Tot oder lebendig: 'The Walking Dead' Season 2 Blu-ray Review


Ich muss gestehen, dass ich nach Season 1 kein allzu großer Freund von The Walking Dead war. Sicher, die Serie macht Spaß und man verfolgt sie gern. Dank der Cliffhanger will man – wenn man sie auf Blu-ray schaut – auch immer wissen, wie es weitergeht und drückt dann doch noch eine Episode durch, auch wenn man eigentlich schon hundemüde ist. Und dennoch, das gewisse Etwas, das eine wirklich tolle Serie ausmacht, fehlte mir. Die Charaktere sind mir nie wirklich ans Herz gewachsen, das Zombie-Setting halte ich für ziemlich ausgelutscht und auch die Handlung drehte sich nicht selten im Kreis. Nach dem Season Finale war kein Verlangen nach Mehr da; ich habe nicht die Zeit bis zu den neuen Episoden gezählt und hatte auch kein Problem damit ein ganzes Jahr auf Season 2 warten zu müssen. Auf die Veröffentlichung der zweiten Staffel habe ich mich dann aber doch ein klein wenig gefreut, je näher sie rückte. Und siehe da, ich nehme es gleich vorweg: Mit Season 2 konnte The Walking Dead deutlich punkten, denn sie hat mir ein ganzes Stück weit besser gefallen als noch Season 1.

Doch bis dahin war es ein langer Weg, denn Season 2 beginnt zwar recht stark, hat in der Mitte aber mehr als nur einen großen Durchhänger. Das größte Problem der Season ist dabei die Tatsache, dass sie streckenweise zur Soap verkommt, was sich vor allem in Lori (Sarah Wayne Callies) manifestiert. Ständig hat sie etwas rumzunörgeln und ging damit offensichtlich nicht nur mir gehörig auf die Nerven. Die ganze Entwicklung rund um sie, Rick (Andrew Lincoln) und Shane (Jon Bernthal) riecht dabei auch viel zu sehr nach Papier – hier haben es die Autoren deutlich übertrieben! Bestimmt vier oder fünf Folgen wird man mit ihren Problemen konfrontiert, als gäbe es nichts Wichtigeres auf dieser entrückten Welt. Doch es bleibt nicht nur bei Lori und ihren 'Problemen', die Autoren gehen leider noch einen Schritt weiter und versuchen sich auch an Carl (Chandler Riggs), der den Vogel dann auch nicht nur ein Mal abschießt! Das sind wirklich jene Momente, in denen die Serie ein Niveau erreicht, das nicht selten an drittklassige Daily Soaps erinnert.

Glücklicherweise schlägt The Walking Dead bald schon eine andere Richtung ein – und von hier an kann es dann auch nur noch Bergauf gehen, weil man sich wieder auf essentielle Fragen und Figuren fokussiert. Es werden sogar einige Entscheidungen getroffen, die man durchaus als 'ballsy' bezeichnen kann, weil einige Hauptfiguren geopfert werden, bei denen man einerseits geschockt ist, andererseits aber erkennt, dass es längst überfällig war. Ohnehin gelingt es Season 2 immer wieder – wenn auch nur in teils kurzen, aber nicht minder emotionalen Momenten – auf Figuren näher einzugehen, die es mehr als verdient haben und zu den interessantesten überhaupt zählen. So wird beispielsweise Daryl (Norman Reedus) die Aufmerksamkeit zuteil, die längst überfällig war. Selbiges gilt für Glenn (Steven Yeun), einer der sympathischsten Figuren der ganzen Serie. Es ist schön anzusehen, wie die Serie mit der Erwartungshaltung seiner Zuschauer spielt und Ereignisse vorwegnimmt, die man eigentlich erst im Finale oder gar nicht erwartet hätte.

