Tödliche Inspiration: 'The Raven' Blu-ray Review


Vielen großen Künstlern der Menschheitsgeschichte wird irgendwann ein Biopic zuteil. Egal ob Maler, Musiker oder Schriftsteller, meist hatte diese Person auch ein Leben voller Höhen und Tiefen, das sich für eine Verfilmung geradezu anbietet. So auch im Falle des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe, der die Kriminal-, Horror- und Science-Fiction-Literatur nachhaltig prägte. Über seinen mysteriösen Tod im Jahre 1849 gibt es bis heute viele Theorien, keine davon ist jedoch bewiesen. Poe bietet sich also allein aus diesem Grund schon als filmische Figur an, von seinen vielen spannenden Werken ganz zu schweigen. Die beiden Drehbuchautoren Ben Livingston und Hannah Shakespeare (sic!) hatten für The Raven also eine ganze Fülle an Material, das sie leider nicht zu nutzen wissen. Dabei ist das Setting von James McTeigues Film eigentlich recht spannend: Ein Killer, der zu Poes Lebzeiten die Inspiration für seine Serienmorde aus dessen Stories nimmt – und später sogar versucht anderen Figuren der Weltliteratur aufzulauern. Das riecht sogar nach der einen oder anderen Meta-Ebene, aber nein, stattdessen wandert The Raven auf bekannten Pfaden.

Die Umsetzung dieser Prämisse ist nämlich bestenfalls medioker. Zu keinem Zeitpunkt will der Funke wirklich überspringen, vielmehr greift McTeigues Film auf jene Zutaten zurück, die einem fast schon zum Halse rauhängen. Viel Krimi, wenig Mystery und eine gehörige Portion Gore, die bei Poe zwar dazugehört, hier aber eher an Torture Porn à la Saw erinnert. Das Kritikerzitat auf dem Blu-ray-Cover bringt es ausnahmsweise auf den Punkt: 'Saw trifft auf Sherlock Holmes'. Aber auch die durchaus vorhandenen Parallelen zu Guy Ritchies Sherlock Holmes werten The Raven nicht auf, im Gegenteil. Vieles wirkt schlichtweg abgekupfert, man stellt Poe ein love interest zur Seite, um seiner Figur die entsprechende Motivation zu geben, sich der Suche nach dem Killer anzuschließen. Diese erinnert dann auch eher an mittelmäßige Kriminalgeschichten mit finalem (aber lahmem) Twist, die eher einem procedural gleichen als einer spannenden, originären Killerhatz. Man merkt es dem Film durchaus an, dass McTeigue versucht, wenigstens auf visueller Ebene noch das meiste aus dem schwachen Drehbuch rauszuholen, aber auch das reicht nicht zu einem gelungenen Thriller. Dabei gibt es vor allem viele Reminiszenzen an seinen V for Vendetta, klar.

Dabei versucht man anfangs sogar noch die ambivalente Figur des A.E. Poe interessant zu gestalten, in dem man ihn als arroganten, von sich bis zur Unkenntlichkeit selbst überzeugten Säufer darstellt, der unter seinen Mitmenschen nicht gerade viele Fans hat. John Cusack verkörpert diesen Poe ziemlich gut, und auch der restliche Cast weiß durchaus zu gefallen, allen voran Luke Evans als distinguierter Ermittler. Gegen Ende gibt es dann noch einmal einen kurzen schönen Moment, wenn der Killer nach Paris reist und nach Poe nun auch Jules Verne heimsucht, von dem er ebenfalls ein großer Fan ist. Das war es dann aber auch schon, denn mehr bringt das Drehbuch dann einfach nicht zustande. Die Credits sind jedenfalls noch erwähnenswert, gehören sie doch zu den schönsten, die ich in diesem Jahr gesehen habe, was aber wohl als allerletztes auf Livingston und Shakespeares Kappe gehen dürfte. Schade, das Ganze bot doch wirklich so viel Potential. (6/10)

