X-Rated: Ausgabe 47 ab 28.11. am Kiosk!


Und schon wieder sind zwei Monate vergangen. Das heißt nicht nur, dass es mittlerweile ziemlich kalt geworden ist, sondern auch, dass schon bald der Weihnachtsmann eine neue Ausgabe der X-Rated vor der Tür steht. Genauer gesagt erscheint Ausgabe Nummer 47 am 28.11. und ist ab diesem Tag an jedem Bahnhofskiosk, auf Börsen und in diversen Onlineshops erhältlich. Dieses Mal steuere ich Reviews zum Franzosenschocker Martyrs und zum 'Anti-Kinder-Film' Eden Lake bei. Des Weiteren findet sich auch ein Kurzreview zu Eden Log von mir. Daneben bietet die 47. Ausgabe auch Interviews mit Andres Bethmann und Tim Sullivan. Der restliche Inhalt lässt sich hier nachlesen.

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Fantasy Filmfest Nights: Level 1 Completed

Eden Log
(Franck Vestiel, Frankreich 2007)
Kino

Es ist wie in einem Videospiel: Ein Mann erwacht im Nirgendwo, voller Dreck, orientierungslos, stumm. Er schaut sich um, wo er gelandet ist, was es mit dem setting auf sich hat. Gegenstände werden auf ihre Eigenschaft überprüft, benutzt, und helfen Tolbiac (Clovis Cornillac), so der Name des vermeintlich Unbekannten, schließlich, das Labyrinth zu durchforsten, in dem er gefangen ist. Es ist ein Hightechlabyrinth, und der Zuschauer ist stets auf dem gleichen Stand wie Tolbiac, er verfolgt das Geschehen, den Kampf gegen die Orientierungslosigkeit, mit ihm – wie in einem Videospiel. Es ist ein düsteres Videospiel, eines, das bis auf wenige Einstellungen in schwarz-weiß gehalten ist. Nicht etwa mit Farbfilter, sondern durch die dunkle, industrielle Umgebung, in der Eden Log angesiedelt ist. So scheint der Gedanke an eine Art Evolution, die sowohl Tolbiac als auch der Film mitmachen, nicht abwegig. Wirkt Tolbiac anfangs noch unbeholfen und ob des Drecks in seinem Gesicht wie ein Urmensch, so entwickelt er sich immer weiter, je mehr Wissen er im Labyrinth sammelt. Assoziationen zu den ersten 30 Minuten aus Kubricks 2001: A Space Odyssey kommen dabei ebenso auf, wie Assoziationen zur biblischen Geschichte um Adam und Eva und den verbotenen Baum.

Eden Log scheint es zu gefallen, mit Metaphorik und dem Audiovisuellen zu spielen und den Zuschauer zu verwirren/begeistern. Hier ein kleiner Hinweis, da eine kleine Parallele zum 'Baum der Erkenntnis', doch so richtig erklären will der Film sich nicht einmal am Schluss, wenn er seine Karten scheinbar offen legt. Zu groß und komplex erscheinen einem da die letzten 90 Minuten, zu beeindruckend in der Machart, zu 'groß' und deshalb nicht komplett greifbar. Und so bin ich von dem Gesehenen audiovisuell zwar erschlagen, aber irgendwie auch erleuchtet, dass das nicht ganz my cup of tee war. Vielleicht muss Eden Log aber auch erst wirken. (5/10)


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Fantasy Filmfest Nights, Tag 2: Was ist nur mit den Franzosen los!?

FFF Nights LogoDa morgen das neue Semester beginnt und es auch schon ziemlich spät ist, erst einmal ein ganz spartanischer Eintrag (Gott sei Dank kann man einen Beitrag ja ewig editieren…). Morgen Abend dann also mehr. Der zweite Tag, der bessere Tag. Gut, nach dem sehr durchwachsenen ersten Tag konnte es ja nur besser werden. Doch auch der zweite und leider auch letzte Tag der FFF Nights war filmtechnisch alles andere als großartig. Doch zu den Filmen kommt noch genug an Reviews, deshalb vielleicht noch etwas zum 'Rahmen' drumherum. Im Vergleich zum Vortag hat sich eigentlich nicht viel getan, außer der Tatsache, dass ich vier Mal auf dem gleichen Platz saß, einiges an (süßen und salzigen) Speisen verschlang und mit captain_nuss eine ziemlich filmtechnisch versierte Begleitung hatte. Hier also wieder die spartanischen Kurzreviews, bei denen ich mir den Zusatz 'Ausführliches Review folgt' dieses Mal verkneife, da zu allen (hoffentlich) noch ein solches kommt.

Eden Log – audiovisuell ziemlich episch und nicht minder metaphorisch, nur leider nicht ganz my cup of tee.

Sukiyaki Western Django – große Enttäuschung. Ca. 5% aller Gags zünden, Miike reiht wahllos aneinander, versucht dabei einen Spagat zwischen Slapstick und Western, an dem er sich schließlich das Bein bricht.

[Rec] – bester Film der FFFNs, keine Frage. Wäre Cloverfield nicht gewesen, wäre der Film noch eine Nummer intensiver. Was hier abgeht ist blanker Terror. Zudem ein Musterbeispiel dafür, was gutes Sounddesign ist.

À l'intérieur – schöne Platform um jedwede Form von Metallgegenstand in Fleisch zu bohren. Zudem ebenfalls ein Musterbeispiel für Sounddesign beziehungsweise Industrial Score.

Alles in allem ein sehr tolles Festival, das wieder einmal riesigen Spaß gemacht hat. Die Filmauswahl war sehr gut, was man von deren Qualität aber nicht unbedingt behaupten kann. Die größte Enttäuschung war definitiv Doomsday, der herausragendste Film sicherlich [Rec]. Und was ist das Fazit des Ganzen? Nunja, einerseits sicherlich die Frage danach, was mit den Franzosen derzeit eigentlich los ist? Was unsere Nachbarn genretechnisch derzeit raushauen, ist wirklich beeindruckend, denn zumindest goretechnisch habe ich selten grafischere Umsetzungen gesehen. Hinzu kommt die Politisierung der Filme mit den Aufständen in den Banlieus und der Präsidentschaft Sarkozys. Andererseits ist nicht zu übersehen, dass die 'Wackelkamera' immer mehr Zuwachs erhält, von eingefügten, realen Archivaufnahmen ganz zu schweigen. Richtig eingesetzt kann das zu tollen Ergebnissen führen, was [Rec] eindrucksvoll gezeigt hat. In diesem Sinne: Ich freue mich schon auf den Spätsommer!


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