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	<title>Equilibrium &#187; enzo g. castellari</title>
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		<title>&#039;Inglorious Bastards&#039; DVD Review</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 13:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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Es wird einem wohl erst bewusst, dass Quentin Tarantinos Inglourious Basterds so gar nichts gemein mit der vermeintlichen Vorlage hat, wenn man Enzo G. Castellaris Inglorious Bastards (Quel maledetto treno blindato) gesehen hat. Streng genommen teilen sich die beiden Filme ja nicht einmal den Titel, denn Tarantino versah seinen absichtlich mit mehreren Schreibfehlern. Die einzige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-3812" style="border: 1px solid black; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="'Inglorious Bastards'" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/vlcsnap-00001106.jpg" alt="" width="560" height="305" /><br />
Es wird einem wohl erst bewusst, dass Quentin Tarantinos <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2009/08/24/der-wahre-kinematografische-untergang-des-dritten-reichs/" target="_self"><em>Inglourious Basterds</em></a> so gar nichts gemein mit der vermeintlichen Vorlage hat, wenn man Enzo G. Castellaris <em>Inglorious Bastards</em> (<a href="http://www.imdb.com/title/tt0076584/" target="_blank"><em>Quel maledetto treno blindato</em></a>) gesehen hat. Streng genommen teilen sich die beiden Filme ja nicht einmal den Titel, denn Tarantino versah seinen absichtlich mit mehreren Schreibfehlern. Die einzige gemeinsame Schnittmenge bleiben die Titelgebenden Helden &#8211; oder besser gesagt Anti-Helden. Castellaris Film ist dabei sicherlich nicht zaghafter in der Pr&#228;sentation seiner &#039;verwegenen Hunde&#039;. Kriegsgefangene, die keinen Respekt keinen, keine Befehlskette, nur sich selbst und ihre eigenen Interessen und Vorteile. Bereits in der Er&#246;ffnungssequenz wird uns dieser dreckige Haufen eindrucksvoll pr&#228;sentiert. Weniger, weil die Protagonisten so gro&#223;e Pers&#246;nlichkeiten haben, als vielmehr wegen dem unglaublichen Aufwand, den Castellari hier aufzeigt, in dem er dutzende Geb&#228;ude und Milit&#228;rvehikel buchst&#228;blich auff&#228;hrt, die in solch einem europ&#228;ischen B-Movie durchaus f&#252;r Aufsehen sorgen k&#246;nnen.</p>
<p>Leider ist dies nicht den ganzen Film &#252;ber der Fall, denn besonders gegen Ende bekommt man immer mehr Modelle zu sehen, die in die Luft fliegen, eine Frage des Budgets, sicherlich, aber etwas besser h&#228;tte das alles doch aussehen k&#246;nnen. Und dennoch tut dies <em>Inglorious Bastards</em> keinen Abbruch, denn daf&#252;r knallt es an allen Ecken und Kanten, kaum eine ruhige Minute offeriert uns Castellari, wenn seine Bastarde einmal in Fahrt gekommen sind. Die deutschen B&#246;sewichter sind irgendwann nur noch Schie&#223;budenfiguren, die in gr&#246;&#223;erer Anzahl zu Boden gehen als Laub im Herbst. Sicherlich mit am interessantesten an dieser ganzen Chose ist sicherlich die Darstellung der Deutschen, die doch deutliche Unterschiede macht. Selbst solch ein Verh&#228;ltnisweise kleiner Film wie <em>Inglorious Bastards</em> ist interessant hinsichtlich der Erinnerungskultur der NS-Zeit. Einmal mehr wird hier die Schuld nicht bei der Wehrmacht gesucht, sondern (hier) prim&#228;r bei der SS &#8211; und nat&#252;rlich Partei und F&#252;hrung.</p>
<p>Raimund Harmstorfs Charakter hat dann schlie&#223;lich auch keine Lust mehr auf diesen Krieg, er sieht ihn als verloren, will nur noch seine Kameraden retten und hilft deswegen auch den Amerikanern. Am deutlichsten wird diese Einstellung sicherlich, wenn er einem SS-Offizier, der die amerikanischen Kriegsgefangenen sofort exekutieren lassen m&#246;chte, entgegnet: <em>&#034;Die Wehrmacht hat keinen solchen Befehl erhalten!&#034;</em>, darauf erwidert der Obersturmbannf&#252;hrer nur: <em>&#034;Schei&#223; auf die Wehrmacht, das sind doch keine Soldaten!&#034;</em>. Sp&#228;ter im Film, als ein anderer SS-Offizier gerade dabei ist, die Bastarde zu verh&#246;ren, und er schlie&#223;lich von den anderen Bastarden &#252;berw&#228;ltigt wird, f&#228;ngt die Kamera noch ein Close-Up seines Hutes ein, der den Totenkopfsch&#228;del der SS zeigt &#8230; Es w&#228;re sicherlich nicht uninteressant, diesen Aspekt weiter zu untersuchen, auch, weil er sich in Tarantinos &#039;Remake&#039; quasi fortsetzt, wenn auch auf etwas andere Art und Weise.</p>
<p>Leider schw&#228;chelt der Film bei all diesen interessanten Aspekten jedoch etwas, allen voran in der Mitte, wenn auf einmal franz&#246;sische Widerst&#228;ndler auf einen kleinen Liebesplot treffen und es in Richtung Zugepisode geht, der es deutlich an einem Spannungsbogen fehlt &#8211; stattdessen wird geschossen und geschossen und geschossen, so dass man irgendwann doch etwas gelangweilt auf die Uhr schaut. Der Ruhm, den <em>Inglorious Bastards</em> vor allem im Zuge von Tarantinos Film genie&#223;t, sei ihm aber allemal geg&#246;nnt. Dass dieser allerdings auch zu nicht gerade kleinen Teilen auf dem Cover der Neuauflage von Koch Media basieren d&#252;rfte, ist kein Geheimnis. Das Cover, gestaltet im Tarantinoesken Design, d&#252;rfte wohl den einen oder anderen K&#228;ufer zum Gr&#252;beln bringen, ob er da nun das Original oder das Remake in den H&#228;nden h&#228;lt. Die DVD an sich ist gelungen, der Film wie auch bei der Erstauflage in ungeschnittener Fassung vorhanden und mit einigen netten Extras.</p>
<p>Unter anderem ein Gespr&#228;ch zwischen Quentin Tarantino und Enzo G. Castellari, das jedoch wegen Tarantinos Rhetorik recht schwer zu ertragen ist, da er immer wieder wie ein Fanboy klingt und zu schnell spricht &#8211; Tarantino eben. Als weitere Extras gibt es schlie&#223;lich Trailer und ein Making-Of zum Film, das immerhin eine Dreiviertelstunde umfasst. Ob sich der Umstieg auf die Neuauflage wegen des Tarantino-Gespr&#228;ches jedoch lohnt, das muss jeder selbst f&#252;r sich entscheiden. Jedenfalls ist die Neuauflage g&#252;nstiger zu bekommen als die Erstauflage &#8211; die hatte aber auch noch keinen FSK-Aufkleber, den man hier leider nicht durch ein Wendecover umgehen kann. Die DVD von <a href="http://www.kochmedia.de" target="_blank">Koch Media</a> ist seit 21. August <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B002AOUQNU/equilibrium0e-21" target="_blank">im Handel erh&#228;ltlich</a>.</p>
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