Erster Trailer zur Steve Jobs Bio 'jOBS' mit Ashton Kutcher

Vor einem halben Jahr gab es das erste Bild von Ashton Kutcher als Apple-Gründer Steve Jobs, nun ist der erste Trailer zum Biopic jOBS da. Haut mich jetzt nicht gerade um – zumal ich denke, dass das eine ziemlich einseitige Chose wird -, aber ich werd's mir ansehen. Start in den Staaten ist am 16. August.

(Via macnews.de)


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Tony Scott Retro: 'Crimson Tide'


Tony Scotts dritte Produktion mit Bruckheimer/Simpson und seine erste von insgesamt vier mit Denzel Washington ist auf den ersten Blick eigentlich kein typisches Scott-Gelände. Ein U-Boot-Thriller, das heißt enge Räume und kaum Bewegung – sowohl in den engen Gängen des Bootes als auch im Wasser selbst. Scott ist aber der Regisseur der schnellen Bewegungen, des Geschwindigkeitsrausches. Kampfjet, Rennwagen, um ihr Leben rennende Football-Spieler, sie alle eignen sich perfekt für Scotts schnelle Schnitte und rasante Kamerafahrten. Doch auch bei Crimson Tide gelingt es Scott – fast sogar noch besser als bei seinen anderen 'Bewegungs-Filmen' – ein Gefühl für die Gefahr des Ganzen zu vermitteln. Die U-Boot-Gänge sind äußerst eng, die U.S.S. Alabama gleitet in 900 Fuß Tiefe durch den Pazifik, und dennoch ist nicht nur die Gefahr, sondern auch die Angst immanent.

Scott beweist hier wie bei keinem seiner vorherigen Filme, welch ein inszenatorischer Meister er doch ist. Ein einfaches Stilmittel wie sein geliebter Dutch Angle wird hier zu einem Vermittler von Hektik, Hitze und schließlich Angespanntheit und Angst. Egal ob auf der Brücke oder im Maschinenraum, jedes Deck, jede Luke und jeder Raum wird zum 'War Room'. Scott schürt jedoch nicht erst im Boot die Gefahr und Angst, sondern bereits in der Exposition, wenn er ein erschreckend reales Szenario vermittelt, das nicht nur die Existenz seiner Protagonisten aufs Spiel stellt, sondern die der gesamten Menschheit. Zimmers Musik (eine seiner besten Arbeiten überhaupt) ist dabei so omnipräsent bedrohlich, dass es einem bisweilen kalt den Rücken hinunterläuft. Das Pathos des Filmes verkommt hier keinesfalls zum Kitsch wie in einigen seiner anderen Filme.

Crimson Tide ist auf jeglicher Ebene perfekt. Das Drehbuch, das von Tarantino und Sorkin aufgebessert wurde (was in vielen Szenen überdeutlich wird), funktioniert hervorragend und ist so viel mehr als das Männerduell zwischen Washington und Hackman, die sich beide den Arsch abspielen! Technisch holt Scott alles raus, was möglich ist und ist noch weit weg von seinen späteren visuellen Spielereien (die ich nichtsdestotrotz mag). Scotts bester Film. Ohne jeglichen Zweifel.


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'Jobs': Das erste Foto von Ashton Kutcher als Steve Jobs


Im neuen Jahr geht es gleich zu Beginn mit einem großen Festival los, dem Sundance Film Festival. Vom 17. bis 27. Januar werden Filme gezeigt, über die dann das ganze restliche Jahr über wieder gesprochen wird. Heuer gibt es in Utah einen ganz besonderen Film zu sehen – zumindest für Apple Jünger, denn Joshua Michael Sterns Steve-Jobs-'Biografie' Jobs mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle feiert dort Premiere. Pünktlich dazu ist das erste Bild von Ashton Kutcher als Steve Jobs aufgetaucht. Wie viele vielleicht schon wissen, wird Jobs nicht auf der offiziellen Biografie von Walter Isaacson basieren, sondern zeigt Jobs lediglich in seinen jungen Jahren. Sony ist aktuell dabei, Isaacsons Biografie zu verfilmen, Aaron Sorkin schreibt das Drehbuch zu Steve Jobs, so der (aktuelle) schlichte Titel.