Die Blu-ray von Universum Film erscheint morgen (Amazon-Partnerlink) und macht leider auch keine allzu gute Figur. Die Schärfe fehlt durchgehend und ein starkes Rauschen, insbesondere in den (vielen) dunklen Szenen, ist deutlich wahrnehmbar. Der Ton hingegen ist sehr ordentlich geworden und macht in entsprechenden Szenen ordentlich Druck. Dir Räumlichkeit ist insgesamt recht gut. Bei den Extras kann die Scheibe ebenfalls punkten, denn neben vielen Featurettes gibt es auch noch entfernte und erweiterte Szenen, Trailer und ein Wendecover (das im Jahr 2012 leider immer noch nicht selbstverständlich ist).


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FBI trifft auf Kerrygold: 'The Guard' Blu-ray Review


Im letzten Jahr wurde er auf der Berlinale von vielen gefeiert, ich habe es leider zu keiner der Vorführungen geschafft, was ich durchaus bereue, denn John Michael McDonaghs Spielfilmdebüt The Guard ist ein ziemlich adrettes und kurzweiliges Vergnügen, das man am besten mit anderen teilt (wie im Fall der meisten Komödien eben). Mit Brendan Gleeson hat man aber auch einen Hauptdarsteller verpflichtet, der sympathischer kaum sein könnte. Der feiste Ire passt in die Rolle des ländlichen Cops ohnehin wie die Faust aufs Auge. Da steht er frühmorgens in seinem Zimmer, das so grün ist, dass man fast schon Augenkrebs bekommt, auf und kratzt sich erstmal an den Eiern. Nur um sich dann seine Uniform überzustreifen, die er – das wird deutlich – auch schon mal stolzer übergestreift hat. Es ist aber auch nicht jenes Polizistendasein, wie man es aus Serien wie Cops oder aus Hollywoodfilmen kennt. Vielmehr schiebt Sergeant Gerry Boyle Streifendienst wo sowieso nichts passiert, nämlich im ländlichen Irland, das genau so aussieht, wie man es aus der Kerrygold-Werbung kennt: Natur pur, aber tote Hose.

Es gäbe aber keinen Film, wenn eines nicht doch etwas passieren würde, denn eines Tages finden Sergeant Boyle und sein Kollege eine Leiche, die ihnen Rätsel aufgibt. Der Rest der Handlung ist dann auch schnell erklärt: Drogenschmuggler planen einen ganz großen Coup und der gemütliche, aber vorlaute Ire bekommt plötzlich einen amerikanischen Kollegen vom FBI (Don Cheadle) zur Seite gestellt. Da treffen dann nicht nur zwei verschiedene Sprachen aufeinander, sondern auch zwei Kulturen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und das ist natürlich Grundlage für jede Menge Missverständnisse und Differenzen, die durchaus für Lacher sorgen. Da wird dann auch nicht lange gefackelt und schon kommt der Ire mit den rassistischen Witzen – und der Zuschauer ist anfangs noch unentschlossen, ob er nun lachen oder sich echauffieren soll. Diese Entscheidung trifft er dann aber spätestens nach dem zweiten oder dritten Kommentar des blonden Iren, der sich von niemandem den Mund verbieten lässt. Und während die Sprüche anfangs noch recht kalkuliert, aber nicht unbedingt zahm sind – man kann sich den Drehbuchautoren nur zu gut beim Schreibprozess vorstellen … –, schlagen sie spätestens dann in schwarzhumorige Volltreffer um, wenn der Nordirland-Konflikt aufgegriffen wird und protestantische Kinder (verbal) dran glauben müssen.

