:52

    Realsatiriker:

    Verdrehe doch ruhig die Rezension…, Deine Meinung interessiert niemanden…, muss hart sein.

    Ich kann alle meine Aussagen beweisen, Du Deine Vorwürfe nicht, das macht den Unterschied.

    Mein Rat: Heul doch! :o)

  22. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 14:55

    Ich seh da nur, dass showgirls das arschende von avatar irgendwie angekratzt hat.

  23. November 15th, 2010 | 14:56

    Das ist eines der Hauptprobleme. Die meisten Filme sind keine Kunst, sondern Handwerk, und entstehen, weil man Geld verdienen will. Nicht alles, was man mit einer Consumer-Kamera drehen kann, ist Kunst. Sonst wäre youtube der louvre unserer zeit.

    Das behaupte ich auch nicht, ich hatte es in "" gesetzt und natürlich sind die meisten auch meinem Verständnis nach keine Kunst ("Handwerk" trifft es ganz gut) – wobei man dazu "Kunst" natürlich auch erst einmal definieren müsste.

    Weil die meisten Leute es nicht mögen, wenn sie a) angelogen b) verarscht oder c) für idioten gehalten werden.

    Absolut verständlich, aber dennoch kann ich es nicht verstehen, warum es so viele persönlich nehmen (von den rechtlichen Schritten mal ganz abgesehen, die gehen natürlich zu weit, aber beide Seiten haben sich eben ggs. hochgeschaukelt) – das ist das Internet: wenn mir was nicht gefällt oder sauer aufstößt – carry on

    Vielmehr liegt der Verdacht nahe, hier gäbe jemand ein Mini-Budget als Millionen-Etat aus, als sei sein "Film" kein Film, als würde jemand mit einer Mischung aus Aufbauschen, Verdrehen und Weglassen versuchen, ins Rampenlicht zu treten

    Und wer trägt ihn da hineinen …?

    Da Sie das Ding rezensiert haben, müssen Sie da jetzt durch;-)

    In der Tat. ^^

  24. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 14:56

    "Verdrehe doch ruhig die Rezension…,"

    Da muss man nichts verdrehen. Was man jedoch können muss, ist Lesen und Verstehen. Okay, bei letzterem hapert es bei dir ein wenig, aber streng dich doch mal ein bisschen an.

  25. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 14:57

    "Absolut verständlich, aber dennoch kann ich es nicht verstehen, warum es so viele persönlich nehmen"

    Weil der gute Marc Vorländer vom ersten Moment an mit seinem Gossenjargon jeden beleidigt, der es wagt, ein paar Fragen zu stellen oder die Credits seines Starproduzenten in Kontext zu setzen.

  26. November 15th, 2010 | 14:58

    Marc und XXX, kommt schon, so ein Ton muss nicht sein und solch einen Ton will ich hier auch nicht – denkt dran, was ich gesagt habe … ;-)

  27. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 15:02

    Also mich musst du nicht mit dem Vorländer in einem Topf werfen. Anders als er beschimpfe ich die Leute nicht.

  28. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 15:02

    @ XXX

    Das war nicht das "Arschende", sondern im Februar, als der Film lief.
    Das was Du als Ende bezeichnest, ist ein Millionentraffic und Beweis, dass wir da in einer Woche Avatar geschlagen haben. Das Avatar um die Jahreswende einen noch viel grösseren (historischen) Traffic hatte, habe ich nie bestritten.

  29. November 15th, 2010 | 15:06

    Also mich musst du nicht mit dem Vorländer in einem Topf werfen. Anders als er beschimpfe ich die Leute nicht.

    Ich werfe hier niemanden in einen Topf – mir ging es nur um Deine Lesen- und Verstehen-Nachhilfe. ;-) Und jetzt holen wir alle mal wieder Luft.

  30. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 15:09

    @Stefan
    Nun, das ist halt ein Problem des MV. Der hat deine Spitzen im Text gegen seinen Film ja auch nicht verstanden oder wahrgenommen.

    @Marc.
    Es ist das Arschende. Das zeigt die Grafik doch sehr schön. Der eigentliche Avatar-Traffic ist um ein Vielfaches höher. Und wie so oft bestehen deine Aussagen halt aus Halbwahrheiten.

    Aber da dein Film ja so viel Interesse wie Avatar hervorbringt, sollte er ja bald im Kino Milliarden Dollar einspielen. Freu mich schon drauf…

  31. Realsatiriker (14)
    November 15th, 2010 | 15:13

    "Bewiesen" ist nur, dass die erste Rezension ein Totalverriss ist.

    Fakt.

    Wundert mich nicht. Wird noch viele geben. Falls sich andere Rezensenten dazu aufraffen können, diese Farce überhaupt zu besprechen.

    Und damit dann auch genug des Spiels mit Freund Prolltroll, hin zu Relevanterem.

  32. comicfreak (4)
    November 15th, 2010 | 15:21

    @ Stefan

    ..ich fand deine Kritik hervorragend:
    jeder fand in deinem Text, was er sich von deiner Review erhofft hatte; ich als Satirefan konnte herzhaft lachen, Marc fühlt sich gebauchpinselt, und trotzdem ist die Kritik noch für Leute aussagekräftig, die von dem ganzen drumherum nichts mitbekommen haben.

    Das muss man erst mal schaffen.

  33. November 15th, 2010 | 15:24

    Danke für die Blumen. :)

  34. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 15:31

    Mir ist die Hetze vieler Blogger gegen meinen Film noch bevor man ihn gesehen hatte nur recht und billig…!
    Da ich durch Reaktionen von Fachleuten und anderen Filmemachern vorher schon wusste, dass richtige Kritiker und Journalisten ihn nicht verdammen würden, sehe ich das sogar positiv.
    Unprofessionelle Hetze ist meist ein Vorbote von Kritikerlob und Kultentstehung.

  35. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 15:36

    "Mir ist die Hetze vieler Blogger gegen meinen Film noch bevor man ihn gesehen hatte nur recht und billig…!"

    So recht, dass Du zur Polizei läufst und Anzeige erstattest?

    "dass richtige Kritiker und Journalisten ihn nicht verdammen würden, "

    Woher weißt du das denn? Bisher hattest ja nicht den Mumm, deinen Film Printorganen wie Cinema, Moviestar, Empire und anderen zur Verfügung zu stellen. Ja, selbst für die große Premiere wurde keine Fachpresse eingeladen. Dabei hätte ich die Einladung schon angenommen.

    "Unprofessionelle Hetze ist meist ein Vorbote von Kritikerlob und Kultentstehung."

    Bei welchem Film war das denn so?

  36. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 15:46

    @ XXX

    Dune von David Lynch ist ein gutes Beispiel, Showgirls von Paul Verhoven nicht zu vergessen ;o)

  37. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 15:54

    Ich finde Stefans Kritik brilliant. Sie lobt begründet und kritisiert fachlich. Ausgewogen, fair und mit Blick für Anspielungen im Film, die nur jemand versteht, der Filme auch "lesen" kann und im Kontext begreift.

  38. November 15th, 2010 | 16:01

    Sorry Marc, Deinen einen Kommentar habe ich gelöscht, denn Nazivergleiche möchte ich hier wirklich nicht haben!

  39. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 16:07

    Gut, dann sag ichs anders:

    Deine Kritik als Totalveriss zu verstehen, bedarf eines Grades von Wahrnehmungsverzerrung, der sogar mir nicht nachvollziehbar ist :o))

  40. Dietmar (12)
    November 15th, 2010 | 16:25

    Hallo Stefan,

    das ist schön: Man musste nur warten, bis Marc wieder so weit geht, dass es unerträglich ist.

    Zu Deinem Review: Ich finde es sehr gut geschrieben. Du gibst viel Informationen so klar, dass man sich ein Bild machen kann. Mir gefällt auch Deine Einstellung, den Film grundsätzlich erst einmal gelten zu lassen.

    Ich will mich an einer weiter ausufernden Diskussion hier jetzt nicht beteiligen, aber doch noch ein wenig sagen:

    Ich habe mich an den Debatten mit Marc Vorländer ja nun auch beteiligt und meine, aus diesen Diskussionen heraus sagen zu können, dass die Ironie und der Humor, die Du dem Film attestierst, nach meiner Einschätzung Deine Ironie und Dein Humor als Projektion sind. Dies denke ich, weil ich solche Seiten an Marc Vorländer nicht sehen konnte und sie ihm daher nicht zutraue.

    Die Diskussion mit ihm in den anderen Blogs habe ich nicht um den Film geführt, sondern um seine Selbstdarstellung, sein Auftreten und seine inakzeptable Art und Weise, aggressiv zu werden und Drohungen auszustoßen. Auch erschien mir Vieles als bestenfalls halbwahr.

    Ein Filmemacher muss mir nicht sympathisch sein. Und menschliche Größe ist nicht Voraussetzung für Kunst. Aber gegen Unaufrichtigkeit, Drohungen und Aggressionen muss man Stellung beziehen. Auch wenn sie von einem Künstler kämen,wofür ich Marc Vorländer aber nicht halte, um es offen zu sagen.

    Und letztlich: Immer noch steht da im Raum, dass Marc Vorländer sich einer Vorlage bedient hat, für die er keine Rechte hat. Das hat er durch windige Argumentationen zu umschiffen versucht ("inoffizielle Fortsetzung", "selbständige Fortsetzung"). Ich halte das für unlauter. Neben vielen, vielen anderen Unsauberkeiten. Und genau darum ging die Debatte mit ihm. Ich dachte, das müsste Dir als Journalisten eigentlich gefallen.

  41. Realsatiriker (14)
    November 15th, 2010 | 16:38

    Oh, ein Nazivergleich. Das letzte Mittel des Verlierers.

    Ich warte ab, bis das Film-Musikclip-Standbild-Foto-irgendwas einem Journalisten wie dem Wortvogel vor die Flinte kommt, der mit seiner Schreibe auch zu Potte kommt.

    Da dann auch verlässlich unser Troll-Schwergewicht aufschlagen wird, geht's dann weiter.

  42. November 15th, 2010 | 16:51

    Ich dachte, das müsste Dir als Journalisten eigentlich gefallen.

    Das tut es auch – und allen irgendwie, oder? Sonst würden wir ja kaum so viele Seiten darüber vollschreiben. Was mir aber nicht gefällt, ist die Tatsache, dass leider eine gewisse Diskussionskultur in (deutschen) Blogs und Onlineforen fehlt. Ich will damit niemanden angreifen oder in Schutz nehmen, aber sachlich und fair zu bleiben fällt vielen dann doch schwer. Egal wer da jetzt was wann wo gesagt hat, finde ich. Dass die Debatte auch bei einer Besprechung des Filmes kommen würde und nicht nur bei einer Ankündigung oder einem Interview, war mir bewusst, ja. Es ist ja auch alles schön und gut, nur eben ein freundlicher Ton – der hier ja auch größtenteils eingehalten wird, von demher. :)

  43. comicfreak (4)
    November 15th, 2010 | 16:58

    .. btw: von der "Leichenfledderei" an Dr. Caligari lese ich hier zum ersten Mal.

    @ Marc:
    wie bekommt man für sowas die Erlaubnis, oder ist das auch in "keiner da, schnell weg"-Manier eingebaut worden, sowie du ja nach eigener Aussage auch eher selten Drehgenehmigungen eingeholt hast?

  44. November 15th, 2010 | 18:32

    Also jetzt mal ganz ehrlich: Dass das hier ist eine Review ist, die keinem so wirklich gefallen kann, das sehe ich ja noch ein: Für MV steht da zu viel Negatives drin, für die Wortvogel-Anhänger nicht genug Negatives. Aber könnt ihr nicht wenigstens damit leben? Einfach mal ruhig bleiben und den Drops lutschen, den man euch hier vorsetzt? Stattdessen müsst ihr jetzt hier wieder den Sandkasten aufmachen. Das geht vor allem in Richtung "Realsatiriker" – Echt mal, über viele deiner Kommentare drüben beim Wortvogel hab ich gelacht oder wenigstens geschmunzelt und Du warst mir da auch recht sympatisch, aber es muss jetzt nicht sein, dass man sich so derart versteift seinem (nicht ganz unberechtigten) Hass freien Lauf zu lassen. Wie Du dich hier gebärdest, es macht Dich nicht besser als MV selbst. Und jetzt können alle mal in ihre Ecken zurückgehen und drüber nachdenken, ob sie weiter trollen und sich wie dumme Bälger verhalten wollen oder ob wir nicht alle ein stückweit erwachsen sind. Dann nämlich wird man feststellen, dass diese Review subtile Zwischentöne hat, die beiden Seiten Argumente liefern.

  45. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 18:43

    @ Comicfreak:

    Public Domain (Unrestaurierte US-Fassung)

  46. Markus (5)
    November 15th, 2010 | 18:46

    Es wird ohnehin kein wirklicher Kritiker (im Sinne von Autor für eine Tageszeitung oder ähnliches) über diesen Film schreiben, da er ja nie ins Kino kommen wird, daher wird es auch kein Kritikerlob geben von kultischer Verehrung ganz zu schweigen…sich mit Dune oder Showgirls zu vergleichen zeigt doch nur zum wiederholten Mal wie weltfremd MV ist.

    @Stefan: Wie hast du den Film denn überhaupt gesehen? Und weißt du wann der der "Öffentlichkeit" zugänglich gemacht wird? Videostart oder ähnliches? Marc selbst macht dazu ja keine Aussage, bei ihm heißt es nur immer wieder: nächsten Monat, nächsten Monat, aber dann wird da – vermutlich wenig zufällig – nichts draus.

  47. November 15th, 2010 | 18:50

    @MV: In dem Falle würde ich aber mal schleunigst deinen Anwalt konsultieren. Es kann nämlich sein, dass Du das Caligari-Material nur in den USA gewerblich nutzen darfst. In Deutschland liegen die Rechte bei der Murnau-Stiftung und sind keineswegs gemeinfrei.

  48. November 15th, 2010 | 18:54

    @Markus: Blogger sind also keine "wirklichen Kritiker"? In welchem Sinne sind sie das nicht? Du führst Zeitungen an. Dazu eine frage: Ein Kritiker bei einer Tageszeitung, der zwei Zeilen während der Kaffeepause raushaut, ist der ein besserer Kritiker als z.B. ein Filmwissenschaftler, der bloggt? "Wirkliche Kritiker" gibt es nicht. Es gibt nur welche mit Sachverstand und welche ohne. Und Stefan selbigen abzusprechen – gut, vor Jahren hätte ich es noch getan (gelle, die Filmforenanfangsjahre), aber inzwischen… ;-)

  49. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 18:55

    @ Ben:

    Gebe Dir weitgehend recht…, ich kann mit der teilweisen Kritik in Stefans Review jedoch bestens leben. Ich bin nicht objektiv, denn es ist mein Werk…, aber wäre ich nicht der Regisseur, hätte ich darüber -exakt- das gleiche geschrieben wie Stefan…

  50. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:00

    @ Ben:

    Nur die restaurierte Fassung. Davon abgesehen, ist bisher nur der US-DVD-Release sicher.

  51. November 15th, 2010 | 19:08

    @Stefan: Wie hast du den Film denn überhaupt gesehen? Und weißt du wann der der "Öffentlichkeit" zugänglich gemacht wird? Videostart oder ähnliches? Marc selbst macht dazu ja keine Aussage, bei ihm heißt es nur immer wieder: nächsten Monat, nächsten Monat, aber dann wird da – vermutlich wenig zufällig – nichts draus.

    Ich habe die Fassung von Marc bekommen/vorliegen, die auch in den USA erscheinen wird. Das wird er hier schon sagen, denke ich, wenn er das liest, denn ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

    Es gibt nur welche mit Sachverstand und welche ohne. Und Stefan selbigen abzusprechen – gut, vor Jahren hätte ich es noch getan (gelle, die Filmforenanfangsjahre), aber inzwischen… ;-)

    Unterschreibe ich so, aber wir wissen beide, dass das eben die meisten denken, dass jemand, der für eine Zeitung o.ä. schreibt mehr Ahnung hat, ist ja die ewig gleiche Diskussion. Und ja, haben wir nicht alle mal auf unästhetische Weise Laufen gelernt? ;-)

  52. November 15th, 2010 | 19:10

    @MV: Du irrst. Der Rechtsanspruch der Murnau-Stiftung gilt auch für nicht-restaurierte Fassungen. Die Murnau-Stiftung ist Inhaberin der Rechte der Filme der Ufa und die hat wiederum die Decla übernommen, die Caligari drehte. Damit liegen die Rechte für Caligari – egal in welcher Fassung – in Deutschland bei der Murnau-Stiftung.

