Erster Trailer zu 'The Amazing Spider-Man'

Der erste Trailer zum Spider-Man-Reboot The Amazing Spider-Man mit Andrew Garfield in der Hauptrolle ist draußen! Haut mich allerdings nicht gerade vom Hocker, vor allem nicht die POV-Kamerafahrt, die mehr nach Videospiel als nach Film aussieht. Hoffe, dass Regisseur Marc Webb wenigstens mit dem Zwischenmenschlichen punkten kann – mit seinem (500) Days of Summer hat er sich dahingehend ja schon verdient gemacht. US-Start ist am 03. Juli 2012.


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Oscar Nominierungen 2011


Gerade wurden sie bekannt gegeben, Überraschungen gibt es eigentlich keine. Ich freue mich natürlich sehr, dass The Social Network in allen wichtigen Kategorien nominiert ist (auch wenn eine Nominierung für Andrew Garfield fehlt), ebenso The King's Speech, der mit 12 Nominierungen die Liste deutlich anführt. True Grit kommt immerhin auf 10 Nominierungen, der ja die diesjährige Berlinale eröffnen wird. Am 27. Februar wissen wir dann mehr. Schön auch, dass der deutsche Otto-Normal-Zuschauer in diesem Jahr viele der Nominierten bereits sehen konnte bzw. sie vor der Verleihung noch ins Kino kommen.


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Roundtable Interview zu 'The Social Network'


Zum morgigen Start von The Social Network habe ich gestern Justin Timberlake, Jesse Eisenberg und Drehbuchautor Aaron Sorkin in Berlin zu einem Roundtable-Interview getroffen (deshalb leider auch nicht allzu viele Fragen). In entspannter Runde und mit Sicht aufs Brandenburger Tor, haben mir die drei nicht nur viel über den Film und ihre Figuren erzählt, sondern auch verraten, worum es im neuen Spider-Man-Film geht und warum Aaron Sorkin seinen Hut vor Zuckerberg zieht.

Justin Timberlake (Sean Parker)

Findest Du es nicht komisch, dass der Justin Timberlake in einem Film, der in der Realität angesiedelt ist und aktuelle Geschichte zeigt, eine andere, weniger bekannte Figur der Popkultur spielt?

Ich würde mich selbst nicht als eine Figur der Popkultur betrachten. Ich sehe mich selbst als Schauspieler und Musiker.

Aber Film und Musik, das ist doch Popkultur, oder?

Ja, richtig, es ist Entertainment, aber ich wache nicht jeden Morgen auf und sage zu mir selbst: "Heeeey!" (lacht) Aber natürlich gibt es hier eine gewisse Ironie. Allen voran die Tatsache, dass ich Musiker bin und Sean Parker, den Erfinder von Napster, spiele. Ich persönlich denke aber auch nicht, dass Sean Parker die Musikindustrie auf dem Gewissen hat. Die Plattenfirmen hätten besser zuhören sollen. Was er tat, war das Herunterladen von Musik in schneller Geschwindigkeit zu ermöglichen, aber ich denke, das wäre ohnehin irgendwann passiert – und er war eben einer der Pioniere. Und er ist eben auch brillant. Diese Jungs wären nicht dort wo sie sind, wenn sie nicht brillant wären. Als Napster rauskam, war ich 19. Ich wäre wohl auf dem College gewesen, ich wäre einer der Jungs gewesen, die ihn nun verklagen. Was speziell mich angeht, habe ich mich nicht in einer Projektion verloren, sondern vielmehr das mit der Figur versucht, was ich mit ihr machen wollte. Du denkst da nicht dran, wenn du die Figur spielst, denn es könnte alles sein, er war nämlich auch Mitgründer einer der größten Onlineadressbücher, aber darüber will niemand sprechen, denn es ist nicht so cool und sexy wie Napster. Fragt man sich allerdings, warum er all das mit gegründet hat, dann beginnt man sich in die Figur hineinzuversetzen.

Jesse Eisenberg (Mark Zuckerberg)

Du hast heute Geburtstag, herzlichen Glückwunsch!

Danke.

Alle, die im Oktober Geburtstag haben, sind sowieso die Besten.

Wieso, wann hast Du?

Übermorgen.

27?

25.

Wow, Du siehst aus wie ein Mann. Ich sehe aus wie ein Junge.

Ich versuche mein Bestes.

Das machst Du aber ziemlich gut.

