»Today is the first day of the rest of our lives.«

Clerks II
(Kevin Smith, USA 2006)
DVD

CLERKS. habe ich ja erst vor einigen Monaten gesehen, war aber sofort verliebt in die beiden tollpatschigen aber liebenswerten Protagonisten. Mit CLERKS II verhält es sich nicht anders – was gut ist, kann nicht schlecht werden. Und so macht das Sequel dann auch alles richtig, was es nur richtig machen kann. Nahtlos knüpft CLERKS II an seinen Vorgänger an, weiß dabei (anarchischen) Humor und Romantik perfekt miteinander zu verknüpfen und schafft eine wunderbare Symbiose aus beiden, die effektiver nicht sein könnte. Rosario Dawson ist dabei der heimliche Star, zuckersüß, und da wundert es nicht, dass so mancher sein ganzes Leben für diese Frau auf den Kopf stellt.

Clerks II 1

Noch bemerkenswerter als die liebenswerten Figuren, die sich wohl jeder in seinem Viertel wünschen würde (oder gerade auch nicht), ist aber die Dichte, die Smith schafft. Sowohl die Dichte der Gags, als auch die der Geschichte selbst. Nicht mal David Zucker-Klassiker sorgen für ein solch akutes Lachen, wie es bei Smiths Film der Fall ist. Alle sind sie wieder dabei, noch immer in Bestform – und wenn sich dann noch Gaststars wie Ben Affleck und Jason Lee (oder ganz besonders toller Auftritt: Kevin Weisman aus ALIAS) dazu gesellen, dann ist es um den Smtih-Fan sowieso geschehen.

CLERKS II ist mit etwas mehr als 90 Minuten kaum länger als sein Vorgänger, und das ist auch gut so. Smith erzählt seine gegen Schluss sogar ziemlich herzerwärmende Geschichte in genau dieser Zeit, und so bleibt das Ganze dann auch schön kurzweilig, Fast Food sozusagen. Smith hat es also wieder mal geschafft: wo einerseits Fäkalwitze und Schimpfwörter en masse dominieren, ist der Film letzten Endes doch eine wunderschöne, grundehrliche Romanze – nicht nur zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischengeschlechtlich. Wie formulierte es ein geschätzter Kollege meinerseits doch so schön: "Die schönste Romanze zwischen zwei Kerlen seit Brokeback Mountain!"

Clerks II 2

CLERKS II ist schlichtweg perfekt, erst recht, wenn man es als Sequel betrachtet, die ja des Öfteren doch mit genügend Aspekten zu kämpfen haben. Und so eignet sich der Film zumindest für mich perfekt dazu, in regelmäßigen Abständen zu sichten, denn über Smiths Humor kann man immer, zu jeder Temperatur und Stimmung lachen. Und ehrlich gesagt, habe ich selten das Verlangen gespürt, einen Film gleich nach Ende des Abspanns noch einmal zu sichten (was ich aber nicht getan habe). Ein wieder mal ganz großer Wurf von Silent Bob. Schön, dass es noch so ehrliche und unbefangene Regisseure wie Smith gibt. (9/10)


Zwei neue Bilder zu JOHN RAMBO

Und schwupps sind schon wieder neue Bilder zu JOHN RAMBO aka RAMBO IV aufgetaucht. Und auch hier zeigt sich Stallone – wie bei den bisherigen Bildern – von seiner besten Seite, nämlich der martialischen:

John Rambo Promo 1 John Rambo 2

[Quelle: Cinefacts]


Kostenlose Tickets für PLANET TERROR

Planet Terror PosterZuerst die schlechte Nachricht: Senator hat den Kinostart von Robert Rodriguez' PLANET TERROR verschoben, und zwar auf den 04.10. So weit, so schlecht. Wer Rodriguez' Beitrag zu GRINDHOUSE aber dennoch in absehbarer(er) Zeit sehen will und das sogar noch kostenlos, der sollte sich beeilen. TV Today und TV Spielfilm verlosen nämlich jeweils 5.000 Tickets für die Preview am 14.08. (also fast zwei Monate vor offiziellem Start!) in zehn Kinos in ganz Deutschland (da sollte jeder was bei sich in der Nähe haben) – inklusive Begleitung, Getränk und Popcorn. Was will man(n) mehr? Hier zu den Karten für die TVT und hier zur TVS.


Todsicher!

