Stallone bestätigt, dass 'The Expendables 2' PG-13 sein wird


Gestern war es noch ein Gerücht, heute ist es die traurige Wahrheit. Chuck Norris sei Dank, wird Sylvester Stallones The Expendables 2 ein PG-13-Rating erhalten. Norris hat nämlich kein Bock auf böse Wörter, sprich ein R-Rating, und machte nur mit, wenn der Film PG-13 würde. Wer The Expendables gesehen hat, weiß, dass ein PG-13-Rating einen deutlichen  Rückschritt bedeutet, was die Gewalt und Sprache angeht. Dass muss nicht unbedingt heißen, dass der Film nun scheiße wird, aber eine erfreuliche Nachricht für Actionfans dürfte das wahrlich nicht sein. Stallone selbst meinte im Gespräch mit Harry Knowles Folgendes:

"Harry, the film is fantastic with Van Damme turning in an inspired performance … Our final battle is one for the ages. The PG13 rumor is true, but before your readers pass judgement, trust me when I say this film is LARGE in every way and delivers on every level. This movie touches on many emotions which we want to share with the broadest audience possible, BUT, fear not, this Barbeque of Grand scale Ass Bashing will not leave anyone hungry …"

(Via The Playlist)


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Yeah, Baby! 'The Expendables 2' Teaser Trailer


Der erste Teaser Trailer zu The Expendables 2 ist da (480p/720p/1080p) und rockt natürlich, auch wenn es noch nicht allzu viel zu sehen gibt. Nach dem Kick-Ass-Poster war das ja nur eine Frage der Zeit, bis der Teaser endlich erscheint. Deutscher Start ist nach wie vor – pünktlich zu den Sommerblockbustern – der 30. August.


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Kick-Ass Poster zu Stallones 'The Expendables 2'


OK, es ist nicht wirklich Stallones Film, da dieses Mal Simon West Regie führt, aber irgendwie ist es dann ja doch auch wieder Stallones Film, denn ohne ihn wäre dieser gigantische Cast wohl nie zustande gekommen. Neu dabei: JCVD und Chuck Norris (und das mit 71 Jahren!). Äh, ich meinte natürlich Chuck Norris war schon da und alle anderen sind neu mit an Bord, klar! Das neue Poster zu The Expendables 2 sieht jedenfalls geil aus, auch wenn Jet Li durch den äußerst nachteiligen Schatten (?) eher wie Michelle Yeoh aussieht. Deutscher Kinostart ist am 30. August 2012.

(Via meetinx)


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Arnold Schwarzeneggers 'Total Recall' DVD Commentary

Arnold Schwarzenegger. Man muss ihn ja lieben, da gibt es kein Vetorecht. Die einen mögen ihn wegen seines tollen (i.e. lustigen) Akzents, die anderen wegen seiner Schauspielkünste, wiederum andere wegen seines politischen Engagements. Ich für meinen Teil mag ihn seit heute wegen seiner Audiokommentare, speziell wegen des AKs zu Total Recall. Da gibt er nämlich nicht etwa seltene Einblicke in die Produktion oder sonstige Trivia, sondern erzählt ganz einfach, was da gerade zu sehen ist. DVD-Audiokommentare sind ja eigentlich dafür bekannt, dass man sie nicht nur hört … Vielleicht sollte das Arnie ja mal jemand sagen? Ganz großes Kino jedenfalls, Arnie.

(Via FilmDrunk)


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Fair Play. Not. 'Bigger Stronger Faster*' Blu-ray Review


