Samsung HW-F355 2.1 Soundbar im Test

Da ich es selbst schon nicht mehr wirklich oft ins Kino schaffe, wird das Heimkino nur umso bedeutender. Egal ob Streaming via iTunes, maxdome, Watchever und Co. Oder doch ganz oldschool via Blu-ray oder DVD – das richtige Setup ist von enormer Bedeutung, wenn man mich fragt. Gerade da das Heimkino ja nicht mal ansatzweise so groß ist wie ein richtiges Kino, kommt es auf das richtige Equipment an. Ich habe von www.soundbar.org deshalb die Samsung HW-F355 /EN 2.1 Soundbar mit Subwoofer zum ausführlichen Testen bekommen. Und auch wenn ich generell eher kein Fan von diesen Soundlösungen bin, war ich umso gespannter, was die Soundbar aus dem Hause Samsung so alles kann. Als es ans Auspacken ging, war ich schon mal sehr überrascht, was da alles im Karton ist. Überrascht, weil es gar nicht so viel war – das ist ziemlich gut, denn ich mag es nicht, wenn solch ein System zig Komponenten beinhaltet, die man alle irgendwie installieren muss. Im Lieferumfang befinden sich im Prinzip wirklich nur die Soundbar sowie der Subwoofer (und natürlich das Übliche wie Anleitung, Kabel, etc.). Das war es dann auch schon.


So geht die Installation des Samsung HW-F355 dann auch ziemlich schnell von der Hand. Den Subwoofer mit der Soundbar verbinden (funktioniert leider nicht via Bluetooth, sondern ganz klassisch Kabel), das Ganze noch mit Strom versorgen und dann kann es auch schon losgegehen. Das Display der Soundbar ist in einem tollen Weiß gehalten, das man bei jedem Tages- und Umgebungslicht sehr gut ablesen kann (das ist leider auch nicht verständlich bei vielen Systemen/Displays). Die wenigen Tasten, die die Soundbar hat und die allesamt per Touch funktionieren, sind selbsterklärend und schön sauber angeordnet. Man vermisst eigentlich nichts, zumal die Zusatzinfos direkt im Display angezeigt werden. Ich habe natürlich sofort die Bluetooth-Funktion mit meinem iPhone ausprobiert, was hervorragend funktioniert hat. In wenigen Sekunden stand die Verbindung und ich konnte gleich Spotify starten, um die Qualität des Ganzen – was ja immerhin das Ausschlaggebende ist – zu testen. Ich habe die Soundbar sehr zentral im Raum aufgestellt, den Subwoofer direkt auf den Boden nicht unweit der Soundbar (das Kabel hier könnte etwas länger sein). Der Klang war für ein solch doch recht kompaktes System ziemlich ordentlich, auch wenn der Subwoofer deutlich druckvoller sein könnte. Aber hier ist wohl das Problem, dass dieser einfach zu klein ist.


Die Höhen und generell die Qualität der Soundbar ist sehr gut, aber der Subwoofer ist ein etwas deutlich zu schwacher Begleiter der Soundbar. Hinzu kommt, dass der Subwoofer deutlich schlechter verarbeitet wirkt als die ziemlich schick geratene Soundbar, die vor allem dank Touch und desDisplays einen sehr hochwertigen Eindruck macht und nicht gerade nach etwas mehr als 100 Euro aussieht. Für das Heimkino würde ich das Ganze also nicht wirklich empfehlen. Wenn man hauptsächlich Dialogfilme schaut vielleicht, aber wenn auch mal ein Michael-Bay-Streifen dabei ist, dann sollte man sich doch etwas Mächtigeres holen. Dabei gibt es natürlich unzählige Alternativen zur Samsung, die aber auch deutlich teurer sind. Für den Anschluss eines Smartphones via Bluetooth im Büro oder für kleinere Feiern reicht die Soundbar aber allemal. Anschlüsse hat sie für die Nutzung im Heimkino oder für genannte Feiern aber ausreichend, sodass man auf viele verschiedene Wege eine Verbindung zustande bringt. Dabei klingt die Samsung Soundbar nicht etwa blechern oder zurückhaltend, sondern ihr fehlt einfach etwas der Biss. Das liegt wie bereits erwähnt hauptsächlich am Sub, der mit diesen Abmessungen aber auch einfach nicht mehr Power liefern kann.


Eine Soundbar in ähnlicher Preisklasse mit deutlich hochwertigerem Sound kommt nattürlich auch in Frage, zum Beispiel von Yamaha (von denen ich bei Audiokomponenten ein großer Fan bin). Und wie sagt auch einfach ein altes Hi-Fi-Sprichwort? Lautsprechermembran kann durch nichts ersetzt werden – da ist eben doch was dran, auch wenn ich aus eigener Erfahrung, sprich meinem eigenen System, weiß, dass es dabei aber nicht (immer) auf die Größe ankommt, denn auch relativ kleine Satelliten können einen Raum schon sehr druckvoll beschallen. Da eine Soundbar aber meist nur etwas größer ist als ein Center-Lautsprecher bei einem Satelliten-System, kann man das auch nur sehr bedingt vergleichen, klar. Wie gesagt, bei der Samsung HW-F355 Soundbar, die man übrigens auch perfekt mit der Fernbedienung nutzen kann, kommt es ganz einfach auf den Raum und vor allem den Zweck an. Ich würde sie für den Smartphone- beziehungsweise mobilen Einsatz jedenfalls durchaus empfehlen. Einen weiteren Testbericht zur Samsung HW-F355 findet Ihr auf soundbar.org.

Positiv
Kompakte Maße
Sehr schnell installiert
Schickes Design der Soundbar
Guter Preis

Negativ
Zu schwacher Subwoofer
Subwoofer könnte hochwertiger verarbeitet sein
Schwarzer Pianolack, sehr anfällig für Staub und Abdrücke
Etwas kleines Display


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Ein Kommentar zu “Samsung HW-F355 2.1 Soundbar im Test”

  1. Julian (1)
    August 14th, 2014 | 11:50

    Das mit dem schlechten Bass ist wirklich ärgerlich, denn das genieße ich ja gerade am Heimkino. Da drehe ich die bässe gerne mal etwas höher :) Ansonsten hört sich so eine Soundbar nicht schlecht an, vor allem wenn man sich überlegt, das man nicht viel verlegen und installieren muss.

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