Death Proof
(Quentin Tarantino, USA 2007)
Kino

Boah, wo anfangen? Vielleicht damit, dass ich noch immer – immerhin einen ganzen Tag später – völlig begeistert und eingenommen von Tarantinos Beitrag zu GRINDHOUSE in seiner internationalen, längeren Fassung bin. Ich meine, DEATH PROOF huldigt dem Genre des Kinos, das den meisten bis dato verwehrt bleiben dürfte. Sei es aus Gründen der Explizität des Ganzen, dem Nischendasein oder des schlechten Rufes – für mich ist das Exploitation-, Trash-, Grindhouse-, oder was-auch-immer-Kino ein ganz besonderes, hat es doch Perlen hervorgebracht, die man nie wieder vergessen wird und auf immer in sein Herz geschlossen hat.

Death Proof (1)

Andererseits ist es aber auch gut, dass nicht alle Fans dieses Genres sind. Die Tatsache, dass man in einigen amerikanischen Kinos Schilder aufstellen musste, die aussagen, dass die schlechte Bild- und Tonqualität, die diversen Unreinheiten und anderes vom Regisseur beabsichtig seien, sprechen Bände. Konsequent ist Tarantino in letzter Instanz dann aber doch nicht, denn dafür ist sein Film dann doch zu gut. Zu gut sowohl in Sachen der Formalia, als auch des Inhaltes. Startet das Vergnügen noch mit dem typischen Grindhouse-Vorspann und anderen Spielereien, so fallen einem im Abspann die Logos von Dolby Digital, dts und Panavision ins Auge…

Das tut dem Ganzen aber dennoch keinen Abbruch. Viel mehr stört da schon die Tatsache, dass keine der fake trailer an den Film gebunden sind. Von der Tatsache, dass man das double feature getrennt hat ganz zu schweigen. Wobei, vielleicht hat es DEATH PROOF auch ganz gut getan, dann von den knappen zwei Stunden Laufzeit ist keine Minute zu lang. Ich weiß ja nicht, was einige von einem Tarantino erwarten, aber dass es massig Dialoge und dergleichen gibt, kommt ja wohl an ein ungeschriebenes Gesetz heran. Und genau hier liegt nämlich auch die große Stärke des Filmes: statt massig auf Action zu legen – der Trailer suggerierte dies m.M. doch sehr stark -, setzt der Film auf gewohnt tarantinoeske, spitzige und bis ins Detail durchdachte Dialoge.

Death Proof (2)

Da wird über alte Filme geredet (die der Film natürlich auch zu zitieren weiß), über die neueste italienische Vogue, Schauspielerdouble und weiß Gott noch was alles. Frühere Werke Tarantinos lassen dabei stets grüßen, allen voran die Diner-Szene, die zwar nicht an jene aus RESERVOIR DOGS herankommt, aber durchaus weiß, was eine Pointe ist. Weitere Highlights sind sicher die Krankenhausszene mit den beiden typisch texanischen Cops und Eli Roths Rolle, die ich für überraschend witzig halte ("… let Shanna suck my banana."). Das ist Tarantino, und so bekam ich bei der Sichtung mein Dauergrinsen auch einfach nicht aus meinem Gesicht, komme, was wolle.

Und wenn dann auch noch dieser – wieder mal – grandios ausgewählte Soundtrack nebenher trällert, dann hat man wirklich das Gefühl, etwas wirklich großem beizuwohnen. Actiontechnisch hält sich DEATH PROOF aber keinesfalls zurück. Wenn es zur Sache geht, dann aber ordentlich, Rodriguez hat da ja schließlich auch noch ein Wörtchen mitzureden… Den buchstäblichen Höhepunkt gibt es dann sogar gleich in vier Perspektiven, hintereinander und in jeder Einzelheit. Im Prinzip wiederholt sich die Geschichte dabei in der Mitte (die erste Hälfte halte ich dabei übrigens für die leicht bessere), doch wo kommt in einem Exploitationer bitte nur eine Person um?

Death Proof (3)

Ein weiterer heller Stern am Himmel Tarantinos ohnehin heller Filmografie. Selten hat er seinen Fußfetisch so ausleben können, selten hat man Frauenproblemen so aufmerksam gelauscht und überhaupt – wer hat sich jemals an ein solches Projekt gewagt? Tarantino ist und bleibt eine der Größen Hollywoods. Ich kann PLANET TERROR oder besser das volle GRINDHOUSE (und dann noch in der OV) jedenfalls kaum erwarten! (8-9/10)


Ohne Worte

Aus dem Interview zu POSTAL zwischen AreaGames.de und Dr. Uwe Boll:

AG: Fast 3000 Tote, die ganze Welt im Schockzustand und tiefe Wunden in den Herzen vieler Menschen. Gehen Sie in Postal respektvoll mit dem 11.09.2001, seinen Opfern und deren Hinterbliebenen um?