  53. November 15th, 2010 | 19:12

    Marc, Ben kannst Du da ruhig glauben, der ist ein absoluter Nerd/Freak – im positiven Sinne – was den deutschen Expressionismus und seine Filme angeht … ;-)

  54. Markus (5)
    November 15th, 2010 | 19:14

    @ Stefan: Das wird Marc mit Sicherheit nicht sagen, denn offensichtlich gibt es keinerlei Starttermin für Deutschland, auch wenn Marc stets behauptet bald wäre es so weit…..Das ist ja das Problem an Marc, dass er immer wieder von irgendwelchen Milliondeals schwadroniert, aus denen dann aber rein gar nichts wird….da muss er sich dann auch nicht wundern, wenn 99% der Leute ihn für einen Aufschneider und Lügner halten….

    Ich habe übrigens auch nicht deine Kenntnisse in Frage gestellt, dafür kenen ich deine Texte auch zu wenig. Ich wollte mit dem "richtigen Kritiker" in erster Linie ausdrücken,d ass es fraglos kein Zufall ist, dass Marc die DVD nicht an jemanden von der FAZ oder der FR geschickt hat, denn die hätten vermutlich im besten Falle kein Wort über sein Home-Video verfasst….während ein Blogger wie du mit einem Text über Trash eben leicht ein bisschen Traffick erzeugen kann…

  55. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:14

    Also, ich mache schon konkrete Aussagen, so weit eben gerade möglich:

    Der Film erscheint in den USA auf DVD und wird meines Wissens noch vor X-mas bei Amazon.com zu bestellen sein.

  56. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:33

    "Das wird Marc mit Sicherheit nicht sagen, denn offensichtlich gibt es keinerlei Starttermin für Deutschland, auch wenn Marc stets behauptet bald wäre es so weit…."

    Dummes Zeug. Habe nie einen Start explizit in D angekündigt.

    "da muss er sich dann auch nicht wundern, wenn 99% der Leute ihn für einen Aufschneider und Lügner halten…"

    Ein paar Blog-Trolle…

    "fraglos kein Zufall ist, dass Marc die DVD nicht an jemanden von der FAZ oder der FR geschickt hat, denn die hätten vermutlich im besten Falle kein Wort über sein Home-Video verfasst….während ein Blogger wie du mit einem Text über Trash eben leicht ein bisschen Traffick erzeugen kann…"

    Na klar, deshalb hat auch die Entrtainment Weekly über mein "Home-Video" geschrieben…
    Und den Traffic hier muss ich ja nötig haben, nachdem ich im Februar Avatar diesbzüglich geschlagen habe, als dieser bei uns im Kino lief…

  57. Realsatiriker (14)
    November 15th, 2010 | 19:33

    @Ben: Erspar mir doch bitte diesen Unterton, ja? Ich bin kein "Wortvogel-Anhänger" und ich empfinde für MV keinen "Hass". Fühle dich ruhig ermuntert, die Welt differenziert zu sehen, falls dir das möglich ist.

  58. Dietmar (12)
    November 15th, 2010 | 19:34

    "…aber es muss jetzt nicht sein, dass man sich so derart versteift seinem (nicht ganz unberechtigten) Hass freien Lauf zu lassen. Wie Du dich hier gebärdest, es macht Dich nicht besser als MV selbst."

    Nein, Ben, ganz einfach nein: Realsatiriker lässt hier nicht seinem "Hass freien Lauf". Und er gebärdet sich nicht annähernd so wie Marc Vorländer es tut. Die Beleidigungen und Drohungen samt behaupteter Strafanzeige durch Marc Vorländer sind massiv und hinreichend geeignet, ärgerlich über ihn zu sein. Auch hier legt er bei ihm zuwider laufender Meinung sofort mit Beleidigungen los ("Troll", Nazivergleich). Da einfach zu sagen, naja, ihr seid alle auch nicht besser, Schwamm drüber, finde ich wirklich nicht angemessen. Bleibe bei Deiner Erklärung zu Caligari, mir leuchtet sie ein, und erkläre ihm, dass er sich (erneut) um eine einwandfreie rechtliche Handhabung herumlaviert (wie bei den Drehgenehmigungen, den Rechten an den Showgirls-Charakteren, und bei anderen Gelegenheiten, die noch öffentlich werden, wenn Torsten das weiter verfolgt), und vielleicht kommst Du dann ja auch in den zweifelhaften Genuss des Vorländerschen Diskussionsstils.

    Und ich kann mich mit dieser Beobachtung und Prognose wahrscheinlich schon in die Reihe derer stellen, denen Marc Vorländer eine Verläumdungsklage anhängen möchte. Was ist das für eine Streitkultur? Verhält man sich so, wenn man sich mit einer Arbeit der Öffentlichkeit stellt?

    Nur ein Punkt von Stefans Review stört mich wirklich sehr: Dass zur einer Art Kunst erhoben wird, wenn man auf diese Weise Aufmerksamkeit auf sich zieht. Selbstdarstellung ist keine Kunst; eine große Klappe ist eine große Klappe, nicht mehr.

  59. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:36

    @ Ben

    Nach deutschem Urheberrecht müsste Caligari Public Domain sein, da der Hauptautor vor über 70 Jahren verstarb.

  60. Dietmar (12)
    November 15th, 2010 | 19:38

    Eine Editierfunktion wäre schön: "Verläumdung" ist mir arg peinlich. :-)

  61. Dietmar (12)
    November 15th, 2010 | 19:40

    @Marc: Das mit dem 70-Jahre-Tod hast nicht ganz richtig verstanden: Es kann durchaus sein, und das wird es in diesem Falle wohl, dass daran trotzdem Urheberrechte bestehen. Wie XXX sagte: Das muss man im EINZELFALL prüfen. Das wäre Deine Aufgabe gewesen. "Es müsste sein" ist keine Prüfung.

  62. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:43

    @ Dietmar:

    Zu spät, werde es vormerken, wenn Du wiedermal über meine Flüchtigkeitsfehler schwadronierst…

  63. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 19:45

    @Marc

    Copyrights können verlängert werden. Und einen Hauptautor (wer soll das sein) gibt es bei einem Film nicht.

    Wenn Showgirls 2 in Deutschland rauskommt, wird eine Zahlung an die Murnau-Stiftung für die Verwendung des Materials fällig werden. Falls die sich nicht verbitten, dass Caligari in einem Tittenfilm zu sehen ist.

  64. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:45

    Dietmar:

    Ich muss gar nichts, solange der Film nicht in D erscheint. Werde aber falls…

  65. Dietmar (12)
    November 15th, 2010 | 19:45

    Bei MIR sind das Flüchtigkeitsfehler, bei DIR nicht. Bei MIR ist es kein Schwadronieren, bei DIR schon.

    Inhaltliche Antwort bitte!

  66. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:47

    @ XXX

    Laut Definition ist der Regisseur "Hauptautor" eines Films.

  67. Dietmar (12)
    November 15th, 2010 | 19:47

    "Ist noch vor Weihnachten bei Amazon zu bestellen", oder? Na, dann mal hopp!

  68. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 19:49

    Und Stefan:

    Die Leute haben hier ein sehr hohes Diskussionsniveau. Der einzige, der es konstant unterschreitet und mit Beleidigungen um sich wirft, ist Vorländer. Wenn Du also was zur Diskusssionskultur in Blogs tun willst, dann ruf mal den Herrn Regisseur zur Ordnung.

  69. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:49

    @ Dietmar:

    Ja, ist klar, ich vergass… ich bin ja zu dumm. Dietmar, die Legende der gepflegten Diskussionskultur… *rollyes*

  70. November 15th, 2010 | 19:49

    Eine Editierfunktion wäre schön: "Verläumdung" ist mir arg peinlich. :-)

    Werde ich noch mal in Betracht ziehen, erst recht nach einer Diskussion wie dieser hier. ;-)

    Wegen Deiner Kritik an meiner Besprechung: Darum geht es ja – was ist überhaupt Kunst? Klar ist vieles an den Diskussionen dummes Geschwätz, aber Marc weiß das alles schon auch irgendwie zu nutzen, wenn auch für seine Zwecke, klar.

  71. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 19:50

    Marc,

    wo steht diese Definition?

    Außerdem scheinst du zu vergessen, dass bei den meisten Filmen nicht der Regisseur die Rechte am Werk hält, sondern das produzierende Studio. Und bei Caligari war es nun mit Sicherheit nicht der Regisseur.

  72. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:50

    "Die Leute haben hier ein sehr hohes Diskussionsniveau"

    Der war gut.

  73. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 19:52

    Erzähl mal lieber, wie die Rechtelage bei Caligari mit Robert Wiene zusammenhängt.

  74. Dietmar (12)
    November 15th, 2010 | 19:52

    "Ja, ist klar, ich vergass… ich bin ja zu dumm."

    Wie kann man das denn vergessen …

    " Dietmar, die Legende der gepflegten Diskussionskultur"

    Rüchtüch! Danke! :-)

  75. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 19:54

    Jeder der zu meinem Film endlos postet, ist Teil eines Kunsthappenings…, nur nicht jeder merkt es.

  76. Dietmar (12)
    November 15th, 2010 | 19:56

    Stefan, ich könnte das hier weitertreiben, habe aber alles gesagt, was ich sagen wollte und bin an diesen Kindergarten-Streitereien mit Marc Vorländer nicht weiter interessiert.

    Also: Ich lese recht gerne, was Du schreibst und freue mich auf Neues. Meinen Standpunkt habe ich wohl klar genug gemacht und lasse es dabei bewenden.

  77. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 20:01

    "und bin an diesen Kindergarten-Streitereien mit Marc Vorländer nicht weiter interessiert."

    Das ist Dir nach über 2000 Postings bei Dewi und anderen, ja sehr früh eingefallen…

  78. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 20:03

    Ich bin mehr daran interessiert, was die Rechtsabteilung der Murnau-Stiftung zu sagen hat. Wir werden's wohl bald wissen.

  79. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 20:05

    Ich bin mehr daran interessiert, was die Rechtsabteilung der Murnau-Stiftung zu sagen hat. Wir werden's wohl bald wissen."

    Dann muss ich mich nicht drum kümmern, falls jemals D-VÖ. Danke.

  80. November 15th, 2010 | 20:10

    So, wenn es so weiter geht, mache ich hier wirklich dicht!

  81. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 20:10

    Gibt's keine Interessenten, den Avatar-Konkurrenten hierzulande auszuwerten?

  82. Trantor (9)
    November 15th, 2010 | 20:18

    Ah, die Frage, warum Du, Stefan, die quasi medien- wie länderübergreifende Exklusivität hattest, den Film anschauen zu dürfen, hatte mich auch interessiert, und zwar wirklich vollkommen wertneutral, ohne jegliche Ironie oder Bissigkeit. Natürlich sollte man nicht anfangen, darauf zu warten, dass FAZ-, Focus- oder Cinema-Kritiker diesen „Kunstfilm“ besprechen werden, aber –mit allem ernstgemeinten Respekt gegenüber Deinem Blog, dafür kenne ich ihn zuwenig, dass ich mir irgendein Urteil erlauben könnte- Dein Blog ist ja nicht unbedingt das zentrale Artfilm-Blog, bei dem Experimentalfilmer, die ihre Videos sonst in Museen zeigen, als Erstes aufschlagen, oder irre ich mich?

    Meinst Du, es hat damit zu tun, dass Du bereits im März dieses Jahres ein längeres Email-Interview mit MV geführt hast?

    Zu eben diesem „Interview“ vielleicht doch noch ein kleiner Kommentar von mir, auch hier wirklich ohne Zynismus: Wenn man sich selber als „Semi-Journalist“ bezeichnet (und als „Wingman“, aber ich sag jetzt mal nichts dazu, ob es so geschickt ist, sich ins PUA Licht zu stellen, wenn die Seite irgendwann auch mal als Bewerbungsreferenz dienen kann), hätte ich mir schon gewünscht, dass Du bei diesem Interview vielleicht in Ansätzen auch mal etwas kritischer nachfragst. Das ist in meinen Augen zumindest der Unterschied zwischen Journalisten und Marketing/PR-Leuten (letzteres scheinst Du ja in Deiner Karriereplanung auch eher anzustreben). Was ich meine mit kritisch nachfragen? Nun, mal ganz abgesehen davon, dass es etwas fanboy-haft klingt, gleich die zweite Frage des Interviews daran aufzuhängen, dass MV ein „Drehbuch“ „erfolgreich“ nach „Hollywood“ „verkauft“ hätte (wenn doch damals schon recht klar war, dass es sich nicht um einen wirklichen Hollywood-mäßigen „wirklichen“ Film (im Sinne von „Kino-kompatibel“) handelte. Schließlich bist Du doch laut eigenem Blogeintrag doch auf den Trailer von einem Freund hingewiesen worden, als der Trailer sich als „Wer-kann-das-bis-zu-Ende-sich-anschauen“-Test durch die Netzwelt verbreitete. Deine „Grundgütiger“ Headline sagte ja alles.

    Nein, was ich meine sind diese Dinge, die einem als Filmfan doch zumindest mal das ein oder andere mal mehr als nur die Stirn runzeln lassen:

    Die Behauptung, dass Flimmereffekte und Schliereneffekte vor ihm noch keiner gemacht hat? Och, bitte!

    Dass er in Deinem Interview sich wohlgemerkt mit keinem Satz wirklich von den 25 Mio. Budget distanziert? Komm schon, der folgende Satz ist natürlich KEIN „ja, es waren 25 Mio.“, aber wir alle wissen, er genauso verschwurbelt ausgedrückt ist, um den Eindrück entstehen zu lassen, dass es zwar unglaublich scheint, aber doch zig Millionen gewesen sind: „Das sind Rechenexempel. Soundtrack-Produktion, Equipment, Reisen, Locations, Gagen und Beteiligungen; viele Posten errechnen sich dann zu einer Summe“

    Dass er wirklich ohne ein einzige Nachhaken die Story mit dem Zugriffrekord erzählen darf und dem damit verbundenen angeblichen Servercrash? Ich zitiere: „Wir haben am 27./28. Februar den Daily-Traffic von Avatarmovie.com beinahe verdoppelt“. Erstens hat er das „verdoppeln“ mit seiner Alexa.Statistik eben gerade selber widerlegt (mal ganz abgesehen davon, dass der Hype um Avatar am 24. Februar so ziemlich abgeflaut ist,:

    http://sphotos.ak.fbcdn.net/hp.....1326_n.jpg

    Und zweitens: „Europas größten Internet-Provider lahm gelegt und 1 Millionen Webseiten abstürzen lassen. 24 Stunden lang fanden wir niemand, der willens und technisch in der Lage war, unseren Traffic zu bewältigen“. DAS sollte einem doch Anlass zum kurz Nachdenken- und recherchieren geben, denn weder auf der Firmenwebseite, noch in Börsennachrichtendiensten noch in jeglicher (!) deutschen Presse ist etwas von einem solchen Serverausfall zu lesen. Jetzt wird MV sagen: „Ja, das hat UI natürlich zu vertuschen versucht“. Glauben Sie wirklich, dass es eine börsennotierte Gesellschaft sich leisten kann, einen solchen Ausfall ihres Kerngeschäftsbertriebes zu verheimlichen?

    Ich denke, ich habe einige recht bedenkliche Punkte erwähnt, die einen zumindest doch erstaunen lassen sollten. Was darüber hinaus in dem anderen bereits erwähnten Blog sich in über 2000 Kommentar zusätzlich an Merkwürdigkeiten ergeben hat, möchte ich hier gar nicht mehr erwähnen.

  83. November 15th, 2010 | 20:42

    Ah, die Frage, warum Du, Stefan, die quasi medien- wie länderübergreifende Exklusivität hattest, den Film anschauen zu dürfen, hatte mich auch interessiert, und zwar wirklich vollkommen wertneutral, ohne jegliche Ironie oder Bissigkeit. Natürlich sollte man nicht anfangen, darauf zu warten, dass FAZ-, Focus- oder Cinema-Kritiker diesen „Kunstfilm“ besprechen werden, aber –mit allem ernstgemeinten Respekt gegenüber Deinem Blog, dafür kenne ich ihn zuwenig, dass ich mir irgendein Urteil erlauben könnte- Dein Blog ist ja nicht unbedingt das zentrale Artfilm-Blog, bei dem Experimentalfilmer, die ihre Videos sonst in Museen zeigen, als Erstes aufschlagen, oder irre ich mich?

    Meinst Du, es hat damit zu tun, dass Du bereits im März dieses Jahres ein längeres Email-Interview mit MV geführt hast?

