Deep Throat Reloaded: Trailer zum Linda 'Lovelace' Biopic

Es ist einer, wenn nicht sogar der profitabelste Film aller Zeiten. Nein, die Rede ist nicht etwa von The Blair Witch Project, sondern von einem Porno. Vielleicht dem bekanntesten Erwachsenenfilm überhaupt: Deep Throat.Er war nicht nur namensgebend für eine ganz besondere Sexualpraktik, sondern auch für die Karriere der Lind Lovelace, die im gleichnamigen Biopic Lovelace nun ein filmisches Denkmal bekommt. Gespielt wird sie von Amanda Seyfried, die – darf man den Zitaten glauben – sensationell sein soll. Der Trailer weiß jedenfalls schon mal zu gefallen, zumal die Optik tatsächlich stark an die Seventies erinnert. Und mit Rob Epstein, einem der beiden Regisseure, hat man zudem eine Doku-Legende mit an Bord. Auf der Berlinale im Februar war der Film bereits zu sehen, einen regulären Kinostart hat er leider noch nicht.

(Via The Playlist)


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Erster Trailer zu Uwe Bolls 'Bailout: The Age of Greed'

Neulich saß Dr. Uwe Boll noch bei Roche & Böhmermann und wies mit Nachdruck auf seinen filmischen Beitrag zur Finazkrise, Bailout: The Age of Greed, hin, nun ist ein erster Trailer zum Film erschienen. Der fast dreiminütige Trailer gibt dabei die Richtung klar vor: Mittelstandsamerikaner (Dominic Purcell) wird Opfer der Finanzkrise, hat eine kranke Frau, die sich das Leben nimmt und gerade jetzt, als er nichts mehr zu verlieren hat, macht er Jagd auf Banker, Broker und Co. Gedreht wurde mal wieder in Kanada, mit dabei sind neben Purcell auch noch Edward Furlong, Michael Paré und Eric Roberts mit ultraschlecht sitzendem Toupet.


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Dieter Hallervorden als Kinderschänder in 'The Child'


Wenn das mal nicht die absolute Nachricht des Tages ist: Dieter Hallervorden spielt an der Seite von Eric Roberts ein pädophiles Monster. Wait, what!? Tatsache, und zwar in Zsolt Bács The Child (Das Kind), der sich gerade noch in der Postproduktion befindet, im Januar aber bereits in den deutschen Kinos laufen soll. Mit dabei sind auch Ben Becker und Dieter Landuris. Ich bin jedenfalls mehr als nur gespannt, denn wer kann Hallervorden bitteschön als Kinderschänder ernst nehmen? Ich meine, sobald der Mann den Mund aufmacht, beginne ich doch zu lachen! Hier jedenfalls die Story, die das ganze (im positiven Sinne) nicht besser macht – ich werd' ja nicht mehr! Und hier noch ein Set-Besuch-Video von Traeumer.

"Ein mysteriöser zehnjähriger Junge bestellt einen Strafverteidiger in einen gottverlassenen Industriepark. Der schmächtige Knabe behauptet, in seinem früheren Leben ein Serienkiller gewesen zu sein. Als Beweis zeigt er dem Anwalt Skelette, die offenbar von einer Axt gespalten wurden." (Movies & Sports, an den auch das Via geht)


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Den Wald vor lauter Stone Cold nicht sehen: 'Hunt to Kill'


