Ödes aus der Einöde: 'Winter's Bone'


Es gibt zahlreiche Klischees und Stereotypen über die amerikanische Unterschicht, den White Trash, wie er im Volksmund genannt wird und der meist schon anhand des Dialekts ausgemacht werden kann. Natürlich nimmt sich besonders der amerikanische Film dieser Bevölkerungsgruppe an, die mal aufs Korn genommen wird, mal als Hinterwäldler unschuldige Mitmenschen foltert und meuchelt oder ganz einfach nur als abscheulicher Sonderling ausgestellt wird. Auch Winter's Bone porträtiert den White Trash, der in maroden Holzhütten lebt einmal mehr ein Bild des amerikanischen Südens bedient, an das der Zuschauer bereits gewöhnt scheint. Nun handelt es sich zwar weniger um den wirklichen Süden der USA, als vielmehr um die Ozark Mountains, die eine Hochlandregion inmitten der Vereinigten Staaten bilden. Was bereits beim Setting interessant klingt und über dem Vorspann besungen wird, entfaltet aber leider zu keiner Zeit seine Reize, denn Regisseurin Debra Granik scheint es nicht etwa um die Entdeckung dieser Region der USA zu gehen – die durchaus einige interessante Aspekte zu haben scheint, das dringt im Film immer wieder durch -, sondern lediglich um ein weiteres stereotypes Bild einer Region, in der die Menschen per se verdammt zu sein scheinen. Die Familien, die hier leben, sind nicht nur arm und der Bildung meist fern, sondern verhalten sich auch dementsprechend. Da landet dann auch öfter mal Eichhörnchen auf dem Teller, das zuvor natürlich selbst erlegt wurde. Um zumindest einen gewissen Lebensstandard zu haben, wird mit Drogen gedealt oder die Nachbarschaft angepumpt.

Ja, es ist ein ziemlich düsteres Bild, das Winter's Bone vom Ozark-Plateau, wie es auch genannt wird, zeichnet. Hinzu kommt, dass der Vater von Ree (Jennifer Lawrence) sich aus dem Staub gemacht hat und sie sich nun sowohl um die kranke Mutter, als auch um die beiden jüngeren Geschwister kümmern muss. Plottechnisch ist es mit diesem einen Satz dann auch schon fast getan, denn außer einem vermissten Vater und undurchsichtigen Verwandschaftssippen und Nachbarn hat der Film zumindest auf der Inhaltsebene nichts zu bieten. Dementsprechend unspannend kommt das alles dann auch daher, man fragt sich ständig, wann es eigentlich mal losgeht und der Film an Fahrt gewinnt. Ganze 100 Minuten lang verfolgt der Film eine Spur, die letztlich doch quasi ins Nichts führt und den Zuschauer enttäuscht zurücklässt – auch, weil Winter's Bone doch ziemlich bemüht ist, ein großes Geheimnis lüften zu wollen, das es aber gar nicht gibt. Sämtliche Figuren versucht der Film in ein Zwielicht zu stellen, in Wirklichkeit sind sie aber lediglich austauschbare Abziehbilder, die wirklich jedes Klischee bedienen, das man über den White Trash nur haben kann (korpulent, arm, ungebildet, gewalttätig, ideologisch, etc.). Winter's Bone geht allerdings noch einen Schritt weiter, er geht nämlich von der Falschannahme aus, dass diese blassen Figuren interessant, ja mysteriös erscheinen und den Zuschauer gerade ob Ihrer 'Andersartigkeit' faszinieren können.

Diese Tatsache ist nicht nur an der Realität vorbei, sondern fast schon beleidigend (allen voran für die Menschen in den Ozark Mountains). Winter's Bone verfällt recht schnell dem Irrglauben, dass das, was er uns zeigt, ach so anders ist – in Wirklichkeit kennt man die hier zu sehenden Muster aber zur Genüge, und auch die neunmalkluge und taffe Ree fängt schon bald an zu nerven statt als harte Heroin durchzugehen. Da betreibt Jennifer Lawrences zugegeben wirklich gutes Spiel auch lediglich noch so etwas wie Schadensbegrenzung. Warum John Hawkes gar für einen Oscar nominiert wurde, bleibt wohl das Geheimnis der Academy, denn außer grimmig und düster aus der Wäsche schauen, war da nichts. Winter's Bone ist von einer Langeweile und Gleichgültigkeit durchzogen, dass man fast schon Mitleid mit den Beteiligten empfindet – allen voran aber für die realen Bewohner der Ozark Mountains, denen der Film ganz und gar keinen Gefallen getan hat. Entweder Sozialdrama oder Thriller; dass beides nicht unbedingt miteinander vereinbar ist, zeigt Winter's Bone leider eindrücklich. Ein typischer Fall von zu stark gehyptem Indie, der substanzloser und gleichgültiger kaum sein könnte. (4/10)


