Das waren die 85th Annual Academy Awards


Irgendwie interessiert mich der Oscars von Jahr zu Jahr weniger, das schicke ich gleich voraus. Warum? Nun, ich habe es im PewCast zu den Oscar-Nominierungen bereits angesprochen, wenn mir ein Film gefällt, ist mit egal, wie viele Preise er gewinnt – oder eben nicht. Und sind wir mal ehrlich, die letzten Jahre waren nicht gerade das, was man eine fantastische Show nennen würde. Ich würde es zumindest nicht so nennen. Vor allem der immer größer werdende Musik-/Musical-Part missfällt mir nach wie vor. Und der war leider auch letzte Nacht wieder enorm groß – fast noch größer als in den letzten Jahren, zumindest gefühlt. Selbst Gastgeber Seth MacFarlane ließ es sich nicht nehmen ein Lied zu trällern.

Apropos Gastgeber: Auch wenn ich kein Fan seiner Serien bin, muss ich sagen, dass MacFarlane das hervorragend gemacht hat! Sein Opening, das bisweilen stark an die MTV Movie Awards erinnerte (was ich begrüße, und schließlich wollte man ja ein jüngeres Publikum für sich gewinnen) war ziemlich toll, wie auch der Rest seiner Moderation. Einzig und allein sein permanentes Geklatsche ging mir etwas auf die Nerven. Er darf den Job nächstes Jahr jedenfalls gerne wieder haben, wenn es nach mir ginge.

Ansonsten war es rein showtechnisch doch wie immer, oder? Viel Brimborium, viele Laudatoren, die immer noch unsicher sind, wenn sie einen Preis vergeben sollen und die üblichen Einspieler. Richtig gefreut hatte ich mich auf den zum 50. Bond-Jubiläum. Umso enttäuschter war ich vom tatsächlichen Ergebnis, denn der Zusammenschnitt war nicht gerade ein Highlight wie jener von Kees van Dijkhuizen. Dafür entschädigte aber Shirley Bassey mit 'Goldfinger', die eine tolle Performance ablieferte. Das tat wenig später auch Adele, nur war der Song dank katastrophaler musikalischer Begleitung der Horror – das war schon fast ein anderer Song!

Sonstige Gedanken zur Show selbst: Das The Avengers-Team war nur noch peinlich und der mit Abstand schlechteste Auftritt des Abends, Jennifer Lawrences Ausrutscher war super sympathisch, Les Misérables konnte oder wollte keiner auch nur annährend korrekt aussprechen und Reese Witherspoons Kleid war das schrecklichste des Abends. Dank Seth MacFarlane eine insgesamt recht solide Show, die wie immer viel zu lang geraten ist und die noch nie so viele Werbeunterbrechungen hatte.

Doch kommen wir zu den Gewinnern, das, worum es ja eigentlich gehen soll. Ich war bereits im Vorfeld von den Nominierten alles andere als begeistert. Klar, man hat seine Favoriten, nur, dass das in diesem Jahr so wenige wie noch nie für mich waren. Das mag zum einen daran liegen, dass ich nicht wirklich viele der Filme gesehen habe, zum anderen daran, dass ich es aber auch nicht wollte, weil mich bereits Trailer und Kritiken abschreckten. Auf den besten Film Argo habe ich nach wie vor große Lust, auf den Fim mit den meisten Preisen des Abends (4 Oscars), Ang Lees Life of Pi, absolut nicht – der interessiert mich nach wie vor nicht die Bohne.

Ansonsten machen sich fast nur Enttäuschungen breit: Tarantino das beste Originaldrehbuch für Django Unchained zu geben, wundert mich kein bisschen, auch wenn ich "Einkaufszettel gesehen habe, die besser geschrieben waren", um es mit den Worten eines Freundes zu sagen, der Regie studiert. Daniel Day-Lewis als bester Darsteller in Lincoln war ebenfalls klar, auch wenn ich mit ihm nach wie vor rein gar nichts anfangen kann – der ist selbst in seinem Sessel im Publikum noch komplett 'verschwurbelt', was mich von ihm total entfremdet. Ebenfalls ein glasklarer Gewinner und ein Film, den ich ASAP nachholen muss: Michael Hanekes Amour.