Uwe Boll: "Warum, die meisten sind doch tot?"

(…)

[Quelle: Cinefacts/AreaGames.de]


1/3 dreckiges Dutzend

Four Brothers
(John Singleton, USA 2005)
DVD

Gefährlicher Film. Gewalt wird mit Gegengewalt beantwortet, am Ende sind die "Bösen" tot und die "Guten" erfreuen sich am Leben. Weder sind unsere Protagonisten Comichelden, noch werden ihre Taten geahndet – nein, sie werden schick in Szene gesetzt und mit cooler Musik unterlegt. Ja, man könnte hier durchaus auch von Gewaltverherrlichung sprechen, aber halt! So etwas gibt es laut einigen Jugendschützern ja nur bei Stallone, Van Damme und Co. Von dem Vorwurf des Rassismus (alle bösen Jungs sind schwarz, einer ist mexikanischer Herkunft) ganz zu schweigen.

Four Brothers

Anyway, Singletons Handschrift ist jedenfalls unverkennbar, denn SHAFT erscheint nur allzu omnipräsent. Beim Finale lässt dann schließlich Marky Marks neueres Vehikel SHOOTER grüßen. Die bereits angeführte musikalische Untermalung ist ebenfalls gewohnt soulig und rundet das Ganze ab. Den Moralapostel will ich sicher nicht spielen und FOUR BROTHERS schlecht reden, denn dafür ist er dann doch zu gut. Tiefgründig in seiner Charakterzeichnung ist er natürlich nicht, und auch am Realismus hat man zu knabbern. Als ein seichtes Actiondrama taugt Singletons Film aber allemal. (7/10)


TV Tipps zum Wochenende

Freitag, 13.07.07

ProSieben, 20.15 Uhr: OPEN WATER

Toller Thriller, der zeigt, dass es kein Millionenbudget braucht.

RTL II, 22.00 Uhr: AMERICAN PSYCHO

Bale in seiner Paraderolle – ein kleines Meisterwerk!

3sat, 22.25 Uhr: ABRE LOS OJOS

Soll ja gut sein…

VOX, 00.30 Uhr: SPIRAL (渦巻)

Noch nicht gesehen, verspricht aber einiges.

Den kompletten Beitrag lesen …


»… but I served in a company of heroes.«

Band of Brothers
(Diverse, USA/UK 2001)
DVD

Bin noch immer total überwältigt und sprachlos von der Größe dieses Mammutwerkes. Auch wenn es ganze sechs Jahre gebraucht hat, bin ich Gott so dankbar, dass ich dieser Serie beiwohnen durfte. Hier stimmt einfach alles, und ich laufe wirklich Gefahr, hier nur in Superlativen zu sprechen. Von der Ausbildung über den D-Day, bis hin zur Entdeckung der KZs – der Easy Company bleibt wirklich nichts erspart. Dabei findet die Serie stets das perfekte Mittelmaß aus Action und Charakterzeichnung. Zwar dauert es einige Folgen, bis man mit den Charakteren war ist, danach liegen sie einem aber mindesten so am Herzen wie den Brüdern innerhalb der Easy.

Großartig auch das Konzept der realen Veteranen, die jeweils zu Beginn jeder Folge zu Wort kommen. Dies ist nur ein Aspekt, der zeigt, dass man sich hier hat nicht lumpen lassen: von der Ausstattung über das "richtige" Deutsch, bis hin zur optischen Orientierung der Darsteller bei den Originalen zeigt BAND OF BROTHERS, dass es der Serie wichtig ist, nichts zu schönen, sondern voll und ganz auf der Realitätsschiene zu fahren. Klar wurde einiges dramaturgisch verändert, aber es handelt sich ja schließlich um eine (teure und aufwändige) TV-Produktion.

