Russischer Red Band Trailer zu 'The Thing' ist NSFW!

Anderthalb Wochen nach dem Red Band Trailer zum The Thing-Prequel, der einen kleinen Vorgeschmack auf den Gore lieferte, ist der russische Red Band Trailer erschienen, der noch etwas weiter geht und uns eine schöne 'Gesicht-Szene' am Ende zeigt. In Deutschland wurde der Film übrigens ungeschnitten mit einer FSK-16-Freigabe geprüft.

(Via DVDnarr.com)


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'Leben und Tod einer Pornobande' Blu-ray Review


Dass es Künstler nicht immer ganz einfach haben, ist hinlänglich bekannt. Goethe, Thomas Mann und viele andere (Künstler) setzten sich in ihren Werken immer wieder mit der Künstlerfigur auseinander, die sich im wahren, ökonomisch-getriebenen Leben nur selten behaupten kann, beziehungsweise ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen selten ausleben kann. So ergeht es auch Marko (Mihajlo Jovanovic), einem jungen Absolventen, der gerade sein Regie-Studium in Belgrad abgeschlossen hat und nun voller Tatendrang seine Wunschprojekte erfüllen will. Doch er merkt schnell, dass ohne Moos nix los ist, weshalb er sich mit kleinen Werbespots über Wasser halten muss. Geld von seinem wohlhabenden Vater möchte er nicht, dafür ist er zu stolz – und ohnehin hält sein Vater nicht sehr viel von Markos künstlerischen Ambitionen. Es kommt wie es kommen muss, Marko gerät recht schnell auf die schiefe Bahn und dreht fortan Pornos für einen schleimigen und undurchsichtigen Pornoproduzenten. Das bringt Marko zwar etwas Geld, aber wann immer er versucht seine künstlerischen Ambitionen in die Pornos einfließen zu lassen, ist der Produzent so gar nicht gut auf ihn zu sprechen. Er ist gefangen zwischen Kunst und Kommerz, wie einst Goethes Wilhelm Meister. Irgendwann muss man sich dann für eine Seite entscheiden. Doch Marko wählt einen Mittelweg, den es nur für sehr wenige Menschen gibt …

Es ist zumindest für mich persönlich durchaus erstaunlich, wie Serbien im Moment von sich reden macht. Nein, nicht etwa politisch – da macht es ja eigentlich permanent von sich reden -, sondern filmtechnisch. Serbien, nicht gerade ein Land, das für seine Filmindustrie bekannt ist, hat in den letzten zwei Jahren allerdings für mächtig Aufsehen auf dem internationalen Markt gesorgt, denn mit Leben und Tod einer Pornobande (Zivot I smrt porno bande) und aktuell A Serbian Film (Srpski film) ist es dem Balkan-Staat gelungen, von sich und seinem äußerst politischen Kino Reden zu machen. Natürlich zwingt sich auch ein Vergleich zwischen den beiden thematisch doch sehr ähnlichen Filmen auf, denn so gleich sie inhaltlich auch sind, so unterschiedlich sind sie in der Ausführung – und das trotz des gleichen Kameramanns. Während A Serbian Film viel mehr auf Schock und Affekt ausgelegt ist und dabei auf eine geleckte Hochglanzoptik setzt, spielt Leben und Tod einer Pornobande eher mit der Erwartungshaltung des Zuschauers und fordert ihn letztlich um einiges mehr heraus. Das soll keinesfalls heißen, dass A Serbian Film ein schlechter Film ist. Er ist nur viel eher auf ein modernes Horror- und Exploitationpublikum zugeschnitten, das es kaum erwarten kann endlich den Film zu sehen, der meterhohe Wellen geschlagen hat und es durch kaum eine Zensurinstanz geschafft hat.

