PewCast 001: Oscar Nominierungen 2013


It's a podcast! Seit eigentlich Jahren sprechen Sascha von Pew Pew Pew und ich darüber, dass wir einen blogübergreifenden Podcast toll fänden (vor allem nachdem mein eigener ja seit Jahren auf Eis liegt) und vor etlichen Monaten konkretisierten sich diese Pläne. Aber dann kamen natürlich Fragen auf. Braucht man ein neues Mikrofon und, wenn ja, welches? Konzepte wurden gebrainstormt bis wir merkten, dass wir uns selbst im Weg standen. Es gibt keinen perfekten Anfang und ein Neujahrsvorsatz von uns beiden war, diese Sache endlich ins Rollen zu bringen.

Nun ist es soweit, der äußerst clever betitelte 'PewCast' nimmt sich die gestrigen Oscar-Nominierungen als aktuellen Anlass um endlich durchzustarten. Tatkräftige Unterstützung haben wir uns natürlich auch besorgt und Jenny von the-gaffer.de als unseren ersten Gast eingeladen. Ein großes Dankeschön an Daniel, der uns bei der Produktion geholfen hat. Wir hoffen sehr, dass Euch der Podcast gefällt.

Shownotes

00:00:00 – Intro, Vorstellung

00:01:33 – Best Documentary, Feature

00:03:45 – Best Achievement in Visual Effects

00:11:33 – Best Achievement in Sound Editing

00:12:03 – Best Achievement in Sound Mixing

00:14:23 – Best Achievement in Music Written for Motion Picture, Original Song

00:18:07 – Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score

00:22:08 – Best Achievement in Makeup and Hairstyling

00:26:47 – Best Achievement in Costume Design

00:28:51 – Best Achievement in Production Design

00:33:40 – Best Achievement in Editing

00:37:06 – Best Achievement in Cinematography

00:47:35 – Best Foreign Language Film of the Year

00:53:13 – Best Animated Feature Film of the Year

00:57:29 – Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published

01:03:02 – Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen

01:18:44 – Best Achievement in Directing

01:25:45 – Best Supporting Actress

01:33:55 – Best Supporting Actor

01:47:15 – Best Actress

01:53:40 – Best Actor

02:02:45 – Best Film

02:32:07 – Outro

Hören & Download


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Verdrehte Köpfe: 'My Week With Marilyn' Blu-ray Review


Wenn man sich Simon Curtis' My Week With Marilyn ansieht, fragt man sich zu allererst, weshalb noch niemand vor ihm auf die Idee kam, diesen Stoff zu verfilmen. Curtis' Film hat nämlich all das, was vor allem Kritiker zur Awards Season so gerne sehen: Eine Geschichte mit wahrem Hintergrund, tolle Darsteller, die in große Fußstapfen treten, eine tolle Ausstattung und besonders für die US-Kritiker handelt es sich fast auch noch um einen fremdsprachigen Film. Zum Ende des Jahres wird ohnehin alles irgendwie besinnlicher, da konzentriert man sich nicht etwa auf große Blockbuster wie im Sommer, sondern auf kleine Autorenfilme, die einfach dieses gewisse Etwas haben, das man erkennt und sofort "Oscar-Material!" schreit. Genau so erging es My Week With Marilyn dann auch, denn Michelle Williams erhielt für ihre Rolle als Marilyn Monroe eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Auch Kenneth Branagh erhielt für seine Rolle als Sir Laurence Olivier eine Nominierung. In beiden Fällen blieb es allerdings bei der Nominierung.

Genau so verhält es sich auch mit dem Film selbst. Sicherlich, die Geschichte um den jungen Colin Clark (Eddie Redmayne), der unbedingt beim Film arbeiten will und deshalb alles tut, um für Laurence Olivier (Branagh) zu arbeiten und schließlich Marilyn Monroe am Set von The Prince and the Showgirl trifft, ist nicht uninteressant und lebt von seinen tollen Darstellern. So richtig will der Funke aber zu keinem Zeitpunkt überspringen, was auch daran liegt, dass sich My Week With Marilyn nie aus gewohnte Bahnen loslöst und etwas Eigenes auf die Beine stellt. Alles plätschert mehr oder weniger vor sich hin, die Geschichte kann nicht wirklich fesseln, auch wenn sie auf wahren Begebenheiten beruhen soll (ohnehin ist ja nicht gesagt, dass diese Geschichten die besseren sind). Williams und Redmayne harmonieren gut, schrammen aber des Öfteren nur knapp am Overacting vorbei. Das ist alles etwas zu viel des Guten, kann man getrost sagen – und das auf den ganzen Film bezogen.

