Oscars 2012: Die Nominierungen sind da!


Nun sind es nur noch vier Wochen bis die Oscars erneut vergeben werden und die Stars sich selbst feiern. Besonders 2012 ist wieder mal so ein Jahr, in dem man wieder die üblichen Verdächtigen im Kodak Theatre sehen dürfte. Heute wurden die Oscar-Nominierungen bekannt gegeben, die diesen Eindruck mehr als bestätigen. Clooney, Pitt, Scorsese, Spielberg, Streep – nur wenige neue Namen lassen sich auf der Liste finden. Und so wird vor allem die 'Bester Film'-Kategorie von den Platzhirschen angeführt. The Artist wird mir seit gefühlten drölf Wochen ohnehin zu sehr gehyped, dito Hugo. Beide haben mein Interesse noch immer nicht geweckt, was sich wohl auch nicht mehr ändern wird. Gespannt bin ich da schon eher auf Moneyball und The Descendants, die sich ebenfalls beide auf der Liste finden. Dass Spielbergs War Horse auf der Liste findet, ist wohl nur seinem Namen und dem Umstand geschuldet, dass es mittlerweile ja bis zu 10 Filme sind, die zur Auswahl stehen (in diesem Jahr sind es 9).

Ich könnte jetzt auch gar nicht mal unbedingt sagen, wenn ich lieber auf der Liste sehen würde. Vielleicht Finchers The Girl with the Dragon Tattoo? Oder J. Edgar? Letzterer wurde ohnehin eiskalt umgangen, denn wenn schon nicht für Armie Hammer eine Nominierung als bester Nebendarsteller drin gewesen ist, dann doch bitte eine fürs Makeup. Wo ist eigentlich Michael Fassbender mit Shame? Immerhin ist Rooney Mara für ihre Lisbeth Salander nominiert – alles andere wäre ja aber auch ein Skandal gewesen. Jonah Hill auf der Darsteller-Liste zu finden, ist ebenfalls eine nette Überraschung, denn seine Performance in Moneyball soll in der Tat sehr gut sein. Ebenfalls große Freude herrscht bei der Nominierung für Margin Call, die absolut verdient ist. Dito Midnight in Paris. Dass so ein Rotz wie Bridesmaids in der Drehbuchkategorie nominiert ist, ist natürlich schlimm, aber wohl ein Zugeständnis, denn eine eigene Comedy-Kategorie will man ja immer noch nicht einführen.

Ansonsten freue ich mich noch über die Cinematography-Nominierung für The Tree of Life, die ein sicheres Ding sein dürfte. Bei den Technik-Nominierungen findet natürlich auch Transformers: Dark of the Moon viel Beachtung, was mich ebenfalls freudig stimmt. Beim Soundtrack hingegen bin ich doch sehr enttäuscht, dass Dario Marianelli mit seinem Score zu Jane Eyre nicht nominiert ist. Schlussendlich sieht es bei den Dokus dafür wieder richtig gut aus: Paradise Lost 3: Purgatory und Hell and Back Again sind nominiert. Wenders Pina hat da natürlich nichts zu suchen. Insgesamt wie gesagt wenig Überraschendes. Auf der offiziellen Seite findet sich die gesamte Liste aller Nominierten. Verliehen werden die Oscars am 26. Februar.


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5 Kommentare zu “Oscars 2012: Die Nominierungen sind da!”

  1. Januar 24th, 2012 | 23:17

    Das ist ja ein schrökliches Fazit! Man möchte quasi jedem Satz widersprechen, was schon eine Leistung ist. ;)

  2. Januar 25th, 2012 | 15:54

    Nachdem ich Moneyball nun schon zwei mal gesehen habe, kann ich sagen dass Jonah Hill dort nicht überdurchschnittlich erscheint. Es ist allerdings mal ein "ernster" Film und somit Oscar-würdig. Ich sage mal er war in "Get him to the Greek" besser, deutlich! Aber Comedy wird bei den Oscars ja nicht gewürdigt ;-)

  3. Januar 25th, 2012 | 19:56

    @Schwanenmeister

    Ach, Du nun wieder! Was stört dich denn genau?

    @Sebbi

    Habe Get Him to the Greek noch nicht gesehen, wobei der ja auch 'ne Comedy ist. Hill in ernster Rolle will ich schon mal gerne sehen.

  4. Januar 31st, 2012 | 15:07

    Na ja, schon die üblichen Verdächtigen störten mich: Soo häufig hatte ich jetzt Jean Dujardin oder einen französischen Schwarzweißfilm noch nicht auf der Nominierungsliste der Academy gesehen. Auch ein Woody Allen schafft nur alle Jubeljahre den Durchbruch. Und dass der Monolith "The Tree of Life" reingekommen ist, hat mich auch schwer begeistert, obwohl ich nicht zu seinen größten Fans gehöre. Dann irritierte mich diese überschwängliche Liebe für Finchers Instant-Remake des schwedischen Genreklassikers. Ich werde mir den Film vorerst nicht ansehen, was etwas heißt, weil ich – wie die halbe Welt – riesiger Fincher-Fan bin. Jonah Hill war als bester Nebendarsteller keine Überraschung, sondern seit Monaten einer der drei sicheren Kandidaten neben Plummer und von Sydow. "Bridesmaids" fand ich jetzt auch alles andere als Rotz. Das war nämlich eine der positivsten Überraschungen, die fast kein Oscarblog vorhergesehen hatte, nämlich dass Melissa McCarthy als beste Nebendarstellerin nominiert wurde. Und die Spitze gegen "Pina" finde ich geradezu kindisch. ;)

  5. Februar 1st, 2012 | 22:18

    OK, ich lasse über alles mit mir reden, aber Pina hasse ich einfach abgrundtief! ;)

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