Chris Bell könnte es in der Beschreibung seines Dokumentarfilmes nicht treffender auf den Punkt bringen: Die Amerikaner definieren sich durch Superlative. Sie sind immer größer, stärker und schneller als ihre Konkurrenten. Zumindest laut Selbstverständnis. Doch das gilt nicht nur in internationalen Sportwettkämpfen, sondern auch in den nationalen Sportligen. "Steroids are as American as apple pie!", meint der Mann mit dem größten Bizeps der Welt und gesteht gleichzeitig ein, dass er aussieht wie von einem anderen Planeten. Doch warum pumpen sich unzählige Sportler und Bodybuilder mit Steroiden voll? Und was sind überhaupt Steroide? Warum ist es so leicht an sie heranzukommen, obwohl die Politik sie verdammt? Dieser und vielen weitern Fragen geht Bell in seiner Doku Bigger Stronger Faster* auf den Grund. Dabei beginnt er seinen Film mit den persönlichen Helden seiner Kindheit und Jugend. Hulk Hogan, Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone, sie alle repräsentier(t)en ein Amerika, das nur ein Motto kennt: größer, schneller, weiter. Das Fernsehen und das Kino formen dieses Bild weitestgehend, wie er anhand vieler Clips aus Arnie- und Sly-Filmen und Auszügen aus Wrestling-Matches zeigt. Und genau in diesen Momenten erinnert Bigger Stronger Faster* an Michael Moores Filme. Zum Glück aber nur in diesen, äußerst unterhaltsamen Momenten.

Obwohl auch hinter Bells Film die gleichen Produzenten stecken, ist seine Dokumentation alles andere als einseitig geraten. Die Film-Clips und Interview-Auszüge, die Nachrichten-Berichte und Sportübertragungen dienen hier nicht etwa nur dem reinen Selbstzweck oder gar der Unterhaltung, sondern sie untermauern Bells Prämisse, dass Steroide in den USA ein zweischneidiges Schwert sind. Auch in den Interviews geht Bell, der im Prinzip überhaupt kein Filmemacher ist, ganz anders an die Sache heran als beispielsweise Moore oder Morgan Spurlock. Er überfällt nicht etwa Politiker und Passanten auf der Straße, sondern holt sich kompetente Gesprächspartner an Bord, die offen und ehrlich an die Sache herantreten. Egal ob Mediziner, Politiker oder Sportler, einen Konsens zum Thema Steroide finden sie alle nicht. Einer der führenden Ärzte auf dem Gebiet gesteht beispielsweise ein, dass es einfach noch immer viel zu wenig Empirie gäbe. Man könne nicht mit Sicherheit sagen, dass der Konsum von Steroiden für Herzinfarkte, Lungenversagen oder gar Krebs verantwortlich sei. Ein HIV-Infizierter bestätigt sogar, dass ihm Steroide bei seiner Krankheit geholfen haben. Sie haben ihn nicht geheilt, aber ihm viel Kraft gegeben. Und einmal mehr fällt es uns schwer das zu glauben, meinen wir doch zu wissen, dass Steroide definitiv schädlich sind.

Doch was sind Steroide überhaupt? Bell begibt sich hier erneut auf Michael-Moore-Territorium, indem er eine Animation nutzt, um ein medizinisches 101 zu Steroiden zu geben. Doch er driftet wieder nicht in Gefilde, die sich bei Moore ausdehnen und irgendwann nur noch nerven. Vielmehr sorgt er mit Fakten dafür, dass unser Bild von Steroiden erneut eine Wendung erfährt. Anti-Baby-Pillen sind streng genommen Steroide. Gleiches gilt für Testosteron. Die Nebenwirkungen, die sie zumindest beim Mann – der größten Konsumentengruppe – verursachen, sind allesamt eben nicht irreparabel. Sobald man die Steroide wieder absetzt, werden die Hoden wieder größer, die Akne geht weg und der Haarwuchs nimmt wieder ab. Doch sollten sie deswegen legal und im Sport erlaubt sein? Bigger Stronger Faster* will keine Antworten liefern, auf keine Seite lenken, sondern Fakten liefern. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass im Sport Methoden erlaubt sind, die den exakt gleichen Effekt wie Steroide haben? Bell listet vier Methoden auf, um sein Blut zu 'dopen': Zwei davon sind erlaubt, zwei davon sind verboten. Letztere haben natürlich mit Steroiden zu tun. Doch warum gehen Sportler immer wieder das Risiko ein, obwohl sie es doch ob ihrer erwischten Kollegen besser wissen sollten?

Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach, so dass Bell nicht wirklich den Fokus seines Filmes darauf legt: Alle tun es, aus dem ganz einfachen Grund, weil es anders einfach nicht geht. All das Gelaber von Hulk Hogan, Rocky oder Arnie, dass man es allein mit gesunder Ernährung, Willenskraft und Gottestreue schaffen könne, ist eine einzige Illusion. Eine Seifenblase, die im Film so schmerzhaft zerplatzt, wie selten zuvor. Für welchen Jungen waren Wrestler, Schauspieler oder Sportler kein Idol? Und sie alle sollen ihre legendären Rekorde nur mit Hilfe von Steroiden aufgestellt haben? Piloten der U.S. Air Force sind die einzigen Piloten auf der Welt, die Steroide nehmen müssen (weil sie eben besser und effektiver sein müssen als alle anderen)? Schwarzenegger, Hogan und Stallone wurden sogar angeklagt wegen Steroiden? Und US-Präsident George W. Bush wusste sogar, dass sein Baseball-Team beim Trainieren illegal nachhilft? Es scheint so, als gäbe es in den Vereinigten Staaten keine wirklichen Vorbilder und Helden, die es von alleine geschafft haben. Sie alle haben ein kleines, schmutziges Geheimnis. Und obwohl vor allem den gemeinen Europäer das alles nicht überraschen dürfte, blutet einem dennoch etwas das Herz, wenn man es wie hier so völlig nüchtern und pointiert präsentiert bekommt.

Am meisten schmerzt aber diese unverhüllte Heuchelei und Doppelmoral. Ständig bekommt man von Interviewpartner, die Steroide nehmen, zu hören, dass doch jeder eine Leiche im Keller habe und sowieso keiner fair kämpfe. Und wer bist du überhaupt, dass du es dir erlauben kannst, über mich zu urteilen? Es ist wohl eine Art natürliche Abwehrreaktion, die hier zum Vorschein kommt. Doch es gibt auch Momente in Bigger Stronger Faster*, die fast dazu führen, dass man diejenigen unterstützt, die Steroide nehmen. Chris Bells Brüder beispielsweise, die gescheiterte Existenzen waren und durch Steroide zumindest kurzzeitig zu Ruhm kamen (einer seiner Brüder war kurzzeitig bei der WWE unter Vertrag). Es ist rührend, wie man ihnen eigentlich einen Stempel aufdrücken möchte, dann aber sieht, dass sie ein glückliches Familienleben führen – wenn auch mit mehr Tiefen – und ihre 'Kraft' einer guten Sache verschreiben. Bells Doku ist eine Art filmische Familientherapie, in der er alle zu Wort kommen lässt und mit Familiengeheimnissen aufräumt. Dabei wahrt er aber stets eine gewisse Distanz, sodass es nie auch nur ansatzweise zur Exploitation oder zu einer Freakshow wird. Und genau das macht seinen Film nur noch sympathischer und ehrlicher.

Am Ende scheint es so, als würde nur Bigger Stronger Faster* fair spielen. Es ist beeindruckend, was für einen Film Bell auf die Beine gestellt hat (auch wenn es offensichtlich genügend Doku-Profis im Hintergrund gab). Damit beweist er, der selbst einige zeit lang auf Steroiden war, dass Talent und harte Arbeit eben doch für den Erfolg maßgeblich sind. Sein Film ist dabei ein Musterbeispiel für einen modernen Dokumentarfilm – und gehört zu dem besten, was ich in diesem Jahr gesehen habe. (8.5/10)

Die Blu-ray von Ascot Elite (Amazon-Partnerlink) macht schon im Menü Spaß, das mit einem tollen Genesis-Cover unterlegt ist und bereits die Richtung vorgibt. Der Ton ist stets sehr gut verständlich, auch wenn es ob der vielen Dialoge natürlich keine wirklichen Highlights gibt. Das Bild ist ebenfalls sehr gelungen, obwohl hier natürlich das Archivmaterial größtenteils dominiert – die vielen Filmausschnitte sehen jedenfalls toll aus in HD. An Extras gibt es leider nur den deutschen und den Originaltrailer. Und eben die obligatorische Programmvorschau von Ascot Elite. Dennoch ein Pflichtkauf für alle Freunde guter Dokus.