    Ich habe auf diese Frage eigentlich nur gewartet, um ehrlich zu sein. Warum ich den Film gesehen habe, als einer der ersten? Weil ich, wie Du schon richtig sagtest, eines der ersten Interviews mit Vorlander geführt habe, als das Ding noch keine so hohen Wellen schlug, wie es das in jüngster Zeit tut. Ich wollte eben mehr wissen, was das Ganze eigentlich ist und soll – journalistisch motiviert, quasi. Ich denke ja auch an meine Leser, und da jeder über den Trailer sprache, wollte ich Hintergrund liefern, der – da gebe ich Dir recht – Marc vielleicht etwas zu viel Spielraum gibt. Ich bin seitdem mit Marc in Kontakt geblieben, da ich wissen wollte, wie sich das alles entwickeln würde. Marc und ich haben viel geredet via Facebook und E-Mail, was ja auch nicht verwerflich ist, denke ich, denn – auch wenn Du es so nicht sagst – man ja schon aufpassen muss, dass man nicht zum Marketingobjekt wird.

    Nun wollte ich natürlich auch einer der ersten sein, die den Film zu sehen bekommen und ihn besprechen, klar. Zum einen sehe ich das aus journalistischer Perspektive (die Kritik), zum anderen – da liegst Du richtig – aus PR-Perspektive, denn sowohl das Interview, als auch die Kritik nun, bringen meinem Blog Leser und Traffic, den jeder Blogger wohl gerne hat, da mache ich keinen Hehl draus. Mit "Wingman" und anderen Dingen, die ich in meiner Freizeit mache oder die mein Privatleben definieren, hat das aber, wie ich finde, nichts zu tun. Ja, ich will ab dem kommenden Jahr in der PR oder dem Journalismus arbeiten und sehe mein Blog als eine gewisse Referenz, aber das macht eine Kritik oder solch eine Diskussion hier ja nicht zunichte, oder wie meintest Du das? Ich habe ja auch nie behauptet, dass ich die Objektivität in Person sei, oder dass ich keinen Draht zu Vorlander hätte.

    Ach ja, was ist "PUA"?

  84. Marc Vorlander (44)
    November 15th, 2010 | 21:10

    "Ich zitiere: „Wir haben am 27./28. Februar den Daily-Traffic von Avatarmovie.com beinahe verdoppelt“. Erstens hat er das „verdoppeln“ mit seiner Alexa.Statistik eben gerade selber widerlegt"

    Das ist nicht korrekt!! Um das zu behaupten, müsstest Du die Tagesgrafik und nicht die Jahresgrafik sehen…, derartige Feinheiten sind da nicht zu sehen. Die Jahresgrafik beweisst aber, dass wir im Februar kurz Spitze waren. Meine Aussage stimmte.

  85. Trantor (9)
    November 15th, 2010 | 21:10

    @Stefan: Versteh mich nicht falsch, das finde ich ja auch absolut lobenswert, ernsthaft, dass Du das Interview arrangiert hast, um ein bißchen mehr Hintergrund zu erfahren. Und ich finde es ja auch gut, dass Du nicht von vornherein Deine Fragen zynisch und vernichtend formuliert hast sondern halt -nennen wir es mal- "interessiert". Ich meinte ja auch nur, dass es eben für "journalistisch" motiviert dann doch noch ein klitzeklein bißchen mehr bedurft hätte, als die Antworten von MV einfach so stehen zu lassen, schließlich und vor allen Dingem, wenn er so auf den Putz haut mit seinen Aussagen. Auch daran wäre ihm eigentlich nichts vorzuwerfen, wenn er das so offen und ehrlich spielen würde wie Du eben gerade in Deiner Antwort: "denn sowohl das Interview, als auch die Kritik nun, bringen meinem Blog Leser und Traffic, den jeder Blogger wohl gerne hat, da mache ich keinen Hehl draus" Find ich ehrlich, find ich klasse! Und wenn MV so aufgetreten wäre, dann hätte er mit ziemlicher Sicherheit die meisten Leute auf seiner Seite gehabt.

    Hätte er genau wie Du gerade mit einem Augenzwinkern gesagt "Hey, wir wissen, dass einiges hier von mir überzogen ist, aber Ihr wisst nun mal dass Klappern zum Handwerk gehört und anders kriegt man nun mal selbst bei bild.de keine Minimeldung, und hey, es wirkt, die Leute interessieren sich", dann, ja dann hätte doch keiner was gesagt. Aber er hat die Sache fast bis zur letzten Sekunde so aufgezogen, dass hier ein Megareißerfilm kommt, der sowohl von der Weltkinopresse bis hin zu Hollywood-Granden – nein GANZ Hollywood – begeistert aufgenommen wurde und alle seine getätigten Aussagen doch absolut belegt sind. Kombiniert mit einer Art, die im Gegensatz zu den anfangs wirklich zahlreich vertretenen interessierten Underdog-Filmfans, nicht sachlich sondern im Zeitverlauf immer aggressiver wurde, kann DAS auch nicht mehr im hinein dadurch gerettet werden, in dem MV bahauptet, dass das ja alles nur PR war. Denn wofür? Dafür, dass er in deutschen Blogs auf die Pauke haut, während die DVD doch eh nur in den USA erscheint/erscheinen soll? Oder um sich in Deutschland Aufmerksamkeit für ein nächstes Projekt zu schaffen? Da wirst Du mir wohl recht geben müssen, Stefan, dass es wohl nicht sonderlich fördern ist, wenn gleich einer der obersten Google-Treffer nun zu einem Blog leiten, wo er beleidigend um sich beißt.

    Das mit dem PUA (="Pick Up Artist", also der Bereich, der nicht zuletzt durch Mystery's Show auf MTV doch so ziemlich jedem Kid klar gemacht hat, was ein "Wingman" da draußen im "Game" macht) war übrigens null auf Deine Filmrezensionskompetenz gemünzt, sondern einzig und allein in den Raum gestellt, ob es geschickt ist, so etwas zu nach außen hin zu promoten, wenn das später auch jeder Personaler von Medienunternehmen oder Marketingagenturen lesen kann.

  86. Trantor (9)
    November 15th, 2010 | 21:20

    @Marc: Also dann frage ich mal ruhig und interessiert nach, wo mein Fehler in der Analyse des rechten Charts dann liegt: der rechte Chart gibt den Vergleich des Traffics von Deiner mit der Avatarseite wieder richtig? Der rechte Chart macht das für einen längeren Zeitraum, richtig? Die Datenpunkte im rechten Chart sind jeweils auf Tagesbasis, richtig? Also bei dem Punkt, der ja von Dir extra mit einem roten Pfeil markiert ist, hat Deine Seite den höchsten Tageswert überhaupt gehabt, richtig? Bei diesem Tag ist der Wert von Deiner Seite bei ca. 0,010 und tangiert damit maximal die Linie von Avatar, aber ist niemals doppelt so hoch! Oder sonst zeig mir doch bitte einen Tag im rechten Chart, in dem ein blauer Punkt weit über einem roten Punkt liegt.

  87. November 15th, 2010 | 21:23

    @Trantor

    Ah, dann verstehe wir uns ja im Prinzip. Natürlich kann man immer mehr machen und hinterfragen, aber ich keinen einen Großteil meiner Leser, die können bei solch einem Interview auch zwischen den Zeilen lesen – zudem ist es, das weißt Du, wenn Du einmal ein Interview geführt hast, oftmals nicht gestattet es zu ändern oder so hinzubiegen, dass es Dir und Deinem Medium gefällt. Wie gesagt, natürlich bietet es dem Interviewten eine Projektionsfläche, aber der Leser sollte/ist im Stande, da auch kritische Töne herauszufiltern.

    Zwecks PUA und Privatem – danke für den Hinweis, habe das auf MTV nie geschaut, beziehe mich da eher auf How I Met Your Mother, zudem kommen wir auch hier wieder beim Thema Ironie an, denn ich habe das auch absichtlich nur auf Twitter stehen, nicht hier im "About Me", denn es ist mir durchaus bewusst, dass so etwas missverstanden werden kann und nicht immer von Vorteil ist. ;-)

  88. Trantor (9)
    November 15th, 2010 | 21:32

    Naja, also wir verstehen uns zwar im Prinzip, aber meine Punkte gehen ja eben genau das an: Natürlich kann man im Nachhinein das Interview, weder Fragen noch Antworten, verändern (uhm, naja, zumindest als Fragesteller verdammt seltener als der Antwortende, der ja nicht selten sich das Recht nimmt, sein finales "Go" zu geben, aber das drifted jetzt ab), aber das hab ich ja nun auch nicht verlangt. Es wäre genau deswegen eben um so nötiger gewesen, schon WÄHREND des Interviews eben mal ein paar nachhakende Fragen zu stellen. Oder falls Dein Interview mehr ein Zumailen von allen Fragen auf einmal an MV war, dann hat man auch als Journalist durchaus das Recht nach dem Interview einen Absatz zu ergänzen, der dann das Fragliche nochmal genauer unter die Lupe nimmt.

    Aber dass Du HIMYM schaust, macht Dich sehr sympathisch :). Legen… -wait for it- …dary

  89. November 15th, 2010 | 21:41

    Oder falls Dein Interview mehr ein Zumailen von allen Fragen auf einmal an MV war, dann hat man auch als Journalist durchaus das Recht nach dem Interview einen Absatz zu ergänzen, der dann das Fragliche nochmal genauer unter die Lupe nimmt.

    Genau das war der Fall. Und ich will micht nicht rausreden, aber:

    1. war damals die Welle noch sehr, sehr niedrig (zumindest was Diskussionen betraf)

    2. machte das Interview IMHO wirklich deutlich, dass er das nicht alles ernst meinen kann (man schaue sich nur mal die Antwort auf die letzte Frage an)

    Ergänzend hätte ich etwas hinzufügen können, sicher, das muss ich jetzt eingestehen. Wir sehen das aber jetzt retrospektiv, und da ist aktuell nunmal alles anders. Und ja, HIMYM hat man gefälligst zu schauen! ;-)

  90. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 21:42

    Trantor hat hier Recht. Und da Du, Stefan, ja auch sagtest, dass Du mit MV noch in weiterem Kontakt standest, wären Follow-up-Fragen (wenn wir davon ausgehen, dass eine Fragenliste hingeschickt wurde) nicht nur möglich, sondern auch nötig gewesen.

  91. November 15th, 2010 | 21:46

    Bin ich hier jetzt in der Schusslinie, oder was!? Ich wollte Euch eine Besprechung des Filmes liefern, das, um was es eigentlich geht bei der ganzen Sache, nicht etwa eine neue Platform für "Making-Of-Diskussionen" … Und alle, die hier "bashen" – ich möchte doch mal stark bezweifeln, dass Ihr alle Profijournalisten seid, die Dutzende Interviews geführt haben …

    (und nein, jetzt startet keine neue Diskussion über mich und meine Arbeit :p)

  92. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 22:12

    Jetzt begibst Du Dich auf brüchiges Eis. Über Kritik sollte man nachdenken, nicht lospoltern (und das Argument, dass nur Profi-Journalisten das Interview kritisieren dürfen, ist – sorry – ganz arm). Aber da's Dir wichtig ist: Ich bin vom Fach.

    Statt jetzt um Dich zu beißen, hättest Du die Gelegenheit nutzen können, über das Interview zu reflektieren und Ratschläge zu beherzigen. Würde Dir auf lange Sicht wohl mehr bringen, zumindest wenn Du in den Journalismus und nicht in die PR-Branche willst.

  93. November 15th, 2010 | 22:24

    OK, so harsch wollte ich es nicht formulieren, bzw. habe es nicht so gemeint. Natürlich sehe ich das als konstruktive Kritik, die ich auch annehme und reflektiere, aber ich sagte auch nicht, dass nur Journos das Interview krisieren dürften – es ging mir eher darum, dass eben auch "Leute vom Fach" Fehler machen, die man, ja, anführen kann, auf denen man aber nicht rumreiten muss. Ich stehe hier nicht im Fokus, was natürlich nicht heißen soll, dass ich alles richtig gemacht habe. Mir geht es nur darum, dass der Film im Mittelpunkt steht und keine Diskussionen, die davon weggehen. ;-)

    Darf ich interessehalber nachfragen, wo Du tätig bist?

  94. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 22:38

    Eine Diskussion zum Film selbst kann es per se nicht geben. Das geht erst, wenn mehr Leute ihn gesehen haben (und unterschiedlicher Meinung sind…). Darum dreht sich alles auch nur um die Art der Präsentation. Wie es Trantor schon schrieb, wenn MV etwas mehr Bescheidenheit oder Ehrlichkeit an den Tag gelegt hätte, hätte er viele für sich gewinnen können. Und darum bezieht sich jede Diskussion, die sich nun über drei Blogs erstreckt, auf die Art der Vorab-Präsentation des Films und Vorländers Persönlichkeit.

  95. November 15th, 2010 | 22:43

    Was mich mal interessiert: Ist das mit VorlÄnder Absicht? Der Gute heißt immer noch VorlAnder (ohne Umlaut). Und ja, da liegst Du richtig, dennoch kann man diese Diskussion "human" führen, was hier ja zum Glück auch größtenteils der Fall ist. Welches ist denn der dritte Blog? Ich weiß nur von Torsten Dewis Blog noch …

  96. XXX (32)
    November 15th, 2010 | 22:55

    Dann hast Du ganz verpasst, wie Vorländer einem Blog-Kollegen gedroht hat, ihn anzuzeigen (bzw. so getan hat, als ob): http://www.die-filmilf.de/allg.....vergleich/

    Was seinen Namen betrifft: Vorländer mit Ä, weil er nun mal so heißt. Siehe auch hier: http://www.pluspedia.de/index.php/Marc_Vorlander

  97. November 15th, 2010 | 23:01

    Doch, das habe ich mitbekommen, war ja auch bei Torsten bereits zu lesen. Und wegen des Namens: Touché, das wusste ich tatsächlich noch nicht – liegt wohl am gerade am Umlaut, mit dem die Amerikaner ja so ihre Probleme haben …

  98. November 15th, 2010 | 23:39

    @MV: Nach einer kurzen Recherche bin ich nun der Meinung, dass Caligari nicht nur in Deutschland, sondern auch in UK nicht gemeinfrei ist. Das nur so hinsichtlich zukünftiger VÖs.

  99. Marc Vorlander (44)
    November 16th, 2010 | 0:04

    "Hätte er genau wie Du gerade mit einem Augenzwinkern gesagt "Hey, wir wissen, dass einiges hier von mir überzogen ist, aber Ihr wisst nun mal dass Klappern zum Handwerk gehört und anders kriegt man nun mal selbst bei bild.de keine Minimeldung, und hey, es wirkt, die Leute interessieren sich"

    Moment mal, überzogen nicht, aber das mit dem Klappern habe ich oft genug gesagt!
    Und Stefan hat völlig recht, ich habe oft mit Ironie gearbeitet und mein Film ist voll davon.

    Meine Datenangaben stimmen alle. Erst bin ich ein Lügner, wenn ich sage, dass ich im Februar die Avatar-Site geschlagen habe, dann beweise ich es und dann bin ich in Lügner, weil auf der Jahresgrafik nicht auch noch zu sehen ist, dass an einem Tag meine Site doppelt so viele Klicks hatte wie Avatar … Die grundsätzliche Aussage ist schon bewiesen und dann wird noch in den Nebenaussagen gesucht, um das nicht sofort eingestehen zu müssen…

    Vor zwei Jahren, wurde ich im IMDB Forum noch als Lügner bezeichnet, dessen Film gar nicht existiert und nie existieren wird… mich lässt das alles kalt.

    Die Diskussionen sind schon seit zwei Jahren voll im Gange, zuerst allerdings vorwiegend in US-Foren… und dort wurde viel härter gekämpft als hier – mir hat das nie geschadet.

    Wenn mir jemand eine falsche Aussage nachweisen kann, dann bitte mit wörtlichem Zitat meiner Aussage und Quellennachweis, zusammen mit dem Gegenbeweis.
    Wer als Tatsachenbehauptung mir eine Lüge unterstellt, muss mir diese nachweisen und nicht umgkehrt.

    Fakt ist, dass seit zwei Jahren mein Film und ich von Bloggern weltweit verdammt werden und ich trotzdem von einem Etappen-Sieg zum anderen ziehe, mich vor Aufträgen nicht retten kann und mein Film fast schon Kult ist, bevor er überhaupt released wurde.

    Ich zwinge ja niemanden meinen Film zu hypen, dass machen andere unfreiwillig von selbst und merken nichtmal, dass sie längst Teil der Party sind, die ich vor zwei Jahren genau so prophezeit habe.

  100. Marc Vorlander (44)
    November 16th, 2010 | 0:08

    @ XXX:

    Ich habe Anzeige erstattet – und nicht nur so getan.

    Vorlander ist die Variante, für das bessere internationale Verständnis (ohne ä-Striche)

  101. Marc Vorlander (44)
    November 16th, 2010 | 0:10

    @ Ben:

    Gut zu wissen, für den Fall dass…

  102. XXX (32)
    November 16th, 2010 | 0:13

    "Ich habe Anzeige erstattet – und nicht nur so getan."

    und damit führst Du das hier gleich ad absurdum:

    ""Mir ist die Hetze vieler Blogger gegen meinen Film noch bevor man ihn gesehen hatte nur recht und billig…!"

