'Sympathy for Lady Vengeance' Remake mit Charlize Theron


William Monahan (Oscar-Gewinner des besten adaptierten Drehbuchs für The Departed – ich lachte hart!) plant eine Adaption von Park Chan-wooks Sympathy for Lady Vengeance, die mit Charlize Theron in der Hauptrolle verfilmt werden soll. Dies gab Therons Produktionsfirma Denver & Deliah Films heute bekannt. Theron wird also nicht nur die Hauptrolle übernehmen, sondern auch produzieren. "This will be very American – and very unexpected (…) Park is a genius; it's the Everest of adaptations and I've got blood in my teeth to do it.", meint Monahan stolz dazu. Ich lasse das einfach mal so stehen … Nächstes Jahr steht uns ja sowieso erstmal das Oldboy-Remake von Spike Lee ins Haus.

(Via ComingSoon.net)


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Kurz mal abgehakt # 23

In der letzten Woche hat sich nach langer Zeit mal wieder ziemlich viel angesammelt – TheRudi und seinen Leihgaben sei Dank.

Punch-Drunk Love – war nach PT Andersons There Will Be Blood ganz heiß auf sein Oeuvre. Und so wundert es mich auch nicht, dass unzählige Parallelen zu seinem Aktuellen zu finden sind. Punch-Drunk Love lässt sich Zeit, verwendet teilweise ellenlange Einstellungen und lässt auch die Musik bisweilen in den Vordergrund treten. Verstanden habe auch ich den Film nicht, da bin ich aber nicht allein. Und trotzdem, bei all den schönen Einstellungen – allen voran die Kussszene in der nur die dunklen Silhouetten zu sehen sind – bleibt Andersons Film für mich auch emotional nahezu ungreifbar. Ich interessiere mich nicht für die Figuren, von der Handlung ganz zu schweigen. Ein Fall von 'tolle Momenten, aber ein durchschnittliches Ganzes', würde ich sagen. Notiz an mich: endlich Boogie Nights besorgen! (6/10)

‘Punch-Drunk Love’

Jay and Silent Bob Strike Back – wollte ich schon seit Jahren sehen… Die Dialoge sind unbeschreiblich gut, die Cameos drücken einem die Freudentränen in die Augen, die Musikeinlagen sind zum Schreien. Eigentlich ein perfekter Film also, oder? Nicht ganz, denn was ich bei Smith sehr schätze, nämlich seinen reinen Dialoghumor, verkommt hier des Öfteren zum Slapstickhumor (bspw. das Duell mit Mark Hamill). Unterm Strich bleibt aber dennoch eine saugeile Komödie, die allein schon ob ihrer Einzelszenen (Damon & Affleck vs. Van Sant, "C.L.I.T. commander", …) unvergesslich bleibt. (7-8/10)

Adaption. – so sehr das plötzliche Thrillerelement im Plot auch essentieller und cleverer Bestandteil des Ganzen ist, so hat es mich doch irgendwie rausgehauen. Die Figur Charlies (Nic Cage) ist ein äußerst interessante, emotionale, die ich gerne mehr erforscht hätte und der ich ein Happy End – in gewisser Hinsicht hat er es ja dennoch – sehr gegönnt hätte. Nicolas Cage spielt in der Tat sehr gut, Streep ging mir aber nach einer gewissen Zeit recht stark auf die Nerven, was aber auch zu großen Teilen ihrer Figur zuzuschreiben ist. Adaption. erfreute mich sowieso in erster Linie mit seiner frischen Idee, ich meine, das Drehbuch ist von Charlie Kaufman und dessen Bruder, am Anfang gibt es sogar echtes Material aus Being John Malkovich (der darin aber ziemlich unsympathisch rüberkommt) – weird, wie es das englische Wort m.M. sehr gut beschreibt. Bis auf die 'reingeschriebene' Räuberpistole (Dank an Donald) ist Jonzes Film aber ein äußerst cleveres und interessantes Unterfangen (objektiv gesehen ja gerade deshalb). (7-8/10)

Super Size Me – sehr interessante, wenn auch äußerst Michael Moore'eske, polemische Doku, die bei mir jedoch genau das Gegenteil bewirkte. Ich bekam nämlich Hunger, ärgerte mich, dass es bei uns die Option des 'Super Size' nicht gibt (zumindest nicht in dieser Form). Ist der halbe Liter hier das Maximum in Sachen Getränk, so ist dies in den USA die zweitkleinste Größe – auf der anderen Seite des Großen Teiches ist eben alles größer. Hungrig war ich aber spätestens dann nicht mehr, als die von Spurlock kontaktierten Ärzte meinten, dass er, wenn er so weitermachen würde, in absehbarer Zeit das Zeitliche segnen würde. Von der Leber, die jener eines Alkoholikers gleichkommen würde, ganz zu schweigen. Ja, es gibt zu Denken, keine Frage – und doch geht es spätestens nach dem nächsten Kinobesuch wieder zum nächsten Burger King… (7/10)

‘Snatch.’

Snatch. – Enttäuschung. Nach dem tollen Lock, Stock and Two Smoking Barrels hatt ich dann doch etwas mehr erwartet. Kein schlechter Film, aber der Funke wollte dann doch einfach nicht so richtig überspringen. Viel zu sehr auf cool getrimmt, wirkte das. Viele Elemente und Einstellungen sind auch 'cool', das will ich ihm nicht absprechen, aber insgesamt steht dem Ganzen dann doch etwas zu groß 'Schaut her, wie saucool ich bin' auf der Stirn. Der Cast hingegen ist Coolness pur, und wenn Statham mit seinem schönen Englisch aus dem Off beginnt, dann ist es schon um mich geschehen (die Spitze des Eisberges: Pitts englisch-irisch-wasauchimmer-Mix). Hat durchaus seine Momente und kommt auch ohne großen Firlefanz auf den Punkt, nur weiß ich eben auch, warum der Film bei der coolen Jugend so gut ankommt. (7/10)


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