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Der Gewinner der 'The Expendables' DVD!


Und wieder geht ein Gewinnspiel zu Ende. Ich danke allen Teilnehmern für die vielen Kommentare und Likes auf Facebook. Über die Special-Edition-DVD zu The Expendables darf sich dieses mal Frankie freuen, den die Glücksfee Random.org ausgewählt hat. Alle anderen, die jetzt nicht gewonnen haben, möchte ich auf das nächste Mal vertrösten, das ganz bestimmt kommen wird.


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Inferno: 'The Expendables' Blu-ray Review


Dass Sylvester Stallone es vor allem in den letzten Jahren verstanden hat, erfolgreiche Fortsetzungen zu inszenieren, das zeigten allein Rocky Balboa und zuletzt Rambo, die im zwei-Jahres-Abstand in die Kinos kamen und auf die nun The Expendables folgt – in gewisser Hinsicht ebenfalls eine Fortsetzung. Stallones jüngstes Werk, das war schnell klar, sollte an die Tradition des alten Actionkinos, das völlig ohne technische Spielereien auskam und seine Blütezeit in den 1980er Jahren hatte, anknüpfen und dieses quasi mit einem Best-Of fortführen. Bereits die Besetzung des Filmes liest sich dabei mehr als Intertextualität denn als eine bloße Zusammenkunft von Genregrößen. Dabei setzt Stallone aber nicht nur auf filmische, sondern auch auf popkulturelle Größen vergangener Tage. So finden sich dann beispielsweise auch Wrestler 'Stone Cold' Steve Austin, UFC-Fighter Randy Couture oder NFL-Profi Terry Crews im Film, die filmisch zwar eher Amateure sind, aber das Bild vom sportlichen, muskelbepackten, gestählten Mann perfekt in den restlichen Cast transponieren.

Stallone will so viel Testosteron im Film haben wie nur irgendwie möglich. Die wenigen Frauen, die im Film überhaupt vorkommen (es sind gerade mal drei an der Zahl), sind dabei nichts weiter als attraktiver Schmuck, der zum harten Mann eben irgendwie dazu gehört, aber nicht den Mittelpunkt seines Lebens darstellt. Dieser besteht nämlich aus dem Kampf, dem Kampf um die eigene Freiheit, die Freiheit der Kameraden und im Zweifelsfall auch dem Kampf um die Frau. Lee Christmas' (Jason Statham) Verlobte in spe betrügt Lee eines Abends, auch, weil er so selten da ist, führt er doch das Leben eines Soldaten/Söldners. Lee ist deprimiert, versucht es aber wenig später auf Rat seines Freundes Barney (Sylvester Stallone) doch noch einmal. Dabei stellt sich heraus, dass der neue Mann an der Seite seines Mädchens sie schlägt. Scheint der Film hier noch für einen kurzen Moment emotionalere Töne anzuschlagen, stellt sich wenig später jedoch heraus, dass auch diese Szene im Drehbuch nur eine Funktion hat: zu zeigen, dass Lee es auch gleich mit fünf Kerlen gleichzeitig aufnehmen kann und dabei nicht der übelste Kerl auf der Welt ist – denn Töten im Dienste für einen Auftraggeber scheint dann doch ehrenwerter als eine wehrloser Frau zu schlagen.