  103. Marc Vorlander (44)
    November 16th, 2010 | 0:21

    @ Stefan:

    Lass Dich nicht bedrängen…, die Kritik an Deinem Interview kommt erst jetzt, weil Du den Film nicht verrissen hast… Und damit befindest Du Dich in bester Gesellschaft einiger Hollywood-Regisseure und eines Entertainment Weekly-Reporters.

    Es gab nie einen Beweis für Falschaussagen von mir und die Ente mit den 25 Millionen hattest Du angefragt, ich bin halt ausgewichen.

    Lass Dir nichts erzählen, ist nur Frustration, dass mein Film kein Schrott ist.

  104. Marc Vorlander (44)
    November 16th, 2010 | 0:23

    @ XXX:

    Hetze gegen meinen Film und persönliche Rufschädigung ist was völlig anderes.

  105. XXX (32)
    November 16th, 2010 | 1:12

    Aber sicher doch.

  106. Markus (5)
    November 16th, 2010 | 9:38

    @ Marc: Interessant: "falls jemals D-VÖ." Das bedeutet also, dass der Film vermutlich nie in Deutschland erscheint? Wozu dann der ganze Aufwand? Wie hast du dir denn vorgestellt die 25 millionen, sorry, 10 Millionen, sorry 2,5 Millionen..(sorry…hier in ein paar Wochen das weiter reduzierte Budget eintragen…) wieder rein zu bekommen? Alle deine angeblichen Multi-Millionen Dollar Angebote haben sich ja offenbar zerschlagen, so dass jetzt deine kleine Freundin aus Frankfurt, die noch nie einen Film vermarktet hat, deinen Film vermarktet.

  107. Markus (5)
    November 16th, 2010 | 10:08

    PS: Nur um mal zu zeigen, was für ein Lügner Marc ist:

    Erst heißt es: "Ich habe die Zahl 25 Millionen -nirgendwo- bestätigt und oft sogar dementiert."

    Weiter unten: "….und die Ente mit den 25 Millionen hattest Du angefragt, ich bin halt ausgewichen."

    Was nun? Entweder dementiert oder ausgewichen? Ersteres hieße explizit zu sagen: "Nein, der Film hat nicht 25 Millionen gekostet", zweiteres bedeutet so zu tun, als wäre es möglich, dass der Film 25 Millionen gekostet hat. Und genau das hast du wider besseren Wissens getan, weil es sich natürlich viel geiler anhört….ergo: Du bist ein Aufschneider und Lügner.

    PPS: @ Stefan: Wenn du tatsächlich für einen Journalisten gehalten werden willst, dann wäre es deine Aufgabe solche Dinge aufzuzeigen und dich nicht von MV um den Finger wickeln und als Marketing-Tool benutzen zu lassen….

  108. November 16th, 2010 | 12:32

    PPS: @ Stefan: Wenn du tatsächlich für einen Journalisten gehalten werden willst, dann wäre es deine Aufgabe solche Dinge aufzuzeigen und dich nicht von MV um den Finger wickeln und als Marketing-Tool benutzen zu lassen….

    Dazu habe ich bereits weiter oben Stellung genommen.

  109. November 16th, 2010 | 15:20

    Oje, Stefan, da hast Du ja eine Lawine losgetreten (oder bist von einer mitgerissen worden …

    Ich habe mich soeben jedenfalls oberflächlich durch knapp 2.000 Kommentare an anderem Ort gescrollt, und als Ergänzung zu dem Umstand, dass ich die Diskussionskultur in besagtem Disput für extrem verbesserungsfähig halte, muss ich doch hinzufügen, dass das für beide (oder: [nahezu] alle) Seiten dort gilt.

    Der Artikel bei Wortvogel, an den sich besagte Diskussion angeschlossen hat, ist im Grunde ein sehr simples Trailerbashing, wie man es in jedem x-beliebigen Nerdforum zuhauf findet und das man zwar gern auch ignorieren kann (was Vorländer dann ja sehr offensichtlich nicht getan hat). Die Annahmen, die dann irgendwann später auch explizit formuliert wurden (das suche ich jetzt sicher nicht nochmal raus), dass "der größte Teil aller Filme keine Kunst" sei, dass stattdessen das "Handwerk" einziger gültiger Maßstab sei (für einen Film, der sich in Exploitationtradition stellt!) und dass schließlich ein Film nur dann ein guter sei, wenn er versucht so auszusehen wie ein (teurer = hochwertiger) narrativer Hollywoodfilm – das alles ist schon im Ansatz so dümmlich, dass man es gar nicht mehr kommentieren müsste. Und dann wird gar noch der Anspruch geäußert, ein Filmemacher eines so "offensichtlich" "schlechten" Films möge sich doch bei der versammelten Internetcommunity quasi im Voraus entschuldigen und Abbitte leisten dafür, dass sein Film "nicht so toll" geworden sei und eben nicht wie ein Blockbuster aussieht und funktioniert – geht's noch?!

    Dies nur mal zur These, nur eine der beiden Seiten würde groben Unfug verbreiten. Und jedenfalls in diesen Aussagen steckt recht offensichtlich kein Funken Ironie oder Reflexion.

    SHOWGIRLS: EXPOSED habe ich noch nicht gesehen, was sich hoffentlich bald ändern wird. Den Trailer halte ich für nicht uninteressant, dass ich den Film entweder fürchterlich oder in Gänze ebenfalls interessant finde (wie Stefan dem Anschein nach), halte ich beides für möglich. Das wird sich dann zeigen. Der Ansatz des Films ist recht offensichtlich ein experimenteller, und das für sich ist im Gegenteil natürlich auch noch überhaupt kein Beleg für "Qualität" (ich benutze den Begriff mal, auch wenn ich gar nicht weiß, was genau ein "qualitativ hochwertiger Film" eigentlich sein sollte). Es gibt ebenso viel unbegabte und unterintelligente Experimentalfilmer wie narrative Spielfilmregisseure. Aber einem Experimentalfilm vorzuwerfen, dass er nicht funktioniert oder aussieht wie ein Hollywood-Kinospielfilm, dazu gibt's eigentlich nur zu sagen: Setzen, sechs, Thema verfehlt …

    (Und bevor jetzt die erwartbare Paranoia aufkommt: Ich bin eine echte, lebende Person und ich habe keinerlei Verbindung zu Marc Vorländer. Wird Stefan sicher gern bestätigen, der mich schon eine Weile [virtuell] kennt und mir erst gestern eine Kontaktadresse zu MV [bin ich eigentlich der Einzige, der bei dem Kürzel immer "Mayer-Vorfelder" denkt?] gegeben hat.)

  110. November 16th, 2010 | 16:54

    Danke, Jochen, endlich auch mal ein Fachkundiger, der das Essentielle in den Vordergrund stellt und eine theoretische Prämisse liefert, statt nur darauf herumzureiten, dass MVs (ja, musste auch schon an Mayer-Vorfelder denken) Film ja gar nicht wie ein Film aussieht und daher auch keiner sein kann …

  111. Realsatiriker (14)
    November 16th, 2010 | 17:27

    @Stefan: Worauf Trantor (Respekt für deine Bemühungen!) Sie rührend sanft hinweisen möchte, ist die für Ihre Karriereplanung nicht ganz unerheblicche Tatsache, dass Sie in Sachen "Journalismus" erhebliche Wissensmängel aufweisen. Stichwort Interviewführung.

    Wenn wie hier geschehen ein von Ihnen Interviewter allen Ernstes anmerken kann, er sei der Antwort auf DIE wesentlichste Frage zu seinem Projekt "halt ausgewichen" – dann haben Sie als Interviewführer versagt. Auf ganzer Linie.

    Stattdessen verlaufen Sie sich in künstlichen Anflügen, die des Pudels Kern nicht mal in weiter Ferne kläffen hören.

    Das ist kein Journalismus. Das ist nicht mal eine ausgewogene Berichterstattung eines Filmliebhaber-Bloggers. Sie machen sich zum Spielball.

  112. November 16th, 2010 | 17:46

    Ich habe mir wirklich gerade überlegt, Ihren Kommentar zu löschen (aber ich schätze die Diskussions- und Blogdemokratie zu sehr), Realsatiriker, denn a) habe ich dazu schon einige Male Stellung genommen und b) gab ich bereits Fehler zu (die mir jetzt natürlich viel leichter anzukreiden sind). Ganz davon zu schweigen, dass mir diese Du-machts-nur-Fehler-Mentalität auf den Zeiger geht. Konstruktive Kritik schön und gut, aber man muss es nicht breittreten – Sind sie etwa auch vom Fach? Wie viele Inteviews haben Sie schon geführt? Ich nehme an, Sie sind Profi darin, denn Sie haben in ihrer journalistischen (?) Karriere noch keine Fehler gemacht, richtig? Das ist auch genau das, was mich an den Watchblogs aufregt – don't get me wrong, ich bin froh, dass es sie gibt, aber es ist so verdammt einfach anderen nur auf die Finger zu hauen …

  113. Realsatiriker (14)
    November 16th, 2010 | 19:22

    Vorschlag: Nicht schmollen, Drohgebärden steckenlassen, zuhören, lernen. Ich trete nichts breit, ich bringe es auf den Punkt. Ihr Interview mit Vorländer war nachlässig geführt. Wie Ihnen offenbar inzwischen bewusst ist. Super, denn wenn es Ihnen aufrichtig bewusst ist, besteht Hoffnung.

    Sie weisen die Selbstgefälligkeit eines von sich überzeugten Anfängers auf. Kenne ich, so war ich auch mal. Ist auch super, verhindert nur ein Besserwerden. Ich keine Fehler gemacht? Quatsch, Hunderte. Aufrichtig gemeinter Rat: Wenn Sie mal bei was Größerem als "X-Rated" arbeiten wollen, und vielleicht sogar eines Tages auf Entscheidungsebene, müssen Sie aus Ihren Fehlern lernen.

    Und dazu müssen Sie erst lernen, aus Fehlern zu lernen. Bedingung dafür: Akzeptieren, dass man Sie auf Fehler hinweist. Sie merken, worauf ich hinauswill.

    Viel Glück, ich habe zu dieser ganzen Angelegenheit wie Dietmar alles gesagt.

  114. November 16th, 2010 | 19:27

    Wenn Sie mal bei was Größerem als "X-Rated" arbeiten wollen (…)

    Das tue ich bereits, das hätten Sie aus meinem Lebenslauf schließen können. Mit Schmollen hat das nichts zu tun. Dennoch danke für Ihre Ratschläge (die, das sagte ich bereits, durchaus angebracht sind, auch wenn der Tonfall – wie auch bei der ganzen Diskussion hier – nicht gerade sehr hilfreich ist).

  115. November 16th, 2010 | 19:49

    Hallo,

    ich versuche, mich kurz zu fassen. Erst einmal danke für die Aufnahme in eine Liste auf Twitter – ich gehe mal davon aus, dass du das warst, Stefan. :-)

    Mich hat die Streitkultur auf Blogs auch schon immer geärgert. Es läuft was schief, was man über all in den Medien beobachten kann, nur nimmt es in Blogs widerwärtige Formen an, die man selbst auch noch hautnah miterleben darf.

    Schnörkellos und ohne Umwege landen Blogger und User auf der persönlichen Ebene. Einmal geschehen, schafft es auch keiner mehr zurück auf die Sachebene. Und so kann sich ein Streit dann auf 2.000+ Kommentare hochschaukeln.

    Damit ein Streit derart eskalieren kann, braucht es immer auch die zweite Seite, die so weit nachgibt. Zweimal habe ich auf meinem Blog darum gebeten, nicht weiter darauf einzugehen. Aber schließen wollte ich auch nichts – Demokratiegedanke eben.

    So kann man nicht über einen Film reden und schon gar nicht über einen, der noch nicht veröffentlicht wurde. In meinem Artikel ging es aber nicht primär um diesen Film, Vorlanders Projekt kam mir nur gerade als Beispiel recht für ein ganz anderes Thema. Es ist wohl auch Vorlander entgangen, dass ich ihm den Respekt zolle, den ich auch Uwe Boll zollen kann, und das ist nicht wenig. Nur kein Respekt für das Werk, sonder für die Promotion. Es muss ja klar sein, dass ich das Werk nicht beurteilen konnte und auch nicht vorverurteilen wollte, weil es schließlich noch nicht veröffentlicht ist. Dass ich auf der Grundlage des Trailers, der Interviews und der anderen Quellen urteile, also unter Vorbehalten, das geht aus dem Text auch hervor.

    Hätte das alles nicht zu meinem Artikelthema gepasst, hätte ich Vorlander nicht ins Spiel gebracht, wie gesagt, um sein Werk ging es mir primär gar nicht.

    Also mal meine Einschätzung als frisch studierter Rhetoriker (auctoritas-Argumente sind im Internet ja das einzige, was zählt):
    Das Werk selbst kennen wir noch nicht. Wir kennen aber die Promotion (Werbung –> Rhetorik). Heute zählt der am meisten, der am lautesten schreit. Aufmerksamkeit ist das erste und höchste Gut. Vorlander macht das aus rhetorischer Sicht richtig, er promotet seine Werke, indem er in Blogs Krawall macht und nutzt, gibt er selbst zu, diese Schwäche der Leute aus, dass sie im Internet nie aufhören zu wüten, wenn es persönlich wird und man von so herrlich weit weg mit Tomaten schmeißen kann.

    Seine Promotion verspricht, wie es so üblich ist, aber weit mehr, als man erwarten kann. Berühmtestes Beispiel ist die Budgetsumme. Ich lasse mich nicht auf die Diskussion über Handwerk und Kunst ein – genau darüber habe ich meine erste Artikelreihe abgefasst.
    (Auch wenn es keiner liest, hier die Zusammenfassung: Handwerk ist die Basis aller Kunst, Kunst hat nichts mit großen Geldsummen zu tun, aber Geld hilft in der kapitalistischen Welt durchaus, der Kunstbetrieb ist nicht vollkommen unabhängig von Geld, aber was viel Geld kostet, ist nicht gleich Kunst, und vor allem: Kunst ist ein Prädikat, eine Auszeichnung, ein Status für ein von Menschenhand geschaffenes Artefakt, das sich aus im Werkkontext erkennbaren, „besonderen“ Eigenschaften ergibt.)

    Schließlich arbeitet er bewusst mit Desinformation, Wikipedia: „Desinformation kann entweder direkt (Lügen, Betrug) oder indirekt (subtile Unterdrückung objektiver oder überprüfter Fakten, Verschweigen oder Ablenken von der Wahrheit, Implizieren falscher Urteile) geschehen. Eine Information stellt gesichert dann eine Desinformation dar, wenn sie mit objektiven Maßstäben falsifizierbar ist und der Urheber oder Verbreiter der Information dies weiß.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Desinformation). Das kann man Vorlander vorwerfen. Er umschifft, weicht aus, beruft sich dann eben darauf und erhitzt mit dieser Attitüde erneut die Gemüter. Ein perpetuum mobile. Rhetorisch geschickt – moralisch verwerflich, kann ich nach Philosophie im Nebenfach (argumentum ad personam, wichtig!) sagen.

    Zur Desinformation kann auch die Lüge gehören, und der hat er sich ebenso bedient. Zu sagen, das Projekt sei eine Ente, ist deshalb nicht falsch. Es gibt zwei Wortbedeutungen von Ente. Entweder: Komplett erfunden (nicht zutreffend) oder nicht die ganze Wahrheit (zutreffend). Denn wer in Zeitungen mehrfach Suggestionen hinterlässt, woraufhin die 25 Millionen stehen bleiben, der lässt es ja mit Absicht zu, dass mit dem Geruch des Geldes geworben wird. Das nährt falsche Erwartungen.

    Was dann noch dazu kommt, und das ist noch verwerflicher: Beleidigung. Die Reaktionen waren ebenso beleidigt – das war nicht besser.

    Auf meinem Blog wurde er aber nötigend. Er hat mich in Emails genötigt und bedroht. In Kommentaren und unterschiedlichen Emails hat er unter Verwendung verschiedener Identitäten versucht, alle, mich eingeschlossen, in die Irre zu führen und weiter zu nötigen.

    Ob er mich wirklich angezeigt hat? Ich weiß es noch nicht, denn bis Anzeigen bearbeitet werden, können auch mal mehrere Wochen vergehen. Noch kann ich nicht sagen, ob das eine Lüge ist oder die Wahrheit. Der Straftatbestand der Nötigung ist aber in höherem Maße erfüllt als der Straftatbestand von übler Nachrede und Verleumdung, den er mir vorgeworfen hat.