Angesichts dieser Tatsache ist es nicht mehr allzu verblüffend, dass Leben und Tod einer Pornobande in seiner ungeschnittenen Fassung ein kJ-Siegel bekam und somit im freien Handel verkauft werden darf. Auf der anderen Seite zeigt es aber auch, wie sich die Rezeption solcher Filme entwickelt hat. Von der Realität meilenweit entfernte, auf Hochglanz polierte und an Exploitationfilme angelehnte Pseudo-Schocker wie A Serbian Film werden als jugendgefährdend eingestuft und schaffen es (uncut) erst gar nicht nach Deutschland. Dass man gerade damit aber den 'Blutsaugern' in die Hände spielt, versteht sich von selbst. Leben und Tod einer Pornobande hingegen setzt auf dreckigen, aber äußerst real-anmutenden Video-Look, der zudem im Doku-Stil daherkommt. So wirken die Snuff-Szenen im Film beispielsweise nicht vom Film abgesetzt, sondern vielmehr wie ein fester Teil des Filmes. Hier sind nicht nur die Kriegsaufnahmen hart und dreckig, sondern Markos ganze Doku ist es. Ferner hält die Kamera auch nicht immer voll drauf, sondern überlässt auch einige Dinge der Imagination des Rezipienten. Leben und Tod einer Pornobande ist auch deshalb ein tieferer Schlag in die Magengrube, weil sein Setting ein vollkommen anderes ist. Marko ist ein talentierter, fleißiger junger Mann und nicht etwa ein abgehalfterter Ex-Pornostar. Er ist unverbraucht, ihm nimmt man seine Ziele noch ab, ja fiebert sogar fast schon mit ihm.

Seine Fallhöhe ist damit auch viel größer als jene von Milos in A Serbian Film. Somit kann er sich natürlich auch zu einem viel größeren Monster entwickeln, für das man ganz am Ende fast schon wieder Mitleid empfindet – wie in einer klassischen Tragödie, die vom Aufstieg und Fall eines Helden berichtet, der durch unglückliche Umstände in sein Verderben rennt. Natürlich könnte Marko ganz einfach Schluss machen. Doch er hat nicht nur einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, sondern hat auch das Überleben der ganzen Gruppe zu verantworten, ist er doch deren Anführer und Vordenker. Es ist ein Teufelskreis, in den die Pornobande gerät, man empfindet aber nicht für jeden Mitleid, denn einige von ihnen waren im Gegensatz zu Marko und dessen Freundin von Beginn an 'kaputt'. So wie vieles andere in diesem Land, von dem wir kurz nach dem Krieg nur die ländliche Idylle zu sehen bekommen. Die letzten Tage des Krieges und den Sturz Milosevics hat Marko ja schließlich verschlafen. Die Kunst also als Abwehrmechanismus gegen Tod und Verderben? Nicht in Markos 'Filmen'. Keiner kann in diesem Land dem Krieg und seinen Folgen entkommen, nicht einmal die Landbevölkerung, die fernab der Zivilisation – so scheint es zumindest – ein eigenes Regime führt.

Es ist wahrlich kein schönes Bild des Nachkriegs-Serbiens, das Mladen Djordjevic mit Leben und Tod einer Pornobande zeichnet. Er, Jahrgang 1978, kennt sich aus, hat er doch einige Dokumentarfilme zum Krieg gedreht, die das Grauen noch deutlicher zeigen als sein fiktiver Film, der auf einigen wahren Begebenheiten beruht (denn die Pornobande und den Scharfschützen gab es wirklich). Leben und Tod einer Pornobande ist in seinem Nihilismus und seiner Subversion ein äußerst hartes, aber auch aufklärerisches Stück Polit-Kino, das nicht nur für Djordjevic eine Katharsis darstellen dürfte. Man ruft es sich immer wieder aufs Neue ins Gewissen: Dieser Krieg ist noch gar nicht so lange her und fand mitten in Europa statt. Eine Tatsache, die den Film nicht leichter zu ertragen macht, im Gegenteil, aber dennoch dabei hilft, zu verstehen, um was es Djordjevic eigentlich geht. "Und Thanatos gewinnt immer gegen Eros …" Am Ende schillert dann doch so etwas wie Hoffnung durch. Doch dafür bedarf es nicht nur neuer Künstler, sondern auch einer neuen Generation. (8/10)