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Trailer zu Spurlocks Doku 'The Greatest Movie Ever Sold'

Product Placement in Filmen ist gang und gäbe, man schaue sich nur mal an, wie viele Macs man im heutigen Hollywood-Kino findet … Dokufilmer Morgan Spurlock hat sich dieser Thematik auf eine ganz spezielle Art und Weise angenommen: Seine Doku über Product Placement ist komplett durch ebenjenes finanziert worden. Der Trailer zu The Greatest Movie Ever Sold schaut weniger seriös als vielmehr typisch Spurlock-like aus. Das ist eben Dokutainment im Michael-Moore-Stil, auch wenn mich – selbst angehender PRler – eine seriöse Doku zum Thema durchaus interessieren würde.

(Via Cinematze)


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Trailer zu 'Captain America: The First Avenger' in HD


Da ist er dann auch endlich, der lang ersehnte offizielle Trailer zu Captain America: The First Avenger (480p/720p/1080p). Gefällt mir doch ziemlich gut, was ich da sehe, auch wenn man vieles bereits aus dem Superbowl-TV-Spot kennt. Deutscher Start ist am 21. Juli.


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Adrien Brody steckt fest: 'Wrecked' Trailer


Männer in Bedrängnis und ohne Gedächtnis, hatten wir ja erst in Unknown. Nun schlüpft Adrien Brody in Liam Neesons Rolle und steckt zusätzlich in einem Autowrack. In Wrecked erwacht er nämlich in einem Wrack, mitten im Wald und weiß weder wer er ist, noch was er getan hat.  Der Trailer (480p/720p/1080p) sieht jedenfalls gar nicht uninteressant aus und ist gleichzeitig das Spielfilmdebüt für den kanadischen Regisseur Michael Greenspan.


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Testsieger Bosch BSG 81466 saugt jeden Krümel weg


Hierbei handelt es sich um ein außerredaktionellen Post

Wir alle brauchen ihn, mindestens ein Mal pro Woche: den Staubsauger. Es gibt ihn mit Beutel oder ohne, in verschiedenen Farben und Formen. Doch welcher ist der richtige Staubsauger für mich und meine Bedürfnisse? Dieser Staubsauger heißt laut Stiftung Warentest 05/2010 Bosch BSG 81466. Im Test erhielt er das Testergebnis gut (1,9) und verweist als Testsieger damit die meisten seiner Konkurrenten auf die hinteren Plätze. Bei niedrigem Stromverbrauch gibt der Sauger mit Beutel dennoch volle Power – und bleibt dabei trotz aller Kraft erstaunlich leise. Durch die spezielle Compressor Technology mit 1400 Watt verfügt der BSG 81466 über spezielle aerodynamische Gebläseschaufeln, die den Staub von jeder Oberfläche perfekt aufsaugt. Hersteller Bosch hat den Sauger in der Produktion natürlich harten Tests unterzogen: So wurden Kabeleinzug, An- und Ausschalter, sowie das Gehäuse und die Düse ausgiebig getestet.

Das Filtervolumen des Staubsaugers fasst dabei bis zu sechs Liter, der Aktionsradius beträgt ganze 13 Meter. Neben Standards wie dem automatischen Kabeleinzug, verfügt der Bosch BSG 81466 ferner über eine elektrische Filterbeutelanzeige, die dem Benutzer rechtzeitig genug sagt, wenn man den Beutel wechseln muss. Auch das Zubehör kann sich sehen lassen, besteht es doch nicht nur aus Polsterdüse und der teleskopierbaren Filterdüse, sondern auch ein Möbelpinsel ist mit dabei. Die Parkhilfe – ja, so was gibt es auch bei Staubsaugern – sorgt dafür, dass der Staubsauger stets perfekt aufgeräumt und positioniert ist. Da das Auge ja auch immer eine große Rolle spielt, besticht der Bosch BSG 81466 durch eine schöne Lackierung in der Farbe kirschrot-metallic. Für das Design gab es zudem den Reddot Award, der für außerordentliches Design verliehen wird. Diesen konnte er im Jahre 2010 gewinnen – ein gleich doppelter Sieger für Ihren Boden.


