'Zvlcrg' holt den 2. Platz beim 1. Smartphone Filmfestival

Einige von Euch haben es schon via Twitter mitbekommen: Letzten Samstag fand in Böblingen das 1. Smartphone Filmfestival statt. Aus über 25 Beiträgen, die ausschließlich mit dem Smartphone gedreht werden mussten und höchstens zwei Minuten lang sein durften, konnte unser Film Zvlcrg den 2. Platz belegen. Das hat uns natürlich alle ziemlich erfreut, denn Axel und Volker Ganz, Christian Ländner, Deborah Klengel, Michael und Julia Leinich sowie meine Wenigkeit, haben durchus Arbeit in das Projekt gesteckt. Alles fing mit einem mehrstündigen Brainstorming an, bei dem wir das ursprüngliche Drehbuch komplett erneuerten und endete in einem langen Drehtag auf dem Flugfeld Böblingen/Sindelfingen. Es war ein sehr unangenehmer Drehtag, denn es war nicht nur sehr kalt und windig, nein, gegen später sollte es dann auch noch schneien. Aber das Projekt musste fertig werden, da es nur noch eine Woche bis zum Abgabetermin war – und die Post-Production will ja auch noch gemacht werden.

Die Hauptsache ist aber: Wir hatten jede Menge Spaß dabei, das Projekt umzusetzen und den Film auf die Beine zu stellen. Und wie jeder weiß, wird gute Arbeit belohnt, wie auch in unserem Falle. Da die anderen beiden Siegerfilme aus München und Venezuela kamen, waren wir eines der wenigen Filmteams, das zur Preisverleihung vor Ort war. Und so dürfte es nicht weiter verwundern, dass sich die Presse sogleich auf uns stürzte: Alle waren sie gekommen, die Stuttgarter Zeitung, die Sindelfinger Zeitung und die Kreiszeitung Böblinger Bote. Ein wirklich schönes 1. Smartphone Filmfestival also, auch wenn es im nächsten Jahr hoffentlich noch einige Gäste mehr werden. Wir werden im nächsten Jahr aller Voraussicht nach wieder mit von der Partie sein. Vielleicht schließt sich der eine oder andere von Euch ja an und reicht ebenfalls einen Film ein.


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Die Gewinner der 'Abaron' DVD Verlosung


Wir haben zwei gückliche Gewinner, die sich jeweils über eine DVD des Filmes Abaron von Marco Gutekunst freuen dürfen. Für Karina und chris hat das Los oder besser gesagt Random.org entschieden. Euch beiden herzlichen Glückwunsch! Allen anderen, die dieses Mal leider nicht gewonnen haben, danke ich dennoch fürs Mitmachen, die nächste Verlosung steht schon in den Startlöchern.


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Interview mit dem Regisseur & Gewinnspiel zu 'Abaron'


Er hat es geschafft, die Premiere lief reibungslos über die Bühne und konnte den vollen Saal mit 350 Zuschauern in ihren Bann ziehen. Die Rede ist von Jungregisseur Marco Gutekunst und dessen period piece Abaron, über den ich ja bereits berichtet habe. Ich will nicht allzu viele Worte verlieren, außer, dass die Premiere in der Tat eine äußerst gelungene Veranstaltung war und ich gerne ein Teil davon war. Ich habe Marco Gutekunst dann auch zum Film selbst, seinen Motiven und seiner Inspiration interviewt.

Equilibrium (EQ) Was trieb Dich an einen 90-minütigen Spielfilm zu drehen?

Marco Gutekunst (MG) Die Lust am Film und natürlich die Herausforderung. Es ist ein großer Unterschied ob man, wie bei unseren bisherigen Projekten, einen halbstündigen Film dreht oder diese Zeit verdreifacht. Der abendfüllende Spielfilm ist nun einmal die Königsdisziplin. Nachdem wir auch schon bei früheren Projekten Festival-Erfolge feiern konnten, hat uns dies sehr gereizt und wir waren davon überzeugt, dass wir das schaffen können.

EQ Was war die größte Herausforderung dabei?

