Genug von Mr. & Mrs. Grey: 'Fifty Shades Freed'


Mit 'Been waitin' for a lifetime for you, wasn’t looking for love till I found you …' trellert uns Rita Ora die Ohren voll und stimmt uns auf den neusten Teil der außergewöhnlichen Reihe ein, Fifty Shades Freed. Dass sie auch selbst eine Rolle in dem Dreiteiler spielt, ist natürlich aber nur reiner Zufall! Und so hat man sich nun den dritten und letzen Teil der Reihe angeschaut und geht aus dem Kinosaal und denkt trotzdem: 'Was ist denn nun eigentlich in all’ den Teilen passiert!?' Die Antwort ist einfach und plump. Das schüchterne girl next door hat den ach so wilden Hengst gezähmt.

Gut letztendlich wurde sie dafür auch ein paar Mal weich geklopft, aber das scheint ihr ja letztlich sogar Spaß gemacht zu haben! Und zwar sehr viel Spaß. So wirklich verwundert hat mich also der letzte Teil nicht, allerdings bleibt die Frage offen, ob Mr. Grey auch ohne sein dickes Bankkonto so ein Traummann gewesen wäre. Denn man denke sich die ganze Beziehung mal ohne die Hubschrauberflüge, ohne die Yacht-Trips oder oder den Segelflugtrip und die dicken Autos- Ergebnis: Nur ein gestörter, leicht sadistisch angehauchter Mann im Anzug. Hmmm … Also doch nicht genug Filmstoff um eine komplette Reihe mit Inhalt zu füllen.

Nun ja Mr. Grey sieht immerhin in Teil 3 gleich aus, wie in Teil 2. Das liegt wohl daran, dass die letzen beiden Teile kurz aufeinander abgedreht wurden und Teil eins schon einiges davor. So ist es einem wahren 'Fan' nicht entgangen, dass der gute Jamie Dornan mal eben gefühlte +10kg mehr hatte und auch im Gesicht deutlich mehr Haar besitzt. Aber nun gut, das scheint den Zuschauer wohl eher nicht in den letzen Teil gelockt zu haben. Der Film strotzt ja dieses Mal nur so mit tollen Szenerien, viel Sex und ACTION! Ja genau – Action. Haben sich wohl die Macher gedacht, ok wir hatten jetzt genug Sex, wollen wir es mal noch ein wenig spannend machen und entführen jemanden. Dazu kommt noch eine wilde Verfolgungsjagd (von Ana!) in einem fetten Audi R8 (kaum Product-Placement), und fertig ist der Film.

Ach wie ist das schön. Aber was mich einfach immer wieder erstaunen lässt, ist das eigentlich der gesamte Plot in allen drei Teilen, so viel Inhalt hat, wie ein Nicholas Sparks Film in den ersten 10 Minuten! Aber alles in allem kann der letzte Teil wenigstens mal mit einem Happy End für alle Beteiligten punkten, okay außer Jack Hyde (aber der hat's ja wohl auch echt nicht verdient). Fazit ist also: Frau kann sich den Schinken anschauen, aber nur um das Klimax zu erreichen und die Reihe abgeschlossen zu haben.

- Kritik von Julia


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Nur ein kleiner Hauch: 'Star Wars: Episode VIII – The Last Jedi'


Wer mit Star Wars: Episode VIII – The Last Jedi in das Star Wars-Universum eintauchen wollte, den muss ich leider enttäuschen. Denn eins schon vorweg genommen – es ist teilweise unterirdisch und hat leider nicht mehr das Geringste mit Star Wars zu tun. Nun gut, nicht alles ist schlecht am neusten Teil der beliebten Saga. Gute Actionszenerien, tolle neue Planeten und auch fluffige kleine oder funkelnde Wesen lassen den Zuschauer oftmals ganz schön staunen. Allerdings rücken diese Szenerien schnell in den Hintergrund wenn man genauer hinhört. Denn die Dialoge sind teils echt unterirdisch. So beginnt Carrie Fischer alias Lea "Möge die Macht …" wird dann schlagartig unterbrochen, um von ihrem Gegenüber, der allseits bekannten, aber dennoch Newcomerin im Star Wars-Unsiversum, Laura Dern, beendet zu werden.

Sinn hierbei!? Null – und genauso ziehen sich die Dialoge durch den gesamten Film. Besondere Enttäuschung: Yoda! Ausgerechnet der Altmeister der Jedi bekommt seinen Gastauftritt und versemmelt diesen aber gehörig. Womöglich wollten die Macher den „Originalen“ Yoda wieder aufleben lassen, allerdings waren Stimme und eben die Erscheinung echt total enttäuschend und nicht passend in dieser Episode. Diese und viele weitere Fauxpas lassen den kompletten Film einfach alt aussehen. Mit Sicherheit gibt es auch Szenen, die top sind, allerdings ist der gesamte Plot für den Eimer und extrem vorhersehbar. Neue Charaktere, die in Episode 7 so wunderbar aufgebaut wurden, verenden hier kümmerlichst, da ihre Geschichte nicht weiter ausgebaut wird, sondern teils sogar verkleinert wurde. Und auch Superbösewicht Snoke ist sehr blass.

Und so geht es eigentlich nur wieder um den Familientwist, der weiter und weiter erzählt wird. Rey und Kylo Ren geben es sich ordentlichst und versuchen sich gegenseitig irgendwie stets zu übertreffen. Nun ja, tolle Bilder entstehen immerhin bei den Kampfszenen mit den Lichtschwertern. Und auch die tollen Eisfüchse, die man auf dem ebenfalls gelungenen Wüstenplaneten antrifft, sind Grund zur Freude. Alles in allem ist und bleibt es aber eine Enttäuschung für wahre Fans, wie mich. Und dennoch schaue ich zuversichtlich auf Episode 9. Möge die Macht in der nächsten Episode mit uns sein!

- Kritik von Julia


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