Curtis verschenkt aber auch viel Potential, denn genau so schnell wie er Emma Watson als eigentliches love interest von Colin einführt, so schnell verschwindet sie wieder im Hintergrund. Ja, diese Marilyn verdreht allen den Kopf, besonders den jungen Männern dieser Welt, die trotz gutem Elternhaus einfach mal fünf grade sein lassen und sich ihrem Verlangen hingeben, egal welche Konsequenzen das Ganze hat. Das selbe gilt für Judi Dench, die über einige wenige Szenen nicht hinauskommt (was teilweise auch auf Terminprobleme zurückzuführen ist) oder Julia Ormond, die mit ihrem Mann Laurence Olivier einige Male Händchen halten darf. Warum sich die Produzenten um die Weinstein Bros. für ein R-Rating entschieden haben, bleibt auch schleierhaft, denn die vielen forcierten Kraftausdrücke wirken angesichts der Geschichte fast schon wie Fremdkörper und wären absolut nicht nötig gewesen, zumal es den Humor nicht wirklich fördert. My Week With Marilyn ist ein gut gemeinter Film, der leider an der Umsetzung und seiner etwas zu seichten Geschichte krankt. In Erinnerung bleibt vor allem ein toller Eddie Redmayne. (6.5/10)

Die Blu-ray aus dem Hause Ascot Elite ist seit dem 06. November erhältlich (Amazon-Partnerlink). Bild und Ton sind ordentlich, auch wenn vor allem der Center-Kanal deutlich lauter hätte abgemischt werden können. Neben einem Making-of, einem Featurette und einem Audiokommentar von Regisseur Simon Curtis gibt es auch noch den Trailer und eine Trailershow mit weiteren Filmen aus dem Programm von Ascot Elite.


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Trailer zu Steven Spielbergs Abraham Lincoln Biopic 'Lincoln'

Nach dem Trailer zum Trailer ist der erste offizielle Trailer zu Steven Spielbergs Abraham-Lincoln-Biopic Lincoln da und sieht nach einem typischen Hollywood-Epos Marke Spielberg aus. Don't get me wrong, das sieht nach mindestens 150 Minuten langem packendem Historienkino aus, nur werde ich nicht das Gefühl los, dass es sich hier eben auch um den typischen Oscar-contender Nummer eins handelt. US-Start ist auch noch pünktlich zu den Oscars 2013, nämlich am 16. November.

(Via The Playlist)


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Gefährliches Trinkwasser: 'Semper Fi: Always Faithful' Trailer

Die Oscar-Short-List für den besten Dokumentarfilm ist draußen (u.a. ist auch Wenders schrecklicher Pina dabei) und dabei hat speziell ein Titel mein Interesse geweckt: Semper Fi: Always Faithful. Hört man nur den Titel, könnte man vermuten, dass es sich um eine Doku über das U.S. Marine Corps handelt – eine ziemlich affirmative zudem. In Wirklichkeit dokumentiert Semper Fi: Always Faithful aber den wohl größten Trinkwasserskandal der Vereinigten Staaten, der durch das USMC vertuscht werden sollte. Marine Corps Master Sergeant Jerry Ensminger diente fast 25 Jahre treu im Corps, bevor seine 9-jährige Tochter erkrankte und starb. Dies brachte einen bedeutenden Wendepunkt in seinem Leben – von nun an versucht er mit allen Mitteln die Beteiligung des USMC in diesem Skandal aufzudecken.


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Eddie Murphy hat doch keinen Bock auf die Oscars!


OK, wie formuliere ich es jetzt so, dass ich nicht erst einen Roman erzählen muss? Vielleicht in dem ich einfach auf FilmDrunk verlinke, die man eigentlich nicht oft genug verlinken kann (allein schon der Bildmontagen wegen): Dass Brett Ratner kein allzu beliebter und bescheidener Zeitgenosse ist, dürfte längst jedem bekannt sein. Dito dass er die kommenden Oscars produzieren sollte. Diese Woche hat er aber richtig auf die Kacke gehauen, als er bei einem Q&A meinte "Rehearsal is for fags!" Doch damit nicht genug, denn auch mit Showsternchen Olivia Munn hatte der Gute öffentlich Beef oder besser gesagt Shrimps, was ihm ebenfalls nicht gerade gut tat. Nun zog er gestern die Konsequenz daraus und wird die Oscars doch nicht produzieren.