Die Blu-ray des kleinen Labels Bildstörung (Amazon-Partnerlink), das sich auf Filme abseits des Mainstreams spezialisiert hat, ist natürlich nicht wirklich eine Blu-ray. Erstens handelt es sich lediglich um einen Upscale und zweitens wäre ein superscharfes Bild bei diesem Film auch äußerst kontraproduktiv. Ton (nur OmU) und Bild sind aber dennoch auf einem ordentlichen Niveau. Eigentliches Highlight der optisch schon sehr ansprechenden Blu-ray (Amaray im schönen Schuber) sind aber das Booklet und ihre Extras. So wünscht man sich eigentlich alle Veröffentlichungen solcher Filme, denn das 28-seitige Booklet ist randvoll mit Informationen und bietet u.a. schöne Essays von Jochen Werner und Steven Shaviro. Die Extras ergänzen den Film perfekt, finden sich hier doch Dokumente des Schreckens, nämlich Auszüge aus den Dokus Warriors und Ali Hamad's Story, die einmal mehr für Gänsehaut sorgen. Eine nahezu perfekte Veröffentlichung.


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Duales Studium – Überblick, Vorteile und Nachteile

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Dual zu studieren ist derzeit ziemlich angesagt in Deutschland. Wie man der folgenden Grafik entnehmen kann, ist die Zahl der Studierenden und der Firmen, die ein duales Studium anbieten, in den letzten Jahren stark gestiegen. Auch in den im Diagramm nicht berücksichtigten Jahren 2010 und 2011 wird dieser Trend angehalten haben.

Ein duales Studium bringt zu heutigen Zeiten viele positive Aspekte mit sich, die jeder angehende Student zu seinem Vorteil nutzen kann. Um die Entscheidung zu vereinfachen, sollten jedoch auch mögliche Nachteile berücksichtigt werden, da es sonst zu zeitlichen und organisatorischen Problemen kommen kann, abgesehen von der physischen und psychischen Belastung der betreffenden Person.

Der größte Vorteil liegt mit Sicherheit in der praxisnahen bzw. praktischen Ausbildung. Bei einem dualen Studium wechseln sich Praxis- und Vorlesungsphasen meist in einem Rhythmus von drei Monaten ab. (Siehe hier) So sammelt man nicht nur theoretisches Wissen, um als Nachwuchsführungskraft in den Job einzusteigen, sondern auch schon praktische anwendbare Erfahrungen. Und das bei nahezu gleicher Studienzeit wie bei einem 'normalen' Studium: In einem dualen Studium kann man, bei erfolgreich abgeschlossenen Prüfungen, mit etwa drei bis vier Jahren rechnen.

Neben den ebenso vorteilhaften Eigenschaften wie erhöhten Jobchancen oder der Finanzierung der Gebühren, die im Laufe des Studentenlebens entstehen, sind auch die auf einen minimalen Teil eines Personenkreises reduzierten Vorlesungsgruppen positiv zu sehen. Der Dualstudent hat meist bessere und angenehmere Bedingungen in der Lehre (z.B. kleinere Studiengruppen). Verbessert wird außerdem noch die Betreuung durch alteingesessene und erfahrene Dozenten und Professoren.

Es existieren jedoch auch durchaus negative Seiten des dualen Studiums, die nicht unbeachtet bleiben sollten. So hat man beispielsweise keine Semesterferien und muss damit rechnen, im Jahr nur rund dreißig Tage Urlaub nehmen zu können. Genausowenig wie Semesterferien hat der Student Anspruch auf Bafög, mehr noch: Wer sein duales Studium abbricht, wird nachhaltig Zahlungen an das Unternehmen verrichten müssen.

Wichtig ist aber vor allem, ob man sich dem ganzen körperlich wie seelisch gewachsen fühlt. Sollte dies der Fall sein, ist ein duales Studium durchaus eine Alternative, die eine Überlegung wert ist.

Offizielle Informationen und eine Übersicht der Studienmodelle gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/Duales_Studium


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'The Swell Season' Trailer: Doku über das 'Once' Duo

2008 war es einer der schönsten Filme des Jahres. Die Rede ist natürlich von der Liebesgeschichte im Doku-Stil Once. Zurecht konnten Markéta Irglová und Glen Hansard mit ihrem Song 'Falling Slowly' den Oscar gewinnen. Fortan machten die beiden als Gesangs-Duo The Swell Season weiter von sich reden. Nun haben drei Regisseure die beiden begleitet und eine Doku gedreht, die den gleichen Namen trägt: The Swell Season. Zwei Jahre waren die Filmemacher auf der Welttournee der beiden dabei und haben alles miterlebt: Musik, Liebe und Ruhm. Der Trailer sieht jedenfalls schon mal toll aus, aber bei dem Sujet kann eigentlich auch nichts schief gehen.