Es ist natürlich schwer, Season 2 ohne Spoiler zu besprechen, denn es wäre besonders interessant, auf einzelne Aspekte und Wendungen der Serie einzugehen (wie es viele meiner Kollegen tun, die jede einzelne Episode mit Spoilern besprechen). Nicht, dass es davon allzu viele geben würde, aber da die Serie auch einem gewissen Muster folgt, nämlich den Comics (jedenfalls mehr oder weniger), muss man sich durch vieles erst 'durchbeißen', um zur Auflösung des Ganzen zu gelangen. Das ist manchmal äußerst zäh, am Ende aber (hoffentlich) doch lohnenswert. Ich bin jedenfalls wieder in jener Gefühlslage angekommen, in der ich mich nach Season 1 befand: Ich würde die neuen Episoden gerne sehen, habe aber auch absolut kein Problem damit, wieder ein Jahr auf die nächste Staffel zu warten. (8/10)

Die Blu-ray von WVG Medien ist am 05. November erschienen (Amazon-Partnerlink) und ist dieses Mal komplett uncut (und das, obwohl man meiner Meinung nach die Gewaltschraube deutlich angezogen hat) wohl ebenfalls nicht ganz uncut (wobei das diskussionswürdig ist). Das ist dann aber auch schon die einzige erfreuliche Nachricht, denn vor allem das Bild ist leider nicht wirklich gut geworden. Das Ausgangsmaterial ist nicht das beste (16mm), ja, und man will bewusst diesen schmutzigen Look haben, aber das Bild rauscht dennoch an nahezu allen Ecken und Kanten. Der Schwarzwert könnte deutlich besser sein und auch die Schärfe ist nur in wirklich hellen Szenen und Closeups überzeugend. Der (englische) Ton hingegen ist gelungen, macht an den passenden Stellen auch mal Druck. Nur den Center hätte man etwas besser mastern können, denn die Dialoge sind leider permanent zu leise. Das Bonusmaterial von insgesamt 100 Minuten macht aber einiges wieder wett. Und einen Schuber über das Case gibt es auch noch.


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Erster Trailer zu Marc Forsters 'World War Z' Verfilmung

Seit einer gefühlten Ewigkeit wird über World War Z gesprochen, Marc Forsters Verfilmung des Romans von Max Brooks. Nun ist der erste Trailer erschienen und er sieht … bescheiden aus. Ich kenne die Vorlage nicht, aber auf Papier – sprich das, was man in den News über die Zeit so gelesen hat – sah das deutlich besser aus als in den ersten Bewegtbildern. Die Zombies bewegen sich irgendwie total komisch und Brad Pitt in solch einem Film? Ich weiß ja nicht so recht. Dass Damon Lindelof das Drehbuch beigesteuert überarbeitet hat, haut mich jetzt auch nicht gerade um … Aber ja, abwarten. Deutscher Kinostart ist am 27. Juni 2013.

(Via PEWPEWPEW)


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Urbane Apokalypse: 'The Walking Dead' Season 1 DVD Review


Es ist nicht ganz einfach in einer Film- und Medienwelt voller Zombies das Rad neu zu erfinden. Das muss man aber auch nicht immer, wie Frank Darabonts TV-Serie The Walking Dead eindrucksvoll zeigt. Nicht, dass das Konzept völlig neu wäre – schließlich basiert die Serie ja auf einer Comicreihe, die auch schon wieder ein paar Jahre alt ist -, aber ein typischer Zombiefilm, der in einer TV-Serie verwurstet wird, ist The Walking Dead nicht gerade. Typisch ist hier eigentlich nur das Setting: Wie es zur Zombieapokalypse, die die ganze Welt dahingerafft hat, kam, wissen wir nicht genau. Es hat wie gewöhnlich mit einem gewissen Virus zu tun, das sich fortan unkontrollierbar ausbreitet und alles und jeden in einen fleischfressenden lebenden Toten verwandelt. Die Städte sind völlig ausgestorben und sehen aus, als hätten sie gerade erst einen Krieg miterlebt. Eine Gruppe von Überlebenden, die mutig genug sind und noch den nötigen Überlebenswillen mitbringen, machen sich auf den Weg … ins nirgendwo. Doch dabei sind die sich langsam bewegenden Zombies (sehr schön, dass man auf die ultraschnellen Zombies, die man von Snyder und Boyle kennt, verzichtet hat). nicht das einzige Hindernis, das ihnen im Weg steht.

