Louis Theroux DVD Collection – Online Quiz (Teil2)

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Er gehört zu den bekanntesten Dokumentaristen der Gegenwart. Nein, die Rede ist nicht etwa von Michael Moore oder Morgan Spurlock, sondern von Louis Theroux. Kennt Ihr nicht? Der 41-Jährige ist ein britischer Journalist und ist vor allem durch seinen diversen Dokumentationsreihen bekannt geworden, die nun auch hierzulande auf DVD erschienen sind. Mal ist er bei gottesfürchtigen Menschen, mal bei amerikanischen Neonazi, mal bei Gefangenen in einem der größten Gefängnisse der Vereinigten Staaten. Passend dazu gibt es zu den BBC-Dokumentationen nun ein Videoquiz, das ziemlich spannend geraten ist. Man bekommt eine Frage, die man beantworten muss – die Antwort bekommt man dann als kleines Video, das meist aberwitziger kaum sein könnte. Doch nicht nur die Welt von Louis Theroux ist manchmal nahe am Wahnsinn! Da wahre Leben ist eben doch kurioser als man denkt.

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'Mark Zuckerberg: Inside Facebook' BBC Two Doku

BBC Two hat eine fast einstündige Doku zu Mark Zuckerberg und Facebook, Mark Zuckerberg: Inside Facebook, produziert, die nun komplett auf YouTube zu sehen ist.

"In just seven years, Mark Zuckerberg has gone from his Harvard college dorm to running a business with 800 million users, and a possible value of $100 billion. His idea to 'make the world more open and connected' has sparked a revolution in communication, and now looks set to have a huge impact on business too.

Emily Maitlis reports on life inside Facebook. Featuring a rare interview with Zuckerberg himself, the film tells the story of Facebook's creation, looks at the accuracy of The Social Network movie, and examines Facebook's plans to use the personal information it has collected to power a new kind of online advertising." (BBC Two)

(Via UARRR.org)

Update, 07.12. Video ist down, alternativ kann man es sich hier anschauen.


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Oscar Shortlist: 'Under Fire: Journalists in Combat' Doku Trailer

Dass es nicht immer ungefährlich ist, Journalist zu sein, dürfte beim Leser/Zuschauer spätestens dann ankommen, wenn die Rede von Kriegsreportern ist. Jüngst wurde beispielsweise Tim Hetherington, der in Libyen als Kriegsfotograf arbeitete, im Dienst getötet. Man könnte die Liste ewig lang fortsetzen, denn es sind nicht nur die Reporter selbst, die sich in Gefahr begeben, sondern auch ihre Kameraleute und Fotografen. Die Doku Under Fire: Journalists in Combat widmet sich den Journalisten, die sich in Krisen- und Kriegsgebiete begeben, damit die Öffentlichkeit zu Hause möglichst viele Informationen erhält. Der Film befindet sich ebenfalls auf der Oscar-Doku-Shortlist und kam durch die Mithilfe von Reportern von BBC, CBC, Reuters, NY Times und Times of London zustande.


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'Knuckle' Trailer: Doku über Bare-Knuckle Fights in Irland


Dass in Irland nicht nur das Englisch ein anderes ist, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt sind aber wohl die sogenannten bare-knuckle fights rivalisierender Clans, in denen es um die Familienehre und Männlichkeit geht – zumindest wenn man die Beteiligten fragt. Für alle anderen dürfte das eher wie ein archaischer und brutaler Hahnenkampf wirken. Ian Palmer hat einige Familien begleitet, deren Kämpfe auch die Polizei äußerst ungern sieht, und eine Doku darüber gedreht, Knuckle (480p/720p/1080p). Bei diesem Sujet natürlich auch kein Wunder, dass es eine R-Rated-Doku geworden ist, was es wohl auch nicht allzu häufig gibt.


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Der Sturm nach dem Sturm: 'When Borat Came to Town'


Mit seinen vielen Aliasen ist Sacha Baron Cohen schon seit Jahren im Gespräch. Zuletzt war er mit Brüno im Kino zu sehen, der gegenüber dem Vorgänger Borat doch deutlich weniger Anklang fand, zumal er im Gegensatz zu Borat größtenteils inszeniert war. Für den Zuschauer ist dieses Wissen nahezu tödlich, für die Beteiligten und im Film Porträtierten wohl weniger. Dass Borat sein Humorpotential aus dem Nachteil anderer schöpfte, scheint auf den ersten Blick weniger dreist als durchdacht gewesen zu sein. Satire eben, indem man auf einen Misstand mit Humor aufmerksam macht, prangert man ihn ja gleichzeitig auch an. Doch wie weit darf das alles gehen? When Borat Came to Town geht der Zeit nach den Filmdrehs im rumänischen Dorf Glod und dem Erfolg des Filmes auf den Grund, zeigt, welchen Hass, aber auch Neid und welches Misstrauen Sacha Baron Cohen im Zigeunerdorf hinterlassen hat. Auch das Team der Dokumentation selbst hat es nicht leicht, denn sobald die Bewohner eine Kamera sehen, wollen sie auch Geld sehen – oder zumindest einen Drink gezahlt bekommen.