    Mein gesamtes Umfeld, aus dem zwei Menschen beruflich mit dem Gesetz zu tun haben und es nicht nur behaupten, sagen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass es zu einem Fall kommt. Zu geringfügig – falls doch, Vorlanders Nötigung und Drohung hätten höheres Gewicht und hätten bereits jetzt für eine Anzeige gereicht. Aber wie ich ihm auch im Emailverkehr zeigte, war ich an einer friedfertigen Lösung interessiert. Ich hätte mit mir durchaus reden lassen – aber nötigen? Nein, das nicht.

    Das regt die User vom Wortvogel so auf, die meiner Ansicht nach in seine Falle getappt sind – sie können sich immer noch mit ihm streiten und das bringt nur wieder seinen Namen ins Spiel. Darum geht es ihm ja. Wie kann man ohne das Budget eines frühen Uwe Boll Werbung für seinen Film machen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Film das einspielen wird, was er gekostet hat – nur 25 Millionen werden das nicht sein.

    Schon Desinformation ist aber kein schönes Mittel, um etwas zu promoten, Nötigung Gewaltandrohung mal ganz zu schweigen. Da hat er eindeutig eine Grenze überschritten, auch wenn er damit das Ziel erreicht, seinen Film ins Gespräch zu bringen. Was sein Werk ist, Kunst oder nicht, darum geht es da nicht. Es geht nur um gesehen werden oder nicht. Und darum geht es sonst auch. Da hat Vorlander vollkommen Recht.

    Nun aber zu deinem Artikel: Ich finde ebenso wie comicfreak, dass er gelungen ist, bis zum letzten Abschnitt. Du schaffst es, das vermeintlich Gute an dem Werk zu schätzen und bringst trotzdem deine einschränkenden Empfehlungen unter. Am Schluss berufst du dich aber auf die beliebte Parole, dass heute alles Kunst sei – das stimmt nicht – und verwechselst die Kunst, Werke zu schaffen mit der „Kunst“ der Selbstdarstellung. Das letztere fällt in den Bereich der Rhetorik, wieder meins.

    Und Selbstdarstellung ist nicht per se Kunst, sondern zunächst nur einmal Strategie und Technik. Habe ich ja bereits ausgeführt, ist bei Vorlander wunderbar. Erstens kannst du aber nicht behaupten, dass jetzt der Film Kunst sei, weil er die Werbetrommel kunstvoll gerührt hat. Zweitens gibt es auch heute noch gewisse Kriterien zur Beurteilung von Kunst.

    Kurzer Abriss: Damit etwas Kunst sein kann, muss es ein von Menschenhand geschaffenes Artefakt sein und es muss in einem gekennzeichneten Kontext stattfinden. Mindestens einmal das. Vorlanders Film könnte, auch ohne viel gekostet zu haben (denn Geld ist kein Kriterium), Kunststatus zugewiesen werden. Er ist ein fabriziertes Artefakt und der Kontext ist klar durch die Aufführung, das Medium usw. Kann ich noch nicht sagen, denn ich habe den Film nicht gesehen.

    Vorlanders Promotion ist aber keine Kunst, denn es fehlt der künstlerische Kontext. Beleidigung bleibt Beleidigung, „juristisch den Arsch bis zum Kopf aufreißen“ bleibt eine Drohung.

    Um kritische Stimmen vorwegzunehmen: wäre ein künstlerischer Kontext klar umrissen, würde das am unreizenden Verhalten nichts ändern. Kunst eliminiert nämlich nicht Moral, ebenso ein weit verbreiteter Irrtum. Der Künstler ist nicht vogelfrei, weil er Kunst schafft. Kühe für die Kunst aus dem Helikopter zu werfen, ist immer noch eine brutale, moralisch verwerfliche Tat und nach deutscher Gesetzgebung Sachbeschädigung (weil das Gesetz Tiere wie Sachen behandelt) – mal als anderes Beispiel.

    Vorlander kann sich nicht von den Vorwürfen freisprechen. Er kann nicht so tun, als wären alle Blogs seine Bühne, auf denen er jeden bösartig anpöbeln kann. Es sind ihm nicht alle Mittel erlaubt, weil er seine Promotion als einen Teil eines Kunstakts oder eines Gesamtwerks betrachtet. Auch wenn es Aktionskunst wäre, es müsste jedem Beteiligten klar sein. Die Bloguser verstanden aber alle Beleidigungen auch als Beleidigung und ich fasste die an mich gerichteten Drohungen als Drohung, den Mail- und Kommentarterror als Nötigung. Da wurde wohl eine wichtige Werkskonstituente nicht kommuniziert.

    Wir würden uns über dieses Werk nicht so lange unterhalten, wenn Vorlander nicht den Hass auf sich gezogen hätte. Ich würde dir nicht erklären, dass Arthur C. Dantos Ausruf „Die Kunst ist tot!“ vielfach falsch verstanden und abgespeichert wurde und dass seine in „Das Fortleben der Kunst“ noch einmal zusammengetragene Richtigstellung sich nicht im selben Maße verbreitet hat. Es heißt richtig: Alles kann Kunst sein, aber es sei nun Aufgabe der Philosophie und nicht länger nur Menschen aus der Kunstdisziplin, Regeln für die Einteilung in Kunst und Nicht-Kunst aufzustellen… Das ist meine inhaltliche Kritik an deiner Kritik, die ich niemals abgefasst hätte, wenn es nur um „irgendeinen“ Film gegangen wäre, der nicht promotet wurde.

    Bedenken wir mal: Vorlander hat jetzt die Aufmerksamkeit für einen Film, der inhaltlich und qualitativ mit Filmen vergleichbar wäre, die keiner von uns kennt – wieso? Weil niemand den Baum hat umfallen hören. Niemand hat von ihnen gehört.

    Hat er sich jetzt einen so großen Vorteil verschaffen? Vielleicht ja. Aber sein unflätiges Verhalten und sein Weg, den Film zu promoten, kann jetzt auch nicht als Begründung dafür herangezogen werden, den Film zu boykottieren und auszubuhen.

    Zu kritisieren ist aber nach wie vor Vorlanders Verhalten, das bleibt. Ein Kollege von mir hat erzählt, dass er im Comicbereich etwas Ähnliches erlebt hat. Und seine Erfahrung sagt: Solche Leute brüllen für kurze Zeit laut, aber dann haben sie es sich so vermasselt, dass ihnen nie wieder jemand zuhören wird – seine Prognose.

    Showgirls: Exposed muss schließlich genug Leuten in einem so hohen Maße gefallen, dass sie die Schreie derer und die sozialen Sanktionen durch die übertönen können, die Vorlander im Zuge der Promotion beleidigt hat.

    Hätte Vorlander mir sachlich vorgetragen, was ihm an meinem Artikel nicht passt, hätte ich ihm zugehört und ich wäre den Artikel mit ihm durchgegangen, obwohl (!) es in der Hauptsache nicht einmal um sein Projekt geht.

    Meine konstruktive Kritik an dich wäre also: Fragen wiederholen, wenn jemand ausweicht, verschleierte Antworten neutral unter dem Auszug aus dem Interview kommentieren. Und natürlich: Grundkenntnisse von der Materie haben. Kunstdefinition sind ein elendiges Thema, Geschmack allein hat da aber nicht alles zu bestimmen. Ich meine, bei dir eine Wissenslücke ausgemacht zu haben.

    Man möchte weiter streiten und seinem Hassobjekt erneut Vorlage liefern? (Das erinnert mich so sehr an das Ende von „Merlin 1“ mit Sam Neill. „Wir werden dich vergessen, Königin Mab“, sprachen's und drehten sich um. Sie verpuffte. Merlin 2 hätte es nie geben dürfen…)

    Ich mag deinen Blog!

    Ciao, Nicolas

  116. Trantor (9)
    November 16th, 2010 | 19:51

    Realsatiriker, danke für's Lob, aber auch wenn ich ebenso wie Du aus dem Wortvogel-Blog hierhergefunden habe und dort viele Deiner Posts zum Schmunzeln fand, finde ich doch, dass man hier in Bezug auf Stefan die Worte etwas bedachter wählen sollte. Ja, das Interview mag wirklich eher Johannes B Kerner Tiefe gehabt haben und natürlich konnte sich MV dort wieder vorzüglich auf die K..ke hauen. Aber erstens finde ich sollte man auch mal Stefans orginäre Bemühungen schätzen (er hat nicht wie alle nur über den Trailer gelacht sondern hat sich die Mühe gemacht, MV zu kontaktieren) und zweitens ist Stefans Attitüde ja nun eben nicht, dass er sein Blog als das Nonplusultra der Kinokritik ansieht, oder. Also kann man ihm vor allen Dingen das NICHT vorwerfen, was wir ja nun einmal MV vorwerfen: nämlich sein Werk als Pomp, Protz, Kult und Kunstgeniestreich hinzustellen, obwohl die Mittel bescheiden sind.

    Aber eine Sache möchte ich noch an Jochen Werner richten: Wenn Du Dich genau wie ich durch die 2000 Posts bei Wortvogel gewühlt hast, dann müsste Dir doch bewusst sein, dass MV NICHT so in die Schusslinie geraten ist, weil dort drüben die Leute entschäuscht gewesen sind, dass der Trailer/Film kein Hollywoodniveau hat!

    Das ist doch Käse, lies Dir bitte doch nochmal die ersten Postings dort durch und Du wirst sehen, dass die meisten Leute offen gewesen sind, trotz vermeintlich "skurilem" Trailer einfach etwas von dem Macher zu erfahren, auch wenn es sich "nur" um ein Klein-/Experimental-/Kunst-Projekt gehandelt hat! Die Stimmung ist erst gegen MV gekippt als dieser dort standhaft weiterhin so auftrat als würde es sich um den nächsten großen Wurf in Hollywood handeln. Das ist MV also selber schuld, denn wenn Du wie ich die 2000 Posts mitverfolgt hats, dann muss ich Dir, Jochen, ja dann nicht sagen, wie oft er "Hollywood" und die Entertainment Weekly-"Besprechung" seines Films zu Anfang aufgeführt hat! Es kam zu keinster Zeit von ihm ein Hinweis von wegen "Jungs, kommt mal auf den Boden, es handelt sich hier nur um ein Experimentalprojekt, also schnauft mal durch und setzt entsprechende Maßstäbe an". Im Gegenteil, in fast allen seinen Interviews hat er durch bewusstes Drumherumschiffen um Antworten das Image aufrecht erhalten wollen, dass es sich bei SG2:Exp um was ganz Großes handelt.

    Beispiele gefällig?

    Zum Thema Lizenz ging das Interview hier im März so:
    "Es ist immer wieder die Rede davon, dass es sich um kein offizielles Sequel handelt. Welche Parallelen zu Paul Verhoevens Kultfilm wird Showgirls: The Return also (nicht) aufweisen?

    MV: Da wird so viel Dummes Zeug im Netz spekuliert. [...] In den USA sind jetzt aber schon Trittbrettfahrer am Werk, die einen inoffiziellen 'Showgirl' (ohne 'S') drehen wollen."

    Bin ich da der einzige, der das mehr als strange findet, dass in keinster Weise gesagt wird "Hey, natürlich hab ich nicht den Ansatz einer offiziellen Lizenz, ich nutze das halt für Publicity, und es wirkt doch!" sondern im Gegenteil, er als Trittbrettfahrer dann sich über andere Trittbrettfahrer beschwert, die es doch wagen, ein inoffizielles Showgirl zu machen.

    Weiteres Beispiel? Auch wenn es sich hier wirklich nur um Minidetails handelt, finde ich es doch beachtlich, wie sehr die Aussagen zu der "Drehsprache" sich über die Zeit verändern:

    Oktober 2009 beim Interview auf The Stranger:
    "The Story of Hope be a German-language film? We are shooting in German, yes."

    März 2010 hier:
    "Wir drehen zweisprachig auf Deutsch und Englisch."

    Und wie sieht das Endergebnis aus: nun, ich zitiere aus Stefans Besprechung des finalen Films hier:
    "Der Film kommt ohnehin ohne Worte aus – insgesamt werden vielleicht vier Sätze gesprochen"

    Irgendwelche weiteren Fragen?!

  117. November 16th, 2010 | 20:33

    Ich mag deinen Blog!

    Danke, das freut mich natürlich zu hören. Bin auch erst jetzt auf Dein Blog aufmerksam geworden, komisch …

    Realsatiriker, danke für's Lob, aber auch wenn ich ebenso wie Du aus dem Wortvogel-Blog hierhergefunden habe und dort viele Deiner Posts zum Schmunzeln fand, finde ich doch, dass man hier in Bezug auf Stefan die Worte etwas bedachter wählen sollte. Ja, das Interview mag wirklich eher Johannes B Kerner Tiefe gehabt haben und natürlich konnte sich MV dort wieder vorzüglich auf die K..ke hauen. Aber erstens finde ich sollte man auch mal Stefans orginäre Bemühungen schätzen (er hat nicht wie alle nur über den Trailer gelacht sondern hat sich die Mühe gemacht, MV zu kontaktieren) und zweitens ist Stefans Attitüde ja nun eben nicht, dass er sein Blog als das Nonplusultra der Kinokritik ansieht, oder. Also kann man ihm vor allen Dingen das NICHT vorwerfen, was wir ja nun einmal MV vorwerfen: nämlich sein Werk als Pomp, Protz, Kult und Kunstgeniestreich hinzustellen, obwohl die Mittel bescheiden sind.

    Danke, solch eine Perspektive freut mich zu hören.

  118. Marc Vorlander (44)
    November 16th, 2010 | 22:22

    @ Nicolas:

    Eine Nötigung liegt nur dann vor, wenn der Zweck verwerflich ist. Da die Abwendung einer Rufschädigung noch niemals als verwerflich gewertet wurde, dürfte schon die Polizei, die so eine Anzeige aufnehmen soll, das nicht ohne Widerstand tun und zu einem Verfahren wird das nie reichen, da schon per Definition ganz offensichtlich gar keine Nötigung vorliegt. Ich sage ganz klar: Totaler Unsinn!

    Jemandem "juristisch den Arsch aufreissen" zu wollen, wenn dieser nicht unverzüglich seine illegale Üble Nachrede offline nimmt, erfüllt in keinem Rechtstaat die Anforderungen an eine Nötigung…, wenn überhaupt, dann eine minderschwere Beleidigung.

    Auf der anderen, Deiner Seite, haben wir eine eindeutige und sogar schwere Üble Nachrede mit Tatsachenbehauptung ohne Beweis der Richtigkeit Deiner Aussagen.
    Nicht umsonst, wird gegen Dich auch ein Verdacht auf Verleumdung bestehen…

    Du sprichst auch hier wieder von Lügen und wieder fehlt der Beweis – Du hast niemanden, der auch nur enfernt mit Rechtsfragen zu tun hat, das ist sehr offensichtlich.

    In der ersten Fassung Deiner Site, hast Du mich sogar beschuldigt, """alle""" Details, die ich zu mir erzähle, zu erlügen und mein """gesamtes""" Projekt als Ente enttarnt wissen zu wollen… Jetzt sind es nur noch "viele" und " Teile" und noch immer, mitlerweile gegen besseres Wissen (Verleumdung), verbreitest Du rufschädigende Aussagen, ohne jeden Beleg.

    Nicolas, Du hast nichtmal auch nur einen einzigen Beweis, geschweige den viele. Du machst Dich strafbar.

    Mein Kumpel hat in Deinem Blog ganz offen vom gleichen Büro aus geschrieben, sogar meine Stellungnahmen veröffentlicht und nie behauptet mich nicht zu kennen oder?! Wo ist da die Täuschung?
    Er hätte seine IP leicht verschleiern können und dann vorgeben nichts mit mir zu tun zu haben, das hat er nicht!

    Du hättest mal auf seine Fachmeinung hören sollen, denn die hat Hand und Fuß… Stattdessen kommst Du nun schon wieder mit neuen Vermutungen in Tatsachen-Formulierung…, das ist schon aussergewöhnlich dreist und auch dämlich in Deinem eigenen Interesse.

    Abgesehen davon halte ich Dich für ein smartes Kerlchen und Deine Einschätzung meiner Promo-Taktik entbehrt nicht jeder Grundlage, das stimmt teilweise.
    Du übersiehst allerdings, dass mein Blog-Verhalten eher ein tauglicher Reflex ist, und nichts, das ich nötig hätte, da die Presse nach wie vor munter mein Projekt hyped.

    Und Dein gütlicher Einigungswillen, sah so aus, dass Du mein Ultimatum erstmal hast verstreichen lassen – so hatte ich keine Wahl und erstattete zum ersten Mal in meinem Leben Strafanzeige… und bereue es keine Sekunde, wenn ich Deine selbstgerechte Beratungsresistenz hier lese!