Wie man sieht, setzten die Macher um Frank Darabont, der ja für die zweite Season schon gar nicht mehr mit an Bord ist, auf bekannte Muster und Abläufe. Das klingt einerseits recht unspannend, bedenkt man wie eingangs erwähnt, wie häufig sich heutige Zombiefilme doch ähneln. Dass vor allem das Narrative in Episodenform anders gehandhabt werden muss, versteht sich dabei von selbst. Und so lässt sich The Walking Dead beispielsweise sehr viel Zeit für seine Figuren, die hier selbstredend deutlich stärker fokussiert werden können als im Spielfilm. Mit Andrew Lincoln hat man dann auch einen sympathischen und charismatischen Hauptdarsteller gefunden, der natürlich ein Grundpfeiler der Serie darstellt. Auch die meisten anderen Charaktere gefallen und sorgen recht schnell dafür, dass man entweder mit ihnen fühlt oder sie verabscheut und ihnen den fatalen Zombiebiss nur so an den Hals wünscht. Eigentlich stört nur Grimes Frau Lori (Sarah Wayne Callies), die nicht nur nervt (was sie wohl auch soll), sondern weniger entrückt, als vielmehr wie eine Drogensüchtige daherkommt. Ferner ist sie eine zentrale Figur, die wohl die meisten Konflikte zu bewältigen hat, ist sie nicht nur Mutter, sondern auch Frau und Arbeiterin im kleinen Dorf der Überlebenden.

Genau hier liegt auch das größte Potential der Serie, nämlich die Konflikte der Figuren – sowohl die inneren, als auch die äußeren. Dass man in nur sechs Episoden, die die erste Season zählt, natürlich nicht alles breitwalzen und sich entwickeln lassen kann, liegt in der Natur der Sache. Für diesen geringen Zeitumfang macht The Walking Dead aber wirklich das Beste daraus, angefangen bei der Vorgeschichte des Protagonisten, über die vielen Flashbacks der Beteiligten, bis hin zu aktuellen Entwicklungen innerhalb der Gruppe und Figuren. Am meisten beeindruckt hier Norman Reedus, den die meisten wohl noch aus The Boondock Saints kennen, der sich vom eiskalten Arschloch im Laufe der Episoden zum tapferen Mitstreiter entwickelt, der seine Emotionen dennoch unter Kontrolle hat. Es ist erstaunlich zu sehen, wie oft er mit dem, was er vorschlägt richtig liegt – auch wenn es zuerst unbarmherzig oder gar barbarisch anmutet. Er ist der Realist, für den der Zweck die Mittel heiligt und der durchaus bereit ist Opfer zu bringen. Es dürfte spannend mitanzusehen sein, wie sich sein Handeln in der kommenden Season verändern wird, denn bisher ging es immer irgendwie weiter, obwohl man nicht auf ihn gehört hat. Tolle Gastauftritte wie jener von Noah Emmerich runden die Charaktere ab.

Die größte Stärke der Serie liegt also zweifelsohne bei seinen Figuren und dem 'was-würde-ich-in-dieser-Situation-tun?-Szenario'. Ein Aspekt, der bei Zombiefilmen natürlich auch sehr wichtig ist und hier leider sehr zwiespältig ist, sind die Gore-Effekte. Keine Frage, es wird hier ziemlich viel gemetzgert und auch der rote Lebenssaft fließt in Strömen – nur sieht das leider nicht immer gut oder gar überzeugend aus. Während man in der einen Szene ganz genau hinschauen muss, um zu sehen, dass hier wirklich keine echten Leichen geschreddert wurden, sehen andere nach ganz schlechter CGI aus. Dass das nicht unbedingt budgetbedingt ist, beweisen viele Low-Budget-Produktionen, die dennoch tolle (handmade-)Effekte vorweisen können. Sowieso sind die Zombieangriffe nur selten ein wirklicher Höhepunkt (laufen sie doch meist nach Schema F ab), gibt es doch kaum ein Szenario, das man aus Filmen nicht schon kennt. Es ist vielmehr die dichte Atmosphäre und natürlich die Prämisse selbst, die die Serie am Laufen hält. Auch der Soundtrack der Serie – und vor allem das geniale Intro, das ich seit dem ersten Mal liebe – kann überzeugen, untermalt er die angespannten Situationen doch meist perfekt.