Es ist bezeichnend für The Expendables, dass all das Gemetzel letztlich doch für eine gute Sache, nämlich die Freiheit eines ganzen Inselvolkes, steht. So einfach macht es sich Stallone mit seinem Film nämlich. Warum? Weil er es kann, und weil es schon immer so war und er ja schließlich nur die Tradition des politischen Actionkinos der 80er fortführt. Hier sind die Guten, dort die Bösen, zwischen Schwarz und Weiß gibt es nichts, auch wenn die beiden Seiten sich bisweilen zumindest was die Nationalität betrifft, vermischen. Es sind Momente wie die erste Ankunft Lees und Barneys auf der Insel, die zeigen, dass sich der Film einen Dreck um innocent bystanders oder sonstige Handlanger kümmert, die im heutigen Actionfilm meist nur non-lethal außer Gefecht gesetzt werden, da sie ja irgendwie nichts dafür können und der Protagonist ja schließlich die Integrität in Person ist. Natürlich ist dies in The Expendables anders, denn hier ist sogar der Zollbeamte, der lediglich den Stempel auf den Pass drückt, ein hundsgmeiner Mistkerl, der von den Expendables samt cooler Retourkutsche über den Jordan gebracht wird.

Stallone folgt dabei einfachen Mustern, die jedem Genrefan bekannt sind, der nur eine Handvoll Actionfilme dieser Ära gesehen hat. Die Dramaturgie des Ganzen folgt dabei Stallones Rambo, was angesichts dessen Erfolges nur konsequent erscheint. Was bei Letzterem jedoch noch als politischer Kommentar zu realen Ereignissen verstehen werden konnte, das fehlt bei The Expendables völlig. Der Staat, von dem der Terror ausgeht, ist ein fiktionaler, zudem steckt hinter all dem nicht etwa ein irrer Diktator, sondern ein abtrünniger CIA-Mann, der auf eigene Rechnung arbeitet. Bereits dieses Setting macht deutlich, dass Stallones Neuer nichts weiter sein will als ein Spielplatz für große Jungs. Rechtfertigte er die Gewaltexzesse in Rambo noch mit der Aussage, dass es so nun mal in Burma von statten gehe, so muss er sie in The Expendables als das stehen lassen, was sie sind: reines eye candy, Mittel zum Zweck, reiner Selbstzweck. Dabei werden aber nicht nur Genicke lautstark gebrochen, sondern Stallone geht auch hier einen Schritt weiter: ganze Torsos und Gliedmaße werden vom restlichen Körper getrennt. Zugegeben, das ist teilweise zwar etwas zu schnell und unübersichtlich geschnitten, aber noch immer kein Vergleich zu heutigen Schnittorgien, die die Action nur erahnen lassen.

The Expendables ist sich seiner Rolle stets bewusst, ohne jedoch mit dem Auge zu zwinkern oder gar Ironie zu sähen. Selbstverständlich gibt es auch den einen oder anderen humorvollen Spruch – bei all dem Tempo und der Gewalt darf das comic relief ja nicht fehlen -, aber ins Komödiantische driftet der Film zu keinem Zeitpunkt ab, denn dafür zünden dann auch zu viele der Sprüche schlichtweg nicht. Das könnte man andererseits aber auch schon wieder als Absicht oder gar Kalkül betrachten, denn die unfreiwillige Komik gehört zum 80er-Actionfilm ebenso dazu wie der meist hohe Bodycount. Das eigentliche Highlight, zumindest was das Zitatekino betrifft, nimmt Stallone früh im Film vorweg, wenn er die drei wohl archetypischsten Figuren des Actionkinos zusammenkommen lässt: Stallone, Schwarzenegger und Willis. Die kurze Szene, die leider viel zu sehr promotet wurde und deshalb auch schon im Internet zu sehen war, gerät dabei zu einem einzigen Megazitat, quasi einer Mise en abyme, das mal mehr, mal weniger subtil auf die Filme der drei anspielt und jedem Fan das Herz aufgehen lässt.

Nicht weniger erfreut auch die Action an sich, die perfekt durchchoreografiert scheint und jedem der Beteiligten genug Raum für Faust-, Schieß- und Prügeleinlagen lässt. Bis kurz vor Schluss wird dann auch geschossen, was die Munition und das Budget hergeben; und jedes Mal, wenn man denkt, dass dies nun die finale Explosion gewesen ist, wird man mit einer noch größeren eines Besseren belehrt. Es folgt nicht viel Gefühlsduselei auf den Show-down, nach dem alle Bösen tot sind und die Guten wieder vereint, so wie es sich eben gehört. Stattdessen läutet Stallone den Abspann ein, in dem er die Jungs auf ihren Bikes durch die nächtlichen Straßen jagen lässt, untermalt von Thin Lizzys 'The Boys Are Back in Town', und in der Tat: Stallone und die 80er-Action sind zurück.