(Via macnews.de)


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Die Gewinner der Golden Globes 2011


Ich habe die Show zwar nicht komplett geschaut (hallo Müdigkeit), aber das, was ich gesehen habe, war gar nicht mal so schlecht. Das mag vor allem an Ricky Gervais gelegen haben, der mir zwar ein Begriff ist, den ich aber noch nie in action gesehen hatte. Jedenfalls war fast jeder Schuss ein (Voll-)Treffer, und auch die Gewinner der eigentlichen Awards gehen zum größten Teil in Ordnung. Am meisten freut es mich natürlich für The Social Network, der ja in der Tat der beste Film des letzten Jahres war. Auch Natalie Portman und Colin Firths Auszeichnungen gehen absolut in Ordnung, nein, sie waren nur konsequent. Die Liste aller Gewinner findet sich in der IMDb, Gervais' Eröffnungsrede hier:

Übrigens, mit tvister verpasst man keine Award-Show mehr.

Foto: Joe Shlabotnik


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Roundtable Interview zu 'The Social Network'


Zum morgigen Start von The Social Network habe ich gestern Justin Timberlake, Jesse Eisenberg und Drehbuchautor Aaron Sorkin in Berlin zu einem Roundtable-Interview getroffen (deshalb leider auch nicht allzu viele Fragen). In entspannter Runde und mit Sicht aufs Brandenburger Tor, haben mir die drei nicht nur viel über den Film und ihre Figuren erzählt, sondern auch verraten, worum es im neuen Spider-Man-Film geht und warum Aaron Sorkin seinen Hut vor Zuckerberg zieht.

Justin Timberlake (Sean Parker)

Findest Du es nicht komisch, dass der Justin Timberlake in einem Film, der in der Realität angesiedelt ist und aktuelle Geschichte zeigt, eine andere, weniger bekannte Figur der Popkultur spielt?

Ich würde mich selbst nicht als eine Figur der Popkultur betrachten. Ich sehe mich selbst als Schauspieler und Musiker.

Aber Film und Musik, das ist doch Popkultur, oder?

Ja, richtig, es ist Entertainment, aber ich wache nicht jeden Morgen auf und sage zu mir selbst: "Heeeey!" (lacht) Aber natürlich gibt es hier eine gewisse Ironie. Allen voran die Tatsache, dass ich Musiker bin und Sean Parker, den Erfinder von Napster, spiele. Ich persönlich denke aber auch nicht, dass Sean Parker die Musikindustrie auf dem Gewissen hat. Die Plattenfirmen hätten besser zuhören sollen. Was er tat, war das Herunterladen von Musik in schneller Geschwindigkeit zu ermöglichen, aber ich denke, das wäre ohnehin irgendwann passiert – und er war eben einer der Pioniere. Und er ist eben auch brillant. Diese Jungs wären nicht dort wo sie sind, wenn sie nicht brillant wären. Als Napster rauskam, war ich 19. Ich wäre wohl auf dem College gewesen, ich wäre einer der Jungs gewesen, die ihn nun verklagen. Was speziell mich angeht, habe ich mich nicht in einer Projektion verloren, sondern vielmehr das mit der Figur versucht, was ich mit ihr machen wollte. Du denkst da nicht dran, wenn du die Figur spielst, denn es könnte alles sein, er war nämlich auch Mitgründer einer der größten Onlineadressbücher, aber darüber will niemand sprechen, denn es ist nicht so cool und sexy wie Napster. Fragt man sich allerdings, warum er all das mit gegründet hat, dann beginnt man sich in die Figur hineinzuversetzen.

Jesse Eisenberg (Mark Zuckerberg)

Du hast heute Geburtstag, herzlichen Glückwunsch!

Danke.

Alle, die im Oktober Geburtstag haben, sind sowieso die Besten.

Wieso, wann hast Du?

Übermorgen.

27?

25.

Wow, Du siehst aus wie ein Mann. Ich sehe aus wie ein Junge.

Ich versuche mein Bestes.

Das machst Du aber ziemlich gut.

Wie war die Zusammenarbeit mit solch jungen Talenten wie Andrew Garfield, der den nächsten Spider-Man spielt, und Rooney Mara? Ihr seid die kommende Schauspielgeneration.

Danke, das ist sehr nett. Es ist nur lustig, weil da unten (zeigt aufs Brandenburger Tor) ist einer im Spider-Man-Kostüm.

Das ist Andrew.

Ja, das ist Andrew, der gerade für seine Rolle probt. Nein, sie filmen gerade den Film. Es geht um einen Typen im Spider-Man-Kostüm, der vor dem Brandenburger Tor Fotos macht.

Aber ich dachte Spider-Man ist in New York?

