'Where the Wild Things Are': Trailer zur Buchverfilmung


Gut, dann will ich den Trailer, nachdem ihn mittlerweile jeder in alle Himmel lobt, auch noch bringen. Dennoch muss ich, der das Buch nie gelesen beziehungsweise vorgelesen bekommen hat, sagen, dass es definitiv nicht my cup of tee ist. Bereits nach den ersten Bildern zu Spike Jonzes (Jackass, diverse bekannte Musikvideos) Where the Wild Things Are bekam ich vielmehr Fragezeichen über meinem Kopf als einen sabbernden Mund. Der Trailer (480p/720p/1080p), der jetzt draußen ist, bestätigt meinen 'Eindruck' und sieht zwar zugegeben nach einer äußerst schönen und vorallem bildgewaltigen Geschichte aus, aber nunmal nicht nach meiner.


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»We're the police. We can do whatever the hell we want.«

Street Kings
(David Ayer, USA 2008)
Kino

‘Street Kings’Der Mann hat Mut, das muss man ihm lassen. Im Prinzip ein und dieselbe Geschichte mehrere Male zu erzählen, das hat David Ayer geschafft, was jedoch alles andere als eine Meisterleistung ist. Irgendwie scheinen es ihm Cops (Keanu Reeves) angetan zu haben, erst recht korrupte Cops, die sich in den schlimmsten Stadtvierteln mit dem Abschaum herumschlagen. Die Fronten sind dabei klar: Auf der einen Seite steht Tom (Reeves), auf der anderen Schwarze & Latinos – kurz alle Klischeerandgruppen eines solchen Filmes. Lauter Hip Hop und glänzender Schmuck gehören dabei ebenso zu ihnen wie ein Hang zu Gewalt. Es ist wirklich erstaunlich, welche Mischung Ayer in seinem Street Kings alias Training Day 2 – Forest Whitaker ist Denzel Washington und hat dabei auch einen mindestens so großen Hang zum Overacting wie dieser – dem Zuschauer präsentiert. Die Geschichte ist nicht nur von ihm selbst schon drei Mal da gewesen, sondern wirkt wie eine Blaupause für das Cop-Gangster-Genre.

Cop, der nicht zimperlich ist? Check. Ein Chef, der hinter seinem Schützling aufräumt? Check. Kollegen, die so undurchschaubar wie Butterbrotpapier sind? Check. Ein Finale, das niemanden von den Socken haut, sondern vorhersehbarer nicht hätte sein können? Check. Mission accomplished, so hat es den Anschein, zumindest für Ayer. Würde Ayer wenigstens geschickt kopieren, wäre das ja gar nicht mal so schlimm. Doch dafür fehlt ihm dann einfach der richtige Riecher, allen voran für die Darsteller. Da wird ein Chris Evans besetzt, der als Milchbubi unter harte Kerle geworfen wird, ein Cedric the Entertainer, der ob seiner Komödienvergangenheit fehlbesetzter nicht hätte sein können und ein Keanu Reeves, der die ganze Zeit zu schreien scheint, wann ihn denn bitteschön jemand von diesem Übel befreit. Alles ist in dieselben kalten Farben und Bilder reingestopft, die bei einem Harsh Times noch funktionierten, hier aber lediglich gewollt schmutzig (und cool) erscheinen. Dazu gesellen sich dann noch einige Pokulturanspielungen, die zwar die amerikanische Jugend ins Kino locken dürften, gerade deshalb aber auch so bedenklich sind.