Stone Cold Steve Austin agierte erst vor einigen Wochen bei WrestleMania XXVII als Gastringrichter, wo er das Bier spritzen ließ und alle eiskalt abservierte, die sich gegen ihn stellten. Auf dem Quad kam er angefahren, die Bierdosen steckten in den dafür vorgesehenen Dosenhaltern. Ja, Stone Cold ist schon eine coole Sau, was er nicht nur im Ring beweist, sondern auch auf der Leinwand. Er ist nicht der erste Wrestler, der einen Abstecher in die Filmindustrie macht – dabei aber definitiv einer der besten. Mit The Condemned bewies er dabei eindrucksvoll seine Physis, die ihm zwar immer wieder die gleichen Rollen zuteil werden lässt (was ja aber bei nahezu jedem Wrestler der Fall ist), Fans davon aber ohnehin nicht genug bekommen können. In Stallones The Expendables durfte er dann auch mal den Bösewicht spielen, der ihm ebenso gut steht wie der einsame Held. Kämpfte er in Stallones Best-of noch an der Seite von Eric Roberts und Gary Daniels zusammen, steht ihm Daniels dieses Mal gegenüber. In Hunt to Kill trifft sich Stone Cold aber nicht nur mit Daniels wieder, sondern auch mit Eric Roberts. Dessen Rolle – so viel sei verraten – beschränkt sich zwar auf die Exposition, aber einen Mann mit diesem Charisma sieht man immer gern, auch wenn es nur wenige Minuten sind.

Zudem hätte man sich Roberts' Charisma für den Bösewicht aus Hunt to Kill nur wünschen können, denn im Gegensatz zu Stone Cold bleibt Gil Bellows ganz schön bleich und schrammt nicht selten nur weniger Zentimeter am Overacting vorbei. Das macht aber auch nichts weiter, denn der Film, der lediglich in Kanada eine Kinoauswertung erhielt und im Rest der Welt DTV vermarktet wurde, besticht ohnehin nicht durch Schauspieltalent oder eine komplexe Handlung. Hunt to Kill ist in erster Linie nämlich ein kleines B-Movie für Stone-Cold- und Action-Fans, das zwar durchaus etwas Zeit braucht um in Fahrt zu kommen, dafür aber mit einigen soliden Action set pieces aufwartet. Nein, die kleine kanadische Produktion erfindet das Rad nicht etwa neu, sondern verlagert ein bekanntes Szenario in die amerikanisch-kanadische Grenzeinöde. Als großes Vorbild diente Hunt to Kill dabei sicherlich First Blood, der vor allem auf musikalischer Ebene nicht deutlicher zitiert werden könnte. Und in der Tat, die Natur und ihre Tücken bieten sich noch immer hervorragend an, um eine Gruppe von Menschen an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Da wird die Tochter Stone Colds – einem Veteranen, klar – kurzerhand als Geisel genommen und muss fortan mit ihrem ungeliebten Vater und einigen Gangstern durch den Wald marschieren. Irgendwann kann sich Stone Cold dann lossacken und macht fortan Jagd auf die Entführer seiner Tochter und Mörder seiner Freunde …

Hunt to Kill kommt einerseits sichtlich ökonomisch daher (im Wald zu drehen kostet ja nicht allzu viel), holt dabei aber das Maximale heraus. Stone Cold darf sich eiskalt rächen ("When I hunt, I hunt to kill!"), Daniels darf sich richtig schön austoben und dabei jede Menge unschöne Dinge sagen und machen und auch handwerklich sieht das stets solide aus. Highlight dabei ist sicherlich der Kampf zwischen Daniels und Stone Cold inmitten des Waldes, der aber leider viel zu schnell vorbei ist. Hunt to Kill lebt vor allem von der Präsenz und Aura Stone Colds, denn würde man ihn austauschen, hätte der Film gleich nur noch halb so viele Schauwerte – und dann würde es wirklich kritisch werden. Stone Cold kann aber in jedem noch so abgenudelten Szenario partizipieren und hebt es zugleich aus der Versenkung. Und gerade deswegen muss man es auch so deutlich sagen: Wer mit dem ehemaligen Wrestler nichts anfangen kann, der wird sich hier schnell langweilen. Fans des Glatzkopfes kommen aber durchaus auf ihre Kosten – auch, weil das Finale mit dem Quad fast schon als Reminiszenz an WrestleMania XXVII durchgeht. (6/10)

Technisch ist die Blu-ray von WVG Medien (Amazon-Partnerlink) ebenfalls solide, mehr aber auch nicht, denn an Extras gibt es rein gar nichts, noch nicht einmal einen Trailer. Dafür kann aber zumindest das Bild überzeugen, das die kräftigen Farben der Wälder sehr gut wiedergibt. Der Ton könnte zwar etwas druck- und effektvoller sein, geht aber gerade so noch in Ordnung.


