The Art of Steadicam

Wenn man in den letzten Jahren an Musterbeispiele für den Einsatz von Steadicams denkt, dann kommt einem wohl als erstes die Szene am Strand von Dünkirchen aus Atonement in den Sinn. Doch dass es noch viel mehr atemberaubende Beispiele gibt, zeigt 'The Art of Steadicam', ein zehnminütiger Zusammenschnitt von Refocused Media.

(Via PewPewPew)


Tags , , , , , , , , , ,

Stolz & Vorurteil

Atonement
(Joe Wright, UK/Frankreich 2007)
DVD

‘Atonement’Eigentlich wollte ich ja gar nichts mehr zum Film schreiben, ist er doch schon lange aus den Kinos wieder draußen. Doch etwas sagt mir, dass ich den Film wenigstens mit ein paar Worten würdigen sollte (ich könnte mir noch immer in den Hintern beißen, dass ich die PV ausließ), denn auch wenn er als Ganzes kein Meisterwerk ist, so finden sich doch einiger wunderschöne Aspekte. Zum einen wäre da der Soundtrack – wunderschön melancholisch und mit einigen absoluten Höhepunkte der Filmmusik (das Stück am Strand Dünkirchens, das Miteinbauen der Schreibmaschine) -, der zu Recht den Oscar gewann, unterstreicht er doch die ohnehin schon majestätischen Bilder und gibt ihnen somit den letzten Schliff. Letztere erinnern nicht von ungefähr an klassische Gemälde aus der Romantik – allen voran an die meisterhaften Werke eines Caspar David Friedrichs. Ferner sind die Parallelen zu Wrights (besserem) Pride & Prejudice nicht zu übersehen. Weniger harmonisch funktioniert die Geschichte an sich, denn sind die Zeitsprünge anfangs noch ein schönes Stilmittel, die den Plot nicht aufhalten, sondern ihn konsequent fortführen, hinterließ vor allem der große Zeitsprung am Ende ein eher schmerzhaftes Gefühl bei mir. Das schreit leider zu sehr nach Epik, wie das die letzten Jahre ja fast jeder 'große' Film tat. Ich hätte es ja so gern gesehen, wenn der Plot nicht unbedingt ins Kriegsgeschehen eingegriffen hätte (was aber nicht weiter störte), sondern die Geschichte am Hof weitergesponnen hätte. Mit dem Zeitsprung am Ende – so sehr er der Prämisse auch gerecht wird – hat Wright aber einiges, nicht nur an Atmosphäre, kaputtgemacht.

Wie bereits angesprochen, auf formaler Ebene ist Atonement schlicht und ergreifend perfekt, und auch der Cast weiß zu begeistern – Keira hat hier einmal mehr gezeigt, dass sie nicht nur eine der hübschesten Jungdarstellerinnen ist, sondern auch eine der Talentiertesten. Nur leider macht ein Schluss, allen voran bei solch einem emotionalen Film, eben viel aus. Und so kann ich einfach nicht aufhören, mich an ebendiesem zu stören. Nichtsdestotrotz wäre Atonement sicher auf meiner Bestenliste des letzten Jahres gelandet, denn um wirklich nicht zu gefallen, macht er einfach viel zu viel richtig, und das sogar sehr. Schade übrigens, dass es nur die DVD und nicht die HD DVD war, denn bei einigen Einstellungen in HD wäre ich wohl in Ohnmacht gefallen. (8.5/10)


Tags , , , ,