Summer of '79: 'Super 8'


Was wurde nicht wieder für ein großes Geheimnis um einen Film gemacht, der letztlich doch nur ein einziger großer Sommerblockbuster ist. Nach Cloverfield hat sich J.J. Abrams an ein weiteres im wahrsten Sinne des Wortes Monsterprojekt gewagt – dieses Mal sogar als Regisseur und nicht nur als Produzent. Der Mann im Hintergrund war dieses Mal Steven Spielberg, dessen Einfluss auf das Projekt aber deutlich sichtbar über die Grenzen des reinen Produzierens hinausgeht – Poltergeist lässt grüßen. Sowohl Letzterer als auch Cloverfield sind gute Einwürfe, um Super 8 einzuordnen. Denn eines gleich vorweg: Super 8 ist bei weitem nicht der Monster-Film, zu dem er im Vorfeld hochstilisiert wurde. Sicher, das Marketing hat einmal mehr funktioniert und den Kinogänger vielleicht sogar absichtlich mit falschen Erwartungen gelockt. All die Vermutungen, seien es nun Area 51 oder Roswell, führen ins Leere, denn Super 8 ist zu allererst ein Coming-of-Age-Film über das Erwachsenwerden in Suburbia und die Liebe und Hingabe zum Film. Und dennoch trägt er – ähnliche wie in Monsters – einen Monsterfilm-Anstrich, der ihm besonders gut steht.

J.J. Abrams' Blockbuster weiß von der ersten Sekunde an zu gefallen, ist der Film doch in einen schicken Retro-Look getaucht, der die 70er Jahre wiederaufleben lässt, ohne forciert oder kopiert zu wirken. In den Zimmern der Jungs (u.a. Joel Courtney, Ryan Lee und Riley Griffiths) finden sich Poster zu Klassikern von Carpenter und Romero, sowie Lucas' großer Sternensaga, die erst vor zwei Jahren in den Kinos zu sehen war. Man bemerkt schnell, dass den Jungs diese Filme am Herzen liegen. Sie wollen etwas großes schaffen und sind dabei vom Zeitgeist beeinflusst, weshalb sie unbedingt einen Zombiefilm drehen wollen. Auch hier hat Super 8 eine Natürlichkeit und Ungezwungenheit inne, die vielen period pieces völlig abgeht. Natürlich besteht auch die Jungs-Gang aus den klassischen Typen: Da ist zum einen der schüchterne Schönling, der feiste Anführer und der nerdige Sidekick, der sich als Special-Effects-Mann etablieren möchte und für das comic relief des Films verantwortlich ist. Und dennoch schließt man die Jungs umgehend ins Herz, auch, weil sie im tristen Vorstadtleben das beste aus ihrer Situation zu machen scheinen – schließlich steht der Sommer vor der Tür.

Es ist das Zombie-Projekt der Jungs, das nicht nur als Film-im-Film-Gimmick dient, sondern vielmehr eine Mise en abyme darstellt, mit der Abrams und Spielberg ihre Liebe nicht nur zu diesem Projekt, sondern auch zu ihren Filmen generell unterstreichen. Allen voran natürlich Spielberg, dessen Filmografie mindestens drei Mal so lang ist wie die von Abrams. Super 8 ist nämlich schlichtweg ein einziges, ellenlanges Spielberg-Selbstzitat, bei dem Abrams lediglich für die Lensflares verantwortlich zeichnet, die es wieder mal zuhauf gibt, die hier aber erstaunlich gut platziert sind. So gibt es in Super 8 dann auch alle typischen Spielberg-Topoi: die gebrochene Vaterfigur, den Familienkonflikt, die Initiationsgeschichte, die Bedrohung von Außen, sowie – natürlich – die Interaktion mit dem Alien. Dieses ist leider ziemlich unästhetisch geworden, was man nach dem tollen Creature-Design in Cloverfield so nicht erwartet hätte. Aber sei's drum, schließlich ist das Alien sowieso nicht allzu häufig zu sehen und ohnehin nur Mittel zum Zweck, wenn auch kein wirklicher MacGuffin. Der größte Star des Filmes ist nämlich jemand ganz anderes.