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Inferno: 'The Expendables' Blu-ray Review


Dass Sylvester Stallone es vor allem in den letzten Jahren verstanden hat, erfolgreiche Fortsetzungen zu inszenieren, das zeigten allein Rocky Balboa und zuletzt Rambo, die im zwei-Jahres-Abstand in die Kinos kamen und auf die nun The Expendables folgt – in gewisser Hinsicht ebenfalls eine Fortsetzung. Stallones jüngstes Werk, das war schnell klar, sollte an die Tradition des alten Actionkinos, das völlig ohne technische Spielereien auskam und seine Blütezeit in den 1980er Jahren hatte, anknüpfen und dieses quasi mit einem Best-Of fortführen. Bereits die Besetzung des Filmes liest sich dabei mehr als Intertextualität denn als eine bloße Zusammenkunft von Genregrößen. Dabei setzt Stallone aber nicht nur auf filmische, sondern auch auf popkulturelle Größen vergangener Tage. So finden sich dann beispielsweise auch Wrestler 'Stone Cold' Steve Austin, UFC-Fighter Randy Couture oder NFL-Profi Terry Crews im Film, die filmisch zwar eher Amateure sind, aber das Bild vom sportlichen, muskelbepackten, gestählten Mann perfekt in den restlichen Cast transponieren.

Stallone will so viel Testosteron im Film haben wie nur irgendwie möglich. Die wenigen Frauen, die im Film überhaupt vorkommen (es sind gerade mal drei an der Zahl), sind dabei nichts weiter als attraktiver Schmuck, der zum harten Mann eben irgendwie dazu gehört, aber nicht den Mittelpunkt seines Lebens darstellt. Dieser besteht nämlich aus dem Kampf, dem Kampf um die eigene Freiheit, die Freiheit der Kameraden und im Zweifelsfall auch dem Kampf um die Frau. Lee Christmas' (Jason Statham) Verlobte in spe betrügt Lee eines Abends, auch, weil er so selten da ist, führt er doch das Leben eines Soldaten/Söldners. Lee ist deprimiert, versucht es aber wenig später auf Rat seines Freundes Barney (Sylvester Stallone) doch noch einmal. Dabei stellt sich heraus, dass der neue Mann an der Seite seines Mädchens sie schlägt. Scheint der Film hier noch für einen kurzen Moment emotionalere Töne anzuschlagen, stellt sich wenig später jedoch heraus, dass auch diese Szene im Drehbuch nur eine Funktion hat: zu zeigen, dass Lee es auch gleich mit fünf Kerlen gleichzeitig aufnehmen kann und dabei nicht der übelste Kerl auf der Welt ist – denn Töten im Dienste für einen Auftraggeber scheint dann doch ehrenwerter als eine wehrloser Frau zu schlagen.

Es ist bezeichnend für The Expendables, dass all das Gemetzel letztlich doch für eine gute Sache, nämlich die Freiheit eines ganzen Inselvolkes, steht. So einfach macht es sich Stallone mit seinem Film nämlich. Warum? Weil er es kann, und weil es schon immer so war und er ja schließlich nur die Tradition des politischen Actionkinos der 80er fortführt. Hier sind die Guten, dort die Bösen, zwischen Schwarz und Weiß gibt es nichts, auch wenn die beiden Seiten sich bisweilen zumindest was die Nationalität betrifft, vermischen. Es sind Momente wie die erste Ankunft Lees und Barneys auf der Insel, die zeigen, dass sich der Film einen Dreck um innocent bystanders oder sonstige Handlanger kümmert, die im heutigen Actionfilm meist nur non-lethal außer Gefecht gesetzt werden, da sie ja irgendwie nichts dafür können und der Protagonist ja schließlich die Integrität in Person ist. Natürlich ist dies in The Expendables anders, denn hier ist sogar der Zollbeamte, der lediglich den Stempel auf den Pass drückt, ein hundsgmeiner Mistkerl, der von den Expendables samt cooler Retourkutsche über den Jordan gebracht wird.