MG Es ist nahezu unmöglich eine Herausforderung konkret zu nennen, da jedes Entwicklungsstadium des Filmes seine eigene größte Herausforderung hatte. Angefangen natürlich bei der Entwicklung der Geschichte. Auf der Geschichte basiert der ganze Film, wenn diese nicht überzeugt, überzeugt der Film nicht.
Gerade bei Spielfilmlänge muss die Geschichte einen Spannungsbogen aufweisen und dramaturgisch so aufgebaut sein, dass der Zuschauer nicht abschaltet und den ganzen Film über auf die folgenden Szenen gespannt ist.

Außerdem stellte alles im Zusammenhang mit Locations, Maske, Ausstattung und Kostümen eine Herausforderung dar. Hier hat natürlich das Mittelalter-Genre eine große Auswirkung. Besonders die Locationsuche war für unsere Scouts sehr umfangreich, da keine neuzeitlichen Störelemente im Bild sichtbar sein durften. Es ist einem oft wenig bewusst, wie häufig unsere Landschaften mit Strommasten, Straßenmakierungen oder Schildern durchkreuzt sind. Auch die überraschende Stärke des Flugverkehrs nicht.
Auch die Maske war sehr aufwendig, vor allem die Szene der Lears erforderte einen hohen Aufwand, die Schauspieler wurden vor dem Dreh 2-3 Stunden geschminkt.

Schließlich mussten 160 Personen terminlich auf gemeinsame Nenner gebracht werden. Das bedurfte einer akribischen Organisationsarbeit.

Diese ganzen Elemente kombiniert, stellten die eigentliche Herausforderung des Filmes für uns dargestellt.

EQ Warum gerade das mittelalterliche setting?

MG Das hat zwei Gründe: Zum einen finden wir diese Zeit sehr spannend und zum anderen war es für uns aus oben genannten Gründen die besondere Herausforderung, die wir gesucht haben. Wir wollten eine andere Welt schaffen und inszenieren um den Zuschauer in diese zu entführen. Das Mittelalter, kombiniert mit Fantasy-Elementen bietet hier unzählige Möglichkeiten. Hinzu kommt, dass wir durch viele Pessimisten, die uns gesagt haben, dass wir das doch eh nicht schaffen, nur noch zusätzlich motiviert wurden.

EQ Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Sponsoren?

MG Die Suche nach Sponsoren gestaltete sich mitunter als sehr schwierig. Zwar wird von vielen, gerade lokal ansässigen, Firmen permanent das Ehrenamt angepriesen und für unterstützungswürdig befunden, wenn man jedoch sie einmal konkret mit einer Anfrage kontaktiert, dann ist oft von den vorherigen Worten nur noch wenig übrig.

Es gab jedoch auch eine ganze Reihe an Beispielen, die das Gegenteil zeigen und uns sehr großzügig unterstützten. Waren diese einmal gefunden gestaltete sich die Zusammenarbeit als sehr unkompliziert, angenehm und effizient. Es gab hier keinerlei Komplikationen und wir waren froh, dass wir für die Produktion so viele Unterstützer gefunden haben. Auch die Arbeit mit den Gemeinden war sehr unproblematisch. Sei es bei der Kooperation mit der Ehninger Feuerwehr, dem Dreh im Deufringer Schlosskeller oder auch bei allen benötigten Drehgenehmigungen, wir haben letztlich nur gute Erfahrungen gemacht.

EQ Welche filmischen Vorbilder dienten Dir direkt oder indirekt als Vorlage (Regisseure, Filme, Stilrichtungen, etc.)?

MG Eine direktes Vorbild gibt es für Abaron in diesem Sinne nicht. Wir wollten von Anfang an einen Film drehen, der seine ganz eigene Persönlichkeit hat und dementsprechend auch nicht gleich immer in Verbindung mit anderen genannt wird. Wir haben dennoch in den Film einige Hommagen eingebaut, die nur von echten Filmliebhabern erkannt werden. Sei es eine der Musen-Szenen, die an Basic Instinct angelehnt ist oder auch eine Sequenz in der die beiden Hauptfiguren in Gladiator-Manier durchs Feld stapfen. Die Szene an der Miragon auf die beiden Wachen an der Grenze zu Talandor trifft und sie letztlich mit dem Bogen erledigt ist eine direkte Hommage an Indiana Jones, der in einer Szene des Filmes auf einem Markt einen oritentalischen Kämpfer erschießt. Ansonsten hat auch Königreich der Himmel leichten Einfluss gehabt. Von diesem Film stammt die Idee, die Hauptfigur zu einem Schmied zu machen, auch wenn Markus Ertelt und Orlando Bloom sehr unterschiedliche Typen sind. Dass es einen sehr entscheidenden Twist am Ende des Filmes gibt war eine Inspiration von Million Dollar Baby.