The Walking Dead ist unterm Strich eine interessante und größtenteils toll umgesetzte Endzeit-Serie, die im Prinzip genau so funktioniert wie jede andere x-beliebige Dramaserie – mit dem Unterschied, dass sie eben auch Zombies bietet und alles ein wenig blutiger zugeht. So groß wie sie manch ein Fanboy (der Comics) aber macht, ist sie bei weitem nicht, denn dafür ist sie letztlich doch einfach zu gewöhnlich. Nach den ersten sechs Folgen hat man dann aber durchaus Lust auf die zweite Season bekommen, die sich dieses Mal über deutlich mehr Episoden erstrecken wird. (7.5/10)

Bildtechnisch kann die DVD von WVG Medien (Amazon-Partnerlink), die am 28. Oktober erscheint, leider nicht überzeugen, im Gegenteil. Der Ton gleicht das aber wieder aus, denn saftige Basseinlagen unterstützen die zahlreichen Zombieangriffe, die durch die feine Soundkulisse noch bedrohlicher wirken. An Extras finden sich auf dem 2-Disc-Set ein Making-of, ein Behind-the-Scenes-Feature und eine Diskussionsrunde der Produzenten – hier enttäuscht die Scheibe, die im Schuber daherkommt, also keinesfalls. Lässt man das etwas schwache Bild mal außen vor, dann ist eigentlich nur die Tatsache, dass es The Walking Dead auch auf DVD und Blu-ray nicht ungekürzt geschafft hat, enttäuschend (auch wenn es nur wenige Sekunden sind). Wenigstens ist aber der Pilotfilm in seiner erweiterten Fassung auf der Scheibe.


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Sechs vor zwölf: 'Countdown to Zero' Blu-ray Review


Es ist sechs vor zwölf. Ja, das ist es jeden Tag, könnte man nun meinen. Doch damit ist nicht etwa die normale Uhrzeit gemeint, sondern die 'Doomsday Clock', die aktuell auf 11.54 Uhr steht. 2007 stand sie das letzte Mal auf fünf vor zwölf, Gott sei Dank haben wir seitdem wieder eine Minute gewonnen. Denn eine Minute ist auf dieser Uhr so kostbar wie für die meisten ein Jahrzehnt. Sechs Minuten bleiben uns also noch bis zum nuklearen Holocaust, den jeder fürchtet, gegen den aber kaum einer etwas wirklich unternimmt. Countdown to Zero versucht hier ein Zeichen zu setzten. Das Dokument, das Lucy Walker uns hier präsentiert, ist dabei noch erschreckender als die symbolische Kraft der Doomsday Clock. Denn was ihr Film zeigt hat weniger symbolischen, als vielmehr faktischen Charakter. Was, wenn es al-Qaida oder anderen Terrororganisationen eines Tages gelingen sollte, an nukleares Material oder gleich an eine fertige Atombombe zu gelangen? Was, wenn die Technik oder der Mensch versagen und die erste ICBM in die Luft steigt? Was, wenn eine Situation falsch eingeschätzt wird und die Welt als Konsequenz mit Atompilzen überzogen wird?

Es gibt viele Filme, denen man ungern zuschaut, aber bei Dokumentationen des wahren Lebens, wiegt das gleich doppelt so schwer. Countdown to Zero versucht erst gar nicht zu schönen, sondern rückt von Minute eins an mit den harten Fakten heraus, die für immer wieder für reichlich Gänsehaut sorgen. Mit einem Rückblick zu allen großen Terroranschlägen der letzten Jahre zeigt Walker, in welcher Welt wir leben und macht damit gleichzeitig deutlich, wie wichtig es ist, dass jene Länder, die über Atomwaffen verfügen – und das sind einige (Deutschland wurde allerdings vergessen, auch wenn diese nicht unter deutschem, sondern unter NATO-Kommando stehen) – diese auch so gut wie möglich sichern. Nicht, dass diese Waffen überhaupt von Nöten wären, aber dass man die geschätzten 23.500 Atomwaffen, die es aktuell auf der Welt gibt, nicht von heute auf morgen vernichten kann, versteht sich dabei von selbst. Das sieht auch Walker ein, muss sie, denn ihre Schlussforderung, dass die Welt auf genau null Atomwaffen reduzieren muss, ist nahezu utopisch. Auch wenn immer wieder Fortschritte gemacht werden.