Stallone folgt dabei einfachen Mustern, die jedem Genrefan bekannt sind, der nur eine Handvoll Actionfilme dieser Ära gesehen hat. Die Dramaturgie des Ganzen folgt dabei Stallones Rambo, was angesichts dessen Erfolges nur konsequent erscheint. Was bei Letzterem jedoch noch als politischer Kommentar zu realen Ereignissen verstehen werden konnte, das fehlt bei The Expendables völlig. Der Staat, von dem der Terror ausgeht, ist ein fiktionaler, zudem steckt hinter all dem nicht etwa ein irrer Diktator, sondern ein abtrünniger CIA-Mann, der auf eigene Rechnung arbeitet. Bereits dieses Setting macht deutlich, dass Stallones Neuer nichts weiter sein will als ein Spielplatz für große Jungs. Rechtfertigte er die Gewaltexzesse in Rambo noch mit der Aussage, dass es so nun mal in Burma von statten gehe, so muss er sie in The Expendables als das stehen lassen, was sie sind: reines eye candy, Mittel zum Zweck, reiner Selbstzweck. Dabei werden aber nicht nur Genicke lautstark gebrochen, sondern Stallone geht auch hier einen Schritt weiter: ganze Torsos und Gliedmaße werden vom restlichen Körper getrennt. Zugegeben, das ist teilweise zwar etwas zu schnell und unübersichtlich geschnitten, aber noch immer kein Vergleich zu heutigen Schnittorgien, die die Action nur erahnen lassen.

The Expendables ist sich seiner Rolle stets bewusst, ohne jedoch mit dem Auge zu zwinkern oder gar Ironie zu sähen. Selbstverständlich gibt es auch den einen oder anderen humorvollen Spruch – bei all dem Tempo und der Gewalt darf das comic relief ja nicht fehlen -, aber ins Komödiantische driftet der Film zu keinem Zeitpunkt ab, denn dafür zünden dann auch zu viele der Sprüche schlichtweg nicht. Das könnte man andererseits aber auch schon wieder als Absicht oder gar Kalkül betrachten, denn die unfreiwillige Komik gehört zum 80er-Actionfilm ebenso dazu wie der meist hohe Bodycount. Das eigentliche Highlight, zumindest was das Zitatekino betrifft, nimmt Stallone früh im Film vorweg, wenn er die drei wohl archetypischsten Figuren des Actionkinos zusammenkommen lässt: Stallone, Schwarzenegger und Willis. Die kurze Szene, die leider viel zu sehr promotet wurde und deshalb auch schon im Internet zu sehen war, gerät dabei zu einem einzigen Megazitat, quasi einer Mise en abyme, das mal mehr, mal weniger subtil auf die Filme der drei anspielt und jedem Fan das Herz aufgehen lässt.

Nicht weniger erfreut auch die Action an sich, die perfekt durchchoreografiert scheint und jedem der Beteiligten genug Raum für Faust-, Schieß- und Prügeleinlagen lässt. Bis kurz vor Schluss wird dann auch geschossen, was die Munition und das Budget hergeben; und jedes Mal, wenn man denkt, dass dies nun die finale Explosion gewesen ist, wird man mit einer noch größeren eines Besseren belehrt. Es folgt nicht viel Gefühlsduselei auf den Show-down, nach dem alle Bösen tot sind und die Guten wieder vereint, so wie es sich eben gehört. Stattdessen läutet Stallone den Abspann ein, in dem er die Jungs auf ihren Bikes durch die nächtlichen Straßen jagen lässt, untermalt von Thin Lizzys 'The Boys Are Back in Town', und in der Tat: Stallone und die 80er-Action sind zurück.

