Bernd Eichinger stirbt im Alter von 61 Jahren


Filmproduzent Bernd Eichinger ist heute im Alter von 61 Jahren an einem Herzinfarkt in Los Angeles gestorben. So wenig ich ihn auch leiden konnte, so viel hat ihm der deutsche Film zu verdanken! R.I.P.


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81. Academy Awards: Die Nominierungen sind da


In genau einem Monat findet sie wieder statt, die Oscarverleihung. Und just in diesem Moment wurden die Nominierten für den (zumindest für Hollywood) wichtigsten Filmpreis der Welt bekannt gegeben. Viele Überraschungen gibt es nicht, im Gegenteil – business as usual. Heath Ledger bekommt seine Nominierung für The Dark Knight, Mickey Rourke eine Nominierung für die beste männliche Hauptrolle – alles andere wäre auch ein Unding gewesen – und Der Baader Meinhof Komplex leider eine für den besten fremdsprachigen Film. Der Rest der Liste, die bisher noch nicht ganz vollständig ist, schaut ebenfalls nicht besonders aus.

Gut, die Nominierung für In Bruges für das beste Originaldrehbuch freut mich sehr, aber den Rest teilen sich die großen fünf: Slumdog Millionaire, Milk, Frost/Nixon, The Curious Case of Benjamin Button mit 13 (!) Nominierungen und The Reader. Letztere beiden zumindest meiner Einschätzung nach zu Unrecht. Zugegeben, Finchers Film wurde ja auf diese Nominierungen hin konzipiert, ebenso Daldrys unsägliche Romanverfilmung. So richtig gönnen würde ich es ja sowieso keinem der Filme (wobei ich Frost/Nixon noch nicht gesehen habe), denn verdient hat es keiner, zu deutlich steht ihnen das Buhlen um ebenjene Trophähe ins Gesicht geschrieben. Interessanter wird es da schon in der Dokumentationskategorie, wo ich Werner Herzog den Preis wirklich gönnen würde, auch wenn er gegen Man on Wire leider den Kürzeren ziehen dürfte.

In Sachen Filmmusik fällt es mir eher schwer, einen Favoriten zu finden. Sowohl Defiance als auch Slumdog Millionaire hatten einen sehr guten Score (Letzterer dürfte sowieso beim Originalsong abräumen), wobei man beide natürlich überhaupt nicht miteinander vergleichen kann – nun ja, hauptsache nicht das Dahingeplätschere von Desplat (sowieso fehlt da ganz eindeutig Zimmer mit The Dark Knight, auch wenn mir einige massiv widersprechen würden).  Und wenn ich mich schon ärgere: Wanted hat gleich zwei Nominierungen bekommen, zwar unbedeutende, aber schon das ist schlimm genug.

Ich bin ja wirklich gespannt, was für eine Show da in vier Wochen auf uns zukommt …


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Golden Globe Awards 2009: Gewinner & Verlierer


Das Wichtigste vielleicht gleich zu Beginn: Nein, leider habe ich die Verleihung gestern Nacht nicht gesehen, da ich heute Morgen recht früh raus musste und es ja auch immer ewig dauert, bis es mal an die interessanteren Kategorien geht (die Oscars werden aber wieder mal komplett geschaut, das ist Pflicht). Und dennoch: die Liste der Gewinner erfreut mich größtenteils. Der Baader Meinhof Komplex hat nicht gewonnen, Mickey Rourke gewinnt absolut zu Recht für seine Rolle in The Wrestler, dem wohl besten Film diesen Jahres (Review folgt bald, ich weiß), dito Colin Farrell. Doch es gibt auch Aufreger, allen voran der Preis für Kate Winslet für ihre gar nicht mal so gute Rolle in dem gar nicht mal so guten, sondern grottenschlechten The Reader.

Ebenfalls sehr enttäuscht bin ich, dass Neil Patrick Harris den Award für seine Rolle in How I Met Your Mother nicht einsacken konnte – ein Skandal ist das, true story! Der Rest ist eigentlich das, was zu erwarten war, würde ich mal ganz dreist behaupten. Und da ich Danny Boyles Überfilm Slumdog Millionaire erst morgen sehe, gehe ich auf sein Abräumen auch gar nicht weiter ein, denn wer weiß, vielleicht bereue ich es morgen ja schon wieder, wenn ich es ihm heute gönne (was ich aber selber auch nicht wirklich glaube).


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'Der Baader Meinhof Komplex': Constantin droht Journalisten

Es ist noch über einen Monat hin, bis Uli Edels Zeitdokument basierend auf der Buchvorlage Stefans Austs, Der Baader Meinhof Komplex, in den deutschen Kinos startet, da gibt es auch schon dern ersten 'Skandal' um den Film. Nicht etwa ob des Inhaltes oder der Besetztung des Filmes, sondern weil der Verleih, Constantin Film, eine Berichterstattungssperre erhoben hat, wie die SZ berichtet:

"'Völlig inakzeptabel': Wer über den Kinofilm 'Der Baader Meinhof Komplex' berichten will, dem wird erst einmal gedroht. Ein Fall für Boykott, findet der Journalistenverband. (…) Es heißt noch einmal: 'Eine ausführliche Besprechung des Films darf nicht vor dem 17. September veröffentlicht werden.' Der Verbotssatz ist unterstrichen."

Wirklich eine Frechheit, was hier mal wieder veranstaltet wird. Da werden Erinnerungen an Spielbergs War of the Worlds wach, bei dem man auf genau das selbe Prozedere setzte (und sich ins eigene Fleisch schnitt). Kollege Thomas geht sogar soweit, dass er nicht nur den Film auch nach dem regulären Start boykottieren wird, sondern auch den Videotheken nahelegt, den Film bei Erscheinen nicht ins Sortiment aufzunehmen. Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) hat auch schon eingelenkt und kann Kollegen ebenfalls nur warnen. Das ist wirklich arm, Constantin!


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