(Via The Playlist)


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Alte Scheiben mit Music Magpie ganz einfach loswerden


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Vor allem Sammlern ist das Problem bekannt: Man hat eine Phase, in der man kauft, kauft und nochmals kauft. Irgendwann spielt es sogar gar keine Rolle mehr, was man eigentlich kauft, sondern alles wird mitgenommen – vorausgesetzt der Preis stimmt. Vor allem bei DVDs ist das Problem sehr weit verbreitet, denn als die Blu-ray die DVD als Medium ablöste (zumindest größtenteils), gab es viele Sammler, die ihre Sammlung nun ersetzten wollten. Ein radikaler Schnitt, aber eigentlich auch konsequent, denn so wird man all die ungeliebten Scheiben los, die man eventuell sogar noch nicht einmal geschaut hat. Nun, da man seine quasi neue Sammlung beginnt, achtet man darauf, was man da eigentlich kauft – und ob es sich wirklich lohnt, sprich ob man den Film überhaupt mehr als nur ein Mal in den Player legt. Doch eine Frage stellt sich damit ebenfalls: Wohin mit all den ungeliebten DVDs, die man nicht mehr braucht, die man aber auch nicht unbedingt in den Mülleimer werfen will?

Music Magpie schafft hier Abhilfe und sorgt dafür, dass alle Sammler, die ihre alten DVDs loswerden wollen, dafür auch noch etwas bekommen. Doch Music Magpie kauft nicht nur gebrauchte DVDs, sondern auch CDs und Spiele an. So dass sich kein Sammler mehr fragen muss, wohin er seine alten CDs, DVDs und Spiele gibt. Die Seite ist dabei ganz einfach und übersichtlich aufgebaut. Gleich auf der Startseite gibt man den Barcode der CD, DVD oder des Games ein und drückt auf Preis. Sofort wird der Preis ermittelt, für den Music Magpie Ihre alten Scheiben ankauft. Sie können aber auch ganz einfach Ihre Webcam nutzen, um den Barcode der Disc zu erfassen. Wenn Sie mit dem Preis einverstanden sind, schickt Ihnen Music Magpie einen vorfrankierten Adressaufkleber zu, so dass Sie den Artikel kostenfrei versenden können. Hat Music Magpie den Artikel erhalten, wird Ihnen das Geld überwiesen.

Damit tut man aber nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern hilft auch noch der Umwelt, recycelt Music Magpie doch das gesamte Papier und den Karton, den sie verwenden. Wer mehr als 50 Artikel abzugeben hat, dem steht sogar ein Abholservice zur Verfügung – samt Versicherung. Natürlich ist auch dieser kostenlos. Und wer es noch einfach oder netzaffiner mag, für den steht eine App zum Download bereit, die das Verkaufen der alten Scheiben ebenfalls erleichtert.


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Dieter Hallervorden als Kinderschänder in 'The Child'


Wenn das mal nicht die absolute Nachricht des Tages ist: Dieter Hallervorden spielt an der Seite von Eric Roberts ein pädophiles Monster. Wait, what!? Tatsache, und zwar in Zsolt Bács The Child (Das Kind), der sich gerade noch in der Postproduktion befindet, im Januar aber bereits in den deutschen Kinos laufen soll. Mit dabei sind auch Ben Becker und Dieter Landuris. Ich bin jedenfalls mehr als nur gespannt, denn wer kann Hallervorden bitteschön als Kinderschänder ernst nehmen? Ich meine, sobald der Mann den Mund aufmacht, beginne ich doch zu lachen! Hier jedenfalls die Story, die das ganze (im positiven Sinne) nicht besser macht – ich werd' ja nicht mehr! Und hier noch ein Set-Besuch-Video von Traeumer.