Nun fragte sich alle Welt, ob Eddie Murphy, der auf Wunsch Ratners als Host agieren sollte, dies auch nach Ratners 'Kündigung' noch tun würde. Gerade kam die Antwort: Eddie Murphy ist nicht mehr mit an Bord und wird die Oscars im kommenden Jahr also nicht moderieren. O-Ton Murphy: "First and foremost I want to say that I completely understand and support each party's decision with regard to a change of producers for this year's Academy Awards ceremony. I was truly looking forward to being a part of the show that our production team and writers were just starting to develop, but I'm sure that the new production team and host will do an equally great job."

So, wer wird es nun machen? NPH, Ricky Gervais oder Billy Chrystal? Habt Ihr Vermutungen, Wünsche, Ängste (ich für meinen Teil bin ja froh, dass es Murphy nun nicht mehr macht – das wäre nur cool geworden, wenn man ihn mit seiner alten Synchro versehen hätte)? Also ich würde es notfalls ja auch übernehmen, wenn sich keiner findet, so ist es ja nicht, liebe Academy.


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Oscar Nominierungen 2011


Gerade wurden sie bekannt gegeben, Überraschungen gibt es eigentlich keine. Ich freue mich natürlich sehr, dass The Social Network in allen wichtigen Kategorien nominiert ist (auch wenn eine Nominierung für Andrew Garfield fehlt), ebenso The King's Speech, der mit 12 Nominierungen die Liste deutlich anführt. True Grit kommt immerhin auf 10 Nominierungen, der ja die diesjährige Berlinale eröffnen wird. Am 27. Februar wissen wir dann mehr. Schön auch, dass der deutsche Otto-Normal-Zuschauer in diesem Jahr viele der Nominierten bereits sehen konnte bzw. sie vor der Verleihung noch ins Kino kommen.


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Die Gewinner der 82. Annual Academy Awards


Natürlich habe auch ich mir wieder mal die Nacht für die Oscars um die Ohren geschlagen. Doch eines gleich vorweg: ich weiß nicht, ob ich das im nächsten Jahr wieder tun werde, denn meine Güte war das eine lahmarschige Veranstaltung! Als NPH statt Baldwin und Martin hineinkam, dachte ich noch "Yeah, Barney!", doch sobald er begann zu singen war die Freude dann auch wieder verflogen (glücklicherweise hielt sich das Gesinge in diesem Jahr aber in Grenzen). Dann: Baldwin und Martin reißen einen lahmen Witz nach dem anderen. Gut, der eine oder andere bringt mich zum Schmunzeln, aber das war's dann auch. Sowieso ließ der Humor wieder mal zu wünschen übrig, auch, weil er immer die gleiche Richtung einschlägt: man macht Witze über sich selbst. Da war es dann fast schon eine Erlösung, als Ben Stiller die Bühne als Na'vi betrat und allen zeigte, was wirklich witzig ist. Für weitere Lacher sorgten einige Dankesreden, nicht, weil sie schlecht gewesen wären, nein, weil die Preisträger wirklich verstanden einen Witz zu reißen ("That's an über-Bingo.")

In Sachen Preisträger geht das eigentlich alles in Ordnung. Überrascht haben mich eigentlich nur einige wenige Entscheidungen, allen voran jene, dass Michael Haneke den Oscar für Das weiße Band nicht bekam – nicht, dass ich diese Entscheidung nicht begrüßen würde, aber wer dachte bitteschön nicht, dass dies eine sichere Kiste sei!? Die andere Überraschung – zumindest für mich – war Precious: Based on the Novel Push by Sapphire (was ist das eigentlich für ein bescheuerter Beititel? Da wollte wohl jemand undbedingt seinen Namen im Titel haben), der den Preis für das beste adaptierte Drehbuch einsackte – hier hatte ich dann doch mit Reitmans Up in the Air gerechnet. Doch auch hier begrüße ich die Entscheidung. Weniger überrascht, aber dennoch verwundert, haben mich einige Technikkategorien, die ich eigentlich Avatar zugeschrieben hatte, sie The Hurt Locker aber absolut gönne. Mit am meisten gefreut hat mich aber der Kostümoscar für The Young Victoria, auf den ich mich doch sehr freue.