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Neuer Trailer zu Herzogs 'Cave of Forgotten Dreams'


Nach dem tollen ersten Trailer zu Werner Herzogs Doku Cave of Forgotten Dreams ist nun ein weiterer Trailer veröffentlicht worden (480p/720p/1080p). Die Doku, die Herzog in 3D drehte und die ihre Europapremiere letzten Monat auf der Berlinale feierte, kann ich nur jedem ans Herz legen, denn auch wenn man von der Thematik der Höhlenmalerei nicht fasziniert ist, lohnt der Film allein deshalb, weil Herzog uns eindrucksvoll zeigt, wie man 3D hervorragend nutzt. Einen deutschen Kinostart gibt es leider noch nicht.


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Trailer zu Martin Scorseses Doku 'Public Speaking'


Martin Scorsese hat mal wieder eine Dokumentation gedreht: In Public Speaking (480p/720p/1080p) widmet er sich der amerikanischen Schriftstellerin Fran Lebowitz, die für ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge bekannt ist. Der Film, der von der Dokusparte HBOs mitproduziert wurde, feierte im US-TV bereits letztes Jahr seine Premiere. Mal schauen, ob es der Film auch über den großen Teich schafft, denn Fran Lebowitz scheint hierzulande nicht allzu bekannt zu sein.


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Bauchredner unter sich: 'Dumbstruck' Doku Trailer


Ich muss zugeben, dass ich kein großer Fan von Bauchrednern bin, die zur Faschingszeit ja wieder die Fernsehbildschirme für sich einnahmen. Die Doku Dumbstruck (480p/720p/1080p) sieht nichtsdestotrotz ziemlich interessant aus. Sie begleitet fünf Protagonisten zum weltgrößten Bauchrednertreffen und zeigt, welch eigentümliche Beziehung die Künstler bisweilen zu ihren Puppen haben.


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Trailer zur Superheldensatire 'Super'


Wurde ja auch endlich mal Zeit, dass ein vernünftiger Trailer zu James Gunns Super erscheint (480p/720p/1080p), nach dem es seit Monaten nur einen ewig langen Promoclip gab. Der Film lief bereits auf dem TIFF und wurde zumindest von den Jungs von Film Junk sehr gut besprochen – einige meinen sogar, dass es der bessere Kick-Ass sei, was ich doch hoffen will, denn dieser war ja eine absolute Lachnummer (im negativen Sinne)! Auch der Cast ist mir deutlich sympathischer als jener aus Vaughns Film. Start in den USA ist am 01. April – bei uns hoffentlich auch bald zu sehen (wovon ich ob der Thematik und dem Kick-Ass-Vergleich ausgehe).


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Ein Pokerturnier unter Freunden

Mir fällt gerade ein, dass ich schon lange kein Poker mehr gespielt habe. Gut, Philipp und ich – den die meisten aus dem Podcast kennen dürften – veranstalten regelmäßig ein kleines Pokerturnier mit gemeinsamen Freunden. Das hat eigentlich seit dem Abi Tradition. Leider schaffen wir es nur, uns ein Mal im Jahr dazu zu treffen, auch wenn eigentlich zwei bis drei Mal angestrebt waren. Eigentlich. Beim Turnier geht es dann auch weniger ums Gewinnen, als vielmehr um das Beisammen sein mit alten Freunden, die man lange nicht gesehen hat, da sie teilweise über die ganze Welt verstreut sind. Aber dass das Pokerspiel gar keine Rolle spielt, ist natürlich auch Quatsch, denn jeder will ja schließlich gewinnen, oder? Vor allem bei im Schnitt neun Spielern ist es bisweilen doch schwer, sich gegen die anderen durchzusetzen. Hin und wieder kommt es dann doch auch zu erbitterten Kämpfen, klar, wobei es keiner wirklich persönlich nimmt, schließlich war man ja neun Jahre lang sowohl Konkurrent, als auch Freund.

Angereichert wird das Ganze immer mit ordentlich Snacks, Getränken und Zigarillos/Zigarren – das gehört mindestens so dazu wie die Chips, mit denen man spielt. Im Internet zu Pokern oder gar andere Casinospiele zu spielen, wäre für meinen Teil also eher weniger denkbar, auch wenn man natürlich stets mit Angeboten wie einem Partypoker Code gelockt wird. Es fehlen einem nicht nur die Gegenspieler aus Fleisch und Blut, die man vis-à-vis vor sich hat, sondern vor allem auch die bereits angesprochene Atmosphäre, die einfach dazugehört. Ich muss aber auch gestehen: so einen engen Zusammenhalt in der Stufe, wie wir ihn hatten, haben nicht viele Leute. Kein Wunder also, dass sich einige in der Onlinepokerwelt versuchen.


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