Band of Brothers

Stundenlang könnte ich auf einzelne Szenen/Episoden eingehen, lobhudeln ohne Ende, allen voran die Szene, als unsere Jungs das KZ in Bayern entdecken – selten solch emotionale Momente im TV erlebt! Doch ich denke, es reicht, wenn ich sage, dass BAND OF BROTHERS definitiv zu dem besten gehört, was das Fernsehen je hervorgebracht hat. Und es ist mindestens so sicher wie das Amen in der Kirche, dass ich die zehn Teile nicht das letzte Mal geschaut haben werde, denn es ist nicht nur gute Geschichtsstunde und Unterhaltung, sondern man lernt auch wieder die einfachen Dinge im Leben zu schätzen, die ohne diese Jahre und Taten heute nicht möglich wären…

Ja, ich bin vom Pathos eingenommen, doch zeigen Spielberg und Hanks auch, dass die Amerikaner/Alliierten nicht durch die Bank saubere Helden waren – egal ob Mord, Diebstahl oder andere Kriegsverbrechen, keine Schlacht war sauber, der Krieg erst recht nicht. Und so zeichnet man auch von den Deutschen kein Klischeebild, sondern räumt ihnen gegen Ende hin sogar ziemlich viel Platz ein. Von Schwarz-Weiß-Malerei kann also nur bedingt, wenn überhaupt die Rede sein – ein weiterer großer Pluspunkt. Ich bin jetzt jedenfalls erst mal fertig mit der Welt, sehne mich aber dennoch nach einer erneuten Sichtung. Auf die Easy Company! (10/10)


Der nächste, bitte!

Next
(Lee Tamahori, USA 2007)
Kino

Tja, wo anfangen, wenn so ziemlich alles schief läuft, was nur schief laufen kann? NEXT gehört definitiv zu den unausgegorensten und unrundesten Filmen, die ich seit langer Zeit gesehen habe. Die Lovestory könnte kitschiger und aufgesetzter nicht sein, die Handlung nicht löchriger und überhaupt scheint nicht nur Tamahori alles egal gewesen zu sein. Cage, mit toller Hanks-Gedächtnisfrisur, stellt auf Autopilot, zieht dabei einige mimisch grenzwertige Grimassen und darf mal eben die Welt vor einer bösen Atombombe retten. Woher diese kommt? Keine Ahnung, auch nicht warum sie explodieren soll. Thomas Kretschmann und seine anderen internationalen Buben werden es aber wohl wissen…

Dabei ist die Grundthematik, die (wieder mal) auf einer Geschichte von Philip K. Dick basiert, gar nicht mal so uninteressant. Da kann ein erfolgloser Magier in Las Vegas nämlich zwei Minuten seiner eigenen Zukunft voraussehen. Das in Verbindung mit einer Terrorgefahr und einem Thriller klingt ja doch recht gut. Doch Pustekuchen! Statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren setzt NEXT seinen Fokus fälschlicherweise auf das Liebesgeplänkel zwischen eye candy Jessica Biel und dem fast doppelt so alten Nic Cage. Da ist der Rest dem Film dann auch egal – so scheint es zumindest. Denn auch wenn anfangs nie so richtig Spannung aufkommen will, so schafft es NEXT immerhin mit einer tollen Schießerei und Verfolgung gegen Ende hin zu punkten.

Next

Spaß macht das Ganze trotzdem zu keinem Zeitpunkt, denn dafür ist auch der Humor viel zu trocken und ausgelutscht. Ebenso wie der schreckliche Charakter Julianne Moores. Ein Klischee folgt auf das nächste, hier kennt der Film erst recht keine Gnade. Warum also kein Totalausfall. Gute Frage, denn das bisher Genannte spricht vernichtende Bände. Aber hey, ich bin ja auch nur ein Mann und Jessica Biel hat selten zuvor so eine Ausstrahlung gezeigt. Zudem kommt die Schießerei recht brutal daher, auch wenn kein einziger Tropfen fließt (hätte trotzdem nie erwartet, dass das Ganze PG-13 bzw. FSK-12 ist).Und wenn ich ehrlich bin hat NEXT doch etwas Humor, auch wenn dieser absolut unfreiwillig ist – THE MATRIX und andere lassen grüßen. (4-5/10)


Neue Müller 4 für 3 Aktion

Tristan + Isolde DVDMittlerweile gibt es ja kaum noch jemanden, der sie nicht kennt: die 4 für 3-Aktion des Drogeriemarktes Müller. Beim Kauf von 4 DVDs aus einer Auswahl von ganzen 100 zahlt man nur 3 DVDs. Ab 23.07. ist es wieder so weit, Müller stellt ganze 100 (mehr oder weniger) neue DVDs in die Regale und lässt auch Musikfans nicht zu kurz kommen. 100 CDs stehen nämlich ebenfalls zur Auswahl, das Mischen beider Medien ist natürlich auch möglich.

Betrachten kann man die beiden neuen Prospekte hier (DVDs) und hier (CDs). So richtig lohnenswerte Scheiben habe ich aber nicht entdecken könne, hoffe, Euch erheht es anders. Anyway, viel Spaß beim Shoppen!

[Quelle: DVDNarr.com]


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