Die Blu-ray von Splendid (Amazon-Partnerlink) kann ebenso wie der Film selbst nicht vollständig überzeugen, denn dafür ist vor allem der Ton deutlich zu schwach. Immer, wenn man mit großen Subwoofer-Einlagen rechnet, wird man schnell enttäuscht, denn der Sub bekommt nicht allzu viel zu tun, selbst in den letzten 20 Minuten, die ja quasi nur aus Explosionen bestehen. Das Bild macht in etwa den gleichen Eindruck. Zwar ist der Schwarzwert ziemlich ordentlich, aber dafür fehlt es dem Rest an Schärfe und Kontrast. Selbst die vielen Landschaftsaufnahmen aus dem südamerikanischen Paradies, normalerweise ein Garant für knackig-scharfes HD, können nicht vollständig überzeugen. Anders sieht es dafür bei den Extras aus, die keinen Wunsch offen lassen und zumeist ebenfalls in HD überzeugen. Allen voran die 90-minütige Doku Inferno: The Making of 'The Expendables', die als Making-Of sehr gut funktioniert und nahezu jedes Detail des Filmes beleuchtet. Das einzige Problem dabei ist nur, dass Stallone zu viel zu Wort kommt und das Ganze somit nicht selten zu einer One-Man-Show verkommt, die Stallone als Regisseur, Autor und Darsteller dann doch zu sehr abfeiert.

Verletzt er sich in der einen Szene noch am Fuß, steht er in der nächsten schon wieder auf den Beinen, ganz unabhängig davon, was ihm sein Arzt geraten hat. Dass Stallone allerdings eine harte Sau ist, die für den Film alles tut – koste es was es wolle -, dürfte dabei eigentlich jedem längst bekannt sein. Und dass es kein Leichtes ist als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller zu agieren, liegt in der Natur der Sache. Etwas weniger Selbstdarstellung wäre hier also wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz ist die Doku auch wegen ihrer Länge eine interessante und erleuchtende Ergänzung zum Film, die einmal mehr zeigt, welche Arbeit Filmemachen eigentlich ist – und wie viel Zeit man für 100 Minuten Film investieren muss. Unterm Strich keine perfekte, aber eine gelungene Veröffentlichung.


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The Boys Are Back in Town: 'The Expendables'


Dass Sylvester Stallone es vor allem in den letzten Jahren verstanden hat, erfolgreiche Fortsetzungen zu inszenieren, das zeigten allein Rocky Balboa und zuletzt Rambo, die im zwei-Jahres-Abstand in die Kinos kamen und auf die nun The Expendables folgt – in gewisser Hinsicht ebenfalls eine Fortsetzung. Stallones jüngstes Werk, das war schnell klar, sollte an die Tradition des alten Actionkinos, das völlig ohne technische Spielereien auskam und seine Blütezeit in den 1980er Jahren hatte, anknüpfen und dieses quasi mit einem Best-Of fortführen. Bereits die Besetzung des Filmes liest sich dabei mehr als Intertextualität denn als eine bloße Zusammenkunft von Genregrößen. Dabei setzt Stallone aber nicht nur auf filmische, sondern auch auf popkulturelle Größen vergangener Tage. So finden sich dann beispielsweise auch Wrestler 'Stone Cold' Steve Austin, UFC-Fighter Randy Couture oder NFL-Profi Terry Crews im Film, die filmisch zwar eher Amateure sind, aber das Bild vom sportlichen, muskelbepackten, gestählten Mann perfekt in den restlichen Cast transponieren – man achte auch besonders auf die Namen ihrer Figuren.