Um noch einmal zu den Dankesreden zurück zu kommen: Christoph Waltz hat es Tarantino zu verdanken, dass er da oben stand und den Goldjungen in Empfang nehmen durfte, ja, aber muss er deswegen solch eine Arschkriecherei betreiben, wie er das vergangene Nacht tat (zumal sich die Preisträger ja hinter der Bühne nochmals bei allen Produzenten, Regisseuren, etc. bedanken konnten)? Sowieso wurde meinem Empfinden nach viel mehr den Filmemachern als der Familie gedankt, da erfreut es natürlich ganz besonders, wenn MILF Kathryn Bigelow sich bei den Streitkräften bedankt, die man nicht vergessen dürfe. Für einige ein Aufreger, aber Hollywood steht nunmal hinter den Truppen, das wird fast jedes Jahr deutlich – und es hat ja auch nichts mit Politik zu tun, sondern mit dem persönlichen Engagement der Soldaten generell, weshalb sie gleich beide Reden zum Dank nutzte. Geschichte hat Hollywood mit dieser Entscheidung ohnehin geschrieben, denn Bigelow ist die erste Frau, die den Regiepreis verliehen bekam. Ein klares Zeichen dafür, dass es viel zu wenige Frauen in diesem Job gibt.

Auch an der Zeit mangelte es der Verleihung, so zumindest mein Eindruck. Die Übergänge waren so schnell, dass man nicht einmal die Ansagen aus dem Off richtig wahrnehmen konnte. Fast schon gehetzt wirkte das alles, allen voran die Offenbarung des besten Filmes des Jahres, denn kaum war Tom Hanks auf der Bühne war es auch schon wieder vorbei. Grundsätzlich ist dies ja begrüßenswert, denn in den letzten Jahren zog es sich phasenweise doch recht stark, aber ein wenig Tempo könnte man hier schon rausnehmen. Abschließend noch einige unsortierte Gedanken zur Show … Die Horrormontage war hervorragend *** T-Bone Burnett sieht aus wie Cameron mit Sonnenbrille *** Bullock ist und bleibt unattraktiv und unsympathisch *** keine einzige Dame hat mich gestern umgehauen, am ehesten vielleicht noch Vera Farmiga in ihrem schönen Kleid *** Steven Gätjen, unser Mann am Roten Teppich, bekommt sie alle (bzw. Scott Orlin) *** nächstes Mal bitte NPH alles moderieren lassen


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Die Oscar 2010 Predictions von Equilibrium


Gutschein Codes hat uns Filmblogger dazu aufgefordert, die Gewinner der 82. Annual Academy Awards zu tippen. Da diese ja ohnehin vor der Türe stehen und es zudem auch noch etwas zu gewinnen gibt, will auch ich hiermit meine Einschätzung abgeben. Die von mir Genannten stellen dabei jedoch nicht den von mir gewünschten Gewinner dar, sondern jenen, von dem ich ausgehe, dass er gewinnen wird. Ich habe zudem absichtlich nicht alle Kategorien getippt. Hier also nun meine Einschätzung:

# Bester Film The Hurt Locker
# Bester Hauptdarsteller Jeff Bridges
# Beste Hauptdarstellerin Sandra Bullock
# Bester Nebendarsteller Christoph Waltz
# Beste Nebendarstellerin Mo'Nique
# Beste Regie Kathryn Bigelow
# Bester animierter Spielfilm Up
# Bester fremdsprachiger Film Das weiße Band
# Bester Dokumentarfilm The Cove
# Bestes Szenenbild Avatar
# Bestes Kostümdesign Nine
# Beste Kamera Inglourious Basterds
# Beste Filmmusik Up
# Bester Filmsong 'The Weary Kid' – Crazy Heart
# Bester Schnitt The Hurt Locker
# Bestes Originaldrehbuch Inglourious Basterds
# Bestes adaptiertes Drehbuch Up in the Air
# Bester Tonschnitt Avatar
# Bester Ton Avatar
# Bestes Make-up The Young Victoria
# Bester animierter Kurzfilm A Matter of Loaf and Death
# Beste visuelle Effekte Avatar

In der Nacht vom 07. auf den 08. März wissen wir dann mehr. Die Verleihung inkl. der Show vom Roten Teppich ist wie immer live auf ProSieben zu sehen.


