Kurz mal abgehakt # 21

Going to Pieces: The Rise and Fall of the Slasher Film – Dokumentation des amerikanischen Kabelfernsehns über die Geschichte des Slashers von den 70ern bis heute. Dabei kommen natürlich auch die Meister des Genres ausreichend zu Worte, wie beispielsweise Wes Craven und John Carpenter. Neben der nicht allzu unbekannten Tatsache, dass der Slasherfilm nach seinem Boom in den 70er/80er-Jahren reichlich Kritik eintecken musste (warum all diese Gewalt, warum immer das gleiche Prinzip, bis hin zu Beschwerden und Petitionen gegen bestimmte Filme) und der intellektuellen respektive politischen Rechtfertigung des Genres durch seine Macher, informierte mich/machte mir die Doku vorallem Appetit auf einige Perlen des Genres, die ich bis dato noch nicht gesehen habe – allen voran Sleepaway Camp und Prom Night. Garniert mit zahlreichen vorallem blutigen (!) Ausschnitten sei diese Doku jedem Slasherfan ans Herz gelegt. (7/10)

I Now Pronounce You Chuck & Larry – im Grunde natürlich ein großer Haufen Nonsens, der allerdings – und das rechne ich ihm hoch an – sehr gut zu unterhalten weiß. Driftet der Humor bisweilen ins Unerträgliche ab (die Sache mit dem fetten Sohn war so witzig wie eine Beerdigung), so feuert er aber auch wahre Lachsalven ab, vorausgesetzt man(n) kann über abgenudelte Schwulenklischees und Witze lachen (was bei Bully beispielsweise nicht funktioniert, hier aber hervorragend). Es gibt hier einfach so viele Momente zum Wegbrechen ("Girl's day!?"), dass man über kleinere Schwächen getrost hinweg sieht. Und wenn ich an die Einführung Jessica Biels mit dem heißgeliebten The Air that I Breath denke – soundtracktechnisch ist das Ganze eh über allem erhaben -, dann ist es sowieso um mich geschehen. Für Homos aber dennoch ein großes Ärgernis, trotz versöhnlicher Prämisse… (6-7/10)

‘Exte’

Exte: Hair Extensions (エクステ) – hach, was bin ich enttäuscht. Nicht etwa, weil ich ihn auf dem letztjährigen Fantasy Filmfest verpasst habe, sondern weil er nicht nur unfassbar langweilig, sondern auch unfassbar prätentiös ist. Die Idee an sich ist ja nett, Haare, die bei den Asiaten sowieso eine wichtige Rolle spielen, als Horrorelement, das sich buchstäblich durch den ganzen Film zieht. Doch wenn der Film schon seine erste halbe Stunde dafür verpulvert, die in der Tat scheußliche Schwester zu dämonisieren, dann scheint es doch an Ideen zu mangeln – da ist der 'Freak' (mit seiner Kleidung wohl eine Art Repräsentant der [japanischen] Popkultur) nur die Spitze des Eisberges. Enttäuschend, aber so richtig. (3-4/10)


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