Stallone will so viel Testosteron im Film haben wie nur irgendwie möglich. Die wenigen Frauen, die im Film überhaupt vorkommen (es sind gerade mal drei an der Zahl), sind dabei nichts weiter als attraktiver Schmuck, der zum harten Mann eben irgendwie dazu gehört, aber nicht den Mittelpunkt seines Lebens darstellt. Dieser besteht nämlich aus dem Kampf, dem Kampf um die eigene Freiheit, die Freiheit der Kameraden und im Zweifelsfall auch dem Kampf um die Frau. Lee Christmas' (Jason Statham) Verlobte in spe betrügt Lee eines Abends, auch, weil er so selten da ist, führt er doch das Leben eines Soldaten/Söldners. Lee ist deprimiert, versucht es aber wenig später auf Rat seines Freundes Barney (Sylvester Stallone) doch noch einmal. Dabei stellt sich heraus, dass der neue Mann an der Seite seines Mädchens sie schlägt. Scheint der Film hier noch für einen kurzen Moment emotionalere Töne anzuschlagen, stellt sich wenig später jedoch heraus, dass auch diese Szene im Drehbuch nur eine Funktion hat: zu zeigen, dass Lee es auch gleich mit fünf Kerlen gleichzeitig aufnehmen kann und dabei nicht der übelste Kerl auf der Welt ist – denn Töten im Dienste für einen Auftraggeber scheint dann doch ehrenwerter als eine wehrloser Frau zu schlagen.

Es ist bezeichnend für The Expendables, dass all das Gemetzel letztlich doch für eine gute Sache, nämlich die Freiheit eines ganzen Inselvolkes, steht. So einfach macht es sich Stallone mit seinem Film nämlich. Warum? Weil er es kann, und weil es schon immer so war und er ja schließlich nur die Tradition des politischen Actionkinos der 80er fortführt. Hier sind die Guten, dort die Bösen, zwischen Schwarz und Weiß gibt es nichts, auch wenn die beiden Seiten sich bisweilen zumindest was die Nationalität betrifft, vermischen. Es sind Momente wie die erste Ankunft Lees und Barneys auf der Insel, die zeigen, dass sich der Film einen Dreck um innocent bystanders oder sonstige Handlanger kümmert, die im heutigen Actionfilm meist nur non-lethal außer Gefecht gesetzt werden, da sie ja irgendwie nichts dafür können und der Protagonist ja schließlich die Integrität in Person ist. Natürlich ist dies in The Expendables anders, denn hier ist sogar der Zollbeamte, der lediglich den Stempel auf den Pass drückt, ein hundsgmeiner Mistkerl, der von den Expendables samt cooler Retourkutsche über den Jordan gebracht wird.

Stallone folgt dabei einfachen Mustern, die jedem Genrefan bekannt sind, der nur eine Handvoll Actionfilme dieser Ära gesehen hat. Die Dramaturgie des Ganzen folgt dabei Stallones Rambo, was angesichts dessen Erfolges nur konsequent erscheint. Was bei Letzterem jedoch noch als politischer Kommentar zu realen Ereignissen verstehen werden konnte, das fehlt bei The Expendables völlig. Der Staat, von dem der Terror ausgeht, ist ein fiktionaler, zudem steckt hinter all dem nicht etwa ein irrer Diktator, sondern ein abtrünniger CIA-Mann, der auf eigene Rechnung arbeitet. Bereits dieses Setting macht deutlich, dass Stallones Neuer nichts weiter sein will als ein Spielplatz für große Jungs. Rechtfertigte er die Gewaltexzesse in Rambo noch mit der Aussage, dass es so nun mal in Burma von statten gehe, so muss er sie in The Expendables als das stehen lassen, was sie sind: reines eye candy, Mittel zum Zweck, reiner Selbstzweck. Dabei werden aber nicht nur Genicke lautstark gebrochen, sondern Stallone geht auch hier einen Schritt weiter: ganze Torsos und Gliedmaße werden vom restlichen Körper getrennt. Zugegeben, das ist teilweise zwar etwas zu schnell und unübersichtlich geschnitten, aber noch immer kein Vergleich zu heutigen Schnittorgien, die die Action nur erahnen lassen.

