Was wäre, wenn? Die Welt auf Schwäbisch …

Was wäre, wenn die Weltsprache Nummer Eins nicht Englisch sondern Schwäbisch wäre? Was, wenn alle Filme und TV-Serien dieser Welt auf Schwäbisch wären? Der eine oder andere dürfte diverse Synchronisationsglanzstücke bereits von YouTube kennen. Der SWR spendiert dieser Vorstellung nun eine ganze Sendung: "Was wäre, wenn? – Die Welt auf Schwäbisch" kommt am 11.01. um 21.15 Uhr und bekam auf seiner Mutterplatform YouTube bereits einen feinen Trailer spendiert, den ich zwar bei Twitter gerade erst gepostet habe, der mir dann aber doch ein ganzes Blogpost wert war. In diesem Sinne: "Bei mir auf d'r Alb brausch du im Oktdober scho Winderreife!"


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TV Tipp: Japanischer 'Karaoke Terror' mit Atombomben


arte zeigt heute Abend im Rahmen seiner Trash-Reihe die japanische Groteske Karaoke Terror (昭和歌謡大全集), die vor nicht einmal einem Dreivierteljahr in den USA auf DVD erschienen ist. Um kurz nach Mitternacht, genauer gesagt um 00:05 Uhr, heißt es einschalten – zumindest, wenn man auf abgedrehten japanischen Humor steht, der bisweilen auch mal die ein oder andere Grenze überschreitet. Wer vom Titel allein noch nicht überzeugt ist, der kann sich gerne den Trailer zur Karaokeschlacht ansehen und auch das ein oder andere Review begutachten. Sugoi!


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TV Tipp: Stallone wird zur 'Over the Top' Maschine


"Wenn ich die Mütze umdrehe ist das als würde ich eine Maschine einschalten …"

Es ist eine absolute Perle des reaktionären Kinos der 80er, Menahem Golans Over the Top. Sylvester Stallone armdrückt sich in das Herz seines Sohnes (David Mendenhall), den er einst im Stich ließ. Dabei braucht es nicht mehr als Muskeln, einen starken Willen, einen Truck und romantische Musik aus den 80ern. Man kann Cannon ja wirklich viel vorwerfen, aber mit diesem Machwerk ist ihnen ein wirkliches Meisterwerk gelungen. Stallones Spiel, der kleine Rotzlöffel von Sohn, den jedes Stück Holz an die Wand spielt und ein Kenny Loggins, der mit 'Meet Me Half Way' ein Stück für die Ewigkeit schuf – all diese Faktoren sorgen für eineinhalb Stunden großartige Unterhaltung, die auch in Sachen Humor die meisten Komödien in den Schatten stellt.

"Du kannst meine Schulter gern als Kopfkissen benutzen."

Da ist es auch egal, was die allgemeine Rezeption dem Film vorwirft, denn seine Naivität und sein politischer Reaktionismus wurden filmisch wohl nie wieder überboten/unterboten. Over the Top ist der Archetyp eines guilty pleasure und fasst das politische Kino der Achtziger quasi im Alleingang zusammen. Der Film tangiert so viele Themenkomplexe, dass man es bisweilen eigentlich kaum glauben möchte. Da findet nicht nur ein sozialer, ökonomischer und gesellschaftlicher Kampf statt, sondern das Ganze ist auch noch Coming-of-Age-Drama und eine Charakterstudie. Zudem zeigt Over the Top eindrucksvoll, dass es durchaus möglich ist, als 12-Jähriger einen Truck zu fahren, mit einer Baseballcap zur Maschine zu werden und allerlei andere tolle Dinge fürs Leben.

"Ich wollte immer ein Milchshake sein!"

Morgen um 20:15 Uhr also Kabel 1 einschalten und diesen pädagogisch äußerst wertvollen Film (warum der nicht in der Schule gezeigt wird, ist mir bis Heute ein Rätsel) geniessen – erst recht in der deutschen Synchronisation, die wohl zu den wenigen gehört, die einen Film noch ein klein wenig besser machen.

[Update, 23.09.] Hier übrigens mein Livegetwittere, falls von Interesse …


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'24': Jack Bauer vs. Terroristen, die Sechste


… gibt es ab Heute um 22:10 Uhr jeden Montag auf ProSieben – und zwar im Doppelpack. Nach dem Erfolg der letzten fünf Staffeln auf RTL II, hat sich ProSieben bereits vor Monaten die Rechte an Staffel 6 gesichert. Zwar wird die Serie auch hier nicht zur Primetime gesendet, aber dafür dürfte jede Folge uncut gesendet werden (denn es gäbe reichlich Anlässe, die Schere bei einer früheren Ausstrahlung anzusetzen!). Da ich nichts spoilern möchte, poste ich jetzt keinen Auszug aus der Story, denn wer 24 kennt, der weiß, dass Schweigen mehr als Gold ist … Verraten darf ich aber, dass Season 6 einmal mehr beweist, warum 24 mit zu dem Besten gehört, was das Fernsehen je hervorgebracht hat (u.a. hat Season 6 eine der intensivsten Momente in der ganzen Serie) – auch wennn erste Abnutzungserscheinungen auftreten.