The Guard pendelt sich schließlich irgendwo in der Mitte ein. Sicher, er zeichnet sich durch eine ordentliche Portion schwarzen Humors aus und ist auch sonst nie politisch korrekt. Und dennoch wäre hier Potential für mehr gewesen – weniger auf verbaler als vielmehr auf der Handlungseben. Am Ende streift Boyle seine Uniform wieder voller Stolz über und weiß plötzlich für was und wen er kämpft. Und natürlich freundet sich der schwarze Preppy-Cop mit dem grundsoliden irischen Kollegen auch an. Gerade hier hätte The Guard gerne noch eine Spur asozialer sein können. Da bewies der zeitgleich auf der Berlinale gelaufene The Devil's Double (mit dem er sich natürlich nur tonal vergleichen lässt) deutlich mehr Eier. Nichtsdestotrotz ist The Guard eine sympathische Variation des 'fish outta water'-Szenarios, die immer wieder auch ernste Töne anschlägt und neben einem tollen Cast auch Lust auf Irland macht. Trotzt aller kuriosen Gestalten, die sich da so rumzutreiben scheinen. (7/10)

Die Blu-ray aus dem Hause Ascot Elite ist seit dem 21. März im Handel erhältlich (Amazon-Partnerlink) und verfügt über ein leider noch immer nicht üblich gewordenes Wendecover. Die sehr ordentliche Bildqualität kommt besonders bei den vielen Naturszenen gut zur Geltung. Auch in dunklen Szenen – ein Großteil des Filmes spielt in der Dämmerung oder in der Dunkelheit – kann sich das Bild durchaus sehen lassen. Der englische DTS-HD 5.1-Track ist gut, verfügt aber über keine nennenswerten Highlights. Die Dialoge sind klar und deutlich wahrzunehmen und gegen Ende bekommen dann auch die Rears etwas zu tun. An Extras hat man nicht gespart: Making-of, Deleted Scenes, Audiokommentar, Trailer und Trailershow – nichts, was man wirklich vermissen würde. Eine schöne Veröffentlichung.


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Tony Scott lässt grüßen: 'Safe House' Trailer

Zuerst einmal: Gibt es auch noch amerikanische Filme, in denen Ryan Reynolds nicht mitspielt!? In Safe House gibt Reynolds jedenfalls eine Art Babysitter eines CIA-Safe-House in Südafrika, das von bösen Jungs angegriffen wird. Nun ist es Reynolds Aufgabe den Gefangenen Denzel Washington an einen anderen sicheren Ort zu bringen … Das klingt etwas nach Tony Scott und sieht sogar noch mehr nach Tony Scott aus. Regie führt aber Schwede Daniel Espinosa, der damit seinen Hollywood-Einstand gibt. Cast und Trailer können sich jedenfalls mehr als sehen lassen! US-Start ist am 10. Februar 2012.


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Trailer zum Edgar Allen Poe Film 'The Raven'


Der erste Trailer zu James McTeigues The Raven ist da (480p/720p/1080p) und sieht gar nicht mal über aus. Dabei ist der Film nicht etwa eine Nacherzählung von Edgar Allen Poes wohl bekanntestem Werk The Raven, sondern vielmehr ein Film über Poe. Schreckliche Morde halten die Polizei auf Trab, die nach den Geschichten E.A. Poes umgesetzt wurden – und Poe wird schließlich unmittelbar involviert. Man sieht jedenfalls sehr viel V for Vendetta und Sleepy Hollow im Trailer, was für McTeigue und seinen Film spricht. Start in den Staaten ist am 09. März 2012.


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Trailer zur Buddy Comedy 'The Guard'


Ein Film, den ich in diesem Jahr auf der Berlinale leider verpasst habe, ist The Guard, über den ich von den Kollegen nur Gutes gehört hatte, dann aber leider keine Karten mehr bekam, als ich ihn doch noch sehen wollte. Nun ist der offizielle Trailer erschienen (480p/720p/1080p), der in der Tat klasse aussieht – und Gleeson muss man ja spätestens seit In Bruges lieben (an den mich der Trailer vom Ton her sowieso stark erinnert). Deutscher Start ist am 22. September, also leider noch ein Weilchen hin. Apropos Krimi – jetzt kann man sogar Kriminologie per Fernstudiengang studieren … Hier noch die Synopsis aus dem Berlinale-Katalog:

"Gerry Boyle ist Polizist in einem kleinen Nest an der irischen Westküste. Er hat einen eigenartigen Sinn für Humor, eine Vorliebe für Prostituierte und eine Mutter, die im Sterben liegt. Kurz gesagt, Gerry Boyle hat einfach zu viel um die Ohren, um sich auch noch um den geheimnisvollen Toten Gedanken zu machen, der in der Ferienwohnung gefunden wurde. Ganz anders sein neuer Assistent Aidan, dem die Chancen, die so ein Gewaltverbrechen bietet, vollkommen den Kopf zu verdrehen scheinen. Die Tage der beschaulichen Ruhe sind dahin, als der FBI-Agent Wendell Everett auftaucht. Er berichtet von einem Drogentransport, der 500 Millionen Dollar wert sein soll. In den nächsten Tagen wird die heiße Fracht den Küstenstreifen erreichen. Alle sind alarmiert, und um Gerry Boyles geregelte Tagesabläufe ist es endgültig geschehen.

Auf den Fahndungsfotos, die Everett herumzeigt, erkennt er sofort den Toten aus dem Ferienhaus. Kurz darauf versucht eine Prostituierte, den gestressten Kleinstadtpolizisten zu erpressen. Als dann noch die Drogendealer versuchen, ihn zu kaufen, was ihnen zuvor schon bei allen anderen Kollegen im Ort gelungen ist, erkennt der aufrechte Gerry Boyle, dass er die Dinge selbst in die Hand nehmen muss. Der Einzige, dem er dabei noch vertrauen kann, ist ausgerechnet FBI-Agent Everett. Für einen westirischen Kleinstadtpolizisten ist das der denkbar schwierigste Partner."


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Neuer (russischer) Trailer zu Greengrass' 'Green Zone'


Der erste Trailer zu Paul Greengrass' Green Zone machte vor gut zwei Wochen bereits eine sehr gute Figur. Nun ist ein neuer Trailer erschienen (480p/720p/1080p), der doch einiges an neuem Material bereithält. Da macht es dann auch nur wenig aus, dass der Trailer auf Russisch ist, denn die Bilder sprechen für sich. Black Hawks, Special Ops, Geheimdienst – hach, das scheint wie für mich gemacht …


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Damon and Greengrass Do It Again: 'Green Zone' Trailer


Green Zone heißt die neueste Kollaboration zwischen Matt Damon und Paul Greengrass, dessen erster Trailer (480p/720p/1080p) doch Lust auf mehr macht. Damon ist im Irak als CIA-Mann auf der Suche nach Massenvernichtungswaffen und einem Auslandskorrespondenten – natürlich läuft dabei so einiges nicht nach Plan … Ich bin gespannt, wie viele Parallelen zu Body of Lies vorhanden sein werden – und natürlich zu The Bourne Supremacy und The Bourne Ultimatum, was an und für sich gar kein Nachteil wäre. Das Drehbuch stammt übrigens aus der Feder Brian Helgelands und mit John Powell hat man dann auch den Bourne-Komponisten mit an Bord. Deutscher Start ist am 15. April 2010.

(Via F5)


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Brügge die Hölle und Tottenham das Fegefeuer?

In Bruges
(Martin McDonagh, UK/Belgien 2008)
Kino

‘In Bruges’Ich selbst war noch nie in Belgien, leider. Ein Freund von mir macht gerade ein Praktikum in der belgischen und europäischen Hauptstadt bei der EU und ist vom Land durchaus angetan. Nun spielt In Bruges ja nicht in Brüssel, sondern in Brügge, der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadt Belgiens – und das sieht man auch. Es ist fast schon gefährlich, wie mich die wunderschönen Aufnahmen dieser wunderschönen Stadt begeistert haben, sodass es fast schon an ein Wunder grenzt, dass ich nicht sofort einen Flug dorthin gebucht habe (ohne auf das Finanzielle zu achten). Ja, Colin Farrells Figur hasst diese reinrassige Kulturstadt, doch da habe ich es wohl eher wie dessen Kollege, Brendan Gleeson, der weise feststellt, dass man so etwas nicht alle Tage zu sehen bekommt. Kein Wunder also, dass es zwischen den beiden bald schon raucht, da der eine kein Museum auslassen will, der andere aber keinen Pub. Doch sie sollen noch mehr Zeit miteinander verbringen, mehr, als beiden vielleicht lieb ist.

