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	<title>Equilibrium &#187; al cliver</title>
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		<title>Lucio Fulci Retro: &#039;The Beyond&#039;</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 16:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-3330" style="border: 1px solid black; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="'The Beyond'" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/thebeyond.jpg" alt="" width="560" height="239" /><br />
Der deutsche Verleihtitel (der &#252;brigens ob der Zombiewelle in der BRD darauf bestand, dass Fulci Zombiemassen einbaut) beschreibt Fulcis <a href="http://www.imdb.com/title/tt0082307/" target="_blank"><em>E tu vivrai nel terrore &#8211; L&#039;aldilĂ </em></a> wohl am besten: <em>Die Geisterstadt der Zombies</em>, denn das, was da in Louisiana vor sich geht, ist in der Tat mit einer Geisterstadt gleichzusetzen. Ein Fluch, der Tote in Untote verwandelt, eine Stadt, die mehr nach mystischem Dorf als nach Gro&#223;stadt aussieht und eine junge Frau (Fulcis Bank: Katherine MacColl), die von Visionen heimgesucht wird. Fulci greift auch hier wieder altbekannte Motive auf, die er bereits ein Jahr zuvor in <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2009/03/31/lucio-fulci-retro-city-of-the-living-dead/" target="_self"><em>City of the Living Dead</em></a> so atmosph&#228;risch dicht zusammenf&#252;hrte. Nicht umsonst wird <em>The Beyond</em> gerne auch als Mischung aus <em>City of the Living Dead</em> und <em><a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2009/03/25/lucio-fulci-retro-the-house-by-the-cemetery/" target="_self">The House by the Cemetery</a> </em>bezeichnet. Und dennoch verf&#252;gt <em>The Beyond</em> &#252;ber gen&#252;gend Originalit&#228;t, um als eigenst&#228;ndiger Film zu funktionieren. Fulci gelingt es hier n&#228;mlich &#8211; allen voran im Vergleich zum Glockenseilzombie &#8211; eine Atmosph&#228;re und Spannung aufzubauen, die dem zeitlich sp&#228;ter entstandenen Pfarrer, der sich erh&#228;ngt, doch deutlich &#252;berlegen ist.</p>
<p>Er f&#252;hrt Momente wie das pl&#246;tzliche Erscheinen von Toten oder abgr&#252;ndige Visionen konsequenter um, was sich vor allem in der Figur der blinden Frau mit Hund zeigt. Allein ihre pure Erscheinung sorgt bereits f&#252;r G&#228;nsehaut, ganz zu schweigen davon, wenn Fulci sein Augen-Close-Up auf sie anwendet. Der Hund &#8211; ein deutscher Sch&#228;ferhund, der ihr so treu zur Seite steht wie man es sonst nur von F&#252;hrerportraits kennt &#8211; sorgt deshalb ebenfalls f&#252;r ein gewisses Schaudern. Etwas sp&#228;ter wird Fulcis &#039;Tierfetisch&#039; dann auch auf den H&#246;hepunkt getrieben, wenn er riesige Spinnen im Verbund mit Plastikspinnen auf sein hilfloses Opfer jagt, das schlie&#223;lich vor dem Hintergrund eines mindestens so absurden wie genialen Sounddesigns &#8211; tumulder geht <a href="http://zeitverschwender.blogspot.com/2009/02/e-tu-vivrai-nel-terrore-laldila-aka.html" target="_blank">in seiner tollen Besprechung</a> darauf etwas n&#228;her ein &#8211; zerlegt wird. Und genau hier steckt der Charme so vieler Filme des Italieners &#8211; es ist die Naivit&#228;t, mit der er bewusst zur Sache geht, die man seinen Filmen stets ansieht, aber gerade deshalb auch so sch&#228;tzt, denn irgendwie ist es ja nur ehrlich. Ehrliches Filmemachen eben. Und schlie&#223;lich &#039;verzaubert&#039; es dennoch, etwas, das heute nur noch den allerwenigsten gelingt. Es lie&#223;en sich noch so einige Szenen dahingehend auformulieren, aber wer einen Fulci gesehen hat, der wei&#223;, dass es fast auf den ganzen Film in all seinen Aspekten zutrifft.</p>
<p>Und dennoch hat mich speziell dieser Fulci zwiegespalten zur&#252;ck gelassen. Einerseits sind hier viele seiner Marotten nahezu perfekt &#8211; die Spinnenszene macht mir immer noch Angst -, die Tode sind nicht nur technisch, sondern auch inszenatorisch so gut wie selten zuvor (wie genial ist denn bittesch&#246;n der S&#228;ure&#252;berfall?). Auch der Fokus auf die Augen besitzt hier eine v&#246;llig einnehmende Sch&#246;nheit, die bisher kaum so intensiv war wie hier. Andererseits st&#246;re ich mich jedoch am Plot selbst, der hier nun wirklich auf ganzer Strecke versagt. Und dabei will ich noch gar nicht mal auf das fast schon indifferente nicht-auf-den-Kopf-Schie&#223;en hinaus, sondern irgendwie ging es mir einfach so, dass ich keinen blassen Schimmer hatte, was mir Fulci hier eigentlich erz&#228;hlen will. Aber wenn ich so dr&#252;ber nachdenke &#8230; das macht ja eigentlich nichts, denn Fulci war selten ein guter Geschichtenerz&#228;hler. Heute w&#252;rde man seinen Stil wohl <em>style over substance</em> nennen, was die Endszene des Filmes nochmals eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die beiden Protagonisten finden sich buchst&#228;blich in einer entr&#252;ckten Stadt wieder, irgendwo zwischen Himmel und H&#246;lle, <em>&#220;ber dem Jenseits</em>. Es gibt nur wenige Filme, die eine einzige Einstellung rechtfertigt. <em>The Beyond</em> ist einer von ihnen. <strong>(7.5/10)</strong></p>