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'Star Trek: The Next Generation' Eventabend auf Kabel 1

Dieser Ableger des Franchise war und ist für mich neben Deep Space Nine nach wie vor der beste der Serie. Die Crew harmonierte perfekt, die Action stimmte stets und emotional und humorig war das Ganze zudem noch. Kabel 1 widmet der Serie, die sie bereits seit Jahren im Programm hat, heute Abend ab 20:15 Uhr (bis 05:15 Uhr) einen ganzen Eventabend, der zehn Folgen Star Trek: TNG zeigt, die zuvor von den Zuschauern gewählt wurden. Wirft man einen Blick auf die Episodenliste, kann man durchaus zufrieden sein, denn genau diese Episoden würden wohl mehr oder weniger auch auf meiner Liste der Lieblingsepisoden landen (allen voran Angriff der Borg 1/2). Wer auf Fussball keine Lust hat, der hat seine Alternative für heute Abend also schon gefunden.


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TV Tipp: Der Cannes Schreck 'Battle in Heaven' auf arte

Wir schreiben den 22.05.2006 – es ist kurz vor 21:00 Uhr und der Vorhang im Bärenkino in Böblingen verschwindet langsam von der Leinwand. Es ist Montagabend, Zeit für die Sneak Preview. Ein Film, der in Cannes für Aufsehen sorgte, hatte man uns versprochen – und das bekamen wir mit Carlos Reygadas Batalla en el cielo (Battle in Heaven) auch. Warum ich das hier erwähne? Weil ebendieser Montag die beste Sneak markiert, der ich je beigewohnt habe. Die Stimmung war einzigartig, das Publikum tobte – in Cannes kann es gar nicht besser gewesen sein, denn auch in Böblingen verließen die Zuschauer im Minutentakt den Saal. Jeder, der den Film gesehen hat, weiß, wovon ich spreche – jeder der ihn nicht gesehen hat, sollte ihn heute abend um 22:45 Uhr auf arte unbedingt nachholen, denn auch nur ansatzweise etwas preiszugeben würde das Erlebnis doch stark trüben.

Ich weiß, das hört sich jetzt alles ziemlich reißerisch an, aber dabei ist Batalla en el cielo auch ein recht guter Film, der neben den 'Schocks' – die für Zuschauer dieses Genres jedoch nur bedingt welche sein dürften (siehe bspw. 9 Songs, Shortbus) – auch noch jede Menge andere Qualitäten vorweisen kann (es geht um Schönheitsideale, Identitätssuche, Patriotismus, Glauben, Sühne, …). Natürlich wird das Ganze vor dem heimischen Fernseher auch nicht so 'krass' wirken wie in einem Kinosaal voller Jugendlicher, die Cannes wohl nicht einmal auf der Landkarte finden würden, aber eine neue Erfahrung dürfte es dennoch werden. Einschalten, denn Fussball ist eh uninteressant!


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Kieslowskis 'Dekalog' und 'Véronique' auf arte

‘La Double vie de Véronique’Ich bin ja so was von glücklich darüber, dieses Meisterstück endlich sehen zu können (die DVD-Box war mir mit einem Preis von 50,00 EUR aufwärts bisher immer zu teuer). arte beweist nämlich einmal mehr, warum es einer der besten Sender überhaupt ist und zeigt von Heute bis Donnerstag alle zehn Teile Krzysztof Kieslowskis Dekalog. Im Kern geht in in dieser Filmkunstreihe um die 10 Gebote, zu denen Kieslowski je einen Film gedreht hat, der seine Prämisse – ähnlich wie bei seiner Trois couleurs-Trilogie – um das Gebot Gottes spinnt. Die einzelnen Ausstrahlungstermine – die meisten werden im 'Doppelpack' gesendet – der jeweiligen Episoden gibt es auf der offiziellen Seite artes zum Dekalog.

Doch damit nicht genug, denn arte zeigt am 16.04. auch noch La Double vie de Véronique mit der absolut bezaubernden Irène Jacob (Trois couleurs: Rouge), den ich ebenfalls noch nicht gesehen habe (und dessen DVD dito nicht gerade billig zu bekommen ist – zumindest nicht die Criterion). Tausend Dank, arte, je t'aime!