Was in den ersten 45 Minuten als Komödie mit dramatischem Tiefgang daherkommt, entwickelt sich in der zweiten Hälfte zu einem intelligenten Gangsterkrimi, der auch nicht davor zurückscheut, die Gewalt richtig ausbrechen zu lassen – Tarantino und Ritchie lassen grüßen. In Bruges ist primär aber sowieso ein Drama mit knochentrockenem Humor, perfekt getimt und niemals überzogen oder in Klamauk abdriftend. Das macht dann auch sichtlich Spaß, wenn Ray (Farrell) in reinrassigem Irisch Sprüche von sich gibt, die pointierter und auf die Situation passender nicht sein könnten: "If I'd grown up on a farm and was retarded, Bruges might impress me, but I didn't, so it doesn't." Sowieso ist der Humor eine der größten Stärken, auf die der Film baut. Er dient nicht nur als unterhaltsames Element, des Humor wegen, sondern wird auch geschickt als comic relief genutzt. Diesen hat der Film bisweilen auch bitter nötig, denn die eine oder andere Szene setzt einem emotional dann doch ziemlich zu, jedoch ohne auch nur ansatzweise pathetisch zu sein. Und das ist nicht zu letzt auch einem grandiosen Colin Farrell zu verdanken ist.

McDonaghs Film lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken, das habe ich nach dem Film gemerkt. Vermutete ich nach dem Trailer eine neue Gangsterkomödie im Stile von Snatch. oder Layer Cake, so musste ich danach jedoch feststellen, dass die genannten Filme mit In Bruges bis auf einige gemeinsame Schnittpunkte nicht viel gemeinsam haben. Die Art von Humor, ja, die schrägen Charaktere, ja, aber das war es dann auch schon. In Bruges stellt zu keiner Zeit den Anspruch, cool zu sein, denn das ist er ganz bestimmt nicht. Der Film ist vielmehr eine Symbiose, die perfekt zusammenarbeitet und eine positive Stimmung schafft, obwohl sie selbst meist alles andere als positiv ist. Ja, ich war doch ziemlich angetan, erst recht von einigen Szenen, die wirklich ganz groß sind und am Ende des Jahres wohl definitiv auf der Liste der schönsten magic moments landen dürften. Wirklich erstaunlich, dass solch ein depressiver Film dennoch solch einen großen Spaß macht, auch wenn ich diesen Spaß nicht mit dem geläufigen Unterhaltungsspaß gleichsetzen würde, nein. In Bruges ist etwas besonderes, ein Film, den es in dieser Form nicht oft gibt.

War es in There Will Be Blood die Musik, die sich primär nicht im Hintergrund abspielte, sondern meist in den Vordergrund drängte, so ist es auch hier einmal mehr die Musik, die einen bedeutsamen Teil zum Gesamten beiträgt. Bewegt sich das Ganze zwischen melancholischen Tönen und alteingesessenem Pop, so trifft sie stets den Nagel auf den Kopf und hilft der traurig-schönen Atmosphäre des Filmes. In Bruges ist all das, was das Kino sein sollte: Emotional – mal lustig, mal traurig; inspirierend, atmosphärisch, narrativ und mit einer ziemlich langen Halbwertszeit versehen. Aber eines gilt es zu beachten, will man in diesen Genuss kommen: Unbedingt, und dieses Mal meine ich es wirklich so ernst, wie noch nie zuvor, im Original schauen. (8-9/10)


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