Eines muss man Street Kings dann aber doch zugute halten, nämlich sein Tempo. Von Beginn an nimmt der Film nämlich ein Tempo an, das er größtenteils zu halten im Stande ist, auch wenn das angesichts des käsigen Drehbuchs nicht mehr wirklich viel reißt. Wer mit dem durchschnittlichen (und absolut Oscarunwürdigen) Training Day etwas anfangen konnte, der wird auch an Street Kings etwas finden können. Alle anderen dürfen gerne einen großen Bogen um dieses Vehikel machen. (4/10)


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Dem Sony HD Camcorder sei Dank

Vantage Point
(Pete Travis, USA 2008)
Kino

‘Vantage Point’Nach dem Trailer war ich ja überhaupt nicht an diesem Vehikel interessiert. Zu glatt und konventionell erschien mir das Ganze – trotz der hochkarätigen Besetzung. Lange habe ich mit mir gehadert, die PV geschwänzt, und den Film auch die ersten Wochen der regulären Spielzeit nahezu ignoriert. Bis gestern dann, ein Freund drängte mich quasi, und nachdem ich mir nochmals einige Kritiken durchgelesen hatte, die den Film zwar durchweg zerrissen, aber in denen ich auf einige Aspekte stieß, die mir durchaus zusagen – Pathos, USA gegen den Rest der Welt, der Score vom Zimmer-Lehrling, etc. -, hatte ich auf einmal doch Lust auf 8 Blickwinkel, so der selten dämlich deutsche Titel. Was hat mir der Film nun also davon gegeben, bereue ich es, ihn letzten Endes doch gesehen zu haben (und das sogar noch für stolze 6,50 EUR [für gerade Mal knappe 90 Minuten])? Die Antwort: Jein.

Das Konzept ist innovativ und mal was anderes bei all der Actionstangenware, keine Frage, auch wenn der Film weiß Gott nicht der erste ist, der dieses Prinzip nutzt – Kurosawa lässt grüßen. Und sieh an, umgesetzt ist es auch nicht gerade von schlechten Eltern. Also schon mal ein großer Pluspunkt, denn auf Redundanz hatte ich mich ehrlich gesagt schon etwas eingestellt, fangen die Ereignisse doch wirklich an die fünf Mal an der gleichen Stelle an. Jeder hat ein Stück des Puzzleteils, das am Ende dann, mit einigen kleinen Schönheitsfehlern versehen natürlich, zu einem Ganzen zusammengesetzt wird. Dass dieses Ganze aber in sich ein kohärentes Etwas ist, liegt am Mangel an Realität, denn wer dachte, dass 24 bereits der Gipfel der Konstruiertheit sei, der wird beim Ende von Vantage Point eines Besseren belehrt. Doch nicht nur hier fordert der Film eine großzügige Rezeption, denn auch über Motiv, Herkunft und Sonstiges der (arabischen weil Verbindungen zu Marokko) Attentäter wird man im Dunkel gelassen.

Es sind vorwiegend männliche Gotteskrieger, das wundert wohl niemanden. So sind es dann auch die dunkelhäutigen Figuren, die hier allesamt Terroristen sind, da bleibt der Film der schwarz-weiß-Malerei treu. Bemerkenswert empfand ich jedoch die Tatsache, dass man sogar den Mut hatte, einen Selbstmordattentäter mit einzubauen, dessen Einsatz ob seiner Intensität gleichzeitig eine der besten Szenen im Film markiert. Da vergisst der Film dann auch, dass er anfangs die einseitige Berichterstattung des Terrors eigentlich satirisch kritisierte. Aber das kann im Tumult ja auch durchaus mal passieren. Unterstützt wird das Ganze von einem markanten Score, der Zimmer-typisch vorzugsweise auf laute, bombastische Töne setzt und kaum richtiger als in einem Actionthriller sein könnte. Ein weiterer Pluspunkt. Insgesamt war es doch ein recht ansehnliches Unterfangen, denn die unzähligen Vergleiche mit 24 treffen es eigentlich ganz gut – bis zur Schmerzgrenze konstruiert, aber äußerst temporeich inszeniert und gerade deshalb auch unterhaltsam. Und einen Jack Bauer hat der Film sogar auch, nur heißt er hier Dennis Quaid. (6-7/10)


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