"Ein mysteriöser zehnjähriger Junge bestellt einen Strafverteidiger in einen gottverlassenen Industriepark. Der schmächtige Knabe behauptet, in seinem früheren Leben ein Serienkiller gewesen zu sein. Als Beweis zeigt er dem Anwalt Skelette, die offenbar von einer Axt gespalten wurden." (Movies & Sports, an den auch das Via geht)


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Offizieller Trailer zu 'The Human Centipede II (Full Sequence)'

Nach dem Teaser und einem weiteren (Teaser-)Trailer nun der offizielle Trailer zu Tom Six' The Human Centipede II (Full Sequence). Die ersten Kritiken vom Fantastic Fest lesen sich wie erwartet – Six überspannt den Bogen und nur wenige sehen darin einen tieferen Sinn.

(Via @waxmuth)


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Wikingerabenteur in 3D: 'Wickie auf großer Fahrt'


Im Jahr 2009 lockte die erste Verfilmung der TV-Kultserie aus den 70ern Wickie und die starken Männer unter der Regie von Michael 'Bully' Herbig im deutschsprachigen Raum rund 6 Millionen Zuschauer in die Kinos. Dass bei so einem Erfolg eine Fortsetzung kommen muss, ist keine Frage. Da 'Bully' aufgrund anderer (schauspielerischer) Verpflichtungen keine Zeit für eine weitere aufwendige Regiearbeit hatte, zeichnet sich nun der kinderfilmerprobte Christian Ditter (Vorstadtkrokodile 1+2) für Wickie auf großer Fahrt verantwortlich. Dem aktuellen Trend folgend drehte er das neue Wickie-Abenteuer, für das er auch das Drehbuch geschrieben hat, als ersten deutschen Realfilm in echtem 3D.

In seinem zweiten Kinoabenteuer hat Wickie plötzlich große Schuhe zu füllen. Denn als sein Vater und Häuptling von Flake vom Schrecklichen Sven entführt wird, muss Wickie als neuer Häuptling schnell lernen, mit der großen Verantwortung, die seine neue Aufgabe mit sich bringt, fertig zu werden. Natürlich stechen Wickie und die starken Männer sogleich in See um Halvar zu befreien. Auf ihrer abenteuerlichen Reise gelangen sie an allerlei exotische, teils gefährliche Orte und machen sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz der Götter. Hinter dem ist ganz zufällig auch der Schreckliche Sven her.

Auch wenn Regisseur und Produzenten gerne betonen, trotz der aufwendigen 3D-Bilder stehe immer die Geschichte im Mittelpunkt, muss man doch feststellen, dass die Handlung recht flach geraten ist. Charakterentwicklung sucht man größtenteils vergeblich, einzig Wickie darf sich in seiner Rolle, angetrieben von einer angedeuteten Romanze, etwas erwachsener geben. Der Rest des Abenteuerstreifens verläuft leider ohne grosse Überraschungen sehr linear und größtenteils vorhersehbar. Sogar Enthüllungen über gewisse neue Charaktere kann selbst ein Durchschnittskinobesucher schon frühzeitig durchschauen. Ein Abenteuerfilm ganz nach Schema F: die Suche nach einem mystischen Artefakt erinnert nicht zuletzt am Ende stark an altbekannte Indiana-Jones-Abenteuer. Auch sonst wird von allen Seiten munter zusammengeklaut und besonders als verraten wird, was denn der Schatz der Götter nun tatsächlich ist, hat man nicht gerade das Gefühl, Ditter wäre bei Drehbuchschreiben besonders kreativ gewesen, sondern hätte sich wohl eher bei zu der Zeit aktuellen Kinoblockbustern bedient.

Eine derart vorhersehbare Handlung wäre wohl noch verzeihlich gewesen, hätte man sie wenigstens mit so viel Witz ausgestattet, dass der Zuschauer trotzdem gut unterhalten wird. Doch leider zündet hier kaum ein Witz, auch wenn man zu Gute halten muss, dass einige Szenen eingebaut wurden, die der treue Fan bereits aus der Serie kennt. Während Ditter glücklicherweise auf Fäkalhumor verzichtet, entpuppt sich die oft versuchte 'Situationskomik' als echter Rohrkrepierer und ist allerhöchstens unfreiwillig komisch. Das mag zum Teil auch an den Darstellern liegen, die allesamt noch genauso laienhaft wirken wie in Teil 1. Die wenigen Lacher, die Wickie auf großer Fahrt zu bieten hat gehen dann entweder aufs Konto der Tiere oder das vom Schrecklichen Sven. Dieser wird von Günther Kaufmann mit großer Spielfreude zum Leben erweckt und sticht so als einziger aus den sonst unbedeutenden Leistungen heraus. Ein kleines Highlight, das ausreicht eine Sichtung zu rechtfertigen. Weitere Lichtblicke wie der gnadenlose Overactor Christoph Maria Herbst und Christian Ulmen kommen indes viel zu kurz und sind kaum erwähnenswert.