Und obwohl die Intention des Filmes eine äußerst lobenswerte ist, ist Countdown to Zero weniger aufschlussreich als man auf den ersten Blick meinen könnte. Denn wer nicht völlig politisch uninteressiert ist oder seit Jahren keine Nachrichten mehr gesehen hat, dem sind viele Vorfälle und Fakten schon bekannt. Nicht, dass es die Wirkung des Filmes schmälern würde, aber der Informationsgehalt der Dokumentation hält sich somit zumindest für diese Rezipienten in Grenzen. Auch von vielen der beinahe-Apokalypsen, die Countdown to Zero anführt, hat man schon mal gehört. Für diejenigen, die sich mit der Thematik Atomwaffen und atomarer Holocaust aber noch nicht größer auseinander gesetzt haben, für die ist Walkers Film eine äußerst gelungene Zusammenfassung der wichtigsten Fakten und Stationen. Über die Geschichte der Bombe wird allerdings nicht allzu viel erzählt, was etwas enttäuscht, denn gerade die Historie zeigt, wie gefährlich diese unbändige Kraft, die durch Menschenhand geschaffen wurde, doch ist. Robert Oppenheimer, von dem hier ebenfalls die Rede ist, hätte es sich wohl zwei Mal überlegt, hätte er gewusst, was 'seine' Erfindung eines Tages anstellen könnte.

Was Countdown to Zero letztlich aber für alle spannend macht, sind seine hochkarätigen Interviewpartner. Da plaudert Michail Gorbatschow beispielsweise über das atomare Wettrüsten und Jimmy Carter und sein damaliger Berater Zbigniew Brzezinski über beinahe-Katastrophen. Wenn man irgendetwas aus den Interviews mitnimmt, dann die traurige Tatsache, dass sich über die Jahrzehnte – egal unter welchen Staatschefs – nicht wirklich etwas getan hat, im Gegenteil. Tony Blair resümiert schließlich über die Gefahr von Atomwaffen in den Händen von Terroristen, und seien es nur schmutzige Bomben. Sowieso: Es macht keinen Unterschied, ob es das reine Material ist, das in die Hände von Terroristen gelangt oder eine ganze Bombe – wer hoch angereichertes Uran oder Plutonium hat, für den ist es ein Leichtes, es in eine Waffe umzuwandeln. Und genau hier wird der Film dann auch am bedrückendsten, nämlich wenn er zeigt, wie leicht man in den ehemaligen Ostblockstaaten an nukleares Material gelangen kann. Doch Countdown to Zero ist nicht nur an diese Staaten ein Appell, sondern an die gesamte Menschheit. Denn wenn nicht alle zusammen an einem Strang ziehen, dann wird die Uhr weiter vor-, aber nicht zurückgestellt. Und das ist dann unser aller Untergang. (7.5/10)

Die Blu-ray von Ascot Elite (Amazon-Partnerlink) kann sich trotz des vielen Archivmaterials mehr als sehen lassen, denn sowohl die vielen Interviews, als auch die Kamerafahrten über Metropolen wie New York und Washington erstrahlen in detailreichem, farbenkräftigem HD. Allein dafür lohnen sich die wenigen Euro mehr. Der Ton ist hingegen kein wirkliches Highlight, die Interviews und Voice-Overs sind zwar sehr gut verständlich, aber gerade in den düsteren Szenarien wäre ein druckvollerer Ton wünschenswert. Ebenso wünschenswert wären Untertitel für die nicht-englischsprachigen Interviews gewesen, denn schaut man den Film im Original ohne deutsche Untertitel, wird keine Fremdsprache untertitelt. Das ist natürlich sehr schade, denn man will ja nicht die ganze Zeit UTs ein- und ausschalten. Die Extras sind mit Trailern und einem drei-Minuten-Clip etwas dünn geraten.


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Apokalypse auf der Insel: 'Retreat' Trailer

Thandie Newton, Cilian Murphy und Jamie Bell in einem Film ist durchaus ein Argument, der erste Trailer zu Retreat von Regieneuling Carl Tibbetts hingegen reißt mich nicht gerade vom Hocker – vor allem, weil er so aussieht, als ginge es dem Film lediglich darum Jamie Bells Oberkörper zu präsentieren (mal ganz davon abgesehen, dass Bell die bad-guy-Rolle nicht unbedingt steht). Auf den Score von Ilan Eshkeri, der seit The Young Victoria einen Stein bei mir im Brett hat, bin ich allerdings sehr gespannt. US-Start ist am 21. Oktober.

"Kate and Martin escape from personal tragedy to an Island Retreat. Cut off from the outside world, their attempts to recover are shattered when a Man is washed ashore, with news of airborne killer disease that is sweeping through Europe." (IMDb)


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