    Du hast recht, in Deinem Artikel ging es weniger um mein Projekt, sondern um ein Marketingmodell…, das ist kein Problem und ich fand Deinen journalistischen Ansatz nichtmal uninteressant…, hättest Du geschrieben, dass Pressemeldungen über mein Projekt mitunter nicht ganz stichhaltig sind, wäre das kein Problem gewesen, sogar wenn Du mir vorgeworfen hättest, dass ich das Dementieren von Falschmeldungen in der Presse anfangs umschifft habe (stimmt), hätte ich nie einen Ton gesagt… Aber
    mir ganz persönlich, in wirklich unfassbar dreister Weise, konkrete Lügen zu unterstellen, die angeblich aufgedeckt wurden, schlägt wirklich jedem Fass den Boden aus. Das ist eine Sauerei ohne gleichen.

    WO SIND DIE BEWEISE? WO IST AUCH NUR EIN BEWEIS FÜR EINE LÜGE? WO? WO FÜR "VIELE" ODER GAR "ALLE"???

    Das ist der Punkt und Deine Sturheit, nicht auf mein Angebot einzugehen, auf die Zivilklage zu verzichten, wenn Du etwas die unbelegbaren Teile kürzt…, stellt Deinen Versuch, Dich hier jetzt als gutmütigen Blogger hinzustellen, den ja niemand verklagen muss, in ein ganz anderes Licht.

    Gerne bin ich jederzeit bereit, mich mit Dir persönlich auszusprechen, aber solange Du einen Rufmord versuchst und mir derartiges konkret unterstellst und nicht mal ansatzweise Dein Verhalten in Frage stellst, werde ich allem den freien Lauf lassen.

    Abschliessend möchte ich anmerken, dass es zwar richtig ist, dass ich auch bekannt dafür bin, mal mit groben Mitteln zu diskutieren, aber zu diesen greife ich nie ohne zuvor erfolgten Angriff mit gleichen Mitteln.
    Ich beherrsche verbal Florett wie Krumm-Säbel…, der Gegner bestimmt bei mir die Wahl der Waffen.

  119. Dietmar (12)
    November 16th, 2010 | 23:40

    @Trantor/Nicolas: Das sind großartige Statements, alle Achtung.

    Ich möchte ja kein Öl in´s Feuer gießen, aber auch hier, Stefan, wird wieder offensichtlich, was zumindest mich auf die Palme gebracht hat: Auf der einen Seite stehen ausgleichende, analytische Darlegungen (nicht nur) von Trantor und Nicolas, wobei ich das gerade bei Nicolas sehr bewundere, denn er hat jetzt ja allen Grund, aus der Haut zu fahren, und dann folgt nach altbekanntem Muster das beleidigende, aggressive und selbstdarstellende Statement des Marc Vorländer. Und bitte (!) jetzt nicht Belege verlangen, sondern Marcs Kommentar lesen.

    Ist das jetzt noch der Versuch, sich im Gespräch zu halten, wie Du und Nicolas ihm zu seinen Gunsten anrechnen, oder ist das nicht vielmehr einfach nur Rechthaberei und eben Aggression?

    Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Marc Vorländer mehrfach die Grenzen nicht nur des Anstandes überschritten hat. Eine gewisse Emotionalität wäre verständlich, wenn er seine Arbeit verteidigen will. Er geht aber immer wieder zu weit.

    Marc Vorländer versteift sich deratig auf sein Gehabe von Stärke, auf seine verbale Kraftmeierei, dass ich wirklich nicht glaube, dass das Teil einer Art von Promotions-Konzept ist. Es tut mir ehrlich leid, dass ein offenbar netter und intelligenter Blog-Betreiber, der einen, ich nenne es jetzt mal, Werksgegenstand beleuchtet, derartig überzogen wird. Mir ist das widerwärtig.

  120. November 17th, 2010 | 0:09

    Also diesmal wirklich kurz:

    1. Als Beweise sehe ich die nachvollziehbar dargelegten Unstimmigkeiten an, welche in den Kommentaren beim Wortvogel zu Tage gefördert wurden. Jetzt müssen wir die Verhandlung aber nicht der Anzeige vorwegnehmen. Eine Mutmaßung in der Öffentlichkeit, die sich auf eine Grundlage stützt (die ist gegeben), ist nicht gleich üble Nachrede.

    Da Ente ja nicht heißen muss, etwas sei komplett erfunden, wäre auch die erste Version vertretbar. Aber ich gab ja zu, es war krasser formuliert als unbedingt nötig, und habe es abgeschwächt.

    2. Ich bin per Email auf dich eingegangen, konnte mir aber keine Nötigung zur kompromisslosen Entfernung gefallen lassen. Gleich löschen oder den Artikel diskutieren und Dinge richtigstellen – beides gleichzeitig geht schlecht. Auf eine Diskussion gingst du nicht ein, du wolltest die Einhaltung des Ultimatums.

    Einen Rufmord versuche ich nicht zu begehen. Von deinem Auftreten konnte sich in den Quellen jeder überzeugen. Wenn ich darüber schrieb, wie dein Verhalten bisher ankam, war ich natürlich deutlich. Ich gab meinen Eindruck wieder.

    Vorschlag: Ich kann mein Urteil nachträglich abmildern, indem ich in einem Nachtrag oder einem neuen Artikel angebe, worauf du insistierst. So kann nicht mehr der Eindruck entstehen, ich hätte gleich das gesamte Video Photo Play abgewatscht und du musst nicht befürchten, dass ich damit Interessenten an deinem Film verscheucht hätte. – Ich lasse wirklich gerne mit mir reden.

  121. November 17th, 2010 | 1:34

    "Als Beweise sehe ich die nachvollziehbar dargelegten Unstimmigkeiten an, welche in den Kommentaren beim Wortvogel zu Tage gefördert wurden."

    Deine "Beweise" existieren nicht!! Nicht ein einziger und deshalb nennst Du natürlich keinen.

    Es gibt nicht einen Beweis, nicht einen!

    Du wirst keine nennen können, denn die Blamge, wie ich Dir Deine "Beweise" um die Ohren fliegen lassen werde, liegt doch schon in der Luft.

    "Eine Mutmaßung in der Öffentlichkeit, die sich auf eine Grundlage stützt (die ist gegeben), ist nicht gleich üble Nachrede."

    ES IST ABER KEINE MUTMASSUNG!!! DU FORMULIERST EINE TATSACHENBEHAUPTUNG!! DAS IST DER POLIZEI SCHON NACH SEKUNDEN AUFGEFALLEN!

    Du weichst aus, es gibt keine Beweise und Du weisst es. Deine Behauptungen sind sogar Verleumdung!!

    "Da Ente ja nicht heißen muss, etwas sei komplett erfunden, wäre auch die erste Version vertretbar"

    Die Erklärung wird den Staatsanwalt zum Lachen bringen…, "Ente" bedeutet Falschmeldung.

    "Ich gab meinen Eindruck wieder."<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    EINE TATSACHENBEHAUPTUNG FÜR EINEN SUBJEKTIVEN EINDRUCK!!!!!!?????? GEHT'S NOCH!!!???

    Es ist ein Offenbarungseid was Du hier ablieferst! Bist Du noch zu retten?? Ändere jetzt mal Deine Tatsachenbehauptung in das was es ist und Du gerade zugegeben hast: <<<>>>!!!!!!!!!!!!

    Es ist journalistischer Schweinskram, strafbar und verwerflich, was Du hier betreibst. Ändere endlich die Formulierung um, dass Du oder –einige– andere den Eindruck hatten…, dann ist das Thema erledigt und Du kannst der Staatsanwaltschaft Deine Änderung mitteilen, die Adresse und Aktenzeichen gebe ich Dir. Du brauchst doch nur Deine Formulierung Deiner eigenen Aussage anpassen!!!

  122. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 2:18

    "Der Artikel bei Wortvogel, an den sich besagte Diskussion angeschlossen hat, ist im Grunde ein sehr simples Trailerbashing, wie man es in jedem x-beliebigen Nerdforum zuhauf findet und das man zwar gern auch ignorieren kann (was Vorländer dann ja sehr offensichtlich nicht getan hat). Die Annahmen, die dann irgendwann später auch explizit formuliert wurden (das suche ich jetzt sicher nicht nochmal raus), dass "der größte Teil aller Filme keine Kunst" sei, dass stattdessen das "Handwerk" einziger gültiger Maßstab sei (für einen Film, der sich in Exploitationtradition stellt!) und dass schließlich ein Film nur dann ein guter sei, wenn er versucht so auszusehen wie ein (teurer = hochwertiger) narrativer Hollywoodfilm – das alles ist schon im Ansatz so dümmlich, dass man es gar nicht mehr kommentieren müsste. Und dann wird gar noch der Anspruch geäußert, ein Filmemacher eines so "offensichtlich" "schlechten" Films möge sich doch bei der versammelten Internetcommunity quasi im Voraus entschuldigen und Abbitte leisten dafür, dass sein Film "nicht so toll" geworden sei und eben nicht wie ein Blockbuster aussieht und funktioniert – geht's noch?!

    Dies nur mal zur These, nur eine der beiden Seiten würde groben Unfug verbreiten. Und jedenfalls in diesen Aussagen steckt recht offensichtlich kein Funken Ironie oder Reflexion.

    SHOWGIRLS: EXPOSED habe ich noch nicht gesehen, was sich hoffentlich bald ändern wird. Den Trailer halte ich für nicht uninteressant, dass ich den Film entweder fürchterlich oder in Gänze ebenfalls interessant finde (wie Stefan dem Anschein nach), halte ich beides für möglich. Das wird sich dann zeigen. Der Ansatz des Films ist recht offensichtlich ein experimenteller, und das für sich ist im Gegenteil natürlich auch noch überhaupt kein Beleg für "Qualität" (ich benutze den Begriff mal, auch wenn ich gar nicht weiß, was genau ein "qualitativ hochwertiger Film" eigentlich sein sollte). Es gibt ebenso viel unbegabte und unterintelligente Experimentalfilmer wie narrative Spielfilmregisseure. Aber einem Experimentalfilm vorzuwerfen, dass er nicht funktioniert oder aussieht wie ein Hollywood-Kinospielfilm, dazu gibt's eigentlich nur zu sagen: Setzen, sechs, Thema verfehlt …"

    Super Statement! Top!

  123. Sparschweinmetzger (1)
    November 17th, 2010 | 4:01

    Warum wird drauf herumgeritten, der Trailer sei an einem Tag häufiger geschaut wordn als Avatar, wenn S:EXposed doch in Wiklichkeit Kunst ist?

    Und warum hört dieser Künstler nicht auf zu schreien? Marc, Ihre Shift-Taste klemmt.

  124. Trantor (9)
    November 17th, 2010 | 10:09

    MV, da Sie ja öfter in Blogs zu Gast bist, müssten Sie doch inzwischen gelernt haben, wie man gut zitiert, nämlich bitte, bitte, bitte nicht indem man 25 Zeilen Originaltext drinlässt um dann unten drunter drei Worte eigenen Kommentar hinzuzufügen.

    Mal ganz abgesehen davon, dass der Kommentar ziemlich überraschungs- und inhaltslos ist. Dass Ihnen Jochen Werners Statement gefällt, dürfte jedem klar sein; dass seine Argumentation allerdings auf faktisch sehr wackeligen bis eigentlich gar falschen Füßen steht, darauf haben sowohl Nicolas als auch ich bereits länger hingewiesen. Da Sie ja derjenige sind, der jegliche Kommentare, die nicht positiv gegenüber Ihnen ausfallen, als Lüge und Verleumdung sieht, würde ich dementsprechend doch sowohl Sie als auch die anderen interessierten Leser noch einmal darauf hinweisen, dass es beim Wortvogel eben NICHT so war, dass Sie hart angegangen wurden, weil die Leser/Traileranschauer enttäuscht gewesen wären, dass hier keine Hollywood-Qualität vorliegt. Ihnen ist erst -zurecht- der Wind ins Gesicht geblasen, als Sie weiterhin auf dicke Hose gemacht haben und Ihr Werk als den nächsten Hollywood-Clou verteidigt haben. Man hat sowohl am Anfang als auch noch als Sie bereits in eine aggressive Art abgedriftet sind darauf hingewiesen, dass man durchaus ein Herz für kleine, außergwöhnliche, non-konforme Projekte und deren Macher hat. Aber eben nicht, wenn der Macher sich nicht als Experimentalfilmer vorstellt sondern als den nächsten Kultproduzenten/-regisseur, dem bald die Welt gehören wird.

    Nochmal: KEINER hat von MV jemals eine Vorababsolution verlangt, keiner hat von ihm verlangt, dass er sich für die Machart entschuldigen müsse. Aber bildlich gesprochen, wenn jemand ankündigt, dass er in neuer Weltrekordzeit den Ärmelkanal durchschwimmen wird, weil er sich selber als nächsten Michael Phelbs sieht, aber dann bei der Hälfte der Strecke halb ertrinkt, dann kann er sich im nachhinein NICHT darauf berufen, dass er ja eigentlich gar kein Profischwimmer und erst vor paar Wochen schwimmen gelernt hat.

  125. Dietmar (12)
    November 17th, 2010 | 10:23

    Jochen, als ich Deinen Kommentar das erste Mal gelesen hatte, wollte ich nichts sagen, weil die Diskussion für mich durch war. Aber gerade angesichts der jüngsten Kommentare hier, möchte ich doch dazu Stellung nehmen:

    Ich finde wirklich, dass auch bei oberflächlicher Betrachtung offenbar sein müsste, wie die Diskussion beim Wortvogel aussieht. Es wird niemand bestreiten, dass Marc etwas um die Ohren bekommen hat, aber die Diskussion ist nicht entgleist. Das sieht man nur so, wenn man es so sehen will und von vorneherein mit der Einstellung hingeht, die Diskussionkultur liege darnieder. Wie es zu der Härte im Ton Marc gegenüber kam, ist doch schon auf dieser Seite durch ihn selbst dokumentiert: Nazivergleich, Trollbeschimpfung, Beharren auf Verleumdungs-/Beleidigungs-Klage, Schreien, all dies kann man doch sehen und nichts davon ist gerechtfertigt, schon gar nicht Nicolas gegenüber, der doch nun wirklich gepflegt und intellektuell debattiert. Dabei gestehe ich Marc eine gewisse Emotionalität zu, das liegt in der Natur der Sache, wenn man sein Werk verteidigen will. Aber er geht immer wieder zu weit und provoziert damit. Da sind wir uns doch einig? Ich meine nun aber, möglicherweise im Gegensatz zu Dir und Stefan, dass man soetwas nicht unwidersprochen im Raum stehen lassen darf.

    "Die Annahmen, die dann irgendwann später auch explizit formuliert wurden (das suche ich jetzt sicher nicht nochmal raus), dass "der größte Teil aller Filme keine Kunst" sei, dass stattdessen das "Handwerk" einziger gültiger Maßstab sei (für einen Film, der sich in Exploitationtradition stellt!) und dass schließlich ein Film nur dann ein guter sei, wenn er versucht so auszusehen wie ein (teurer = hochwertiger) narrativer Hollywoodfilm – das alles ist schon im Ansatz so dümmlich, dass man es gar nicht mehr kommentieren müsste."

    Ein Teil dieser Argumente wurde in der Diskussion von mir vertreten. Dass sie als im Ansatz außerordentlich dümmlich bezeichnet werden, finde ich im Ansatz so arrogant, dass man es nicht mehr kommentieren müsste. Na, war das jetzt ein Beitrag zur Streitkultur oder doch eher nur eine Provokation von Dir? Jetzt will ich inhaltlich zu den Argumenten Stellung nehmen und klarstellen, worum es ging; es ist kein Vorwurf, aber offenbar hast Du beim oberflächlichem Lesen da etwas übersehen: Es ging in dieser Debatte darum, dass Marc darauf bestand, die Szene mit einem einzigen Paukenschlag, eben diesem Film, aufzumischen und um die Budgethöhe, die durch das Aussehen des Trailers nicht plausibel erscheint. Ein Film ist nicht nur dann ein guter, wenn er nach hochwertigem Hollywood aussieht. Das hat niemand von uns behauptet. Aber Marc präsentierte seinen Film als Hollywood-Produktion und wurde daran gemessen. Das ist etwas wesentlich Anderes und eine andere Diskussionsebene, als Du hier darstellst.

    "Und dann wird gar noch der Anspruch geäußert, ein Filmemacher eines so "offensichtlich" "schlechten" Films möge sich doch bei der versammelten Internetcommunity quasi im Voraus entschuldigen und Abbitte leisten dafür, dass sein Film "nicht so toll" geworden sei und eben nicht wie ein Blockbuster aussieht und funktioniert – geht's noch?!"

    Und wieder ein schöner Beitrag von Dir, wie man Diskussionen versachlicht: Ja, danke, es geht noch, und sogar sehr gut. Im Ernst: Marc Vorländer lavierte zwischen den Haltungen, dies sei ein Kunstfilm für Liebhaber und diese sei eine Hollywood-Produktion hin und her, Eindeutigkeit war nicht erkennbar. Dies und seine Streitführung sorgt dafür, dass einige die Handschuhe ablegen.