The Expendables ist sich seiner Rolle stets bewusst, ohne jedoch mit dem Auge zu zwinkern oder gar Ironie zu sähen. Selbstverständlich gibt es auch den einen oder anderen humorvollen Spruch – bei all dem Tempo und der Gewalt darf das comic relief ja nicht fehlen -, aber ins Komödiantische driftet der Film zu keinem Zeitpunkt ab, denn dafür zünden dann auch zu viele der Sprüche schlichtweg nicht. Das könnte man andererseits aber auch schon wieder als Absicht oder gar Kalkül betrachten, denn die unfreiwillige Komik gehört zum 80er-Actionfilm ebenso dazu wie der meist hohe Bodycount. Das eigentliche Highlight, zumindest was das Zitatekino betrifft, nimmt Stallone früh im Film vorweg, wenn er die drei wohl archetypischsten Figuren des Actionkinos zusammenkommen lässt: Stallone, Schwarzenegger und Willis. Die kurze Szene, die leider viel zu sehr promotet wurde und deshalb auch schon im Internet zu sehen war, gerät dabei zu einem einzigen Megazitat, quasi einer Mise en abyme, das mal mehr, mal weniger subtil auf die Filme der drei anspielt und jedem Fan das Herz aufgehen lässt.

Nicht weniger erfreut auch die Action an sich, die perfekt durchchoreografiert scheint und jedem der Beteiligten genug Raum für Faust-, Schieß- und Prügeleinlagen lässt. Bis kurz vor Schluss wird dann auch geschossen, was die Munition und das Budget hergeben; und jedes Mal, wenn man denkt, dass dies nun die finale Explosion gewesen ist, wird man mit einer noch größeren eines Besseren belehrt. Es folgt nicht viel Gefühlsduselei auf den Show-down, nach dem alle Bösen tot sind und die Guten wieder vereint, so wie es sich eben gehört. Stattdessen läutet Stallone den Abspann damit ein, dass er die Jungs auf ihren Bikes durch die nächtlichen Straßen jagen lässt, untermalt von Thin Lizzys 'The Boys Are Back in Town', und in der Tat: Stallone und die 80er-Action sind zurück. (8.5/10)


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Neuer Trailer zu Stallones 'The Expendables'


Nicht allzu viel neues Material, aber kann man sich an dem Ganzen überhaupt satt sehen?

(Via electru.de)


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Neuer Trailer zu 'The Expendables' mit Arnie und Bruce!


Nachdem der letzte Trailer zu Stallones The Expendables nunmehr schon fünf Monate zurückliegt, wurde es auch höchste Zeit für einen neuen Trailer (480p/720p/1080p). Der Cast, die Action, die Cameos … oh boy, das wird eine Granate allerersten Grades! Nuff said! Ach ja, die Synopsis liest sich übrigens auch gut (für die, die noch nicht wussten, um was es geht):

"A team of mercenaries head to South America on a mission to overthrow a dictator."


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Promo Trailer zu Stallones 'The Expendables'


Nachdem vor einem Monate bereits ein Promo Trailer aus Venedig den Weg auf YouTube fand, ist jetzt ein weiterer Promo Trailer (FLV, recht ordentliche Qualität) zu Stallones The Expendables erschienen – ganze drei Minuten lang und wohl der feuchte Traum eines jeden Actionfans. Über den Cast muss man ja sowieso keine Worte mehr verlieren, aber was man hier an ersten offiziellen Bewegtbildern zu sehen bekommt, ist der schiere Wahnsinn. Seriously, ich muss das erst einmal verarbeiten … Deutscher Kinostarts ist der 02. September 2010.


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'The Expendables': Venedig Bootleg Teaser Trailer


Mal schauen, wie lange der Teaser zu Stallones The Expendables oben bleibt und wie lange es dauert, bis er in ordentlicher Qualität (offiziell) veröffentlich wird. Bis dahin aber: ja, sieht sehr gut aus. Genau das verstehen die Verleiher anscheinend immer noch nicht: war etwas erst auf YouTube, so wird es nicht komplett gelöscht werden können. Dank Filmz.ru kann man ihn nun runterladen (FLV, äußerst mäßige Qualität).


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