Nein, es ist eine deutsche Figur. Im Ernst, es war toll. Alle, die im Film mitspielen, sind großartige Schauspieler, und es ist ja auch ein Film, in dem jeder mitspielen will. Es handelt sich also um die Crème de la Crème. Und Rooney Mara, die Du genannt hast, wird The Girl with the Dragoon Tattoo sein. Sie ist zwar nur in ein paar Szenen im Film, aber für mich war es klar, dass sie phänomenal ist. Als wir zusammenarbeiteten, haben wir die Eröffnungsszene in der Bar ganze 99 Mal gedreht. Bis zum Ende war sie interessant und formte meine Figur.

Also hast Du die Szene absichtlich 99 Mal gedreht, um Zeit mit ihr zu verbringen?

(lacht) Nein, das war nicht meine Entscheidung sie 99 Mal zu drehen, aber es war eine gute Gelegenheit, viel auszuprobieren.

Aaron Sorkin (Drehbuch)

Wussten Sie, dass Mark Zuckerberg The West Wing als eine seiner Lieblingsserien in seinem Profil angegeben hatte, mit Aufkommen des Filmes aber löschte …?

… und sie wieder eintrug. Ich ziehe meinen Hut vor diesem jungen Mann aus vielerlei Gründen. An dem Tag, an dem die Story über ihn im New Yorker erschien, rief mich der Autor des Artikels an, um mir mitzuteilen, dass Mark es wieder eingetragen hatte. Besser als das, war jedoch letzte Woche. Wir sind Freitag mit dem Film gestartet, da spendete Mark 100 Millionen Dollar an öffentliche Schulen in Newark. Die Presse reagierte darauf mit viel Zynismus, denn es erweckte den Eindruck, als wollte er damit Kritik von sich weisen, die der Film aufwarf. Ich bin allerdings der Meinung, dass weder die Schüler in Newark, noch ihre Eltern oder die Lehrer sich darum kümmern, warum er das Geld gespendet hat. Auch mich interessiert es nicht, auch keinen anderen sollte es interessieren. Alles, was ich sage ist: Danke.


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Vom Nerd zum jüngsten Milliardär: 'The Social Network'


Wir sehen mehrere kleine Bildschirme, die zu einem gigantischen zusammengefügt sind. Darauf sind Livezahlen der Facebook-Mitglieder zu sehen. Die Zahl steigt ständig, bis sie schließlich die 1-Millionen-Marke erreicht. Die Bildschirme versprühen buchstäblich ein Feuerwerk, man feiert in den frischen Büroräumen des sozialen Netzwerks Facebook. CEO Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) hat sich gerade seine ersten Visitenkarten kommen lassen, die mit 'I'm CEO, bitch!' betitelt sind. Es ist zugleich eine erfolgreiche, aber auch eine triste Nacht, denn Mark verliert seinen einst besten Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield), der ihn wenig später verklagen wird um sich sein Stück vom Kuchen zu holen. Dabei wird er gewiss nicht der Einzige bleiben.

Es ist nur eine kurze Szene aus David Finchers The Social Network, in der der Zuschauer sich sicher fühlt, etwas ganz Großem beizuwohnen. Seit es das Kino gibt, hat es sich immer wieder diverser Gründungs- und Entstehungsmythen angenommen, egal ob weltliche oder religiöse, das Kino bietet eine Projektionsfläche für das, was wir mit eigenen Augen nicht sehen konnten, Ereignisse, bei denen wir nun quasi als Augenzeuge fungieren. So verhält es sich auch bei der Verfilmung der Entstehungsgeschichte um das größte soziale Netzwerk der Welt. Finchers Film basiert dabei auf Ben Mezrichs Roman The Accidental Billionaires, der Mark Zuckerberg bis heute ein Dorn im Auge sein dürfte, zeichnet er doch ein ziemlich düsteres und raffgieriges Bild vom jungen CEO und Ex-Harvard-Studenten. Es wirkt dabei fast schon surreal, wenn die Million auf den Bildschirmen erscheint, hat man im Jahre 2010 doch stets im Hinterkopf, dass sich diese Zahl seit dem auf 500 Millionen gesteigert hat. Im Durchschnitt ist jeder zwölfte Mensch der Erde bei Facebook angemeldet.