Die Blu-ray von Splendid (Amazon-Partnerlink) kann ebenso wie der Film selbst nicht vollständig überzeugen, denn dafür ist vor allem der Ton deutlich zu schwach. Immer, wenn man mit großen Subwoofer-Einlagen rechnet, wird man schnell enttäuscht, denn der Sub bekommt nicht allzu viel zu tun, selbst in den letzten 20 Minuten, die ja quasi nur aus Explosionen bestehen. Das Bild macht in etwa den gleichen Eindruck. Zwar ist der Schwarzwert ziemlich ordentlich, aber dafür fehlt es dem Rest an Schärfe und Kontrast. Selbst die vielen Landschaftsaufnahmen aus dem südamerikanischen Paradies, normalerweise ein Garant für knackig-scharfes HD, können nicht vollständig überzeugen. Anders sieht es dafür bei den Extras aus, die keinen Wunsch offen lassen und zumeist ebenfalls in HD überzeugen. Allen voran die 90-minütige Doku Inferno: The Making of 'The Expendables', die als Making-Of sehr gut funktioniert und nahezu jedes Detail des Filmes beleuchtet. Das einzige Problem dabei ist nur, dass Stallone zu viel zu Wort kommt und das Ganze somit nicht selten zu einer One-Man-Show verkommt, die Stallone als Regisseur, Autor und Darsteller dann doch zu sehr abfeiert.

Verletzt er sich in der einen Szene noch am Fuß, steht er in der nächsten schon wieder auf den Beinen, ganz unabhängig davon, was ihm sein Arzt geraten hat. Dass Stallone allerdings eine harte Sau ist, die für den Film alles tut – koste es was es wolle -, dürfte dabei eigentlich jedem längst bekannt sein. Und dass es kein Leichtes ist als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller zu agieren, liegt in der Natur der Sache. Etwas weniger Selbstdarstellung wäre hier also wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz ist die Doku auch wegen ihrer Länge eine interessante und erleuchtende Ergänzung zum Film, die einmal mehr zeigt, welche Arbeit Filmemachen eigentlich ist – und wie viel Zeit man für 100 Minuten Film investieren muss. Unterm Strich keine perfekte, aber eine gelungene Veröffentlichung.


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Gewinnt 'The Expendables' auf Special Edition DVD!


Dieser Post wird bis zum 30.01. ganz oben auf der Startseite gehalten, alle anderen neuen Posts befinden sich darunter.

Es wird mal wieder höchste Zeit, dass es hier was zu gewinnen gibt! Zum DVD- und Blu-ray-Start zu Sylvester Stallones The Expendables liegt es natürlich nahe, dass die Actionfans dieses Mal zum Zuge kommen. Ich verlose nämlich die 2-Disc Special Edition von The Expendables auf DVD. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist a) einen Kommentar unter diesem Post zu hinterlassen oder b) diesen Post auf  Equilibrium bei Facebook mit 'Gefällt mir' markieren und kommentieren (und Fan werden, falls Ihr das nicht schon seid). Mitmachen kann jeder, der über eine deutsche Postadresse verfügt und mindestens 18 Jahre alt ist. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Zeit habt Ihr dafür bist Sonntag, 30. Januar, 23.59 Uhr. Viel Glück Euch allen!


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Schwarzeneggers 'Commando' als Muscial!


Ich muss offen gestehen, dass ich mir die bisherigen Musicals zu The Terminator oder Total Recall bewusst nicht angesehen habe, da ich Musicals nicht ausstehen kann und diese meinen Humor ohnehin nicht befriedigen können (ja, das sage ich ohne sie gesehen zu haben!). Als ich gerade aber über das Musical zu Schwarzeneggers Brett Commando gestoßen bin, habe ich doch mal einen Blick gewagt – und siehe da: zwar nicht zum Wegschmeißen, aber durchaus amüsant und vor allem auf den Punkt gebracht. On a side note: Mark L. Lesters Commando wurde von der BPJM endlich vom Index genommen und erscheint hoffentlich bald – wie bereits Predator und The Terminator – mit einer Freigabe ab 16.