Wie war die Zusammenarbeit mit solch jungen Talenten wie Andrew Garfield, der den nächsten Spider-Man spielt, und Rooney Mara? Ihr seid die kommende Schauspielgeneration.

Danke, das ist sehr nett. Es ist nur lustig, weil da unten (zeigt aufs Brandenburger Tor) ist einer im Spider-Man-Kostüm.

Das ist Andrew.

Ja, das ist Andrew, der gerade für seine Rolle probt. Nein, sie filmen gerade den Film. Es geht um einen Typen im Spider-Man-Kostüm, der vor dem Brandenburger Tor Fotos macht.

Aber ich dachte Spider-Man ist in New York?

Nein, es ist eine deutsche Figur. Im Ernst, es war toll. Alle, die im Film mitspielen, sind großartige Schauspieler, und es ist ja auch ein Film, in dem jeder mitspielen will. Es handelt sich also um die Crème de la Crème. Und Rooney Mara, die Du genannt hast, wird The Girl with the Dragoon Tattoo sein. Sie ist zwar nur in ein paar Szenen im Film, aber für mich war es klar, dass sie phänomenal ist. Als wir zusammenarbeiteten, haben wir die Eröffnungsszene in der Bar ganze 99 Mal gedreht. Bis zum Ende war sie interessant und formte meine Figur.

Also hast Du die Szene absichtlich 99 Mal gedreht, um Zeit mit ihr zu verbringen?

(lacht) Nein, das war nicht meine Entscheidung sie 99 Mal zu drehen, aber es war eine gute Gelegenheit, viel auszuprobieren.

Aaron Sorkin (Drehbuch)

Wussten Sie, dass Mark Zuckerberg The West Wing als eine seiner Lieblingsserien in seinem Profil angegeben hatte, mit Aufkommen des Filmes aber löschte …?

… und sie wieder eintrug. Ich ziehe meinen Hut vor diesem jungen Mann aus vielerlei Gründen. An dem Tag, an dem die Story über ihn im New Yorker erschien, rief mich der Autor des Artikels an, um mir mitzuteilen, dass Mark es wieder eingetragen hatte. Besser als das, war jedoch letzte Woche. Wir sind Freitag mit dem Film gestartet, da spendete Mark 100 Millionen Dollar an öffentliche Schulen in Newark. Die Presse reagierte darauf mit viel Zynismus, denn es erweckte den Eindruck, als wollte er damit Kritik von sich weisen, die der Film aufwarf. Ich bin allerdings der Meinung, dass weder die Schüler in Newark, noch ihre Eltern oder die Lehrer sich darum kümmern, warum er das Geld gespendet hat. Auch mich interessiert es nicht, auch keinen anderen sollte es interessieren. Alles, was ich sage ist: Danke.


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Vom Nerd zum jüngsten Milliardär: 'The Social Network'


Wir sehen mehrere kleine Bildschirme, die zu einem gigantischen zusammengefügt sind. Darauf sind Livezahlen der Facebook-Mitglieder zu sehen. Die Zahl steigt ständig, bis sie schließlich die 1-Millionen-Marke erreicht. Die Bildschirme versprühen buchstäblich ein Feuerwerk, man feiert in den frischen Büroräumen des sozialen Netzwerks Facebook. CEO Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) hat sich gerade seine ersten Visitenkarten kommen lassen, die mit 'I'm CEO, bitch!' betitelt sind. Es ist zugleich eine erfolgreiche, aber auch eine triste Nacht, denn Mark verliert seinen einst besten Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield), der ihn wenig später verklagen wird um sich sein Stück vom Kuchen zu holen. Dabei wird er gewiss nicht der Einzige bleiben.

Es ist nur eine kurze Szene aus David Finchers The Social Network, in der der Zuschauer sich sicher fühlt, etwas ganz Großem beizuwohnen. Seit es das Kino gibt, hat es sich immer wieder diverser Gründungs- und Entstehungsmythen angenommen, egal ob weltliche oder religiöse, das Kino bietet eine Projektionsfläche für das, was wir mit eigenen Augen nicht sehen konnten, Ereignisse, bei denen wir nun quasi als Augenzeuge fungieren. So verhält es sich auch bei der Verfilmung der Entstehungsgeschichte um das größte soziale Netzwerk der Welt. Finchers Film basiert dabei auf Ben Mezrichs Roman The Accidental Billionaires, der Mark Zuckerberg bis heute ein Dorn im Auge sein dürfte, zeichnet er doch ein ziemlich düsteres und raffgieriges Bild vom jungen CEO und Ex-Harvard-Studenten. Es wirkt dabei fast schon surreal, wenn die Million auf den Bildschirmen erscheint, hat man im Jahre 2010 doch stets im Hinterkopf, dass sich diese Zahl seit dem auf 500 Millionen gesteigert hat. Im Durchschnitt ist jeder zwölfte Mensch der Erde bei Facebook angemeldet.

