Die Tops & Flops des Filmjahres 2012


Das Jahr 2012 ist seit einigen Stunden Geschichte, höchste Zeit also für einen filmischen Jahresrückblick. In diesem Jahr kurz und schmerzlos, denn ich sammle weder statistische Daten über meine Filmsichtungen (also wie oft Kino, wie oft BD/DVD, wie oft PV und wie oft regulär) noch habe ich in diesem Jahr allzu viel zu erzählen. Festgehalten sei nur, dass ich leider viel zu viel nicht gesehen habe und auch nicht mehr nachholen konnte. Ich bin mir sicher, dass zumindest die Top 10 doch ein klein wenig anders aussähe, hätte ich das noch geschafft nachzuholen, was ich wollte, u.a. The Raid und The Cabin in the Woods.

Ich muss mich bei einigen Filmen auch deutlich zurückhalten, denn ihr offizieller deutscher Starttermin (Kino, TV, Video) – das ist die übergeordnete Referenz – ist erst in diesem Jahr. Sehr schade finde ich es auch, dass ich nur sehr, sehr wenige Dokus in diesem Jahr gesehen habe, obwohl wirklich einige spannende Projekte umgesetzt worden sind (Kollege Flo war dahingehend ziemlich fleißig). Nichtsdestotrotz ein recht guter Jahrgang, würde ich mal behaupten wollen.

Natürlich war unter all den guten Filmen auch wieder eine Menge an Sondermüll. Ich hätte es nie für wirklich gehalten, dass mal ein Cronenberg in meiner Flop 10 landet, aber 2012 hat er es leider geschafft. Doch selbst Cronenbergs nerviges Finanzkrisen-Geschwurbel konnte noch getoppt werden – und zwar von den schlimmsten zweieinhalb Stunden, die ich seit Jahren in einem Kinosaal verbracht habe (wenn auch in einem sehr schönen Wiener Kino). Der wirkliche Abschaum hält sich allerdings in Grenzen, ich habe nicht allzu viele unsägliche Filme gesehen, sondern vielmehr einen ganzen Haufen an mediokren Streifen (gut, fragt sich nun was 'besser' ist).

Das Kinojahr 2013 verspricht bisher viel Gutes, und bisher kann ich schon sagen, dass Thomas Vinterbergs Jagten und Kathryn Bigelows Zero Dark Thirty ganz heiße Kandidaten für die Top 10 2013 sind – aber bis dahin ist es noch ein sehr langer Weg durch dunkle Säle und Stapel von blau umrandeten Cases.

Flop 10

10. The Dark Knight Rises (einfach weil es wohl die größte Enttäuschungen des Jahres war)

09. Taken 2

08. [REC]³ Génesis

07. Hostel: Part III

06. The Rum Diary

05. Piranha 3DD

04. Dark Tide

03. Bad Ass

02. Cosmopolis

01. Margaret

Top 10

10. Haywire

09. Skyfall

08. Warrior

07. Forces spéciales

06. Magic Mike

05. Killer Joe

04. Project X

03. Shame

02. Miss Bala

01. The Deep Blue Sea

Runners-Up: 50/50, Beauty Day, Universal Soldier: Day of Reckoning, Kill ListTake Shelter, The Myth of the American Sleepover, Nuit blanche


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Epic Beard Man eher unepisch: 'Bad Ass'


Filme, die auf Videospielen basieren. Check. Filme, die auf Brettspielen basieren. Check. Filme, die auf einem Internetmeme basieren. Check. Es gibt nichts, was sich nicht zu einem Film machen ließe. Das dachte sich wohl auch Craig Moss, der mit Bad Ass ein legendäre YouTube-Video verfilmte, das einen Vietnam-Veteranen in einem Bus zeigt, der einen Mann, der ihn blöd von der Seite anmacht, schließlich verprügelt. Das Video geht etwas mehr als drei Minuten und zog eine gigantische Berichterstattung nach sich. Dass sich das Ganze auch als Filmstoff anbietet, leuchtet vielleicht noch eher ein als ein Brettspiel zu verfilmen, das Ergebnis ist aber deutlich weniger spannend als das originale drei-Minuten-Video. Mit Danny Trejo in der Hauptrolle hat man zwar einen charismatischen Hauptdarsteller für den Vietnam-Vet gefunden, doch was bringt dieser schon, wenn der komplette Rest auf ganzer Linie versagt?

