Trailer zu Ridley Scotts 'Alien' Prequel 'Prometheus'

Für die, die ihn noch nicht gesehen haben: Der erste Trailer zu Ridley Scotts Prometheus. Mich haut er ja nicht gerade um (was soll diese blöde Titeleinblendung, die alle so toll finden?), aber da scheine ich wohl fast der einzige zu sein. Immerhin ist er gut besetzt. Deutscher Starts ist am 09. August 2012.


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Die Apokalypse droht mal wieder: 'The Road' Trailer


Wie Endzeitfilme nicht aussehen sollten, das haben Doomsday und Babylon A.D. erst eindrucksvoll bewiesen. Es ist aber auch nicht gerade leicht, einen guten Film mit solch einem Sujet zu machen, wie auch zahlreiche andere Flops der letzten Jahre (und noch weiter hinaus) zeigten – erst recht, wenn man sich an Klassikern wie Mad Max messen lassen muss. Nun versucht sich also John Hillcoat, der immerhin für den tollen The Proposition verantwortlich zeichnet, an ebenjenem Sujet. The Road basiert auf dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy (No Country for Old Men) und hinterlässt zumindest mit seinem Trailer (480p/720p/1080p) einen eher zwiespältigen Eindruck. Die Mischung aus Neo-Western, Actionfilm und Endzeitthriller scheint mir etwas zu überladen und daher auch etwas unausgegoren. Doch ich lasse mich sehr gerne eines Besseren belehren.


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»Do I look like I care what people think?«

Hancock
(Peter Berg, USA 2008)
Kino

Will Smith steht vom Boden auf, die Kamera folgt ihm vom Boden in die Luft, sie dreht sich. Nicht ein Mal, nicht zwei Mal, sondern eine halbe Ewigkeit, eine halbe Ewigkeit dreht sie sich in 360-Grad-Manier um den Titelgebenden Protagonisten, Hancock. Diese eine Einstellung kommt nicht von Ungefähr, und sie erinnert nicht zufällig an Smith in Bad Boys II. Peter Berg, das hat er bereits mit The Kingdom eindrucksvoll gezeigt, scheint langsam aber sicher Michael Bay in Sachen Optik in nichts nachzustehen. Es ist die Art, Action zu inszenieren, seine Helden zu porträtieren und sie abzufeiern. Bei den einen verursacht dieses Kameragezappel Kopfschmerzen, andere können davon nicht genug bekommen. Und so findet sich bereits in der Eröffnungsszene von Hancock eine deutliche Parallele zu Bays Actionvehikel. Hancock (Smith) macht jagt auf drei Asiaten, die ähnlich den Rastas bei Bay für ordentlich Chaos auf dem Highway sorgen.

Hancock macht kurzen Prozess mit ihnen, er ist launisch und es fließt nicht gerade wenig Alkohol durch seinen Blutkreislauf. Genau das macht den eigentlichen Antihelden Hancock aber aus. Er ist launisch, unhöflich, Alkoholiker, pflegt keinen feinen Umgangston, kurz: Er ist asozial. Diese Idee des asozialen Superhelden, der keinem Topoi folgt und sowieso ziemlich 'anders' ist, ist für sich genommen eine sehr schöne Idee. Berg setzt diese auch sehr schön um, wenn er Hancock alle nur erdenklichen Zerstörungsszenarios durchlaufen lässt und mit jeder Menge Gleichgültigkeit gegenüber Autoritäten und Mitmenschen füllt. Da kann auch PR-Mann Ray (Jason Bateman) nicht mehr helfen, denn wir alle wissen, was es mit Alkoholikern meist für einen Lauf nimmt … Fast paradox erscheint dabei auch die Tatsache, dass man diesem asozialen Geschehen voller Freude folgt, sich daran erlabt, wenn Hancock kleine Kinder in die Luft wirft und sie damit wohl ihr Leben lang prägt. Ja, dieser Hancock ist schon ein subversives Kerlchen, und der Film erst recht.