Super 8 ist Elle Fannings Film, dominiert die 13-Jährige doch jede Szenen, in der sie zu sehen ist. Dabei ist es nicht nur das große Schauspieltalent, mit dem der Teenager gesegnet ist (und von dem man hoffentlich noch mehr sehen wird), sondern auch die Rolle, die man ihr auf den Leib geschrieben hat. Die Geschichte zwischen ihr und Hauptdarsteller Joel Courtney ist herzerwärmend und fügt sich fantastisch in den Rest der Geschichte ein. Sie ist von einer unbeschwerte, unprätentiösen Leichtigkeit geprägt, die das heutige Hollywoodkino nur noch selten erblicken lässt. Super 8 zeigt hier einmal mehr, dass er ein Film über die Liebe ist – die Liebe zu anderen, sowie die Liebe zum Film (und stets auch ein Film über Nächstenliebe). Bei all den Gefühlen dringt in Super 8 aber immer wieder auch der Blockbuster durch. Beispielsweise wenn der Zug entgleist – dem Highlight des Filmes – und wir Zeuge eines Crashs werden, der seinesgleichen sucht. Auch wenn die Effekte vor allem für ILM-Verhältnisse alles andere als State of the Art sind, gehört der Traincrash zu den besten action set pieces, die ich im jüngeren Blockbusterkino bisher gesehen habe. Das ist pures eye und ear candy (Ohropax nicht vergessen!). Und ein schöner Gegensatz zum 'praktischen' Filmemachen der Jungsclique, in dem so viel Herzblut steckt.

Es gibt kaum etwas an Super 8, das einem nicht gleich sympathisch ist. Seien es nun die tollen Darsteller (Noah Emmerich als fieser Kommandeur sollte ebenfalls erwähnt werden), das perfekte Timing oder die einfühlsame Geschichte – Abrams' und Spielbergs Kollaboration ist wundervolles Retro-Kino, das auf ein modernes Kinopublikum ausgerichtet ist und dabei nur selten Zugeständnisse macht. So darf das Sommer-Blockbusterkino auch für Erwachsene gerne öfter aussehen. (8.5/10)


Tags , , , , , , , , , , , ,

Abnehmen ohne sich zu quälen


Hierbei handelt es sich um ein Sponsored Post

Wer kennt das Problem nicht? Der Sommer steht vor der Tür und man hat sie noch immer nicht, die perfekte Badehosen- beziehungsweise Bikinifigur. Hollywood präsentiert sie uns in nahezu jedem Film und in jeder Serie, die perfekten Bodies, die mehr Lust am Leben versprechen. Doch jeder, der dieses Problem kennt, der weiß auch, dass es alles andere als einfach ist, seine überflüssigen Pfunde wieder loszuwerden. Einfach nur weniger essen und mehr Sport treiben, bekommt man meist von den Kollegen und Freunden zu hören. Doch wie wäre es, wenn man eine attraktive Figur bekäme, ganz ohne Schmerzen und Verzicht aufs Essen? Sexy ohne Diät heißt das Zauberwort beziehungsweise das Blog, das Tipps und Tricks rund ums Abnehmen liefert. Endlich dauerhaft und effektiv abnehmen, verspricht der Slogan. Doch ist das wirklich möglich? Es gibt beispielsweise einen kostenlosen Abnehmratgeber, wenn man einen Tweet absetzt und auf die Seite schaut. Das ist ja immerhin schon mal ein Anfang, sich mit der Materie auseinander zu setzen. Die Posts im Blog helfen dabei, sprechen sie doch diverse Themen rund ums Thema Abnehmen an.

Da fragt sich ein Post z.B. welche Lebensmittel den eigentlich dick machen – etwas, womit sich viele nicht beschäftigen, da sie – ich weiß, von was ich spreche – einfach in sich hineinessen und die Folgen kurzzeitig ausblenden. Auch fünf Lebensmittel, die Fett verbrennen, finden sich auf der Seite. Alle 2 Tage Diät hingegen ist ein E-Book von Jon Benson, der darin beschreibt, wie man ganz ohne Jo-Jo-Effekt abnimmt und sich rundum wohl fühlt. Dabei muss man keinesfalls auf seine Lieblingsspeisen verzichten, wie Benson meint. Wie der Name schon sagt, darf man bei dieser Diät alle 2 Tage genau das essen, was man mag. Das erspart Frust und mindert die Lust (auf Essen) lediglich geringfügig.


Tags , , , , , ,
1 ... 3 4 5
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: