Die Gewinner der 'Switch' DVD Verlosung


Eine ganze Woche hattet Ihr Zeit und – das muss ich gleich voran schicken – ich bin platt! Innerhalb dieser Woche habe ich mehr als 100 neue Fans für Equilibrium auf Facebook gewinnen können. Zudem gab es stolze 57 Kommentare zum Artikel, so viele wie noch bei keinem Gewinnspiel. Dafür ein ganz großes Dankeschön an Euch alle. Genug geredet, kommen wir zu den glücklichen Gewinner der vier DVD-Pakete. Random.org hat Glücksfee gespielt und die folgenden vier Personen buchstäblich beglückt:

Manu (Switch)
Andreas (Switch)
Christine (Switch Reloaded)
Alkmar (Switch Reloaded)

Herzlichen Glückwunsch, liebe Gewinner! Allen anderen, die dieses Mal leider leer ausgegangen sind, danke ich für ihre Teilnahme und möchte sie einmal mehr auf die nächste Verlosung vertrösten.


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Gewinnt 'Switch' & 'Switch Reloaded' DVD Pakete!


Kaum ist das letzte Gewinnspiel beendet, steht wie versprochen auch schon das nächste in den Startlöchern. Pünktlich zur Veröffentlichung von Switch Best of Vol. 1 & 2 und Switch Reloaded Vol. 4 auf DVD, hat Turbine einige dieser Scheiben zur Verfügung gestellt, die Ihr nun gewinnen könnt. Ganze vier Pakete gibt es zu gewinnen: 2x Switch Best of Vol. 1 & 2 und 2x Switch Reloaded Vol. 4. Natürlich gibt es auch die Pakete, wie alles andere auf der Welt, nicht umsonst.

Was Ihr dafür tun müsst, ist aber recht simpel, drei Möglichkeiten stehen Euch dafür zur Verfügung: 1. Hinterlasst einen Kommentar oder 2. Markiert den Post bei Equilibrium auf Facebook mit 'Gefällt mir' und kommentiert den Link oder 3. Veröffentlicht den folgenden Tweet und verlinkt in anschließend hier in den Kommentaren: RT @EquilibriumBlog Gewinnt eines von vier DVD-Paketen zu "Switch": http://bit.ly/dilrZb. Zeit dafür bleibt Euch bis Dienstag, 31. August, 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück Euch allen!


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'The Imaginarium of Doctor Parnassus' Blu-ray Review


Ich muss ehrlich gestehen, dass mir Terry Gilliams Arbeit nicht allzu sehr vertraut ist. Und eines ist nach der Sichtung von The Imaginarium of Doctor Parnassus sicher: dieser Zustand wird sich nicht so schnell ändern. Nicht, dass Gilliams Film eine Katastrophe wäre, nein, sein jüngster Film ist nur absolut nicht my cup of tea. The Imaginarium of Doctor Parnassus ist das, was ich als buntes Knallbonbon bezeichnen würde, eines, das mir aber zu bunt und zu knallig und sowieso viel zu quietsch fidel ist. Zu Beginn kam mir der Film zwar noch etwas wie eine Hard-Boiled-PI-Geschichte vor – ich weiß nicht wirklich warum, am ehesten mache ich dafür noch die Atmosphäre verantwortlich -, schlug dann aber recht schnell in Fantasy um, bis ich ihn schließlich als Liebesfilm wahrnahm. Richtig, Gilliams Film ist für mich in erster Linie ein Film über die Liebe und alle Gedanken und Kämpfe, die sich darum drehen. Zu verdanken ist dies zum größten Teil den beiden jungen Hauptdarstellern Andrew Garfield – der ja bald den neuen Spider-Man gibt und mich schon in Red Riding: 1974 beeindruckte – und der bezaubernden Lily Cole.

Es fiel mir, um meine Ehrlichkeit weiter voranzutreiben, selten so schwer über einen Film zu schreiben wie über diesen. Natürlich könnte ich in die üblichen Floskeln verfallen (zum Beispiel die ganze Chose mit Heath Ledger), aber das würde dem Film wohl nicht unbedingt gerecht. Vielmehr möchte ich damit fortfahren, warum ich The Imaginarium of Doctor Parnassus als Film über die Liebe verstehe und den Rest eher als schmuckes Beiwerk sehe. Es ist die klassische, aber wohl romantischste Geschichte, die Gilliam hier mit Hilfe von Garfield und Cole erzählt. Zwei junge Menschen, die sich seit Ewigkeiten kennen, ihre Zuneigung zueinander aber nur selten zeigen oder gar wahrhaben wollen – zumindest hinsichtlich einer Person. Gilliam lässt Parnassus erzählen, wie es einst bei ihm war, welchen signifikanten Fehler er damals beging und wie er ihn bereut. Natürlich soll auch Anton und Valentina das Schicksal zuerst nicht gut geweiht sein. Mit der Figur Heath Ledgers kommt nun die Konkurrenz für Anton, der klassische Dritte im Bunde, der für Anton natürlich eine Konkurrenz und damit Gefahr darstellt.

Im gesamten Film geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, wie sie miteinander interagieren, wie sie täuschen und dem anderen etwas vorspielen. Faust kommt plötzlich ins Spiel, Seelen werden verkauft, alles im Namen der Liebe versteht sich. All die bunten Bilder, denen Gilliam uns ausliefert sind zur Reflexion da, sie lassen uns über unser eigenes Leben nachdenken. Am Ende leitet es aber wieder zur Liebe hin, die erfüllt werden soll oder schon langer erfüllt ist, je nachdem. So hanebüchen der Vergleich vielleicht auch sein mag, aber am Ende fühlte ich mich schließlich an den grandiosen Love Exposure (愛のむきだし) erinnert, der das Geschehen mit der Bibel zitiert und die Liebe als etwas darstellt, das alles übersteht. Gilliam konnte mich zumindest hiermit fesseln, zumal sein Ensemble grandios aufspielt. Vielleicht sollte ich mich ja doch an sein Œuvre herantrauen …

Die Blu-ray zu The Imaginarium of Doctor Parnassus besticht durch ein ordentliches Bild, das die knalligen Farben jenseits des Spiegels hervorragend zum Ausdruck bringt. Der Ton ist an den richtigen Stellen knackig geworden, auch an Basseinlagen mangelt es nicht. Die Dialoge, die den größten Teil des Filmes ausmachen sind klar zu verstehen und gut abgemischt. Auch an Extras mangelt es der Scheibe nicht, im Gegenteil. Randvoll mit Making-Ofs und einem Special zu Heath Ledger, wird die Blu-ray gebührend abgerundet.

The Imaginarium of Doctor Parnassus ist seit dem 01. Juli auf DVD und Blu-ray erhältlich.


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Mittendrin statt nur dabei: 'Gamer' Blu-ray Review


Dass Film eigentlich ein Endprodukt ist, eine Kombination aus verschiedenen Schichten, die in ihrer Summe das Medium ergeben, ist uns eigentlich nur selten bewusst. Natürlich fallen Darsteller, Musik oder Dialoge stets ins Gewicht, mal nehmen wir sie stärker wahr, mal weniger. Film ist vor allem ein visuelles Medium, das uns mit Bildern verzaubern soll, die wir konsumieren, hinter die wir aber nur selten bewusst blicken (können). Gamer ist so ein Film, der seinem Rezipienten wieder ins Bewusstsein ruft, welch enorme Arbeit eigentlich hinter einem Film steckt. Diese wilden Ego-Shooter-ähnlichen Szenen, die uns vorgesetzt werden, und in denen wir uns fast wie ein Spieler oder gar Teilnehmer fühlen. Sie sind es, von der die größte Faszination des Filmes ausgeht. Doch es ist nicht nur die Action allein, die einen mittendrin statt nur dabei sein lässt. Es ist die gesamte Zukunftsvision des Regieduos Neveldine/Taylor.

Nicht, dass sie unglaublich neu oder innovativ wäre, nein – andererseits ist es aber ebenjene Realitätsnähe, die einem fast schon Angst machen kann -, es sind ihre Details und noch vielmehr ihre Montage, die man in dieser Form schlichtweg noch nicht gesehen hat. Die Montage, eines der wichtigsten Mittel des Mediums. Die Zusammenführung der virtuosen Bilder von Gamer, hinter denen so viel technischer Aufwand steckt, dass man ihn eigentlich nicht oft genug würdigen kann. Neveldine/Taylor, die bereits mit den beiden Crank-Filmen zeigten (auch wenn der Zweite streng genommen nach Gamer gefilmt wurde), dass man eine Kamera nicht immer auf einem Stativ oder an einem Kran befestigen muss, führen diese Stilrichtung in Gamer konsequent fort. Statt mit teuren Filmkameras wurde komplett digital gedreht. Was bei ihren beiden Debütfilmen jedoch noch Hunderttausende von Dollar gekostet hat, wurde durch die Red One auf einen Bruchteil dessen reduziert – ohne jegliche qualitative Einbußen, im Gegenteil. In einem Extra auf der Blu-ray erzählen die beiden, wie sich die Arbeit mit der Kamera der Zukunft gestaltete, welche Probleme es anfangs gab und wie die Ingenieure von Red, mit denen das Filmteam eng zusammenarbeitete, die Hard- und Software anpassten.

Es ist einmal mehr nicht die Tatsache an sich, dass Gamer mit der Red One gedreht wurde, denn das tun ja mittlerweile genügend andere Filmemacher auch, es ist vielmehr das Wie. Da drücken Neveldine/Taylor ihren Kameraleuten beispielsweise die Red One in die Hand und versehen diese dann mit Rollerskates. Das Ergebnis sind ebenjene Bilder, die man so nur von Egoshootern oder echten Kriegsbildern gewöhnt ist. Dank digitaler Nachbearbeitung hat man auch keine qualitativen Einbußen gegenüber dem guten alten Film. Einmal mehr macht Gamer deutlich, dass das Autorenkino endgültig im 21. Jahrhundert angekommen ist, wie auch das Medium selbst, betrachtet man allein die drei Filme der beiden. Dabei geht es weniger um deren Inhalt, als vielmehr um deren technische Umsetzung, die bisweilen Maßstäbe setzt. Das ist nicht nur avantgardistisch, sondern konsequent, wirft man einen besonderen Blick auf das amerikanische Kino.

Auch wenn die beiden in ihren Shirts locker dasitzen und nebenher zum Energydrink greifen, so spricht ihre Arbeit doch eine deutliche Sprache, nämlich jene des Arbeitstieres und des Perfektionismus. Neveldine/Taylor überlassen auch in Gamer nichts dem Zufall, gekonnt spielen sie auf Popkultur und Gesellschaft an, liefern dabei mal subversive, mal ironische Kommentare ab. Sie mögen vielleicht keine Autoren im eigentlichen, sprich literarischen Sinne sein – denn natürlich sind ihre Geschichten eher trivialer Natur -, aber sie sind definitiv technische Autoren. So sehr viele der großen Regisseure, die auch heute noch aktiv sind, das Medium auch geprägt haben mögen (aber seit dem nur noch konventionelle Schritte gehen), so erwarte ich einen neuen Film der beiden doch deutlich sehnlicher als jene der etablierten Filmemacher. Die Zeit für diese jungen kreativen Köpfe ist gekommen, und Neveldine/Taylor gehören sicherlich zu den visionärsten Filmemachern der Gegenwart.

Die Blu-ray ist wie zu erwarten eine würdige Umsetzung der technischen Visionen der beiden Regisseure. Das Bild ist knackig scharf und unterstützt die HD-Optik des Filmes hervorragend. Wer Gamer bereits im Kino gesehen hat, der weiß, dass vom Ton fast noch mehr zu erwarten ist als vom Bild. Und auch hier kann die Scheibe auf ganzer Linie überzeugen. Zwar könnte der Raumeindruck noch etwas besser sein, aber dafür hat der Subwoofer jede Menge zu tun, und auch die Abmischung ist insgesamt auf hohem Niveau. Bei den Extras lohnen vor allem die Dokus, die nicht nur den Entstehungsprozess begleiten, sondern auch zeigen, welche Pionierarbeit Gamer hinsichtlich der Red One geleistet hat. Hätte man die deutsche Fassung nicht um eine Minute gekürzt, wäre Universum hier eine erstklassige Blu-ray gelungen. (8/10)

Gamer ist ab 04. Juni auf Blu-ray und DVD erhältlich.


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'Alien, Marx und Co. – Slavoj Žižek im Porträt'


Wenn man ihn zum ersten Mal sieht, könnte man ihn durchaus für einen obdachlosen Alkoholiker halten, dem man noch schnell ein Hemd drüber gezogen hat, um ihn anschließend vor die Kamera zu stoßen. Selbst wenn man weiß, dass er kein Obdachloser ist, sondern der wohl bekannteste Slowene und Philosoph der Gegenwart, so scheint es dennoch nicht weit hergeholt, wenn man ihn für einen hyperaktiven Epileptiker hält. Die Rede ist natürlich von keinem Geringeren als Slavoj Žižek, der mindestens so schnell redet wie er denkt. Doch wer ist dieser Schnellfeuer-Philosoph, der seine Arbeiten auf Lacan und Hegel stützt? Natürlich könnte man sich nun den Wikipediaartikel durchlesen. Dieser mag auch durchaus Licht ins Dunkel bringen, aber kann er auch den Menschen Žižek illustrieren? Wohl kaum. Susan Charles de Beaulieu und Jean-Baptiste Farkas haben dem Querdenker deshalb ein filmisches Porträt gewidmet, das einen grundlegenden Einblick in den Kosmos des Slavoj Žižek liefert.

Wer ist dieser Mann und für was steht er? Welche Bereiche der Gesellschaft stehen ihm und seinen Überlegungen besonders nahe und wie steht es um sein Verhältnis zu Kollegen? Bedenkt man die Laufzeit von nicht einmal einer Stunde, so wird schnell klar, dass das für eine umfassende Doku deutlich zu wenig Zeit ist. Und dennoch: nicht nur, dass die knappe Stunde wie im Fluge vergeht, auch an Informationen mangelt es dem Porträt Alien, Marx und Co. – Slavoj Žižek im Porträt nicht. Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht das Porträt primär auf Žižeks Ansichten rund um Marx, die Gesellschaft und das Medium Film ein. Während er anfangs noch die gesellschaftlichen Systeme der Bundesrepublik, der Franzosen und der Angelsachsen mit deren Toiletten vergleicht, kommt er etwas später dann auf das Thema Film zu sprechen. Es geht ihm um Identitäten. Er outet sich nicht nur als großer Fan von Lynch (welch Wunder) – auch wenn er ihm glücklicherweise eine gewisse geistige Unreife attestiert -, sondern erklärt anhand von Filmstills auch, was Alien, Fight Club und Filme der Marx-Brothers mit Identitäten zu tun haben (es liegt auch ein Bild von Kieślowski in der Reihe, aber leider geht er darauf nicht ein, denn sein Kreislauf will nicht ganz mitspielen).

Bei all der Sympathie, die der Film für Žižek aufkommen lässt, vergisst er es aber auch nicht, aufzuzeigen, dass er bei vielen anderen – seien es Feuilleton oder Kollegen – nach wie vor auf Granit beißt. Eine ambivalente Figur ist er allemal, das macht der Film generell schnell deutlich. Dennoch darf die Rolle, die Žižek in den letzten Jahren zuteil wurde, nicht unterschätzt werden, das machen auch seine Kollegen deutlich. Bei so vielen anderen wäre man heilfroh, wenn man sie und ihre Eigenarten nach einer Stunde wieder los wäre, aber bei Žižek ist es geradezu umgekehrt. Man verfällt der aggressiven Rhetorik dieses Zappelphilipp und würde ihr gerne noch weitere 60 Minuten lauschen. Egal ob Film, Philosophie, Politik oder Literatur, Žižek ist wie Treibsand, in den man immer weiter eintaucht – mit dem Unterschied, dass man es hier freiwillig tut. Alien, Marx und Co. ist dabei ein perfekter Einstieg ins ganz spezielle Universum dieses Mannes aus Ljubljana.

Die DVD, die in der filmedition suhrkamp erschienen ist, bietet allen Žižek-Süchtigen neben dem Hauptfilm noch Ausschnitte aus einigen seiner Vorträge, die insgesamt noch einmal 60 Minuten Material ausmachen. Der Hauptfilm wird dabei zeitgemäß in anamorphem Breitbild präsentiert, der Ton ist fernsehgerecht in Stereo vorhanden. Im Booklet befindet sich zudem ein Essay von Jens-Christian Rabe.


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Gewinnt zwei Fanpakete zum 'Fame' Remake


Am Freitag erscheint das Remake zu Fame auf DVD und Blu-ray in einer 17 Minuten längeren Extended Fassung. Passend dazu hat Universum Film zwei Fanpakete, bestehend aus einem Girlie-Shirt und einem Notizbuch, zur Verfügung gestellt. Wenn Ihr eines der Fanpakete gewinnen wollt, dann habt Ihr dazu drei Möglichkeiten: entweder Ihr kommentiert diesen Beitrag, Ihr markiert diesen Beitrag bei Equilibrium auf Facebook mit 'Gefällt mir' oder Ihr twittert folgenden Tweet (den Ihr dann anschließend auch hier in den Kommentaren verlinkt) @EquilibriumBlog verlost 2 Fanpakete zum "Fame" Remake http://bit.ly/b7ueCs. Mehrfache Teilnahmen via Twitter und Facebook/Kommentar sind nicht erlaubt. Der Rechtsweg ist natürlich ebenfalls ausgeschlossen. Zeit habt Ihr dafür bis Sonntag, den 16. Mai, 0.00 Uhr.

Aus, Schluss, vorbei! Die beiden glücklichen Gewinner, die per Random.org ausgelost wurden, sind Tam Ke und Marijke. Glückwunsch den beiden Damen und allen anderen danke ich fürs Teilnehmen! Das nächste Gewinnspiel steht schon vor der Tür …


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'The Texas Chain Saw Massacre' 35th Anniversary Blu-ray


Gibt es einen Gewaltausbruch in unserer Gesellschaft, sei es ein Amoklauf oder ein Schüler, der seine Lehrerin auf offener Straße ersticht – man fragt sich stets nach dem Warum. Dieses Warum ist aber oftmals nur schleierhaft auszumachen, findet kaum rationale Gründe oder bleibt schlichtweg im Dunkel. Es muss aber ein Schuldiger her, und sei es nur für die Medien, denn solch eine Tat geschieht niemals ohne einen Grund. Warum sind Menschen immer und immer wieder zu solchen Taten in der Lage? Warum konnten die Taten nicht im Vornherein erkannt oder gar verhindert werden? Eines ist sicher: die menschliche Seele steckt bisweilen voller Abgründe, die sich zwar nur selten offenbaren, wenn sie sich aber offenbaren, dann auf signifikante Art und Weise. Tobe Hoopers The Texas Chain Saw Massacre geht diesem Phänomen, einem Amoklauf eines vermeintlich Irren, aber nicht auf den Grund, sondern macht es erfahrbar. Sein Film beginnt mit kurzen Bildern von Leichenteilen, die sich mit komplett schwarzen Frames abwechseln. Etwas Schreckliches wird suggeriert, etwas Widerwärtiges, das jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Erklärung findet. Hooper präsentiert im Verlauf des Filmes stattdessen nur noch mehr fragile Seelen, Rednecks, die im texanischen Hinterland ihr Unwesen treiben, teils degeneriert und mit einer unheimlichen Aura versehen.

Im Kontrast dazu stellt uns Hooper 'normale' Menschen zur Seite, Sally (Marilyn Burns) und ihren invaliden Bruder Frank (Paul A. Partain), die trotz ihres Hippieerscheinungsbildes eine jugendliche Unschuld ausstrahlen, die ihnen zum Verhängnis werden soll. Langsam geht Hooper sein Terrorkino an, liefert immer wieder einzelne Bilder, die die Unheimlichkeit des Ganzen heraufbeschwören, aber dennoch mehr suggestiv als explizit sind. Sei es das tote Gürteltier auf der Straße gleich zu Beginn oder der Knochenschmuck, der das Haus bereits von Außen morbide schmückt. Bei alledem zieht sich eine Statik durch Daniel Pearls Bilder, von der eine gewisse Schönheit ausgeht, kann die texanische Einöde doch zu Teilen durch ihre schöne Natur begeistern. Es gibt so gut wie keine schnellen Kameraschwenks oder hektischen Schnitte, es ist die Ruhe vor dem Sturm. Es dauert eine ganze Weile bis die mittlerweile zur Ikone gewordene Figur Leatherface (Gunnar Hansen) ihren ersten Auftritt hat und gleichzeitig ihr erstes Opfer auf den Metzgertisch legen darf. Den Hammer auf den Kopf oder das rohe Fleisch auf den Haken aufgespießt, schon ist der Spuck vorbei. Keine langen und blutigen Einstellungen von Qualen, wie sie heutzutage immer selbstzweckhafter Einzug ins Horrorkino finden. Vielleicht sind es ebenjene wenig explizite Bilder, die das wahre Grauen ausmachen, fordern sie doch buchstäblich unsere Imagination heraus. Selbst die Schreie von Pam (Teri McMinn) verhallen recht schnell, hat Leatherface sein Werk erst einmal vollendet.

Der menschliche Körper, reduziert auf das Fleisch, was sich allein in Pams Kleidung manifestiert, die nur spärlich vorhanden ist. Wenn sie sich in einer Szene dem Haus nähert, folgt Kameramann Pearl ihr langsam von hinten, so dass es den Anschein hat, als trage sie außer einer Hose keinerlei Kleidung. Es ist viel Fleisch zu sehen, Fleisch, das Erinnerungen an die Viehherde zu Beginn weckt, die auf engstem Raum im Verschlag ihr letztes Dasein fristet – wie die vier Jugendlichen, die im VW-Bus schwitzen und endlich raus wollen. Sobald sie einmal raus sind, bleibt ihnen jedoch nur noch der Weg ins Schlachthaus, ob sie wollen oder nicht. Sobald Sally und Leatherface jedoch auf den Beinen sind, so wechseln auch die statischen Bilder in schnelle Schwenks und schnellere Schnitte, eine Dynamik durchdringt den Film plötzlich, die so nicht abzusehen war und die in dieser Form einen großen Kontrast zum Bisherigen darstellt. War vorher die Totale eine beliebte Einstellung, so ist es jetzt das Close-Up, das beispielsweise auf Sallys weit aufgerissene Augen draufhält, die vor Angst fast schon zu platzen scheinen. Hooper macht den Horror und den Terror erfahrbar, knallt dem Zuschauer die ganze Angst dieser jungen Frau vor den Latz und wird dennoch selten physisch. Es ist die Nähe aber auch gleichzeitig die Distanz, diese Dichotomie, die diese unglaubliche Terrorwirkung entfaltet. Es sind diese Fratzen, keine Gesichter, die sich in die Augäpfel nicht nur Sallys brennen. Auch auf der tonalen Ebene ist dies bemerkbar. Egal ob das nahezu undefinierbare Geräusch zu Beginn oder das lautstarke Gelächter der Fratzen, Sallys Schreie übertrumpfen alles, so dass man sich irgendwann nur noch wünscht, dass doch bitte endlich alles vorbei ist und man diesen schlimmen Schreien nicht mehr ausgesetzt ist.

Doch Hooper kommt dieser Aufforderung nicht nach, im Gegenteil, es zieht keine Ruhe im Film ein, nicht einmal wenn Sally ihrem Angreifer in letzter Sekunde entkommen kann. Ihre Schreie werden lediglich vom Motor der Kettensäge übertrumpft, die noch einige Sekunden lang brummt, bevor ein harter Schnitt der gruselig-schönen Szenerie im Abendrot ein Ende setzt. Der Terror ist damit aber noch lange nicht vorbei. Besonders auf der Blu-ray kommt dies natürlich zur Geltung, die vor kräftigen Farben nur so strotzt und keinerlei Schmutz oder sonstiges Grain aufweist. Lediglich ein dezentes Hintergrundrauschen, das wohl der Digital Noise Reduction (DNR) zuzuschreiben ist, ist vernehmbar, aber wenn man bedenkt, dass es sich hier im Original um 16mm-Material handelt, dann bleibt einem fast schon die Spucke weg. Auch die Extras können restlos begeistern, denn erstmals ist alles deutsch untertitelt. Besonders empfehlenswert ist hierbei der Audiokommentar von Tobe Hooper, Gunnar Hansen und Daniel Pearl, denn er ist nicht nur äußerst informativ, sondern zeigt auch, welchen Spaß die Beteiligten beim Dreh hatten und wie gut sie noch heute miteinander können.

Tobe Hoopers The Texas Chain Saw Massacre ist endlich die Veröffentlichung zuteil geworden, die der Film verdient hat. Ein Meisterwerk und Meilenstein des Horrorkinos auf einer meisterlichen DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung, auf gerade einmal 5.000 Exemplare limitiert und nummeriert. Die DVD wird übrigens ausschließlich in Österreich von MPI veröffentlich (in Deutschland wird der Titel nicht erscheinen).


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Lars von Triers 'Antichrist' und was er dazu (nicht) zu sagen hat


Achtung, Spoiler!

Ich habe selten zuvor so auf einen Audiokommentar eines Regisseurs gewartet wie auf jenen zu Antichrist. Primär in der Hoffnung darauf, dass Lars von Trier zu seinem Film Stellung nimmt, sowohl was das den Plot und seine Metaebene betrifft, als auch das Technische (schließlich wurde Antichrist mit der RED gedreht). Lauscht man also dem Audiokommentar, so wird schnell deutlich, dass von Trier hier nicht allein über seinen Film spricht, sondern in einen Dialog mit dem Filmwissenschaftler und Kritiker Maurice Smith (University of Kent) tritt. Eine Form, die sich ebenso schnell als äußerst glücklich gewählt herausstellen soll. Von Trier macht nämlich schnell deutlich, dass er von Technik so gut wie keine Ahnung hat, was er gegenüber Smith auch immer wieder betont. Zwar geht er auf einige spezielle Sachen, wie die Verzerrung der Bilder, in denen Charlotte Gainsbourgs Figur Visionen hat, ein, aber er weißt gleich darauf hin, dass er dies doch seinem DP Anthony Dod Mantle zu verdanken habe. Dennoch gibt er deutlich zu verstehen, dass viele Szenen alles andere als leicht zu drehen waren, allen voran jene Szenen mit den Tieren.

Lässt er in Hinsicht auf die technischen Herausforderungen noch einiges nach Außen dringen, so verhält er sich hinsichtlich des Plots fast schon konträr. Von Trier wiederholt ständig, in welcher Phase er den Film doch gemacht habe, und dass er vieles selbst erlebt habe (Träume, die im Wald spielen, Träume mit Tieren). Genau hier macht sich Smith dann auch bezahlt, denn er versucht immerhin so viel wie möglich aus von Trier herauszukitzeln, der das Ganze aber oftmals auch mit einem einfachen "I don't know" beantwortet. Es ist ja völlig in Ordnung, wenn ein Filmemacher sich eigener Interpretationen seiner Werke verweigert – er ist ja nicht der Einzige -, aber von Trier hinterlässt vielmehr den Eindruck, als habe er wirklich keine plausible Erklärung für dieses und jenes. All die Szenen, die für großes Aufsehen sorgten, will von Trier beispielsweise als Humor verstanden haben, sei es nun der sprechende Fuchs oder die berühmte Scherenszene. Keine Rede von Misogynie, Freud oder sonstigen Versuchen einer interpretatorischen Herangehensweise.

Von Trier weist ferner darauf hin, dass er Ähnliches auf schamanischen Reisen erlebt hätte, sei es nun die Therapie, mit der Dafoe versucht seine Frau zu heilen oder das Versinken von Gainsbourg im Grün des Waldes. Die Tiere seien ein Symbol für das Leben und den Tod, erwidert Smith, denn das Reh vereine mit dem toten Fötus (von Trier weist darauf hin, dass man einen echten Fötus benutzt hätte, den man dem Reh dann an das Hinterteil geschnallt hat und das Geschirr schließlich digital entfernt) die Balance zwischen Leben und Tod. Gleiches gilt für den Fuchs und die Krähe, die ebenfalls halb lebendig, halb tot sind. Statt darauf jedoch weiter einzugehen, leitet von Trier auf die Geräuschkulisse hin und gibt zu verstehen, dass es sich bei vielen der Töne um einen so genannten polish sound handle, der natürlich hergestellt wurde. So wird dann auch auf die verschiedenen optischen Stile des Filmes eingegangen. Die Eröffnungssequenz in Slow-Motion nennt von Trier 'monumental', den restlichen, an einen Dokumentarstil erinnernden nennt er den 'rauen Stil', der ihm aber letztlich nicht rau genug war.

Leider geht von Trier auch nicht großartig auf die Arbeit seiner beiden Darsteller ein, lässt nur das übliche Lob an die Oberfläche geraten, verliert aber kein Wort darüber, wie hart es für die Darsteller wohl war, in solch eine Rolle zu schlüpfen, die vor allem auf physischer Seite so viel abverlangt. Stattdessen weist er Smith darauf hin, dass er ihn kurz unterbrechen müsse, da sie beide doch eine der interessantesten Masturbationsszenen der Filmgeschichte genießen müssten (von denen es ja ohnehin nicht viele gäbe). Das zeigt einerseits, dass von Trier vielleicht über einen wirklich sehr ambivalenten Humor verfügt, andererseits zeigt es aber auch, dass er die ganze Chose mit seinen Depressionen geschickt für den Film und dessen Rezeption genutzt haben könnte (und diese Rolle im Audiokommentar dann fortführt). Etwas, über das von Trier hingegen gerne zu sprechen scheint, ist seine Vorliebe für Tarkowski. Fast in jeder Szene von Antichrist erläutert er, wie er sich hier von Tarkowski inspirieren hat lassen und wie er ihm dadurch hommagiert. Die Widmung seines Filmes ist dabei nur das offensichtlichste Beispiel.

Dachte ich nach der Erstsichtung noch, dass es sich bei Antichrist um einen der prätentiösesten und selbstgefälligsten Film der letzten Jahre handelt, so machte die Zweitsichtung (in digital) deutlich, dass es sich bei von Triers Film um einen der interessantesten der letzten Jahre handelt. Allen voran technisch kann von Triers Arbeit überzeugen und faszinieren – die Verweise im Audiokommentar unterstreichen diese Sichtweise dabei nur weiter. Vielleicht ist es gerade auch aus diesem Grund von Vorteil, dass von Trier einer Interpretation des Ganzen nicht vorgreift, so dass diese Faszination des Ungewissen, die von Antichrist ausgeht, nicht plötzlich in Gewissheit umschlägt (was ohnehin nur zu Teilen funktionieren würde, denn die Lesart des Autors muss ja nicht kongruent mit der des Rezipienten sein). Auch wenn der Begriff reichlich abgedroschen klingen mag, so scheint 'Meisterwerk' mir hier doch angebracht, und das gleich in vielerlei Hinsicht.

Die DVD, die von Ascot Elite am 18. März kommt, ist eine absolut würdige technische Umsetzung des Filmes. Das Bild lässt zwar zu jeder Zeit erkennen, dass es einen digitalen Ursprung hat, aber dies ist ja auch so beabsichtigt. Kontrast und Schärfe befinden sich auf hohem Niveau und auch der Ton, der auf Deutsch und Englisch jeweils in DD5.1 und DD2.0 vorliegt, kann überzeugen. Neben dem bereits erwähnten Audiokommentar gibt es auf einer zweiten Scheibe Interviews mit Dafoe und Gainsbourg, ein Making-Of, sowie ein Featurette zu den Special Effects, in dem unter anderem auf den Fuchs eingegangen wird. Eine äußerst gelungene Veröffentlichung.


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Ein kleiner Testbericht zur Onlinevideothek Lovefilm


Als ich vor einigen Jahren ein Probeabo beim damals frisch gegründeten Onlineverleih Lovefilm abschloss, war ich gespannt, was das werden würde. Komme ich letzten Endes billiger davon als bei meiner örtlichen Videothek (Vidirent), die immerhin 3,80 EUR für einen (aktuellen) Film von Heute auf Morgen will? Es war nicht ganz leicht zu beantworten, denn ich schaffte nicht gerade viele DVDs im Monat, was zu einem nicht gerade geringen Teil an Lovefilm selbst lag. Die Geschwindigkeit, mit der die Onlinevideothek ihre Filme verschickte, ließ doch zu wünschen übrig – obwohl ich mich mit dem Einwurf in den Postkasten stets beeilte. Wie sieht es also heute, einige Jahre nach dem Start und großen kommerziellen Durchbruch von Lovefilm, aus? Dank Katarina von sonic grape durfte ich von Dezember bis Februar Lovefilm erneut kostenlos testen, dieses Mal sogar in der Flatrate-Version. Und was soll ich sagen? Ja, es hat sich doch etwas getan bei Lovefilm, denn die Versandzeiten sind nun kaum mehr mit denen in den Anfängen zu vergleichen.

So schaffte ich es dann auch im Monat auf gut vier DVDs/Blu-rays, wobei das eigene 'Gucktempo' natürlich auch eine Rolle spielt (und bei mir ist dieses sehr gering). Die Auswahl ist im Großen und Ganzen deutlich besser als in meiner örtlichen Videothek, sogar kleinere Dokus bietet Lovefilm in seinem Programm an. Zur Verfügbarkeit aktueller Titel kann ich jedoch nichts groß sagen, denn ich konzentrierte mich während meiner Testphase primär auf ältere Titel (Stichwort 'Klassiker nachholen'). Besserungsbedarf besteht aber definitiv noch in einer Sache, nämlich der Sauberkeit der DVDs/BDs samt Hüllen. Was ich hier bisweilen geliefert bekam, ließ dann doch sehr zu wünschen übrig – verkratzte Scheiben, kaputte Plastikhüllen und einmal sogar ein ziemlich dreckiger Postumschlag, den ich so kaum anfassen wollte. Die von mir getestete Flatrate kostet normalerweise 11,99 EUR im Monat und erlaubt eine DVD/Blu-ray zu Hause zu haben. Ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man auf mindestens vier bis fünf DVDs/BDs im Monat kommt.


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X-Rated: Ausgabe 52 ab 27.02. am Kiosk!


Und dieses Mal ist das Cover richtig gut geworden, wie ich finde (auch wenn es der Film alles andere als sein soll). Neben dem Titelthema Halloween II findet sich zudem einiges zu The Wolfman, Interviews mit Andreas Pape und Eduardo Sanchez und eine DVD-Besprechung zu District 9 aus meiner Feder. Den kompletten Inhalt von Ausgabe #52 gibt's wie gewohnt auf der Homepage,


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