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		<title>Lucio Fulci Retro: &#039;Zombi 2&#039; a.k.a. &#039;Zombie Flesh Eaters&#039;</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 21:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2920" style="border: 1px solid black; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="'Zombi 2'" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/vlcsnap-0000135.jpg" alt="" width="560" height="239" /><br />
Und wieder l&#228;utet Fulci seinen Film mit einem gro&#223;en Knall ein &#8211; buchst&#228;blich. <em>&#034;The boat can leave now &#8230; tell the crew&#034;</em>, und kurze Zeit sp&#228;ter laufen die Zombies schon in New York ein (auch wenn der Stra&#223;enverkehr budgetbedingt normal weiterl&#228;uft). Zwei Dumme, ein Gedanke, sagt man ja gerne, und in der Tat, es ist schon erstaunlich, dass auch Fulcis Zombies die Konsumgesellschaft erreichen, auch wenn sein Film genau an jener Stelle endet, an der Romeros quasi erst beginnt. Doch auch zu Fulcis anderen Filmen gibt es &#252;berdeutliche formale Parallelen. So tr&#228;gt <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2009/03/25/lucio-fulci-retro-the-house-by-the-cemetery/" target="_self"><em>Quella villa accanto al cimitero</em></a> beispielsweise vorallem im Schnitt und in der Eigenheit der Musik (d.h. auch Ger&#228;uschkulisse) die Handschrift von Fulci, die sich auch hier in <a href="http://www.imdb.com/title/tt0080057/" target="_blank"><em>Zombi 2</em></a> &#228;u&#223;ert.</p>
<p>Eines scheint diese fr&#252;here und wohl auch bekanntere Produktion Fulcis jedoch deutlich von <em>The House by the Cemetery</em> zu unterscheiden: Fulci geht hier viel exploitativer vor, setzt viel mehr auf Effekte und weibliche Br&#252;ste als auf ein koh&#228;rentes und vorallem atmosph&#228;risches Ganzes. Das soll aber nicht hei&#223;en, dass <em>Zombi 2</em> nicht atmosph&#228;risch w&#228;re, im Gegenteil. Vor allem die Make-Up-Effekte der Zombies kommen meisterhaft daher, selten zuvor &#8211; und auch danach &#8211; hat man solch erschreckend gut gemachte Zombies gesehen (allen voran jender, der das Cover der DVD schm&#252;ckt). Ein klarer Sieg f&#252;r Fulci, schaut man sich im Gegensatz dazu einmal die Maske von Romeros Untoten an (so fern man diese &#252;berhaupt vergleichen mag/kann). Und wenn sie schlie&#223;lich in der Abendd&#228;mmerung aus ihren Gr&#228;bern steigen oder sich langsam im Windschatten der Lebenden erheben, dann sorgt das schon f&#252;r den einen oder anderen kalten Schauer, der einem da den R&#252;cken hinunter l&#228;uft.</p>
<p>Man sieht schon, es ist nicht ganz einfach von Fulcis Zombieapokalypse zu reden, ohne Romeros Pendant zu erw&#228;hnen. Beide wollen mit ihren Filmen unterschiedliches, doch nat&#252;rlich sind Parallelen unvermeidlich. Zombies als Kontrast zur S&#252;dseeidylle und in Scope haben dann aber doch einen gr&#246;&#223;eren Reiz als Zombies im Kaufhaus, die man jeden Tag auch um die Ecke zu sehen bekommt. Sowieso scheint Fulcis Film weniger auf Gesellschafts- und Sozialkritik zu zielen, als vielmehr auf ein Publikum, das die paar Mark zahlt, um dann anderthalb Stunden Br&#252;ste, Gore und eine spannende Geschichte zu bekommen. In Anbetracht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Woodoo#Ver.C3.B6ffentlichungen_in_Deutschland" target="_blank">diverser Beschlagnahmeurteile</a> und heutiger Rezeptionshaltung nat&#252;rlich noch einmal eine ganze Ecke interessanter (was jedoch auf zahlreiche Filme des Genres und der Zeit, nicht nur von Fulci, zutrifft). Und sind wir doch mal ehrlich: einen Unterwasserzombie, der einen Haifisch anknabbert gab es so auch noch nicht. Da haben sie Filmgeschichte geschrieben, signore Fulci.</p>
<p>Interessant auch, wie Fulci mit R&#228;umen spielt. Die Enge des Bootes, die immer wieder durch den Gegensatz des weiten Meeres und des S&#252;dseeflairs relativiert wird. Das Belagerungsszenario, das nicht von ungef&#228;hr an Carpenters <em>Assault on Precinct 13</em> (und dessen Original) erinnert und schlie&#223;lich das Haus von Dr. Menard und dessen Frau, das sich als Todeslabyrinth erweist. Da versucht sich seine Frau dann auch ins enge Zimmer zu retten, nur um wenig sp&#228;ter aus dieser Enge samt Auge hinausgezogen zu werden (<em>&#034;Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!&#034;</em>) &#8211; neben dem Hai sicherlich das Highlight des Filmes. Die vielen Totalen, eingefangen im Scopeformat, ein Zeichen der Freiheit, werden sp&#228;tetens dann zur endg&#252;ltigen Apokalypse, wenn die ersten Zombies in New York einlaufen &#8230; <strong>(8/10)</strong></p>
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