Was dem Film neben Günther Kaufmann dann doch seine Daseinsberechtigung gibt sind seine optischen Schauwerte. Ambitioniert ging man ans Werk um den ersten deutschen 3D-Realfilm auf die Leinwand zu bringen, dafür wurde sogar eigene Technik entwickelt. Bereits zu Beginn macht das 3D einen guten Eindruck und bleibt über die meiste Zeit unaufdringlich, bietet aber natürlich auch die von manchen Zuschauern so geliebten, effekthascherischen 'es-kommt-direkt-auf-uns-zu'-Momente. Doch auch in 2D wird viel fürs Auge geboten, da macht der Film seinem Titel alle Ehre. Denn immerhin bekommt man mehr Hochsee-Action zu sehen als noch im letzten Pirates of the Caribbean-Abenteuer! Die Actionsequenzen zu Wasser und zu Land können sich mehr als sehen lassen, insbesondere wenn sich an beeindruckenden digitalen Schauplätzen wie Odins Schlucht und einem Eispalast stattfinden. Schauwerte, die Wickie auf großer Fahrt immerhin zu einem guten Werbefilm für deutsche Film- und Effekttechnik machen.

Somit ist Wickie auf großer Fahrt nur mittelprächtige Unterhaltung, die zwar mit optischen Schauwerten punkten kann, darüber hinaus aber nicht viel zu bieten hat. Leider wird viel Potenzial verschenkt, mit einem besseren Drehbuch wäre da deutlich mehr dringewesen. Die Zielgruppe wird sich von der seichten Handlung aber wenig stören lassen und wem der erste Wickie gefallen hat, wird sich auch vom zweiten gut unterhalten fühlen. Denn besser als sein Vorgänger ist Wickie auf großer Fahrt allemal. (5/10)

- Kritik von Christoph Gumpert


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Doku 'German Grusel' in der arte Mediathek

Gestern abend zeigte arte im Rahmen einer Edgar-Wallace-Themennacht die Doku German Grusel, die den Edgar-Wallace-Filmen auf den Grund geht und sich mit dem deutschen Horrorfilm beschäftigt. Filmwissenschafler Tim Bergfelder und Komiker Oliver Kalkofe kommen darin zu Wort – ja es gibt sogar ein Auftritt von Umberto Lenzi! Die Doku hat nämlich nicht nur die deutschen Edgar-Wallace-Filme zum Gegenstand, sondern erstreckt sich sogar bis zu den verwandten italienischen Gialli (und es wird natürlich Goblin gespielt). Ich habe die Doku gestern leider nur nebenher geschaut, daher auch viel verpaßt wie beispielsweise den Lenzi-Auftritt. Doch was wäre arte ohne seine Mediathek, in der man die Doku in voller Länge anschauen kann? Drüben bei Movies & Sports gibt es zudem noch eine schöne Zusammenfassung eines Fans und Kenners.


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Elijah Drenners Doku 'American Grindhouse' online ansehen


Elijah Drenners Doku American Grindhouse, eine Doku über amerikanische Grindhouse-Filme, in der unter anderem Genregrößen wie John Landis, Joe Dante und H.G. Lewis zu Wort kommen, lief vor einigen Tagen auf ServusTV. Diese Tatsache ist an und für sich schon äußerst lobenswert, aber es kommt noch besser. Denn wer wie ich die Ausstrahlung verpasst hat, der kann in der ServusTV-Mediathek den kompletten Film anschauen. Ich weiß nicht, wie lange der Film noch online sein wird … ich wusste bis gerade ja noch nicht einmal, dass ich ServusTV empfangen kann! Mann sollte die Doku also auch deshalb so schnell wie möglich schauen – den Trailer findet man hier.


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