Es verwundert also nicht, wenn dieses Gefühl nicht nachlässt. Dieses Gefühl ein Teil des Ganzen zu sein, und so schafft Fincher es auch immer wieder uns in seinen Film einzubinden. Mal schmunzelt man über das aus heutiger Sicht unfertige Design der Useroberfläche, mal über die lüsternen und voyeuristisch veranlagten Elitestudenten – nur um dann festzustellen, dass man Facebook aus exakt denselben Gründen nutzt. The Social Network spielt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, bezieht hieraus einen Großteil seiner Spannung, denn obwohl die meisten mittlerweile wissen, wie die Entstehungsgeschichte ausgeht, fiebert man dennoch mit den jungen Protagonisten. Auch wenn es nicht verwundert, dass Alphatier Zuckerberg förmlich demontiert und entmystifiziert wird, so gelingt es Fincher doch auch mit den klassischen dramatischen Mitteln von eleos und phobos zu spielen: Mark ist ein zerbrechlicher Charakter, der stets nerdig und lediglich mit Adiletten bekleidet seine gesamte Freizeit vor dem Computer verbringt. Gerade hat seine Freundin mit ihm Schluss gemacht, da kommt ihm die Idee von The Facebook. Die folgenden Minuten, in denen sich Zuckerberg in das Netz von Harvard hackt und es schließlich zum Crash bringt, nutzt dabei viele Stilmittel des Thrillers, wie beispielsweise die Parallelmontage. Hier wird all das Genie, aber auch der Größenwahn deutlich, der Zuckerberg auszeichnet. War er gerade noch eine dramatische Figur, die sich seinen Frust in From eines Blogeintrags von der Seele schreibt, ist er im nächsten Moment schon wieder berechnender Anti-Held. Und trotzdem bleibt er vor allem eines: ein junger Student mit all den Problemen, die man in diesem Alter hat. Genau hier erinnert The Social Network dann auch an einen John-Hughes-Film, der es wie kein Zweiter verstand, die Jugend und ihre Probleme für ein Massenpublikum aufzubereiten. Auch Finchers Film, respektive Aaron Sorkins Skript reiht sich nahtlos ein in diese Tradition. The Social Network ist so etwas wie ein John-Hughes-Film für die Generation Web 2.0, für Studenten, die als Digital Natives gar kein Leben ohne Laptop und Internet kennen.

In seinen schlechtesten Moment ist der Film dabei ein Porträt über Gier und junge, schöne Menschen, die es zu etwas bringen wollen im Leben. Im Prinzip ein Film für alle jungen Kreativen und Entrepreneure, die das Web 2.0 zu nutzen wissen und wie Zuckerberg den größtmöglichen Profit daraus schlagen wollen. In seinen besten Momenten ist The Social Network aber auch ein Drama über Freundschaft, Verrat und Loyalität, das auch völlig unabhängig vom (realen) Kontext funktioniert und zum Großteil von seinen charismatischen und starken Jungschauspielern lebt. Allen voran Andrew Garfield liefert mit der Rolle des CFO Eduardo Saverin seine bisher beste Leistung in seiner noch sehr jungen Karriere ab. Es wundert daher auch nicht weiter, dass er der neue Spider-Man ist und zukünftig ein millionenschweres Franchise auf seinen Schultern lastet. Das Gewicht, das hingegen auf Zuckerbergs Schultern lastet, scheint jedoch kein Problem für ihn zu sein. Fincher erzählt seinen Film nicht immer chronologisch und synchron, vielmehr handelt es sich bei der eigentlichen Entstehungsgeschichte um Rückblenden, die vom Gerichtsprozess aus narrativ eingebettet werden. Zuckerberg ist die Ruhe in Person, geizt nicht mit Kommentaren um sein Milliardenvermögen und lässt dabei aber auch immer wieder eine gewisse Abgebrühtheit und Intelligenz durchdringen. Fincher zeigt hier einmal mehr, wie vielfältig sein Film ist: er ist nicht nur Thriller und Drama, sondern auch klassischer Gerichtsfilm, der Zuckerberg als äußerst ambivalente Figur zurücklässt. Formalästhetisch weiß Fincher Stilmittel ohnehin ökonomisch zu nutzen, und so erinnern die dunklen, tristen Campusstraßen Harvards (die mit der Red-One-Kamera gedreht wurden) nicht von ungefähr an die urbanen Labyrinthe aus Se7en.