(Via F5)


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The Boys Are Back in Town: 'The Expendables'


Dass Sylvester Stallone es vor allem in den letzten Jahren verstanden hat, erfolgreiche Fortsetzungen zu inszenieren, das zeigten allein Rocky Balboa und zuletzt Rambo, die im zwei-Jahres-Abstand in die Kinos kamen und auf die nun The Expendables folgt – in gewisser Hinsicht ebenfalls eine Fortsetzung. Stallones jüngstes Werk, das war schnell klar, sollte an die Tradition des alten Actionkinos, das völlig ohne technische Spielereien auskam und seine Blütezeit in den 1980er Jahren hatte, anknüpfen und dieses quasi mit einem Best-Of fortführen. Bereits die Besetzung des Filmes liest sich dabei mehr als Intertextualität denn als eine bloße Zusammenkunft von Genregrößen. Dabei setzt Stallone aber nicht nur auf filmische, sondern auch auf popkulturelle Größen vergangener Tage. So finden sich dann beispielsweise auch Wrestler 'Stone Cold' Steve Austin, UFC-Fighter Randy Couture oder NFL-Profi Terry Crews im Film, die filmisch zwar eher Amateure sind, aber das Bild vom sportlichen, muskelbepackten, gestählten Mann perfekt in den restlichen Cast transponieren – man achte auch besonders auf die Namen ihrer Figuren.

Stallone will so viel Testosteron im Film haben wie nur irgendwie möglich. Die wenigen Frauen, die im Film überhaupt vorkommen (es sind gerade mal drei an der Zahl), sind dabei nichts weiter als attraktiver Schmuck, der zum harten Mann eben irgendwie dazu gehört, aber nicht den Mittelpunkt seines Lebens darstellt. Dieser besteht nämlich aus dem Kampf, dem Kampf um die eigene Freiheit, die Freiheit der Kameraden und im Zweifelsfall auch dem Kampf um die Frau. Lee Christmas' (Jason Statham) Verlobte in spe betrügt Lee eines Abends, auch, weil er so selten da ist, führt er doch das Leben eines Soldaten/Söldners. Lee ist deprimiert, versucht es aber wenig später auf Rat seines Freundes Barney (Sylvester Stallone) doch noch einmal. Dabei stellt sich heraus, dass der neue Mann an der Seite seines Mädchens sie schlägt. Scheint der Film hier noch für einen kurzen Moment emotionalere Töne anzuschlagen, stellt sich wenig später jedoch heraus, dass auch diese Szene im Drehbuch nur eine Funktion hat: zu zeigen, dass Lee es auch gleich mit fünf Kerlen gleichzeitig aufnehmen kann und dabei nicht der übelste Kerl auf der Welt ist – denn Töten im Dienste für einen Auftraggeber scheint dann doch ehrenwerter als eine wehrloser Frau zu schlagen.

Es ist bezeichnend für The Expendables, dass all das Gemetzel letztlich doch für eine gute Sache, nämlich die Freiheit eines ganzen Inselvolkes, steht. So einfach macht es sich Stallone mit seinem Film nämlich. Warum? Weil er es kann, und weil es schon immer so war und er ja schließlich nur die Tradition des politischen Actionkinos der 80er fortführt. Hier sind die Guten, dort die Bösen, zwischen Schwarz und Weiß gibt es nichts, auch wenn die beiden Seiten sich bisweilen zumindest was die Nationalität betrifft, vermischen. Es sind Momente wie die erste Ankunft Lees und Barneys auf der Insel, die zeigen, dass sich der Film einen Dreck um innocent bystanders oder sonstige Handlanger kümmert, die im heutigen Actionfilm meist nur non-lethal außer Gefecht gesetzt werden, da sie ja irgendwie nichts dafür können und der Protagonist ja schließlich die Integrität in Person ist. Natürlich ist dies in The Expendables anders, denn hier ist sogar der Zollbeamte, der lediglich den Stempel auf den Pass drückt, ein hundsgmeiner Mistkerl, der von den Expendables samt cooler Retourkutsche über den Jordan gebracht wird.