Der Plot markiert einen dieser high concept films, deren Synopsis auf einen Bierdeckel passt: Ein Vietnam-Vet hat genug von den Scheißtypen um sich herum und wird zum Vigilanten. Die eigentliche Szene, die sich so auch in der Realität zugetragen hat, wurde natürlich stark verändert. Aus dem schwarzen Angreifer wurden zwei Skinheads, die nicht nur Frank Vega selbst stressen, sondern auch andere Buspassagiere. Ein paar Minuten, dann ist es auch schon wieder vorbei – wie beim Original eben. Was folgt ist der bereits beschriebene Plot, der nicht nur völlig einfallslos und generisch, sondern darüberhinaus auch völlig wirr ist. Es reicht nicht nur, dass Vegas bester Freund getötet wird, nein, Moss will da irgendwie auch noch eine politische Verschwörung um Bürgermeister Williams (Ron Perlman) unterbringen. Der spielt aber buchstäblich keine Rolle, und so beschränkt sich Perlmans Screentime auf gerade mal wenige Minuten.

Dann ist da ja aber immerhin noch Charles S. Dutton als Panther (haha, wie einfallsreich!), der einiges an Potential bietet, das – natürlich – verspielt wird. Natürlich entbehrt es nicht einer gewissen Komik, wenn Dutton das macht, was er am besten kann, nämlich psychopathische Grimassen schneiden, aber eingebettet in den Rest ist das einfach nicht mehr lustig, sondern nur noch unerträglich. Das liegt zu einem ganz großen Teil auch am geringen Budget, das man dem Film permanent ansieht. In seinem Klimax, das nicht nur unfassbar schlechte Effekte auffährt, sondern teilweise auch noch direkt aus Red Heat geklaut wurde (sprich: es wurde Material aus dem Film verwendet), kommt zusammen, was zusammengehört: ein völlig unorigineller, sich selbst viel zu ernst nehmender und vor allem schlecht getimter Film, der viel Potential verschenkt – am Anfang sah es durchaus so aus, als könnte das was werden – und einfach keine Ahnung hat von dem, was er da tut.

Mit Regisseur Craig Moss, der für solche Perlen wie The 41-Year-Old Virgin Who Knocked Up Sarah Marshall and Felt Superbad About It, Breaking Wind oder Saving Ryan's Privates verantwortlich zeichnete (hat die sich überhaupt irgendjemand angetan!?), hat man vielleicht aber auch einfach nur auf das falsche Pferd gesetzt. Mit Filmemachen hat das jedenfalls nur wenig zu tun, auch wenn der Multiplex-Mob dank diverser Szenen (ich sage nur Hand in Müllschredder) wohl durchaus seinen Spaß damit haben dürfte. Aber meine Güte, auch wenn Trejo immer wieder der go to guy zu sein scheint, lasst ihn doch auch mal wieder was Vernünftiges machen, statt ihn wie hier in Bad Ass Frauen abschlecken zu lassen, die seine Tochter sein könnten. (3/10)


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Gewinnt Blu-ray, Cap und Poster zu 'Bad Ass' mit Danny Trejo!


Dieser Post ist bis zum 27.08. sticky!

Seit dem 16. August ist Bad Ass mit Danny Trejo in der Hauptrolle auf DVD und Blu-ray erhältlich (Review folgt). Passend dazu verlost Equilibrium in Kooperation mit Universal Pictures zwei Fanpakete zum Film, der auf einem YouTube-Hit basiert. Ihr habt die Chance auf ein Paket mit Poster und Cap und eines mit Blu-ray, Poster und Cap. Was Ihr tun müsst, um eines der beiden Pakete gewinnen zu können? Ihr hinterlasst ganz einfach einen Kommentar unter diesem Post oder setzt folgenden Tweet ab: Gewinnt bei @EquilibriumBlog eines von zwei Fanpaketen zu BAD ASS mit Danny Trejo: http://bit.ly/NDfd75

Zeit habt Ihr dafür bis Montag, 27. August, 23.59 Uhr. Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Leser mit deutscher Postadresse – da der Film ab 18 Jahren freigegeben ist, muss der Gewinner des Blu-ray-Pakets eine Kopie seines Ausweises vorzeigen. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Update, 28. August Aus. Schluss. Vorbei. Random.org hat zwei (hoffentlich) glückliche Gewinner ermittelt: Das Paket mit Cap und Poster geht an Kerstin H.K., das Paket mit Blu-ray, Cap und Poster an Dragonlady. Herzlichen Glückwunsch Ihr beiden! Allen anderen danke ich fürs Mitmachen – das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt.


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Danny Trejo macht auf Charles Bronson: 'Bad Ass' Trailer

Danny Trejo auf den Pfaden Charles Bronsons – in Bad Ass spielt er einen dekorierten Vietnam-Veteranen, der seine High-School-Liebe nicht bekommen hat und ohne Job durchs Land zieht. Als er in einem Bus eine ältere Dame vor Skinheads beschützt, fängt Frank Vega langsam an zu explodieren … Das Ganze beruht auch noch auf einer wahren Begebenheit. Noch Fragen? Ich habe nur etwas Bedenken, da Regisseur Craig Moss davor The 41-Year-Old Virgin Who Knocked Up Sarah Marshall and Felt Superbad About It und Saving Ryan's Privates gedreht hat …

(Via /Film)


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