So pathetisch der Werbeslogan 'Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen' auch klingen mag, er könnte wahrer nicht sein. The Social Network ist ein Epos, das machen nicht nur die Texttafeln am Ende deutlich, die die Entwicklung der letzten Jahre nochmals rekapitulieren. Finchers Verfilmung der Entstehungsgeschichte von Facebook ist auch der Film einer ganzen Generation, die mit The Social Network etwas bekommt, das in Zeiten von kurzlebigen Statusmeldungen und Kommentaren von einer Nachhaltigkeit ist, wie man sie heutzutage nur noch sehr selten im Kino zu sehen bekommt.

Erschienen bei facebookmarketing.de


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Neuer Teaser zur Facebook Verfilmung 'The Social Network'


Langsam aber sicher scheint die Marketingmaschinerie für David Finchers The Social Network anzulaufen. Nachdem erst vor kurzem der offizielle Trailer zur Verfilmung der Facebook-Entstehungsgeschichte veröffentlich wurde, ist heute ein neuer Teaser aufgetaucht, der leider nicht allzu viel neue Einblicke gewährt, aber die Vorfreude einmal mehr steigert. Deutscher Start ist am 07. Oktober.

(Via @iheartpluto)


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Offizieller Trailer zu David Finchers 'The Social Network'


Nach den ersten beiden Teaser Trailern zu David Finchers The Social Network ist heute der offizielle Trailer zur Facebook-Verfilmung online gegangen – nun auch in HD (480p/720p/1080p). Das wurde auch Zeit, denn der zweite Teaser wurde von Sony fleißig gelöscht, warum auch immer. Vieles der Teaser ist auch im Trailer zu finden, inklusive der dazugehörigen Bilder, die definitiv Lust auf mehr machen. Es scheint so, als würde der Film dem Untertitel der Romanvorlage alle Ehre machen: A Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal. Ich bleibe äußerst gespannt.


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Neuer Teaser zum Facebook Film 'The Social Network'


Nur knapp zwei Wochen nach dem ersten Teaser, ist ein neuer Teaser Trailer zu David Finchers Verfilmung der Facebook-Entstehungsgeschichte, The Social Network, erschienen (FLV, mäßige Qualität) Edit: Sony lässt das gute Ding gerade überall löschen, hier für den Moment aber noch zu sehen … Dieser hält zwar nach wie vor kein wirkliches Bildmaterial parat, die Idee ist aber ganz nett.

(Via Cinema Blend)


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'The Imaginarium of Doctor Parnassus' Blu-ray Review


Ich muss ehrlich gestehen, dass mir Terry Gilliams Arbeit nicht allzu sehr vertraut ist. Und eines ist nach der Sichtung von The Imaginarium of Doctor Parnassus sicher: dieser Zustand wird sich nicht so schnell ändern. Nicht, dass Gilliams Film eine Katastrophe wäre, nein, sein jüngster Film ist nur absolut nicht my cup of tea. The Imaginarium of Doctor Parnassus ist das, was ich als buntes Knallbonbon bezeichnen würde, eines, das mir aber zu bunt und zu knallig und sowieso viel zu quietsch fidel ist. Zu Beginn kam mir der Film zwar noch etwas wie eine Hard-Boiled-PI-Geschichte vor – ich weiß nicht wirklich warum, am ehesten mache ich dafür noch die Atmosphäre verantwortlich -, schlug dann aber recht schnell in Fantasy um, bis ich ihn schließlich als Liebesfilm wahrnahm. Richtig, Gilliams Film ist für mich in erster Linie ein Film über die Liebe und alle Gedanken und Kämpfe, die sich darum drehen. Zu verdanken ist dies zum größten Teil den beiden jungen Hauptdarstellern Andrew Garfield – der ja bald den neuen Spider-Man gibt und mich schon in Red Riding: 1974 beeindruckte – und der bezaubernden Lily Cole.