Es ist eine der ärmsten Gegenden Europas, Carmen lebt mitten in diesem trostlosen Dorf. Ihr Großvater wurde im Film als 'abortionist' porträtiert, ist in Wirklichkeit aber weit entfernt davon, Arzt oder auch nur etwas Ähnliches zu sein. Er und alle anderen wollen nun Geld sehen, weniger ihren Ruf wiederhergestellt. Carmens Vater ist zudem eine Art Dorfvater, er kümmert sich um die Kommune, will endlich fließendes Wasser ins Dorf bringen. Von den beiden Anwälten, die eines Tages nach Glod kommen und den drei das Blaue vom Himmel versprechen (geschickt argumentiert der Anwalt, dass sie doch alle Minderheiten seien und eine gemeinsame Geschichte hätten: er Jude, sein Kollege Deutscher und seine Klienten Zigeuner – welch eine Konstellation das doch sei). Nach Hollywood will er die drei Männer, die im Film am schlimmsten porträtiert wurden, bringen, zu den Oscars, mitten vor Cohens Visage. Es wundert nicht, wenn man einige Minuten später erfährt, dass die beiden Juristen keine Visa für ihre Klienten bekommen konnten …

Bereits hier wird man den beiden gegenüber misstrauisch. Schließlich geht es nach London, ins 20th Century Fox HQ, wo man die drei jedoch ohne einen Dolmetscher hineinschickt, lediglich mit einem Zettel bewaffnet, von dem unklar ist, was er erreichen soll. Kurze Zeit später hört man nichts mehr vom Amerikaner und seinem bayerischen Kollegen. Im amerikanischen TV und dem ZDF noch enthusiastisch in Nachrichtenberichte formuliert, wird schnell klar, dass die Bewohner einmal mehr an der Nase herumgeführt und ausgenutzt wurden. Bei der Ankunft der Drei in Rumänien warten dutzende Reporter auf die Männer, den Großvater fragt man schließlich, was er denn vom geplanten Borat 2 halte: "So lange ich mein Geld bekomme!", antwortet er. Haben sie überhaupt eine Entschuldigung oder mehr als die drei Euro (!), die man ihnen für die Dreharbeiten bezahlte, verdient, wenn sie solche Antworten geben? When Borat Came to Town liefert keine Antwort, lässt die Bewohner frei aussprechen, was sie denken und fühlen, kommt dabei bisweilen aber auch leicht exploitativ daher.

Carmens Vater leidet unter gesundheitlichen Problemen, da seine Reise erfolglos war, versprach er den Dorfbewohnern doch fließendes Wasser und jede Menge Luxus. Carmen hat sich während seiner Zeit, die er nicht im Dorf war, von ihrem Freund hintergehen lassen, der ihr nicht nur kurz vor der Hochzeit die Jungfräulichkeit nahm, sondern auch den Laden ihrer Familie erleichterte (und man kann sich denken, dass das in diesem Falle fatal sein kann). Es ist ein Kreislauf des Hintergehens und des Ausnutzens, der so schnell nicht aufzuhören scheint. Parallelen zu Danny Boyles jüngerem Slumdog Millionaire drängen sich auf, dem Ähnliches vorgeworfen wurde. Doch welche Verpflichtungen haben die Filmemacher, was sollten ihre Hinterlassenschaften sein oder am Drehort verändern (wenn überhaupt)? Keine allzu leicht zu beantwortende Frage. Dennoch scheint es zumindest im Falle Glods deutlich zu werden, dass Hollywood hier einen großen Haufen hinterlassen hat, ohne sich um die Entsorgung zu kümmern – wie auch immer diese hätte ausgesehen.

Bei alledem ist When Borat Came to Town aber auch eine schöne Coming-of-Age-Geschichte um Carmen, die im Laufe des Filmes von Vaters kleiner Tochter zur verheirateten Frau und Mutter wird. Es scheint doch noch Hoffnung und Glückseligkeit im Dorf zu geben, denn wahrer Reichtum muss ja nicht immer gleichbedeutend mit ökonomischem Reichtum sein. Nur einige Dorfbewohner scheinen dies noch immer nicht ganz begriffen zu haben, auch wenn man es ihnen streng genommen kaum übel nehmen kann. Sie misstrauen Carmens Vater noch immer, denn sie denken, dass er das Geld für sich behalten hat, das ihm die beiden Anwälte beschafft haben. Da hilft es auch nichts, immer und immer wieder zu beteuern, dass es keines gab. Eine fast schon depressive Dokumentation, die nur selten Platz für Humor oder Lichtblicke bietet. Carmen, die stets aus dem Off kommentiert, ist ebenfalls von einer Tristheit durchzogen, die die Sympathien in eine klare Richtung lenkt. Mit einem minimalen, diesen Grundtenor untermalenden, Score versehen, spricht Carmen Meets Borat (Titel der Kinoauswertung) etwas an, das Hollywood so wohl äußerst ungern sehen dürfte. (8/10)

// Die Dokumentation ist u.a. hier als australische DVD zu bestellen oder auf YouTube komplett anzusehen.



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