Größtes Ärgernis des Abends – und jetzt werde ich wieder mal viel Gegenwind spüren – war aber ganz klar Christoph Waltz, der erneut bester Nebendarsteller wurde. Klar, wirklich jeder in Film und TV hat ihn in den Himmel gelobt, aber dass er ihn schon wieder bekommen würde, hatte zumindest ich nicht wirklich geglaubt. Umso ärgerlicher, dass er für ein und dieselbe Rolle (was immerhin auf Twitter einige ähnlich gesehen haben wie ich) den Oscar gewonnen hat. Österreich ist natürlich wieder komplett aus dem Häuschen, dito Deutschland. Und ich hämmere meinen Kopf einmal mehr gegen die Wand ob dieser Entscheidung, weil ich Waltz nicht mag, er im Interview mit Gätjen extrem fakey rüberkam und ich sein 'bescheidenes Posen' einfach nicht mag. Und natürlich weil ich ihn nicht für einen großartigen Schauspieler halte.

Gefreut habe ich mich aber auch über den einen oder anderen Gewinner. Besonders gefreut, wenn auch keine Überraschung, hat mich der Preis für Adele, denn ihr Titelsong zu Skyfall hat es mehr als verdient. Auch der zweite Oscar für Sam Mendes' Skyfall hat mich sehr gefreut. Schade, dass Roger Deakins nicht auch noch einen dritten Oscar für seine grandiose Kameraarbeit gewinnen konnte. Ebenfalls große Freude bei Zero Dark Thirty, der den Goldjungen für das beste Sound Editing zusammen mit Skyfall bekam. Der Rest der Preise geht in Ordnung, keine großen Überraschungen (Doku an Searching for Sugar Man, Animated an Brave, Makeup an Les Misérables).

Ach ja, wer sich wundert, dass es nach der Red Carpet Show so ruhig bei mir auf Twitter geworden ist, dem sei gesagt, dass ich zum ersten Mal das Twitter-Limit erreichte, sprich ich habe über 100 Tweets in einer Stunde zu Steven Gätjen, den Stars und ihrem Styling versendet – zu viel für die Twitter-API. Aber vielleicht auch gar nicht schlecht, denn so hatte ich keinen 'sozialen Druck' und konnte die Show unbeschwert 'genießen'.


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50 Years of Bond: Kees van Dijkhuizens Retrospektive

James Bond ist letztes Jahr 50 geworden, was natürlich auch ordentlich gefeiert wurde. Heute Nacht – also gleich – wird auch bei den Oscars noch einmal gefeiert. Angeblich sollen alle Bond-Darsteller zusammen auftreten, was ziemlich geil wäre. Auf den Einspieler bin ich ebenfalls sehr gespannt. Bis dahin hat Cutter Kees van Dijkhuizen, dessen Videos ja immer ein Augenschmaus sind, eine eigene Retrospektive zusammengestellt, die schon ziemlich geil ist.

(Via PewPewPew)


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PewCast 001: Oscar Nominierungen 2013


It's a podcast! Seit eigentlich Jahren sprechen Sascha von Pew Pew Pew und ich darüber, dass wir einen blogübergreifenden Podcast toll fänden (vor allem nachdem mein eigener ja seit Jahren auf Eis liegt) und vor etlichen Monaten konkretisierten sich diese Pläne. Aber dann kamen natürlich Fragen auf. Braucht man ein neues Mikrofon und, wenn ja, welches? Konzepte wurden gebrainstormt bis wir merkten, dass wir uns selbst im Weg standen. Es gibt keinen perfekten Anfang und ein Neujahrsvorsatz von uns beiden war, diese Sache endlich ins Rollen zu bringen.

Nun ist es soweit, der äußerst clever betitelte 'PewCast' nimmt sich die gestrigen Oscar-Nominierungen als aktuellen Anlass um endlich durchzustarten. Tatkräftige Unterstützung haben wir uns natürlich auch besorgt und Jenny von the-gaffer.de als unseren ersten Gast eingeladen. Ein großes Dankeschön an Daniel, der uns bei der Produktion geholfen hat. Wir hoffen sehr, dass Euch der Podcast gefällt.

Shownotes

00:00:00 – Intro, Vorstellung

00:01:33 – Best Documentary, Feature

00:03:45 – Best Achievement in Visual Effects

00:11:33 – Best Achievement in Sound Editing

00:12:03 – Best Achievement in Sound Mixing

00:14:23 – Best Achievement in Music Written for Motion Picture, Original Song

00:18:07 – Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score

00:22:08 – Best Achievement in Makeup and Hairstyling

00:26:47 – Best Achievement in Costume Design

00:28:51 – Best Achievement in Production Design

00:33:40 – Best Achievement in Editing

00:37:06 – Best Achievement in Cinematography

00:47:35 – Best Foreign Language Film of the Year

00:53:13 – Best Animated Feature Film of the Year

00:57:29 – Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published

01:03:02 – Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen

01:18:44 – Best Achievement in Directing

01:25:45 – Best Supporting Actress

01:33:55 – Best Supporting Actor

01:47:15 – Best Actress

01:53:40 – Best Actor

02:02:45 – Best Film

02:32:07 – Outro

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