Es verwundert also nicht, wenn dieses Gefühl nicht nachlässt. Dieses Gefühl ein Teil des Ganzen zu sein, und so schafft Fincher es auch immer wieder uns in seinen Film einzubinden. Mal schmunzelt man über das aus heutiger Sicht unfertige Design der Useroberfläche, mal über die lüsternen und voyeuristisch veranlagten Elitestudenten – nur um dann festzustellen, dass man Facebook aus exakt denselben Gründen nutzt. The Social Network spielt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, bezieht hieraus einen Großteil seiner Spannung, denn obwohl die meisten mittlerweile wissen, wie die Entstehungsgeschichte ausgeht, fiebert man dennoch mit den jungen Protagonisten. Auch wenn es nicht verwundert, dass Alphatier Zuckerberg förmlich demontiert und entmystifiziert wird, so gelingt es Fincher doch auch mit den klassischen dramatischen Mitteln von eleos und phobos zu spielen: Mark ist ein zerbrechlicher Charakter, der stets nerdig und lediglich mit Adiletten bekleidet seine gesamte Freizeit vor dem Computer verbringt. Gerade hat seine Freundin mit ihm Schluss gemacht, da kommt ihm die Idee von The Facebook. Die folgenden Minuten, in denen sich Zuckerberg in das Netz von Harvard hackt und es schließlich zum Crash bringt, nutzt dabei viele Stilmittel des Thrillers, wie beispielsweise die Parallelmontage. Hier wird all das Genie, aber auch der Größenwahn deutlich, der Zuckerberg auszeichnet. War er gerade noch eine dramatische Figur, die sich seinen Frust in From eines Blogeintrags von der Seele schreibt, ist er im nächsten Moment schon wieder berechnender Anti-Held. Und trotzdem bleibt er vor allem eines: ein junger Student mit all den Problemen, die man in diesem Alter hat. Genau hier erinnert The Social Network dann auch an einen John-Hughes-Film, der es wie kein Zweiter verstand, die Jugend und ihre Probleme für ein Massenpublikum aufzubereiten. Auch Finchers Film, respektive Aaron Sorkins Skript reiht sich nahtlos ein in diese Tradition. The Social Network ist so etwas wie ein John-Hughes-Film für die Generation Web 2.0, für Studenten, die als Digital Natives gar kein Leben ohne Laptop und Internet kennen.

In seinen schlechtesten Moment ist der Film dabei ein Porträt über Gier und junge, schöne Menschen, die es zu etwas bringen wollen im Leben. Im Prinzip ein Film für alle jungen Kreativen und Entrepreneure, die das Web 2.0 zu nutzen wissen und wie Zuckerberg den größtmöglichen Profit daraus schlagen wollen. In seinen besten Momenten ist The Social Network aber auch ein Drama über Freundschaft, Verrat und Loyalität, das auch völlig unabhängig vom (realen) Kontext funktioniert und zum Großteil von seinen charismatischen und starken Jungschauspielern lebt. Allen voran Andrew Garfield liefert mit der Rolle des CFO Eduardo Saverin seine bisher beste Leistung in seiner noch sehr jungen Karriere ab. Es wundert daher auch nicht weiter, dass er der neue Spider-Man ist und zukünftig ein millionenschweres Franchise auf seinen Schultern lastet. Das Gewicht, das hingegen auf Zuckerbergs Schultern lastet, scheint jedoch kein Problem für ihn zu sein. Fincher erzählt seinen Film nicht immer chronologisch und synchron, vielmehr handelt es sich bei der eigentlichen Entstehungsgeschichte um Rückblenden, die vom Gerichtsprozess aus narrativ eingebettet werden. Zuckerberg ist die Ruhe in Person, geizt nicht mit Kommentaren um sein Milliardenvermögen und lässt dabei aber auch immer wieder eine gewisse Abgebrühtheit und Intelligenz durchdringen. Fincher zeigt hier einmal mehr, wie vielfältig sein Film ist: er ist nicht nur Thriller und Drama, sondern auch klassischer Gerichtsfilm, der Zuckerberg als äußerst ambivalente Figur zurücklässt. Formalästhetisch weiß Fincher Stilmittel ohnehin ökonomisch zu nutzen, und so erinnern die dunklen, tristen Campusstraßen Harvards (die mit der Red-One-Kamera gedreht wurden) nicht von ungefähr an die urbanen Labyrinthe aus Se7en.

So pathetisch der Werbeslogan 'Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen' auch klingen mag, er könnte wahrer nicht sein. The Social Network ist ein Epos, das machen nicht nur die Texttafeln am Ende deutlich, die die Entwicklung der letzten Jahre nochmals rekapitulieren. Finchers Verfilmung der Entstehungsgeschichte von Facebook ist auch der Film einer ganzen Generation, die mit The Social Network etwas bekommt, das in Zeiten von kurzlebigen Statusmeldungen und Kommentaren von einer Nachhaltigkeit ist, wie man sie heutzutage nur noch sehr selten im Kino zu sehen bekommt.

Erschienen bei facebookmarketing.de


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