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Academy Awards 2010: Die Nominierten für den Oscar


Heute wurde die Liste der Nominierten für den Oscar im März bekanntgegeben, und da ich den ganzen Tag an der Uni war und vorhin auch noch einige Zeit im Stau verbringen durfte, nun also etwas verspätet einige Gedanken zu den Nominierten. Von der Aufstockung der Nominierten in der Kategorie 'Best Picture' mag man halten, was man will, aber sie dürfte zu einem guten Teil wohl auch ein Zugeständnis ans Blockbusterkino und seinen Kassenschlagern sein. Avatar und Disctrict 9 hätten andernfalls so gar nichts auf der Liste zu suchen, aber vielleicht ist der Publikumserfolg eines Filmes ja auch gar kein allzu schlechtes Kriterium für die Nominierten. Man bedenke nur, wie stark District 9 bisweilen im Gespräch war, egal ob auf Twitter oder per Mundpropaganda. Das alles scheint sich aber auf 'Best Picture' zu beschränken, denn schaut man sich die restlichen Kategorien an, so wirkt alles wie immer.

Dass Christoph Waltz eine Nominierung bekommen würde, war ja ohnehin klar. Dass es in der Kategorie 'Best Supporting Actor' ist, scheint zunächst unverständlich, so wurde der Film aber nun mal von Anfang an platziert – Brad Pitt mimte den Hauptfarsteller -, und da das Studio entscheidet, für welche Kategorie ein Film oder ein Darsteller bei der Academy beworben wird, ist es auch kein großer Aufreger. Apropos Darsteller: auch wenn man die letzten Jahre immer die gleichen  Namen zu lesen scheint, freuen mich zwei Nominierungen ganz besonders. Zum einen wäre da Jeremy Renner, der für seine Rolle in The Hurt Locker zu recht nominiert ist. Zum anderen sein weibliches Pendant, Carey Mulligan, die in An Education (Besprechung folgt) einen mehr als bleibenden Eindruck hinterließ – die süße Britin sollte wirklich jeder Casting-Agent im Auge behalten.

Zu den restlichen Kategorien: auch wenn Das weiße Band wohl den wichtigeren 'Best Foreign Language Film' gewinnen dürfte – da würde ich ein Ei drauf verwetten -, so ist es dennoch lobenswert, dass er auch für 'Best Cinemtography' nominiert ist, denn die elegischen schwarz-weiß-Bilder waren in der Tat das spannendste und am wenigsten problematische am Film. Ebenfalls freue ich mich für Hans Zimmer, der wieder mal nominiert ist, auch wenn ich in seinen Score zu Sherlock Holmes noch nicht hineingehört habe. Kommen wir zu den Dokus: Burma VJ war eine sichere Sache, ebenso The Cove. So was wie Food, Inc. ist irgendwie auch immer 'relevant', große Vorfreude herrscht aber bei The Most Dangerous Man in America. Beim besten animierten Film hoffe ich ja auf Coraline, auch wenn dieser angesichts der Konkurrenz wohl alles andere als gute Chancen haben wird. Am 03. März wissen wir dann mehr, bis dahin gilt es sowieso noch einige Nominierte nachzuholen.


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'Departures': Trailer zum japanischen Oscargewinner


Die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen scheinen auch keinen Halt vor japanischen Orchestern zu machen. Daigo (Masahiro Motoki) spielt nämlich in einem, dieses musste sich aber auflösen und nun steht er dummerweise ohne Job da. Doch schnell findet der junge Mann wieder einen, nämlich als Bestattungsgehilfe. Das wollte er doch eigentlich gar nicht, aber die Zeitungsannonce war einfach irgendwie zu schwammig formuliert. Langsam aber sicher scheint ihm diese ehrenvolle Aufgabe zu gefallen, und so ist es ihm schließlich auch egal, was sein Frau und die anderen in der Familie denken. Keine Frage, das alles scheint perfekt für ein asiatisches Drama mit humoristischen Elementen zu sein, das weiß jeder, der einmal diese Art von Film aus Asien respektive Japan gesehen hat.

Departures (おくりびと), der erst vor einigen Monaten den Oscar als bester fremdsprachiger Film gewann, zeigt sich nun endlich mit seinem ersten Trailer (480p/720p/1080p), der sich durchaus auch sehen lassen kann. Schön auch, dass das japanische Kino dank des Oscars auch endlich eine breitere Masse ansprechen dürfte, denn die Entdeckung lohnt sich allemal. Auch beherrscht kaum einer diese Mischung aus verschiedenen Gefühlen besser als die Asiaten. Ein deutscher Kinostart steht leider noch nicht, in den USA wird es aber wohl am 22.05. ein limited release geben.


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