Berg spielt dabei nicht nur mit den Autoritäten und der Gleichgültigkeit der amerikanischen Vorstädtler, sondern auch mit den Medien, wie die You-Tube-Szene mit Hancock und dem Wal eindrucksvoll zeigt. Das macht alles ziemlich großen Spaß, wie gesagt, der Höhepunkt ist dabei sicherlich der Eintritt Hancocks ins Gefängnis, wenn er dort seine Muskeln spielen lässt, Köpfe in Körperteile eindringen lässt und somit gleichzeitig auch noch mit Gefängnis(film)klischees spielt. Doch dann, man will seinen audiovisuellen Rezeptoren kaum glauben, bricht Berg mit alledem – zugunsten eines 0815-Superheldenplots, der nichts mehr von dem Charme und Witz der ersten Hälft erkennen lässt. Es ist ein Bruch, wie er nie gern gesehen wird, einer der schmerzt, aus einem guten Film einen nicht nur mittelmäßigen macht, sondern sogar noch tief greifender zerstört. Plötzlich wird erklärt, warum Hancock über die Kräfte verfügt, die er nun auch im Konsens mit der Stadt nutz. Das ist an sich ja nichts schlechtes, nur ist die Auflösung inklusive lächerlichem Plottwist so dermaßen klischeeträchtig und doof, dass man es Berg nicht durchgehen lassen kann.

Dabei versprühen Smith, der für die Rolle wie gemacht zu sein scheint, und seine Kollegen so viel Witz und Charme, dass man dem Geschehen eigentlich noch gerne weiter gefolgt wäre – nur eben nicht so. Bereits der Trailer machte ja deutlich, dass Hancock gegen Ende eine andere Richtung einschlagen würde. Dass er all seine Subversivität und Anarchie, die er in der ersten Hälfte so konsequent aufbaut, aber dann zugunsten eines Hollywood-Klischeeendes verschenkt, war allerdings nicht zu erwarten – und auch nicht zu hoffen. Da hätte man sich doch einmal gewünscht, dass der Trailer noch mehr vorwegnimmt und man sich das Ganze dann gleich hätte sparen können. Nur dieses eine Mal. (5/10)


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'HanCOCK' …


FilmDrunk.com beweist mal wieder, warum es zu den besten Filmblogs überhaupt gehört – I loled. Übermorgen weiß ich dann übrigens auch, ob Hancock tatsächlich mehr cock als Hancock ist …


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David gegen Goliath

In the Valley of Elah
(Paul Haggis, USA 2007)
Kino

‘In the Valley of Elah’Pathos. Meyers Lexikon definiert es wie folgt: "Feierlichkeit, Leidenschaftlichkeit; in der 'Poetik' des Aristoteles Hauptelement des Tragischen, wesentliche Voraussetzung für die Katharsis." Ja, Paul Haggis mag diese Feierlichkeit, diese Leidenschaftlichkeit in seinen Filmen. Und dass auch Hollywood diesem verfallen ist, zeigte es beim Oscar 2006, als Haggis' Crash die Trophäe für den besten Film des Jahres bekam. Dies als eine umstrittene Entscheidung zu beschreiben, wäre gewagt, denn der Großteil hasste die Academy dafür und hat ihr diesen Fehlgriff – der in meinen Augen absolut keiner war, im Gegenteil – bis heute nicht verziehen. Eines sei also gleich verraten: Wer mit Crash nichts anfangen konnte, der wird auch mit Haggis' Neuem nichts anfangen können. In the Valley of Elah spart nämlich nicht an Leidenschaftlichkeit, was an sich für die meisten ja gar nicht so schlimm wäre, wäre da nicht eben noch die Moralkeule, die auf einem Parallelgleis zum Pathos fährt. Es geht um ein heikles Thema, den Komplex Irak…