Stallone folgt dabei einfachen Mustern, die jedem Genrefan bekannt sind, der nur eine Handvoll Actionfilme dieser Ära gesehen hat. Die Dramaturgie des Ganzen folgt dabei Stallones Rambo, was angesichts dessen Erfolges nur konsequent erscheint. Was bei Letzterem jedoch noch als politischer Kommentar zu realen Ereignissen verstehen werden konnte, das fehlt bei The Expendables völlig. Der Staat, von dem der Terror ausgeht, ist ein fiktionaler, zudem steckt hinter all dem nicht etwa ein irrer Diktator, sondern ein abtrünniger CIA-Mann, der auf eigene Rechnung arbeitet. Bereits dieses Setting macht deutlich, dass Stallones Neuer nichts weiter sein will als ein Spielplatz für große Jungs. Rechtfertigte er die Gewaltexzesse in Rambo noch mit der Aussage, dass es so nun mal in Burma von statten gehe, so muss er sie in The Expendables als das stehen lassen, was sie sind: reines eye candy, Mittel zum Zweck, reiner Selbstzweck. Dabei werden aber nicht nur Genicke lautstark gebrochen, sondern Stallone geht auch hier einen Schritt weiter: ganze Torsos und Gliedmaße werden vom restlichen Körper getrennt. Zugegeben, das ist teilweise zwar etwas zu schnell und unübersichtlich geschnitten, aber noch immer kein Vergleich zu heutigen Schnittorgien, die die Action nur erahnen lassen.

The Expendables ist sich seiner Rolle stets bewusst, ohne jedoch mit dem Auge zu zwinkern oder gar Ironie zu sähen. Selbstverständlich gibt es auch den einen oder anderen humorvollen Spruch – bei all dem Tempo und der Gewalt darf das comic relief ja nicht fehlen -, aber ins Komödiantische driftet der Film zu keinem Zeitpunkt ab, denn dafür zünden dann auch zu viele der Sprüche schlichtweg nicht. Das könnte man andererseits aber auch schon wieder als Absicht oder gar Kalkül betrachten, denn die unfreiwillige Komik gehört zum 80er-Actionfilm ebenso dazu wie der meist hohe Bodycount. Das eigentliche Highlight, zumindest was das Zitatekino betrifft, nimmt Stallone früh im Film vorweg, wenn er die drei wohl archetypischsten Figuren des Actionkinos zusammenkommen lässt: Stallone, Schwarzenegger und Willis. Die kurze Szene, die leider viel zu sehr promotet wurde und deshalb auch schon im Internet zu sehen war, gerät dabei zu einem einzigen Megazitat, quasi einer Mise en abyme, das mal mehr, mal weniger subtil auf die Filme der drei anspielt und jedem Fan das Herz aufgehen lässt.

Nicht weniger erfreut auch die Action an sich, die perfekt durchchoreografiert scheint und jedem der Beteiligten genug Raum für Faust-, Schieß- und Prügeleinlagen lässt. Bis kurz vor Schluss wird dann auch geschossen, was die Munition und das Budget hergeben; und jedes Mal, wenn man denkt, dass dies nun die finale Explosion gewesen ist, wird man mit einer noch größeren eines Besseren belehrt. Es folgt nicht viel Gefühlsduselei auf den Show-down, nach dem alle Bösen tot sind und die Guten wieder vereint, so wie es sich eben gehört. Stattdessen läutet Stallone den Abspann damit ein, dass er die Jungs auf ihren Bikes durch die nächtlichen Straßen jagen lässt, untermalt von Thin Lizzys 'The Boys Are Back in Town', und in der Tat: Stallone und die 80er-Action sind zurück. (8.5/10)


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