    "Dies nur mal zur These, nur eine der beiden Seiten würde groben Unfug verbreiten. Und jedenfalls in diesen Aussagen steckt recht offensichtlich kein Funken Ironie oder Reflexion"

    Kein Funken Reflexion? Hmmmm. Wieder so ein netter Beitrag zur Versachlichung. Dir ist gar nicht aufgefallen, dass wir, ich auch z. B., durch Nachfragen und Recherchen durchaus bereit waren, Standpunkte zurückzunehmen und dies auch taten? Da hast Du dann aber wirklich sehr oberflächlich gelesen.

    "Aber einem Experimentalfilm vorzuwerfen, dass er nicht funktioniert oder aussieht wie ein Hollywood-Kinospielfilm, dazu gibt's eigentlich nur zu sagen: Setzen, sechs, Thema verfehlt …"

    Da Du diesen Standpunkt noch einmal bringst, muss ich das wohl noch einmal erklären: Einen als Hollywood-Produktion promoteten Film, der sich an einem Hollywood-Film anlehnt bzw. ihn fortzusetzen nadeutet, muss man wohl mit diesen Maßstäben messen. Irgendwann kam von Marc das Statement, es sei ja ein Musikfilm, bei dem die Leute tanzen sollten oder getanzt hätten (das erinnere ich jetzt nicht mehr genau). Mit solchen Aussagen rückt er raus, nachdem über den Film geschrieben wurde und er dies kommentieren konnte und nach einem ausführlichen Interview. Das trägt nun einmal nicht dazu bei, dass man seine Ausführungen glaubwürdig findet.

    Und auch Deine Klammer-Bemerkung ist ein Beleg dafür, dass es auch Dir offenbar nicht gelingt, sachlich zu bleiben. Warum unterstellst Du uns Paranoia? Dass die Wortvogel-User eigentlich nur wenige Personen seien, die als mehrere auftreten, war Marcs Vorwurf. Er hat behauptet, dies wisse er, weil ihm zugetragen worden sei, mehrere Nicks hätten die gleiche IP und dann andeutete, der Wortvogel-Blog sei leicht zu hacken. Daraufhin wurde sachlich hart mit ihm über diesen Schwachsinn debattiert, an dem er aber festhielt. Als dann Nicolas feststellte, dass drei Nicks sich die IP von Marc teilen, war der Kohl fett.

    Vom Hollywood-Blockbuster, der die Szene aufmischt zum Experimental-Tanzfilm. Und das alles war geplant und künstlerische Absicht. Ich glaube das nicht.

  126. comicfreak (4)
    November 17th, 2010 | 11:17

    ..Herr Vorländer hat dort ebenfalls gesagt, er wäre jederzeit zu Treffen bereit und würde quasi alle Kommentatoren mit links widerlegen.
    Videoraider hat daraufhin konkret kostenfrei(!)Location, Kino, Kost & Logis für Herrn Vorländer für die Dauer des Treffens (2 Tage) angeboten.
    Herr Vorländer hat dieses Angebot mehrfach ignoriert und erst auf gezieltes Nachhaken mit einem lapidaren "Kein Interesse!" reagiert.

  127. Dietmar (12)
    November 17th, 2010 | 12:29

    Ich musste vorhin aufhören, so kam ich nicht mehr zu meinem eigentlich wichtigsten Punkt, den ich mir für den Schluss vorgenommen hatte:

    "Der Artikel bei Wortvogel, an den sich besagte Diskussion angeschlossen hat, ist im Grunde ein sehr simples Trailerbashing,…"

    Das ist eine falsche Bewertung, in der Du übersiehst, wie sorgfältig Torsten die Hintergründe aufbereitete und vor allem, dass er Marc eine Interview-Gelegenheit gab. Marc hatte jede Gelegenheit, sich und seinen Film darzustellen und die Interessierten für sich einzunehmen. Dass Torsten mit spitzer Feder schreibt, ist nicht vorwerfbar und hat mit "sehr simplen" Bashing nichts zu tun. Und wenn man mal auf die Seite sieht und sich auch seine Leserschaft betrachtet, wird man feststellen das gerade die Seite Wortvogel passgenau für Marc Vorländer wäre. Er aber zog Schmähungen vor, nachdem seine Darstellungen, wie sage ich es vorsichtig, wenig Kohärenz ausstrahlten und dies offengelegt wurde.

  128. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 14:10

    @ Dietmar:

    Verdrehung und Lüge, as always.

    Nur ein Punkt: 2 mal gleiche IP, Thomas und ich und das war kein Geheimnis, sonst -niemand-!!

  129. Realsatiriker (14)
    November 17th, 2010 | 14:12

    "Das tue ich bereits, das hätten Sie aus meinem Lebenslauf schließen können."

    Ist das ein Witz?

  130. Realsatiriker (14)
    November 17th, 2010 | 14:21

    Dietmar, das grundlegende Problem, das jeden deiner löblichen Versuche an dieser Stätte entgleisen lassen wird, sind die unterschiedlichen Rezeptionsfähigkeiten der Diskutanten. Wenn Jochen Werner die Reaktion des um Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit bemühten Wortvogel-Publikums auf Vorländers Kartenhaus-Theaterstück als "simples Trailerbashing" falsch zusammenfasst, wird von ihm entweder schlecht recherchiert oder fahrlässig diskutiert.

    Folgerichtig haben Jochen und Stefan genau einen Claqeur: Vorländer. Und das sollte ihnen zu denken geben. Sollte.

  131. November 17th, 2010 | 14:33

    Ist das ein Witz?

    Nein.

  132. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 14:54

    Also ich hab mir das Curriculum Vitae auch angesehen. Was genau ist da denn größer als X-Rated?

  133. November 17th, 2010 | 14:59

    Es ist schon erstaunlich, wie wir uns immer mehr noch weiter vom Thema entfernen, aber um Eure Frage zu beantworten: ich habe Realsatirikers Frage vorn Beginn an nur semi-ernst genommen, denn die Größe hat nichts über die Qualität auszusagen – ich bin beispielsweise der Meinung, dass Der Schnitt oder Cargo deutlich besser (größer im Sinne der Qualität) sind als bspw. die Cinema – obwohl sie nur einen Bruchteil deren Auflage haben … Und sowohl Das Manifest, als auch Filmszene.de sind feste größen in der Onlinefilmkritik. So, mehr äußere ich mich dazu nicht mehr. :)

  134. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 15:00

    "Nur ein Punkt: 2 mal gleiche IP, Thomas und ich und das war kein Geheimnis, sonst -niemand-!!"

    Für dich und Thomas war's kein Geheimnis. Für alle Unbeteiligten stellte es sich so dar, dass Thomas unparteisch sei und versuchen würde, Nicolas eine rechtliche Beratung angedeien zu lassen.

  135. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 15:01

    "des um Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit bemühten Wortvogel-Publikums…"

    Grrrrrpfffffffffttt *prust*

  136. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 15:08

    Dass sich vom Thema entfernt wird, liegt auch daran, dass alles gesagt und getan ist. MV verbreitet weiterhin seinen Charme und druckst herum, aber das war's dann eigentlich auch schon.

    Wie ernst Du's nimmst oder nicht, ist eigentlich irrelevant, Stefan. Der Realsatiriker sagte, dass man aus den eigenen Fehlern lernen muss, wenn man mal für größere Dinge schreiben will. Und hefte mit Auflagen unter 10k bzw. Online-Sites sind nun mal Nischen. Kann man mögen oder nicht, aber ist halt eine Realität.

  137. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 16:29

    Da sollte ich jetzt vielleicht nochmal darauf eingehen, warum ich meinen Film Stefan gegeben habe und nicht anderen:
    Weder unterhalte ich zu Stefan ein freundschaftliches Verhältnis, noch teilen wir den gleichen Filmgeschmack.

    Der Grund warum Stefan ein exklusives Vorrecht geniesst, liegt einfach daran, dass ich sein enormes Verständnis für Filme schätze. Er kann Zusammenhänge lesen und Anspielungen erkennen, die vielen Journalisten völlig abgehen. Das ist der Punkt und das ist nicht nur mir schon aufgefallen, sondern anderen Filmemachern und Filmfans ebenso.
    Für mich persönlich ist Equilibrium eine Instanz in Sachen Filmkritik und Stefan Rybkowski einer fähigsten Filmkritiker weltweit.

    Ihr müsst Euch nur mal ansehen, welche Zeit zwischen seiner Twittermeldung, den Film nun zu schauen und dem Onlinegehen des fertigen Artikels vergangen ist…, ein Review in dem es vor messerscharfen Analysen und Ausblicken auf den Kontext in dem der Film steht, nur so wimmelt…, so einen Hammerschlag des Filmjournalismus schüttelt sich Stefan in einer Zeit aus dem Ärmel, in der andere noch an der Headline des Reviews rumdichten.

    So ein Review löst bei mir Begeisterung aus, selbst in den Punkten, wo er mein Werk gnadenlos abwatscht… und zwar deshalb, weil er stets gerecht bleibt und auch Loben kann, wo ein Werk es verdient.

    Gerade weil Stefan nicht auf das subtanzlose Geschwafel von Foren-Nerds einstimmt, sondern Showgirls: Exposed einfach bewertet wie jeden anderen Film, zeichnet er sich wiedermal aus und festigt seine Position als seriöser Filmjornalist, denn als dieser kennt er den Unterschied zwischen erfolgreichen Marketing, der Reaktion von Nerds darauf und dem beworbenem, eigentlichen Werk selbst.
    Und damit befindet er sich in der guten Gesellschaft zahlreicher namhafter Künstler, die mein Werk respektieren, loben oder sogar aktiv supporten.

    Die schäbige Art, mit der er nun von altbekannten Permanent-Onlinern und "Fachleuten" (zu allem…) attackiert wird, ist mir gut bekannt.
    Nicht ich oder Stefan Rybkowski werden beschädigt oder verschwinden, sondern das exakte Gegenteil ist das Ergebnis von Troll-Anfeindungen…, das kann ich nach zwei Jahren Erfahrung diesbezüglich rund um den Globus, mit Sicherheit sagen:
    Je unfairer, je dreister der Angriff, je größer der Promo-Effekt und die Aufmerksamkeit der Fachwelt.

    Das Verpuffen meiner Karriere ins Nirvana, weil ich mich mit ach so wichtigen Foren-Königen und Blog-Instanzen angelegt hätte, wird mir schon seit Jahren prophezeit und exakt das Gegenteil tritt ein, immer!!!

    Insofern prophezeie ich Stefan eine große Zukunft als Filmkritiker, er sollte erst gar nicht versuchen, etwas anderes zu tun.

    Desweiteren gibt es zur vorangegangen Wortvogel-Disskussion nichts dem Kommentar von Jochen Werner hinzuzufügen, denn zu dieser Einschätzung kommt jeder Mensch mit Hirn, der sich die Kommentare durchliest.

    Noch was:

    Weder David Schmader noch Benjamin Svetkey, zwei der angesehensten Filmjournalisten der USA, haben ihr Interview mit mir kritischer aufgezogen als Stefan Rybkowski, und das
    obwohl Schmaders Interview lange voher und das von Svetkey lange nacher stattfand…!! Warum?!
    Weil seriöser Journalismus sich nicht um Getrolle und Gerüchte schert, sondern um Fakten.

  138. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 16:39

    Wie süß: Eierschaukeln.

  139. Trantor (9)
    November 17th, 2010 | 19:31

    Apropos Eierschaukeln: Sorry, Stefan, ich weiß, dass ich damit wohl ein neues Fass aufmache, aber ich kann es mir nicht verkneifen, die von Stefan im Review gezogene Parallele zu "Exit Trough the Gift Shop" kurz aufzugreifen. Ein Kernsatz aus jenem Review von ihm passt nämlich aber so was von zu der Showgirls-Diskussion hier:

    "Natürlich ist es wahr, dass in jedem ein gewisser Künstler steckt, auch das macht Exit Through the Gift Shop deutlich, aber es macht dann eben doch einen signifikanten Unterschied, ob ich diese Kunst als Statement verstehe oder als Plattform um mich zu inszenieren und Kohle zu scheffeln"

    Nur nochmal kurz wiederholt: Kunst ist in Stefans Augen also NICHT, wenn sie nur dazu dient, dass der Künstler sich inszeniert.

    Nun, interessant wird dieser Satz besonders, wenn man sich nochmal den Abschlussatz seines Showgirls-Reviews hier auf der Zunge zergehen lässt:

    "Eines ist Vorlander allerdings wie auch Mr. Brainwash aus Banksys Film gelungen: er hat es geschafft, dass man über ihn und seinen Film redet – allein das ist bereits eine Kunst für sich."

    Lustig, oder. Wo zwischen diesen beiden Sätzen nur drei Wochen liegen.

  140. November 17th, 2010 | 19:47

    Da hast Du recht, Trantor, aber was ich nicht verstehe: wird hier jetzt jedes einzelne Wort von mir, jede Formulierung, auf die Goldwaage gelegt? Ich wollte im S:E-Review einen Schlusssatz finden, der die ganze Diskussion noch einmal aufgreift/zusammenfasst, natürlich sehe ich es nach wie vor so wie im Banksy-Film – es ist m.M. keine Kunst, aber es ist auf jeden Fall fast schon eine Leistung (welche, sei einmal dahingestellt). Ich find's nur langsam lustig, dass sich hier alle irgendwie zum Retter und Wahrer des wahren und guten Journalismus stilisieren.

  141. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 20:09

    Naja, man darf von jedem Schreiberling erwarten, dass er seiner Linie treu bleibt. Um einen Schlusssatz zu bekommen sich selbst zu widersprechen, macht wenig Sinn. Unterminiert die eigene Glaubwürdigkeit, weil "fiese Möpp" wie Trantor einen auflaufen lassen können.

    Wenn es Deiner Meinung nach keine Kunst ist, warum sagst Du's dann?

    Wahrer (über "gut" kann man streiten) Journalismus ist sowieso nur der, für den man bezahlt wird :D

  142. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 20:13

    @ Trantor:

    Ob der Hype um meine Arbeit, egal ob in der Presse oder in Boards, wirklich Kunst ist, weiss ich nicht… (eher nein), aber auch hier ist bitte, das Making of nicht mit dem Werk zu verwechseln… Dass es es allerdings eine "Kunst" (umgangssprachlich, und so verstand ich Stefans Schlusssatz) ist, ein Projekt so zu vermarkten, dass Leute sich den Mund daüber taub reden und die Finger wund tippen…, das ist wohl schon richtig.

    Stefan jetzt auch noch dieses Wortspiel um die Ohren hauen zu wollen, ist einfach nur lachhaft.
    Dieses kindische Wortverdrehen und Krümel-Gestöbere, ist ein Zeichen von Schwäche durch Argumentverlust.

  143. November 17th, 2010 | 20:21

    Wahrer (über "gut" kann man streiten) Journalismus ist sowieso nur der, für den man bezahlt wird :D

    Siehst Du, dann haben wir ohnehin unterschiedliche Auffassungen.

  144. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 20:33

    Mag sein, aber Journalist ist ein Beruf wie jeder andere auch. Und gemeinhin wird man dafür bezahlt. Ein Maurer mag auch immer ein Maurer sein, aber wenn er sein Tagwerk für lau verrichtet … was ist es dann? Eben, ein Hobby. Die Begrifflichkeit "Journalist" ist aber eh verwässert, denn im Internet kann jeder ein Journalist sein. Bei Print unterzukommen, ist deutlich schwieriger. Aber wir schweifen ab, widmen wir uns lieber wieder dem Hype um MV ;-)

    In dem Sinne: Schade, dass es keinen Online-Hohlspiegel gibt. Der hier wäre prädestiniert: "…dass Leute sich den Mund daüber taub reden"

  145. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 20:40

    @ XXX:

    Wenn mich nicht alles falsch düngt, werden Du und Deine Wortvogel-Kollegen doch sonst nie Müde zu betonen, dass Blogs ebenso wichtig wären wie Print-Medien oder TV…?!

    Die Wahrheit ist, manche Blogs sind seriöser Journalismus, andere nur private Suppenküchen, um den eigenen angeschlagenen Ruf zu retten oder andere billig zu bashen (Wortvogel).

  146. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 20:56

    "Wenn mich nicht alles falsch düngt, werden Du und Deine Wortvogel-Kollegen doch sonst nie Müde zu betonen, dass Blogs ebenso wichtig wären wie Print-Medien oder TV…?!"

    Zeig mir doch einfach ein Zitat, wo ich das gesagt habe.

    Vielmehr ist es doch so, dass Du dem ganzen keinerlei Wert beimisst, aber den ganzen Tag in Blogs abhängst und unliebsame Blogger anzeigst. Merkwürdig, merkwürdig.