Dass es Verfilmungen zu diesem gibt, ist an sich ja nichts Neues; uns überkommt ja gerade eine ganze Welle von Irakkriegsfilmen, mal mehr moraldidaktisch, mal weniger. In einem Punkt sind sich die meisten aber einig, nämlich der Tatsache, dass das, was im Wüstenstaat vor sich geht, falsch ist. Das sieht auch Haggis so, der mit den Drehbüchern zu Flags of Our Fathers und Letters from Iwo Jima ja schon reichlich Kriegsfilmerfahrung sammeln durfte. Und von letzteren beiden unterscheidet sich sein zweiter großer Spielfilm auch nicht allzu sehr. Klar, es ist kein richtiger Kriegsfilm, aber in ihrer Inszenierung und Prämisse sind doch deutliche Parallelen zu erkennen. Es sind unsere Jungs, die 'drüben' kämpfen und sterben, die erst durch die inhumanen Umstände zu drastischen Mitteln greifen und zu seelischen Wracks werden. Der Schuldige? Nunja, das ist die Politik – oder auch nicht. Haggis liefert hier keine eindeutige Antwort, denn das Engagement im Irak wird zu keiner Zeit in Frage gestellt. Vielmehr klagt er die Verhältnisse im Irak an, dass viel zu wenig getan wird, die falsche Strategie gefahren wird und unsere tapferen Männer und Frauen den Preis dafür bezahlen müssen.

Sein Protagonist, Tommy Lee Jones, ist ein Veteran, der selbst die Schrecken des Krieges erlebt hat. Er ist ein harter Hund, der moralische Werte hochhält und diese auch die Menschen in seiner Umgebung spüren lässt. Jones mimt diesen innerlich zerfressenen Mann, der die Katharsis bitter nötig hat, die er am Ende auch bekommt, grandios. Ich würde ihm den Oscar wirklich gönnen, was angesichts der Konkurrenz jedoch sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich zu sein scheint. Er hat Außenseiterchancen, bestenfalls. In the Valley of Elah ist sowieso großes Schauspielkino, denn auch eine Charlize Theron oder Susan Sarandon laufen zur Höchstform auf. Lediglich ein verschenkter Josh Brolin, der nach No Country for Old Men ziemlich klein wirkt, lässt ein klein wenig Wehmut aufkommen. Sie alle sind betroffen von der Situation im Irak, direkt oder indirekt – und repräsentieren dabei nur drei von fast 300 Millionen Menschen. Als es vor ein paar Jahren hieß, Irak werde das zweite Vietnam, dachte ich, das wäre Nonsens. Diese Ansicht hat sich jedoch verändert.

In the Valley of Elah hat so viele großartige Momente, dass man den Film schon fast als einen einzigen magic moment bezeichnen kann (die Unfallszene aus Crash kann der Film aber dennoch nicht toppen). Sei es das Tischgebet, die Badewannenszene (die jedoch äußerst ambivalent aufgenommen zu werden scheint) oder das Hissen der Flagge – Haggis zelebriert das Zelebrierende, das Pathos. Doch so rührselig das Drama auch daherkommen mag, so gibt es auch durchaus spannende Thrillerelemente à la Whodunit. Der Fokus und vor allem auch die Stärke des Filmes liegt aber ganz eindeutig auf Seiten des Dramas. Hier liegt Haggis' Stärke, hier ist er in seinem Element. Viele werden ihn hassen, viele werden Haggis Pathos aber auch wieder verfallen. Dies entscheidet sich spätestens in der fantastischen letzten Szene des Filmes, die es dann endgültig auf den Punkt bringt (denn ja, der Film ist durchaus etwas bedeutungsschwanger, das ist bei Haggis ja aber ebenfalls nicht ungewöhnlich): Es herrscht Notstand im Irak, und das dazugehörige Notsignal ist dieser Film. (8-9/10)


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