Es fiel mir, um meine Ehrlichkeit weiter voranzutreiben, selten so schwer über einen Film zu schreiben wie über diesen. Natürlich könnte ich in die üblichen Floskeln verfallen (zum Beispiel die ganze Chose mit Heath Ledger), aber das würde dem Film wohl nicht unbedingt gerecht. Vielmehr möchte ich damit fortfahren, warum ich The Imaginarium of Doctor Parnassus als Film über die Liebe verstehe und den Rest eher als schmuckes Beiwerk sehe. Es ist die klassische, aber wohl romantischste Geschichte, die Gilliam hier mit Hilfe von Garfield und Cole erzählt. Zwei junge Menschen, die sich seit Ewigkeiten kennen, ihre Zuneigung zueinander aber nur selten zeigen oder gar wahrhaben wollen – zumindest hinsichtlich einer Person. Gilliam lässt Parnassus erzählen, wie es einst bei ihm war, welchen signifikanten Fehler er damals beging und wie er ihn bereut. Natürlich soll auch Anton und Valentina das Schicksal zuerst nicht gut geweiht sein. Mit der Figur Heath Ledgers kommt nun die Konkurrenz für Anton, der klassische Dritte im Bunde, der für Anton natürlich eine Konkurrenz und damit Gefahr darstellt.

Im gesamten Film geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, wie sie miteinander interagieren, wie sie täuschen und dem anderen etwas vorspielen. Faust kommt plötzlich ins Spiel, Seelen werden verkauft, alles im Namen der Liebe versteht sich. All die bunten Bilder, denen Gilliam uns ausliefert sind zur Reflexion da, sie lassen uns über unser eigenes Leben nachdenken. Am Ende leitet es aber wieder zur Liebe hin, die erfüllt werden soll oder schon langer erfüllt ist, je nachdem. So hanebüchen der Vergleich vielleicht auch sein mag, aber am Ende fühlte ich mich schließlich an den grandiosen Love Exposure (愛のむきだし) erinnert, der das Geschehen mit der Bibel zitiert und die Liebe als etwas darstellt, das alles übersteht. Gilliam konnte mich zumindest hiermit fesseln, zumal sein Ensemble grandios aufspielt. Vielleicht sollte ich mich ja doch an sein Œuvre herantrauen …

Die Blu-ray zu The Imaginarium of Doctor Parnassus besticht durch ein ordentliches Bild, das die knalligen Farben jenseits des Spiegels hervorragend zum Ausdruck bringt. Der Ton ist an den richtigen Stellen knackig geworden, auch an Basseinlagen mangelt es nicht. Die Dialoge, die den größten Teil des Filmes ausmachen sind klar zu verstehen und gut abgemischt. Auch an Extras mangelt es der Scheibe nicht, im Gegenteil. Randvoll mit Making-Ofs und einem Special zu Heath Ledger, wird die Blu-ray gebührend abgerundet.

The Imaginarium of Doctor Parnassus ist seit dem 01. Juli auf DVD und Blu-ray erhältlich.


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Teaser Trailer zu David Finchers 'The Social Network'


Ich freue mich in diesem Jahr nur noch auf wenige Filme, David Finchers Verfilmung der Entstehungsgeschichte Facebooks, The Social Network, gehört aber definitiv dazu. Nachdem in der letzten Woche das erste Poster erschienen ist, wurde heute der erste Teaser Trailer veröffentlicht (480p/720p). Zwar handelt es sich einmal mehr um jene Art Teaser, die nichts zeigt, aber allein der Dialog macht Lust auf mehr. Der Film basiert übrigens auf dem Roman The Accidental Billionaires: The Founding of Facebook – A Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal, den ich vorher unbedingt noch lesen möchte. Deutscher Kinostart ist am 14. Oktober.


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Knightley & Mulligan: 'Never Let Me Go' Trailer


Hat ja gar nicht lange gedauert, dass sich Keira Knightley und Carey Mulligan gemeinsam in einen Film verirren. Mir gefällt allein schon diese Tatsache, doch auch der erste Trailer zur Romanverfilmung Never Let Me Go (480p/720p/1080p) sieht fein aus, auch wenn der Plot um ein Internat, das Klone züchtet etwas nach The Island für's Arthouse klingt. Regie führt Mark Romanek, einen deutschen Start gibt es noch nicht.


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