    Außerdem ging es mir nicht darum, eine Wertigkeit/Wichtigkeit herauszustellen. Die Differenzierung wird von anderen – Verleihern, Pressebetreuern, und ja, auch Journalisten – hochgehalten. Zudem es nun mal ein harter Fakt ist, dass es schwerer ist, ins Printgewerbe einzudringen.

  147. 'persuader' (1)
    November 17th, 2010 | 21:07

    Ich verfolge diesen doch sehr unterhaltsamen 'Diskurs' schon seit einiger Zeit und möchte jetzt auch einen kleinen Beitrag leisten.

    @Stefan: Meine erste Anmerkung soll keine Kritik an deiner Rezension sein, sondern nur unterhalten.

    MV über seine Kontakte bei Facebook:

    "Kunststück, ich sortiere jede Woche aus, bzw, nehme die meisten erst gar nicht an, denn im Gegensatz zu Euch, hab ich echte Freunde und brauche keine bei Facebook zu sammeln. Zusammen mit meinen beiden Gruppen, bringe ich es immerhin noch auf 350 hochwertige “Freunde”…

    –> Wer ein FB Kontakt von Marc ist, ist auch sein Freund.

    Stefan ist ein FB Kontakt von MV.

    Was müsste daraus folgen bzw. logisch korrekt abgeleitet werden? Richtig:

    MV: "Weder unterhalte ich zu Stefan ein freundschaftliches Verhältnis, noch teilen wir den gleichen Filmgeschmack."

    Manche Menschen würden dies als logischen Widerspruch betrachten, aber ich bin mir sicher, Herr Vorlander hat sofort eine Erklärung dafür. Bitte, bitte, Herr Vorlander, geben Sie sie uns! Denn diese konstant durchgehaltene Inkohärenz ist nun wirklich große 'Kunst'. Wenn das Absicht ist, dann steckt ein ‚genialisches’ Kalkül dahinter, um Komik zu erzeugen.

    Wie wäre es damit, ein 'best of' zu erstellen? Die Komik ergibt sich ja nicht nur aus den logischen Widersprüchen, sondern auch aus dem Schreibstil bzw. metaphorischen Ausdruck, der mir die Tränen in die Augen treibt: "Ich beherrsche verbal Florett wie Krumm-Säbel…, der Gegner bestimmt bei mir die Wahl der Waffen".

    Aber damit nicht genug, sogar eine Rechtsberatung (Thomas – bei der Filmilf) wird für die virtuelle Show einfach nachts um 03:15 Uhr im gemeinsamen Büro hinzugezogen. Dass der Jurist oder juristisch Kundige keine Unterscheidung zwischen ‚sie’ (Personalpronomen – 3. Pers. sing./pl.) und ‚Sie’ (Höflichkeitsform bei der Anrede) kennt, ist dabei natürlich genauso nebensächlich, wie die Ansprache mit dem Vornamen: "Nicolas, wenn sie" oder "Ich würde an ihrer Stelle die Formulierung deutlich ändern".

    Ach, soll er die Formulierung doch korrigieren, also der Wahrheit anpassen! Ich bitte nur Sie, Ihre Formulierungen nicht zu ändern, denn sie sind der Stoff, der die Komik hat wachsen lassen. Wenn Ihr Kunstwerk, also ich spreche von dem Hollywood-Film, nein dem Musikvideo, oder dem Arthouse-Produkt mit kommerziellem Interesse, genauso intentional gefertigt wurde, dann bin ich mir sicher, dass das ‚Showbiz’, welches und wo auch immer, es lieben wird. Denn wer interessiert sich schon für Kategorien, wenn es um Kunst geht…

    PS: Falls einer fragt, warum es Kunst ist? Locker bleiben, denn Sie sind ja Künstler. Warum sind Sie einer? Pfffhhh, dumme Frage, weil Sie Kunst machen natürlich!!!

  148. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 21:26

    @ XXX

    Stefan ist mit seinem Stil aber eben sehr viel näher an einer Karriere in Printmedien dran, sieht man schon im Abgleich mit Schmader oder Svetkey.
    Bezeichnend allerdings, dass Du Stefan kritisierst und Nicolas Zimmermann hingegen dazu anstachelst, eindeutig strafbare Formulierungen aufrecht zu erhalten…
    Falls Du tatsächlich "vom Fach" bist, bist Du entweder ein miserabler Journalist, oder aber ein schäbiger Mensch, der wider besseres Wissen Ratschläge im Sinne seiner privaten Suppe abgibt.

  149. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 21:38

    "Stefan ist mit seinem Stil aber eben sehr viel näher an einer Karriere in Printmedien dran, sieht man schon im Abgleich mit Schmader oder Svetkey."

    Wie du englischen mit deutschem Sprachstil vergleichst, ist grandios. Kudos.

    "Bezeichnend allerdings, dass Du Stefan kritisierst"

    Kluge Menschen machen aus Kritik was, nur dumme beißen wild um sich. Ich bin sicher, dass Stefan aus der hier von einigen Leuten gemachten Kritik etwas machen wird. Bei dir wiederum ist HOpfen und Malz verloren.

    " und Nicolas Zimmermann hingegen dazu anstachelst, eindeutig strafbare Formulierungen aufrecht zu erhalten…"

    Zeig mir doch mal ,wo ich ihn angestachelt hab. Hurtig, hurtig, lass deinen Behauptungen doch mal Beweise folgen, alter Dampfplauderer.

    "Falls Du tatsächlich "vom Fach" bist, bist Du entweder ein miserabler Journalist,"

    vor allem bin ich ein bezahlter Journalist.

    "oder aber ein schäbiger Mensch, der wider besseres Wissen Ratschläge im Sinne seiner privaten Suppe abgibt."

    Den Satz versteh ich jetzt nicht. Bitte noch mal nachdenken, klar formulieren, dann noch mal posten.

  150. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 21:40

    @ Persuader:

    Stefan ist kein Freund, aber sicher niemand, den ich aus meiner Facebookliste löschen würde.
    Und wieder ein typisch kindisches Argument auf Troll-Niveau…

    Es mag Dir vielleicht ganz unbekannt sein, aber die meisten Leute in dieser Branche, gehen nicht vor 2, 3 Uhr morgens ins Bett.
    In unserer Firma arbeiten wir zur Zeit unter Hochdruck daran, ein Musikalbum marktfertig zu bekommen und vor X-Mas zu veröffentlichen. Im Augenblick sind wir bis mindestens 4 Uhr am arbeiten und das 7 Tage in der Woche.

  151. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 21:43

    hast aber viel zeit, um kleinkriege in blogs zu führen, zur polizei zu rennen und dich bei thomas auszuheulen. Wann arbeitest du da eigentlich?

  152. Marc Vorlander (44)
    November 17th, 2010 | 21:50

    Aber gerne doch:

    "XXX sagt:
    12. November 2010 um 15:38
    Nur keinen Stress.

    Sollte er tatsächlich Anzeige erstatten, wird diese im Nichts verlaufen. Im Gegenzug solltest Du dir dann überlegen, ihn wegen Nötigung, Bedrohung und Beleidigung (anhand der Emails) anzuzeigen. Das ist ein schönes Paket, mit dem ein Staatsanwalt arbeiten kann."

    Das hast Du gepostet, als er sogar die totale Formulierung drin hatte "alle", komplett"…

    Du hast den Jungen wider besseres wissen ermutigt, und damit dazu kräftig beigertragen, dass ein Strafverfahren gegen ihn läuft.
    Solltest Du tatsächlich bei einer Zeitung arbeiten, wusstest Du ganz genau, dass es brandgefährlich und strafbar ist, so etwas zu formulieren…, nichtmal Trolle tun sowas, selbst die haben offenbar mehr Gespür für Rechtsfragen.

    Mein Verdacht: Du bist so viel Journalist, wie ich der Kaiser von China.

  153. XXX (32)
    November 17th, 2010 | 22:04

    Ich hab dem Jungen erklärt, sich zu wehren und Dich anzuzeigen. Das sollte er auch nach wie vor tun.

    Schlag auch noch mal im Wörterbuch nach, was "anstacheln" heißt. Hier herrschen bei Dir wieder mal ganz massive Defizite.

    Dein Verdacht: Cool, und ich hab den Verdacht, dass Du kein Regisseur bist. Da biste jetzt baff, was? Aber es freut mich, endlich den Kaiser von China kennen zu lernen. Passt irgendwie, da in China auch die Staatsgewalt losgelassen wird, wenn es unliebsame Meinungen von Schriftstellern zu unterdrücken gibt.

  154. Realsatiriker (14)
    November 17th, 2010 | 22:25

    "Mein Verdacht: Du bist so viel Journalist, wie ich der Kaiser von China."

    Ehrlich? Wenn das irgendwer auf diesem Planeten schonmal von sich behauptet hat (na ja, außer dem Kaiser von China), dann du, mein Freund. Dann du.

    Vermutlich vor 'ner Dorfdisse im Großraum Offenbach, als der Türsteher (offensichtlich kein Kenner von Hollywoodgrößen) dich nicht reinlassen wollte. Trotz der Lederjacke (DER Lederjacke!).

    Ich darf dich beruhigen: XXX ist Journalist, ein guter und ein erfolgreicher. Der für großes Publikum schreibt, und nicht für Sudelmagazine oder Umsonst-Onlinekram. Stefan kann sich also in keinerlei Weise mit ihm messen und wäre gut beraten, das auch nicht zu versuchen.

    An die Vernünftigen unter euch – es wird Zeit, hier die Zelte abbrechen. Eine Diskussion lebt von ihrem Umfeld, und hier liegen offensichtlich nicht die Grundlagen für eine neutrale Diskussion wie beim Wortvogel vor.

    Facebook-Freunde sind eben keine guten Rezensente. Das, Stefan, wird dir nachhängen. Viel Glück!

  155. November 18th, 2010 | 0:50

    Der für großes Publikum schreibt, und nicht für Sudelmagazine oder Umsonst-Onlinekram.

    Na, Du scheinst aber keiner zu sein, denn wer heute die Onlinemedien verdammt und sie "Umsonst-Kram" nennt, der hat entweder keine Ahnung von einer der größten Entwicklungen im Journalismus oder wird seinen Job im Print wohl nur noch für kurze Zeit haben. Auch Deine Orthographie spricht nicht gerade für Deine angebliche Profession …

    Morgen mache ich hier übrigens dicht, denn ich bin vier Tage auf Sparflamme online und habe keine Lust, dass das Ganze hier noch weiter außer Kontrolle gerät.

  156. November 18th, 2010 | 1:00

    "Der für großes Publikum schreibt, und nicht für Sudelmagazine oder Umsonst-Onlinekram. Stefan kann sich also in keinerlei Weise mit ihm messen und wäre gut beraten, das auch nicht zu versuchen."

    Hätte MV das geschrieben, es wäre wieder das große Gekeife losgegangen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber in DIESEM Kommentarstrang erscheint MV auf einmal weniger unsympathisch als viele andere Kommentatoren. Und viele sind hier MV in der Entwicklung ihres Argumentationsverhaltens deutlich näher als sie es sich eingestehen wollen…

  157. XXX (32)
    November 18th, 2010 | 1:13

    "Na, Du scheinst aber keiner zu sein, denn wer heute die Onlinemedien verdammt und sie "Umsonst-Kram" nennt,"

    Wirst Du von irgendeiner der Websites, für die Du schreibst, bezahlt (und nein, Rezi-DVDs meine ich damit nicht)? Wenn nein, ist es "Umsonst-Kram". Und das ist das Problem. Es gibt viele Schreiberlinge da draußen und viele Websites, aber wie viele werden für ihre Tätigkeit bezahlt oder können gar davon leben? Ein paar, ja, aber das Gros der Filmseiten da draußen operiert mit Autoren, die nichts kosten. Und auch abseits des Bereichs Film sieht's düster aus.

    Online gilt selbst für Verleiher und Presse-Agenturen noch immer als zweitklassig. Printmedien werden dort noch immer bevorzugt behandelt. Das ist nun mal eine Realität, die man einfach erkennen muss. Nicht umsonst sind die Einladungslisten für Pinkys sehr viel kleiner und handverlesen. Noch nie drüber Gedanken gemacht?

    "der hat entweder keine Ahnung von einer der größten Entwicklungen im Journalismus oder wird seinen Job im Print wohl nur noch für kurze Zeit haben."

    Wenn die Entwicklung dahin läuft, dass Journalisten sich für lau oder Cent-Beträge verdingen müssen, dann würde ich diese Entwicklung nicht gerade abfeiern…

    "Auch Deine Orthographie spricht nicht gerade für Deine angebliche Profession … "

    Auf das dünne Eis würde ich mich nicht bewegen, wenn a) deine eigenen Texte auch nicht fehlerfrei sind und b) das von dir laut eigenem CV lektorierte X-Rated auch von Fehlern durchdrungen ist.

    Bringt aber nix, sich Tippfehler um die Ohren zu hauen. Bei Foren etc. schreiben viele sogar nur klein (mach ich auch bisweilen). Richtig macht man's bei seiner Arbeit, gelle?

  158. Dietmar (12)
    November 18th, 2010 | 8:39

    Alles klar, Ben: Wir keifen. Marc argumentiert nur etwas emotional. So in etwa? Er haut bei nahezu jedem Kommentar Beleidigungen heraus, bezichtigt jeden, der nicht seiner Meinung ist,der Lüge und Verleumdung, weicht jedem Argument aus, behauptet, Kenntnis von Straftatbeständen zu haben und nutzt das als Argument (Hacken der Website Wortvogel mit angeblichem Nachweis von Sockenpuppen), verklagt angeblich Nicolas für seinen Bericht und so weiter und so fort. Und jetzt ist wer bitte in seiner Nähe? Jetzt ist wer bitte unsympathisch?

    Aber geschenkt. Das ist ja nur eine Meinung, und die darf man ja wohl äußern. Solange man nicht sagt, dass der Trailer schlecht aussieht oder etwa, dass man Marc Vorländer nicht glaubt, was er so behauptet, weil man dann zurecht verklagt und beschimpft werden kann und darf, solange kann man einfach seine Meinung sagen, ist dann wahnsinnig vernünftig und ausgleichend und so.

    Mensch, da kann ich ja nur sagen, vielen Dank für die sachliche Diskussion!Hat echt Spaß gemacht, hier etwas beizutragen. Man fühlt sich so richtig ernst genommen, wie alle so inhaltlich auf einen eingehen. Das gibt so ein warmes, gutes, ja, ich möchte fast sagen, ausgleichendes Gefühl. Dies ist der Blog, in dem der Ausgleich oberste Priorität hat: Wer in der Lage ist zu sagen, alles habe seine Berechtigung und alle sind doch irgendwie gleich und die Diskussionskultur ist echt schade schlecht geworden, wer fähig ist, keine Position zu beziehen, sondern sich im Niemandsland der Indifferenz bewegen kann, denn, hey, irgendwie ist alles Kunst, der ist hier richtig.

    Ich habe schon mal ungerechtfertigt ausgeteilt, und ich habe auch viel eingeschenkt bekommen bei Torsten. Aber ehrlich, da hat die Diskussion doch wenigstens Struktur und Positionen. Was das hier soll, ist mir ein Rätsel.

    Na gut. Möge mich jemand verklagen für meine unangemessenen Wutausbrüche.

    Schön, dass wir drüber gesprochen haben …

  159. Realsatiriker (14)
    November 18th, 2010 | 10:25

    Stefan, in der Tat, eine Editierfunktion fehlt hier. Gern entschuldige ich mich dafür, in Eile und unkonzentriert geschrieben zu haben, da ich diese Kleinigkeit namens Leben nebenbei führe. Ich bin mir sicher, dass du an die Richtigkeit deiner Attitüte hier glaubst. In diesem Glauben belasse ich dich.

    Alles Gute.

  160. DMJ (1)
    November 18th, 2010 | 11:52

    Da ich, obwohl ja von Anfang an dabei, hier noch nichts gesagt habe, will ich mich doch, bevor dicht gemacht wird, auch kurz einbringen.
    Aber nicht zur "Hauptdiskussion", weil da dürfte alles notwendige von Dietmar & Co. vorgebracht worden sein. Nein, ich wollte doch mal gegen "unsere" Seite einräumen, dass ich die Kluft zwischen Print- und Online-Journalismus auch nicht so tief ziehen würde, wie es hier getan wird.
    Vom Stand der Anerkennung liegen dazwischen tatsächlich Welten, aber es ist doch fraglich, wie sehr uns das kümmern sollte. Man lese F. J. Wagner oder den Kulturteil des SPIEGELS und dahingegen einige Blogs – da ist das höher geachtete (und bezahlte) Medium keineswegs das qualitativere.
    Es stimmt wohl leider, dass der Hausherr hier dem Vorlander schlimm auf den Leim gegangen ist und sich vor seinen Karren hat spannen lassen, aber darauf würde ich nichts allgemeines schließen wollen.

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