EQ Was gefällt Dir persönlich am Film am besten?

MG Meiner Einschätzung nach schafft es der Film sehr schön, den Zuschauer in eine andere Welt zu führen. Es werden wunderbare Landschaften gezeigt, die mit Matte-Paintings noch spektakulärer gemacht wurden und die Geschichte des Filmes schien bei den Zuschauern sehr gut angekommen zu sein. Das war zumindest das Feedback.

EQ Beschreibe den Film und dessen Qualitäten bitte in einem Satz.

MG Abaron erzählt die spannende Geschichte eines untypischen Helden und nimmt dabei den Zuschauer mit auf eine fesselnde Reise in eine andere Welt.

EQ Was wird das nächste Projekt sein und wann kann man damit rechnen?

MG Wir haben zwar schon einige Ideen im Kopf, jedoch wollen wir nach dieser aufregenden Zeit erst etwas Erholung. Dann brauch ein Projekt dieser Größenordnung natürlich auch eine nicht zu unterschätzende Vorlaufzeit. Und es müssen natürlich die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu zählt auch die Größe des Teams, die noch wachsen muss. Wir laden gerne auch andere interessierte Filmemacher dafür ein.

EQ Welchen Rat würdest Du jungen Filmemachern mit auf den Weg geben?

MG Dass wo ein Wille ist, auch ein Weg ist. Und wenn der Wille stark genug ist, sich auch viele Wege auftun, von denen man nicht wusste, dass sie existieren. Auf keinen Fall sollte man sich von Pessimisten oder unvorgesehenen Situationen entmutigen lassen. Die werden definitiv kommen, aber bei entsprechender Reaktion auch sehr schnell wieder gehen.

EQ Vielen Dank für das Gespräch, Marco.

Wer nun neugierig auf das Projekt geworden ist, der hat die Chance eine von zwei DVDs zu gewinnen – u.a. mit Audiokommentar, Deleted Scenes und Making-Of -, die ich hier in Zusammenarbeit mit dem Filmverein Ehningen e.V. verlosen möchte. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist bis zum 06.09. einen Kommentar zu hinterlassen, that's it! Viel Glück und der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.


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'Abaron': Trailer und Premiere zum Amateurprojekt


Der Filmverein Ehningen e.V. hat ein einmaliges Projekt auf die Beine gestellt: Abaron. Ein Mittelalterepos in voller Spielfilmlänge unter der Regie von Marco Gutekunst und einigen anderen guten Freunden meinerseits. Der Trailer kann sich durchaus sehen lassen (und das sage ich nicht nur wegen des heißen Kusses zwischen den beiden Weibern [hier ist der Begriff 'Weib' ja auch angebracht, also nicht falsch verstehen]), denn es wurde teilweise an authentischen Drehorten rund um Stuttgart und Umgebung gedreht. Wer also auf den Geschmack gekommen ist und den Film sehen möchte, der hat noch die Gelegenheit, der Premiere beizuwohnen. Diese findet am Samstag, 08.08. um 17.00 Uhr im Metropol, Filmzentrum Bären in Böblingen statt. Karten – man muss jedoch schnell sein – kann man sich auf der offiziellen Homepage zum Film sichern.

Nach der Premiere gibt es natürlich auch noch eine feine Aftershowparty in der Wildermuth-Kaserne, wo der König von Abaron höchstpersönlich durchs Programm führt. Wer aus der Umgebung kommt, sollte sich das ganze Spektakel also nicht entgehen lassen, zumal ich den Großteil der Crew und ihr Talent kenne. Weitere Informationen, eine Inhaltsangabe, Pressestimmen, ein Produktionstagebuch und dergleichen finden sich unter Abaron.de. Ach ja, der Titelsong ist übrigens von Fools Garden!


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