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Berlinale 2008 – Die Verleihung der Bären

Tja, da ist sie schon fast wieder rum, die Berlinale. Heute findet nämlich die Verleihung des Goldenen und der Silbernen Bären statt. Die Nominierten hatte ich ja schon vorgestellt, zu verfolgen ist das Ganze Spektakel ab 19.00 Uhr live auf 3sat:

Berlinale Logo"Zum Höhepunkt und Abschluss der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin berichtet 3sat live über die im Berlinale-Palast stattfindende Abschlussgala, bei der der Goldene und die Silbernen Bären verliehen werden. Die feierliche Veranstaltung moderiert Katrin Bauerfeind. Außerdem zeigt 3sat Interviews mit den Gewinnern der Bären und präsentiert die preisgekrönten Filme." (3sat.online)

Richtige Favoriten habe ich ehrlich gesagt nicht, was angesichts der Tatsache, dass ich nur einen der Filme, nämlich There Will Be Blood – dem ich einen Bären auch gönnen würde – gesehen habe, auch nicht weiter wundert. Der Berichterstattung respektive den Ausschnitten zufolge, würde ich aber beispielsweise gerne Gardens of the Night (UK), Restless (Israel), Caos calmo (Italien), Tropa de Elite (Brasilien) oder Standard Operating Procedure (USA) mit einem Bären nach Hause gehen sehen.

Und um es noch erwähnt zu haben: Gestern Nacht habe ich noch kurz in die Pressekonferenz zu The Other Boleyn Girl auf dem RBB reingeschaut und war erstaunt, wie die drei Hauptdarsteller minutenlang (!) nur da standen, um vom Blitzlichtgewitter förmlich erschlagen zu werden (dazu lautstarke, aber monotone Kommentare wie das permanente Ausrufen des Vornamens) – ohne Kommentar aus dem Off und in dieser Länge hat mir das einen ziemlich kalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Habe ich noch nie so bewusst wahrgenommen. Erschreckend jedenfalls…

Edit: Tropa de Elite gewinnt den Goldenen Bären – alle weiteren Gewinner finden sich hier.


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Berlinale total!

Seit vorgestern tobt sie in der deutschen Hauptstadt, die 58. Berlinale. Insgesamt 400 Filme laufen in den zehn Tagen, die sie dauert, angefangen bei den Wettbewerbsbeiträgen über die Retrospektiven bis hin zum Talent Campus. Dass man da recht schnell den Überblick verliert, dürfte deshalb nicht wundern. Die Berichterstattung fällt dementsprechend groß aus – egal ob im TV oder Web -, sodass ich die wichtigsten Anlaufstellen des Festivals einmal zusammengetragen habe:

Berlinale LogoZum einen wäre da Thomas Grohs Blog, das subjektiver nicht sein könnte, gerade deshalb aber auch so liebenswürdig ist. Weiter in der weiten Welt der Blogs geht es mit der Movie Lounge, die sich schon im Vornherein die Finger wund schrieben. Nicht vergessen darf man natürlich auch die Blogs der 'Großen', wie das rbb Berlinale Blog, das von epd Film oder den Perlentaucher.

In Sachen Fernsehberichterstattung muss an erster Stelle natürlich das tägliche Berlinale Journal von 3sat stehen (täglich live um 22.25 Uhr), das dieses Jahr zwar leider nicht von Katrin Bauerfeind moderiert wird, dafür aber ebenso kompetent daherkommt – es gibt Interviews, Wettbewerbsbeiträge werden vorgestellt und kritisiert, Kolumnen, … – wie im letzten Jahr. Des Weiteren kann sich glücklich schätzen, wer die Digitalen von ARD und ZDF empfängt. So sendet der ZDF Theaterkanal beispielsweise ab heute täglich um 19.00 Uhr das halbstündige Berlinale Journal aus. Und auch EinsFestival – der Name lässt ja auch nichts anderes vermuten – hat ein tägliches Berlinale Festival-Tagebuch aus Berlin (heute bspw. um 16.45 Uhr) im Programm.

Da dürfte also für jeden etwas dabei sein, der – wie ich – derzeit leider nicht in Berlin weilt und sich den Tag mit Pressekonferenzen, Pressevorführungen und sonstigem Trubel um die Ohren schlägt.


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Mit dem Zweiten sieht man heute besser

Ein kurzfristiger Fernsehtipp – wieder mal. Erwähnenswert ist ANTIKÖRPER auf ZDF um 22.15 Uhr nämlich deshalb, weil ich ihn für einen der besten deutschen Filme seit Jahren halte. Neben dem starken Thrillerplot mit erstklassiker Besetzung (gut, bis auf die Rehe aus CGI eben), wartet Christian Alvarts Film zudem nämlich mit einer Optik auf, die den internationalen respektive hollywoodschen Vergleich zu keiner Sekunde scheuen muss. Außerdem läuft das Ganze ohne Werbeunterbrechung, in anamorphem 16:9 und sogar im O-Ton (haha!). Einschalten!

Antikörper


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